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	<title>Schutzleiter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T18:42:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schutzleiter&amp;diff=89910&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dk1909: typografische Anführungszeichen korrigiert</title>
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		<updated>2025-09-15T10:45:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typografische Anführungszeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Color wire green yellow.svg|mini|hochkant=0.5|Farbkennzeichnung von Schutzleitern]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pe-Schutzleiter.svg|mini|hochkant|Symbol für den Schutzleiter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schutzleiter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[elektrischer Leiter]] zum Zweck der Sicherheit, zum Beispiel zum Schutz gegen [[Elektrischer Schlag|elektrischen Schlag]].&amp;lt;ref&amp;gt;Definition gemäß DIN VDE 0100-200:2006-06 Abschnitt 826-13-22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Kurzzeichen für den Schutzleiter ist &amp;#039;&amp;#039;PE&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|protective earth}}). Aufgabe des Schutzleiters in elektrischen Systemen ist der Schutz von Lebewesen im Falle eines Fehlers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Die Schutzmaßnahme [[Schutzerdung]] von elektrotechnischen Anlagen dient dazu, im Falle eines [[Körperschluss]]es eines aktiven (spannungsführenden) Leiters mit einem leitfähigen, berührbaren Teil (z.&amp;amp;nbsp;B. dem Gehäuse) dieses auf Erdpotenzial zu bringen und so einen Stromfluss durch den (menschlichen) Körper gegen Erde zu verhindern oder zumindest die Stromstärke zu verringern. Dazu sind bei [[Schutzklasse (Elektrotechnik)|Schutzklasse-I-Geräten]] alle berührbaren metallenen Teile mithilfe des Schutzleiters mit dem [[Potentialausgleich]] verbunden. Der [[Basisschutz]] (Schutz gegen direktes Berühren eines aktiven Teiles) ist die Isolation zwischen berührbarem leitfähigem Teil und der gefährlichen Spannung. Versagt dieser, greift der Fehlerschutz (Schutz bei indirektem Berühren bei Versagen der Basisisolation). Der Schutzleiter ist somit Voraussetzung für die beiden Teilmaßnahmen „Schutzerdung“, „[[Schutzpotentialausgleich]]“ („[[Nullung]]“) und „Automatische Abschaltung im Fehlerfall“. Der Schutzleiter bildet einen Stromkreis für den Fehlerfall und soll die [[Überstrom-Schutzeinrichtung]] zum Ansprechen bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maßgeblich für die Schutzeinrichtung ist, dass die Stromkreisimpedanzen folgende Voraussetzungen erfüllen: &amp;lt;math&amp;gt;Z_{S} \leq \frac{U_{0}}{I_{a}}&amp;lt;/math&amp;gt;. Dabei ist&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;Z_{S}&amp;lt;/math&amp;gt; die Summe aller [[Impedanz]]en in der Fehlerschleife (Stromquelle, Außenleiter, Schutzleiterkreis),&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;I_{a}&amp;lt;/math&amp;gt; der erforderliche Strom für die automatische Abschaltung,&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;U_{0}&amp;lt;/math&amp;gt; die Nennspannung für den Stromkreis, Außenleiter gegen Erde.&lt;br /&gt;
Die Abschaltung erfolgt durch Überstrom-Schutzeinrichtungen (Sicherungsautomaten, [[Schmelzsicherung|Sicherungen]], [[Leitungsschutzschalter]]) und kann durch [[Fehlerstrom-Schutzschalter]] (RCDs) ergänzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Normung in Deutschland (DIN VDE) ===&lt;br /&gt;
Die aktuelle DIN [[Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik|VDE]]&amp;amp;nbsp;0100-410 „Errichten von [[Niederspannungsanlage]]n&amp;amp;nbsp;– Schutzmaßnahmen; &amp;#039;&amp;#039;[[Stromunfall|Schutz gegen elektrischen Schlag]]&amp;#039;&amp;#039;“ schreibt eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz gegen elektrischen Schlag vor. Grundsätzlich verlangt die DIN VDE, dass eine Schutzmaßnahme aus einer geeigneten Kombination von zwei voneinander unabhängigen Schutzvorkehrungen besteht. Es handelt sich dabei in der Regel um eine Basisschutzvorkehrung und eine Fehlerschutzvorkehrung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=ElektrikerWissen.de |url=https://www.elektrikerwissen.de/din-vde-0100-410-fi-schutzschalter-pflicht/ |titel=DIN VDE 0100-410:2018-10 Schutz gegen elektrischen Schlag |werk=ElektrikerWissen.de |datum=2023-06-08 |sprache=de-DE |abruf=2023-10-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Voraussetzungen für die „automatischen Abschaltungen im Fehlerfall“ setzen sich zusammen aus Vorkehrungen, die vom [[Verteilnetzbetreiber|Verteilungsnetzbetreiber]] verpflichtend zu erfüllen sind und aus Errichtungsbestimmungen für die Kundenanlage, die in der DIN VDE&amp;amp;nbsp;0100-540 „Errichten von Niederspannungsanlagen&amp;amp;nbsp;– Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel&amp;amp;nbsp;– &amp;#039;&amp;#039;Erdungsanlagen, Schutzleiter und Schutzpotentialausgleichsleiter&amp;#039;&amp;#039;“ festgelegt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Festlegung von Begriffen, der technischen Ausführung von Erdungsanlagen und den Kriterien für Erder, Erdungsleiter und Schutzpotentialausgleichsleitern legt diese Norm wesentliche Ausführungsmerkmale für den Schutzleiter wie Mindestquerschnitte, Arten von Schutzleitern, Anordnung von Schutzleitern und Maßnahmen zum Erhalten der elektrischen Eigenschaften von Schutzleitern fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Endstromkreise mit einem Nennstrom bis 32&amp;amp;nbsp;A sind für das gängige 230/400&amp;amp;nbsp;V-[[TN-System|TN-Wechselstromnetz]] &amp;#039;&amp;#039;maximale Abschaltzeiten von 0,4&amp;amp;nbsp;Sekunden festgelegt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;DIN VDE 0100-410:2007-06 Abschnitt 411.3.2 &amp;#039;&amp;#039;Automatische Abschaltung im Fehlerfall&amp;#039;&amp;#039;, Tabelle 41.1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten|grund=Aus deutscher Perspektive geschrieben. Bitte internationalisieren (bei Sachverhalten, die sich auf ein Land beziehen (z.B.) beziehen, ist das Land explizit zu erwähnen; so erkennen Leser in der Schweiz bzw. in Österreich, dass etwas sich auf Deutschland bezieht.)}}&lt;br /&gt;
Dem Schutzleiter in der Form und Anwendung, wie wir ihn heute kennen, geht eine lange Entwicklung hinsichtlich der Methoden für [[Erdung]] und [[Nullung]] sowie schließlich der Einführung des „&amp;#039;&amp;#039;besonderen Leiters als Schutzleiter“&amp;#039;&amp;#039; und ein langer Entscheidungsprozess hinsichtlich Farbgebung voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schutzmaßnahme &amp;#039;&amp;#039;„Nullung“&amp;#039;&amp;#039; geht auf einen Vorschlag von AEG im November 1913 zurück, und im Jahr 1924 wird die Nullung in den damaligen Vorläufern der VDE 0100 genannt. Gleichzeitig wurde der Begriff „[[PEN-Leiter|Nullleiter]]“ (damalige Schreibweise: Nulleiter) eingeführt, allerdings ohne ihn näher zu beschreiben. 1930 wurde der Nullleiter definiert und der Begriff &amp;#039;&amp;#039;„besondere Nullungsleitung“&amp;#039;&amp;#039; (der Vorläufer des heutigen Schutzleiters) angewandt. Für den Anschluss ortsveränderlicher Betriebsmittel wird mit VDE&amp;amp;nbsp;0488/1930 &amp;#039;&amp;#039;„eine besondere Steckvorrichtung mit [[Schutzkontakt]]“&amp;#039;&amp;#039; verlangt. Als VDE&amp;amp;nbsp;0140:1932 galt diese Forderung bis 1958.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der VDE&amp;amp;nbsp;0100:1936, §&amp;amp;nbsp;2&amp;amp;nbsp;h) ist der Nullleiter beschrieben als Leiter, der mit dem Nullpunkt verbunden ist. Gemäß VDE&amp;amp;nbsp;0100:1936, §&amp;amp;nbsp;2&amp;amp;nbsp;g) wird als Nullen die Herstellung einer leitenden Verbindung zum geerdeten Nullleiter definiert. Der damalige Nullleiter entspricht also dem [[PEN-Leiter]] im heute als [[TN-System#TN-C-System|TN-C-System]] bezeichneten Netz. Mit der VDE&amp;amp;nbsp;0100/11.58, §&amp;amp;nbsp;10&amp;amp;nbsp;b.9 (mit Bildern) wird erstmals in der VDE der &amp;#039;&amp;#039;„besondere Schutzleiter“ für den „fest verlegten Teil der Anlage“&amp;#039;&amp;#039; als mögliche Installation behandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Rudolph: &amp;#039;&amp;#039;VDE Schriftenreihe 39. Einführung in DIN VDE 0100.&amp;#039;&amp;#039; 2009, S.&amp;amp;nbsp;109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ganz anderer Themenkreis ist die Farbgebung der Leitungen, die bis 1965 national sehr individuell war und nach diversen Quellen eine rote Farbkennzeichnung für den Schutzleiter in den Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz (und anderen Ländern) vorsah.&amp;lt;ref&amp;gt;Kölner Rundschau vom 26.&amp;amp;nbsp;März 1977, Wiedergabe einer Auskunft des DKE-Telefonservice.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei ist zu beachten, dass die rote Farbkennzeichnung nicht ausschließlich dem Schutzleiter alleine vorbehalten war. Ein rot gekennzeichneter Leiter konnte auch ein geschalteter [[Außenleiter]] oder L2 im [[Dreiphasenwechselstrom|Dreileiter-Wechselstromnetz]], nicht aber der PEN sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1964 war in der Schweiz die Farbe des Schutzleiters rot-gelb, seither gelb-grün.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kontrollbuero.ch/app/download/12582851199/8+Fachseite+Normen.pdf kontrollbuero.ch] (PDF; 286&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was den Schutzleiter betrifft, gab es nur im Jahr 1965 eine wesentliche Umstellung in der Norm. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keinen grün/gelb-isolierten Draht. Die erstmaligen Festlegungen dafür finden sich in der VDE&amp;amp;nbsp;0100/12.65, §&amp;amp;nbsp;10N,&amp;amp;nbsp;b&amp;amp;nbsp;9.1 für den Schutzleiter und in der VDE&amp;amp;nbsp;0100/12.65, §&amp;amp;nbsp;10N,&amp;amp;nbsp;b&amp;amp;nbsp;8.1 für den Nullleiter (heute PEN-Leiter).&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Rudolph: &amp;#039;&amp;#039;VDE Schriftenreihe 39. Einführung in DIN VDE 0100.&amp;#039;&amp;#039; 2009, S.&amp;amp;nbsp;536.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1958 gab es erste Gespräche der EG-Länder zum Thema Harmonisierung der &amp;#039;&amp;#039;„Elektrotechnischen Bestimmungen“&amp;#039;&amp;#039;. In der Folge begann man mit der 1959 gegründeten CENELCOM (der Vorgängerinstanz der [[CENELEC]], dem Europäischen Komitee für elektrotechnische Normung) die Harmonisierung der Aderfarben zwischen den Mitgliedsländern. Teilerfolge waren die Einführung des grün-gelben Schutzleiters und die Harmonisierung der Aderfarben für flexible Leitungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorschlag einer grün-gelben Kennzeichnung für den Schutzleiter geht zurück auf Obering. Karl Kling (AEG-Zentralmontage in Berlin und Frankfurt am Main), Vorsitzender des Komitees für Sicherheitsvorschriften 1962–1978, wie einem Brief vom 8.&amp;amp;nbsp;September 1956 von Hans Walther (damals AEG-Fabrikenleitung) zu entnehmen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Karl Klinger und Hans Walther: Siehe auch &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Elektrotechnik.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;15, Teil&amp;amp;nbsp;1, VDE-Verlag, Berlin/Offenbach 1997, S.&amp;amp;nbsp;246, 249 und 256.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Unterlagen zur Entstehung des Schutzleiters in grün-gelber Kennzeichnung sind im VDE-Archiv in der Mappe&amp;amp;nbsp;1022 gesammelt. Ein weiterer Beleg zu den Anfängen der grün-gelben Kennzeichnung des Schutzleiters ist dem Beitrag &amp;#039;&amp;#039;„die neue grün-gelbe Schutzleiterkennzeichnung“&amp;#039;&amp;#039; von Theodor Wasserburger in ETZ-B –&amp;amp;nbsp;Elektrotechnische Zeitung, Ausgabe&amp;amp;nbsp;B, Band&amp;amp;nbsp;13 (1961) H.&amp;amp;nbsp;6 zu entnehmen (VDE-Archiv).&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Rudolph: &amp;#039;&amp;#039;VDE Schriftenreihe&amp;amp;nbsp;39. Einführung in DIN VDE&amp;amp;nbsp;0100.&amp;#039;&amp;#039; 2009, S.&amp;amp;nbsp;532–534.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die grün-gelbe Kennzeichnung dient dazu, den Schutzleiter auch bei schlechten Lichtverhältnissen eindeutig erkennbar zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Rudolph: &amp;#039;&amp;#039;VDE Schriftenreihe&amp;amp;nbsp;39. Einführung in DIN VDE&amp;amp;nbsp;0100&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S.&amp;amp;nbsp;534, Bild&amp;amp;nbsp;510-10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1.&amp;amp;nbsp;Dezember 1965 darf ein grün-gelber Draht nur als Schutzleiter (bzw. auch als PEN) und für nichts anderes sonst verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der aktuellen DIN VDE&amp;amp;nbsp;0100-200:2006-06 ist der Schutzleiter (Bezeichnung:&amp;amp;nbsp;PE) unter Punkt&amp;amp;nbsp;826-13-22 wie folgt definiert: „Leiter zum Zweck der Sicherheit, zum Beispiel zum Schutz gegen elektrischen Schlag [IEV&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;95-02-09]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausführung und Kennzeichnung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schaltzeichen Schutzerde.svg|mini|hochkant=0.4|Symbol für den Schutzleiter&amp;amp;shy;anschluss gemäß DIN&amp;amp;nbsp;EN&amp;amp;nbsp;60617-2]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Adernfarben alt auf neu.jpg|mini|Übergang von alter auf neue Farbkodierung in Deutschland:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Außenleiter]] von schwarz nach braun;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Neutralleiter]] von hellgrau nach blau;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schutzleiter von rot nach grün/gelb.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wesentlichen Bestimmungen hinsichtlich Ausführung und Kennzeichnung des Schutzleiters sind den entsprechenden Normen zu entnehmen, in Deutschland ist das die DIN VDE&amp;amp;nbsp;0100-540. Dort, wie auch in der Schweiz muss ein Schutzleiter über die gesamte Länge mit der Farbkombination grün/gelb gekennzeichnet sein. Diese Farbkombination darf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; für Leiter mit Schutzleiterfunktion (also auch für [[PEN-Leiter]]) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;und für keinen anderen Zweck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verwendet werden. Eventuell ungenutzte grün/gelb isolierte Leiter in mehradrigen Leitungen oder Kabeln dürfen nicht zweckentfremdet werden und bleiben gegebenenfalls ohne Verwendung. Gemäß EN&amp;amp;nbsp;60204-1 sind zwar Einzelleiter in den Farben GRÜN oder GELB nicht grundsätzlich verboten, es ist aber folgende Festlegung aus Punkt&amp;amp;nbsp;13.2.4 zu befolgen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Aus Sicherheitsgründen sollten die Farben GRÜN oder GELB nicht benutzt werden, wo eine Möglichkeit der Verwechslung mit der Zweifarbenkombination GRÜN-GELB besteht.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für abweichende Drahtfarben des Schutzleiters in Deutschland vor 1965: Siehe Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;[[#Historische Entwicklung|Historische Entwicklung]]&amp;#039;&amp;#039; weiter oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schutzleiter sind Mindestquerschnitte einzuhalten, die der Bedingung für die automatische Abschaltung im Fehlerfalle (IEC&amp;amp;nbsp;60949) unter Berücksichtigung aller wirksamen Stromkreisimpedanzen gerecht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem gilt für [[Kabel]] und Leitungen mit [[Außenleiter]]n und einem [[Querschnittsfläche|Querschnitt]] bis einschließlich 16&amp;amp;nbsp;mm², dass der Schutzleiter gleich dem Querschnitt der Außenleiter sein muss. Für Außenleiter bis 35&amp;amp;nbsp;mm² darf der Schutzleiter einen Querschnitt von 16&amp;amp;nbsp;mm² haben und für Außenleiter mit einem Querschnitt &amp;gt;&amp;amp;nbsp;35&amp;amp;nbsp;mm² muss der Schutzleiter mindestens die Hälfte dieses Querschnitts aufweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;VDE 0660-600-1 Tabelle 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An [[Steckverbinder]]n wird der Schutzleiter an besondere [[Schutzkontakt]]e angeschlossen, die so angeordnet sind, dass sie vor den anderen Kontakten verbunden und nach den anderen Kontakten getrennt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schutzleiteranschlüsse an Geräten und Steckern sind so auszuführen, dass sich der Schutzleiter bei starkem Zug an der Anschlussleitung erst dann aus der Verbindungsstelle löst, wenn alle aktiven (Strom führenden) Leiter bereits getrennt worden sind. Dies wird in der Regel erreicht, indem die anderen Adern gekürzt oder die Anschlüsse so positioniert werden, dass der Schutzleiter in einer Schlaufe gelegt werden kann. Hierdurch wird er auch dann noch nicht gespannt, wenn die anderen Adern bereits straff gezogen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geräte, die durch [[Schutzisolierung]] geschützt sind, erfordern keinen Schutzleiter. Anschlussleitungen, die einen Schutzleiter beinhalten, sind aber zulässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Schutzmaßnahmen (Deutschland, DIN) ==&lt;br /&gt;
Der Schutzleiter ist Teil der Schutzmaßnahme &amp;#039;&amp;#039;Fehlerschutz&amp;amp;nbsp;– Schutz bei direktem Berühren&amp;#039;&amp;#039;, der die Maßnahmen &amp;#039;&amp;#039;Schutzerdung (Erdung über den Schutzleiter)&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schutzerdung über die Haupterdungsschiene&amp;#039;&amp;#039; (auch als örtlicher [[Potentialausgleich]] bekannt) und die Maßnahme &amp;#039;&amp;#039;Automatische Abschaltung im Fehlerfall&amp;#039;&amp;#039; einschließt. Gemäß den allgemeinen Regeln der Technik muss in einer elektrischen Anlage &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und dürfen mehrere Schutzmaßnahmen (unter Berücksichtigung aller Einflüsse) angewendet werden (DIN VDE&amp;amp;nbsp;0100-410 Abschnitt&amp;amp;nbsp;410.3.3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zum &amp;#039;&amp;#039;Fehlerschutz mit automatischer Abschaltung im Fehlerfall&amp;#039;&amp;#039; (oder an Stelle) sind folgende Schutzmaßnahmen allgemein erlaubt:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schutz durch doppelte oder verstärkte Isolierung&amp;#039;&amp;#039;; eine [[Schutzisolierung]] (Schutzklasse&amp;amp;nbsp;II) verhindert den direkten Kontakt zum Metallgehäuse, entweder durch ein Kunststoffgehäuse oder durch eine zusätzliche Isolierung im Innern.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schutz durch [[Schutztrennung]]&amp;#039;&amp;#039; für die Versorgung von elektrischen Anlagenteilen, z. B. durch Trennung mit einem [[Trenntransformator]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schutz durch [[Kleinspannung]]&amp;#039;&amp;#039; mittels [[SELV]] oder [[PELV]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prüfung (Deutschland) ==&lt;br /&gt;
Bei der [[Prüfen (VDE)|Prüfung]] ist grundsätzlich zwischen der Prüfung einer elektrischen Anlage gemäß DIN VDE&amp;amp;nbsp;0100-600 (z.&amp;amp;nbsp;B. für übliche Hausinstallationen; Wiederholungsprüfung gem. DIN VDE 0105) und der Prüfung elektrischer Geräte für den Hausgebrauch (ortsveränderliche elektr. Betriebsmittel) gemäß DIN VDE 0701-0702 zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Prüfung elektrischer Anlagen werden die Schutzleiter einschließlich der Potentialausgleichsleiter auf ihre Durchgängigkeit geprüft. Der bisher geltende Grenzwert von 1 Ohm für Schutzleiter und Potentialausgleichsleiter ist nicht mehr anzuwenden (DIN VDE 0100-600 „6.4.3.2 Durchgängigkeit der Leiter“). Als Grenzwerte ist lt. der Norm der zu erwartende Wert heranzuziehen. Ein zu erwartender Wert muss durch Berechnung festgelegt werden. Bei der Berechnung des Widerstandwertes sind folgende Parameter anzuwenden:&lt;br /&gt;
* spezifischer Widerstand des Leiters&lt;br /&gt;
* Länge des Leiters&lt;br /&gt;
* Übergangswiderstände der Kontaktstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zu erwartende Wert ist bei der Erstprüfung gem. DIN VDE 0100-600 zu dokumentieren. Bei der Wiederholungsprüfung gilt dieser Wert als Grundlage für die Bewertung der Schutzleiter und Potentialausgleichsverbindung.&lt;br /&gt;
Für den Nachweis der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen des indirekten Berührungsschutzes ist die Schleifenimpedanz zu ermitteln und die Erfüllung der Abschaltbedingung zu überprüfen. Für TN Netze ist dabei DIN VDE 0100-600 Tabelle NA.1 Abschaltbedingungen im TN-Netz heranzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Funktionsprüfung der Schutzleiterverbindung elektrischer Geräte für den Hausgebrauch wird gemäß DIN EN 701-702 ein Prüfstrom von 200mA (10A ist nicht mehr zulässig) aus einer Spannungsquelle mit einer Leerlaufspannung von bis zu 12&amp;amp;nbsp;Volt an jedes berührbare Metallteil gegen den Schutzleiterkontakt gelegt und der Schutzleiterwiderstand aus dem gemessenen Spannungsfall und dem Prüfstrom berechnet. Dieser darf maximal &amp;lt;&amp;amp;nbsp;0,3&amp;amp;nbsp;Ω für Geräte mit einer Netzanschlussleitung betragen (weitere Details siehe angeführte Norm).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prüfung der Schutzleiterverbindung an Maschinen gemäß [[EN 60204-1|EN&amp;amp;nbsp;60204]] bezieht sich für die Erstprüfung ebenfalls auf die DIN VDE 0100-600 und entspricht somit der Vorgehensweise der Prüfung der elektrischen Anlage.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Widerstand jedes Schutzleitersystems zwischen der PE-Klemme und relevanten Punkten, die Teil jedes Schutzleitersystems sind, muss mit einem Strom von 200 mA (10 A ist nicht mehr zulässig) gemessen werden. Dieser Strom ist einer elektrisch getrennten Versorgung (z.&amp;amp;nbsp;B. SELV, siehe IEC&amp;amp;nbsp;60364-4-41, 413.1) mit einer maximalen Leerlaufspannung von AC&amp;amp;nbsp;24&amp;amp;nbsp;V oder DC&amp;amp;nbsp;24&amp;amp;nbsp;V zu entnehmen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier sind keine konkreten Werte festgelegt. Der Schutzleiterwiderstand muss hier dem Wert entsprechen, der entsprechend Leiterquerschnitt und Leiterlänge zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das [[Schutzleitungssystem]] wird heute als [[Isolationsüberwachung]] bezeichnet und dient zur Kontrolle des [[Isolationswiderstand]]s der Stromkreise im [[IT-System (Elektrotechnik)|IT-Netz]] gegenüber der Erde.&lt;br /&gt;
* Die [[Schutzleiterüberwachung]] dient der Kontrolle der Funktion des Schutzleiters bei einzelnen [[Betriebsmittel (Elektrotechnik)|elektrischen Betriebsmitteln]], bei denen sich ein hoher [[Ableitstrom]] nicht vermeiden lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Alfred Hösl, Roland Ayx, Hans Werner Busch&lt;br /&gt;
   |Titel=Die vorschriftsmäßige Elektroinstallation&lt;br /&gt;
   |Auflage=18.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Hüthig&lt;br /&gt;
   |Ort=Heidelberg&lt;br /&gt;
   |Datum=2003&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-7785-2909-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Dieter Vogt, Herbert Schmolke&lt;br /&gt;
   |Titel=Elektro-Installation in Wohngebäuden&lt;br /&gt;
   |Auflage=6.&lt;br /&gt;
   |Verlag=VDE Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin / Offenbach&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-8007-2820-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=M. Kampler, H. Nienhaus, D. Vogt&lt;br /&gt;
   |Titel=Prüfung vor Inbetriebnahme von Niederspannungsanlagen&lt;br /&gt;
   |Reihe=VDE Schriftenreihe&lt;br /&gt;
   |BandReihe=63&lt;br /&gt;
   |Auflage=3.&lt;br /&gt;
   |Verlag=VDE Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin / Offenbach&lt;br /&gt;
   |Datum=2008&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-8007-3112-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Wilhelm Rudolph&lt;br /&gt;
   |Titel=Einführung in DIN VDE 0100, Elektrische Anlagen von Gebäuden&lt;br /&gt;
   |Reihe=VDE Schriftenreihe&lt;br /&gt;
   |BandReihe=39&lt;br /&gt;
   |Auflage=2.&lt;br /&gt;
   |Verlag=VDE Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin / Offenbach&lt;br /&gt;
   |Datum=1999&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-8007-1928-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Normen ==&lt;br /&gt;
* HD&amp;amp;nbsp;60364-1&amp;amp;nbsp;(IEC&amp;amp;nbsp;60364-1&amp;amp;nbsp;modifiziert; VDE&amp;amp;nbsp;0100-100) Errichten von Niederspannungsanlagen&amp;amp;nbsp;– Teil&amp;amp;nbsp;1: Allgemeine Grundsätze, Bestimmungen allgemeiner Merkmale, Begriffe&lt;br /&gt;
* DIN&amp;amp;nbsp;VDE&amp;amp;nbsp;0100-200&amp;amp;nbsp;(IEC&amp;amp;nbsp;60050-824&amp;amp;nbsp;modifiziert) Errichten von Niederspannungsanlagen&amp;amp;nbsp;– Teil&amp;amp;nbsp;200:&amp;amp;nbsp;Begriffe&lt;br /&gt;
* HD&amp;amp;nbsp;60364-41-1&amp;amp;nbsp;(IEC&amp;amp;nbsp;60364-41-1&amp;amp;nbsp;modifiziert; VDE&amp;amp;nbsp;0100-410) Errichten von Niederspannungsanlagen&amp;amp;nbsp;– Teil&amp;amp;nbsp;4-41: Schutzmaßnahmen&amp;amp;nbsp;– Schutz gegen elektrischen Schlag&lt;br /&gt;
* HD&amp;amp;nbsp;60364-5-54&amp;amp;nbsp;(IEC&amp;amp;nbsp;60364-5-54; VDE&amp;amp;nbsp;0100-540) Errichten von Niederspannungsanlagen&amp;amp;nbsp;– Teil&amp;amp;nbsp;5-54: Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel&amp;amp;nbsp;– Teil&amp;amp;nbsp;5-54: Erdungsanlagen und Schutzleiter&lt;br /&gt;
* HD&amp;amp;nbsp;60364-6&amp;amp;nbsp;(IEC&amp;amp;nbsp;60364-6&amp;amp;nbsp;modifiziert; VDE&amp;amp;nbsp;0100-600) Errichten von Niederspannungsanlagen&amp;amp;nbsp;– Teil&amp;amp;nbsp;6: Prüfungen&lt;br /&gt;
* EN&amp;amp;nbsp;60204-1&amp;amp;nbsp;(VDE&amp;amp;nbsp;0113-1) Sicherheit von Maschinen&amp;amp;nbsp;– Elektrische Ausrüstung von Maschinen&amp;amp;nbsp;– Teil&amp;amp;nbsp;1: Allgemeine Anforderungen&lt;br /&gt;
* EN&amp;amp;nbsp;60335-1&amp;amp;nbsp;(VDE&amp;amp;nbsp;0700-1) Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke&amp;amp;nbsp;– Teil&amp;amp;nbsp;1: Allgemeine Anforderungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.elektro.net/file/show/80435/63c286/DE_04_10_EI42.pdf Bestandsschutz in elektrischen Anlagen - Klassisch genullte Stromkreise oder fehlender Schutzleiter?], elektro.net (Magazin &amp;quot;de&amp;quot;, Ausgabe 4/2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrische Leitung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrische Schutzeinrichtung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dk1909</name></author>
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