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	<title>Schutzengelbild - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T11:12:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schutzengelbild&amp;diff=987373&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Arieswings am 4. November 2020 um 19:23 Uhr</title>
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		<updated>2020-11-04T19:23:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die Bildgattung der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schutzengelbilder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-darstellungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war vor allem in der Öldruckfabrikation seit den 1880er Jahren verbreitet. Die sentimentalen Darstellungen, bei denen ein [[Schutzengel]] das [[Motiv (Bildende Kunst)|Motiv]] bildet, waren ein Inbegriff des [[kleinbürger]]lichen [[Wandbilddruck|Wandschmucks]] der beiden [[Konfession]]en und ein Verkaufsschlager, auf den kaum ein Kunstverlag verzichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Motive ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schutzengel - Morgengebet.jpg|mini|hochkant=0.8|„Morgengebet“, seit ca. 1890 verkauft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schutzengelmotiv hatte seinen Ursprung im Andachtsbild der [[Nazarener (Kunst)|Nazarener]] und wurde dann in die religiöse [[Salonmalerei]] übernommen, bevor es von den Bilderfabriken entdeckt wurde. Im Gegensatz zum mittelalterlichen Bildtypus des Seelengeleits trat der religiöse Charakter der Bilder zunehmend in den Hintergrund. Zu den ikonografischen Einflüssen zählen auch [[Wilhelm von Kaulbach]]s [[Sterbebild]] mit einem Motiv des Typs „Engel zu Gott“ sowie die verträumten Bilder des Schotten [[John Burr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine häufige Form der Schutzengelbilder zeigt einen Schutzengel neben kleinen Mädchen im Nachthemd beim Morgen- und Abendgebet vor einem eisernen oder hölzernen Kinderbett. Derartige Darstellungen, die nicht selten erotische Anspielungen aufweisen, wurden vor allem in süd- oder mitteleuropäische Länder vertrieben. Der Prototyp für diese Bildgattung der „betenden Kinder“ war das Gemälde &amp;#039;&amp;#039;The Infant Samuel&amp;#039;&amp;#039; von [[Joshua Reynolds]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere wichtige Form ist das Engelgeleit in freier Landschaft. Hier wiederum spielen die „Abgrundbilder“ eine große Rolle. Sie gehen meist auf [[Bernhard Plockhorst]]s Schutzengelbild zurück, das 1886 an der [[Akademie der Künste (Berlin)|Preußischen Akademie der Künste zu Berlin]] ausgestellt wurde. Das Motiv selbst ist allerdings noch älter und bereits in den 1830er Jahren anzutreffen. Zunächst wurden fast ausschließlich Darstellungen von Junge und Mädchen am Felsabgrund oder auf einem brüchigen Steg produziert, zusammen mit einem – entgegen allen Konventionen der christlichen Ikonografie – weiblichen Engel, der mit seinen schützenden Händen über das hübsch herausgeputzte Kinderpaar wacht. Die dünne, helle, leichte Kleidung der abgebildeten Kinder hatte mit der Realität wenig gemein. Insgesamt variieren nur der Hintergrund, die Zahl der Kinder (eines oder zwei) und die Bekleidung des Engels. Technische Errungenschaften wie Eisenbahn und Auto wurden erst spät und auch nur vereinzelt abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gab es auch kleinformatige Darstellungen eines kindlichen Schutzengels als Spielgefährten im bürgerlichen Kinderzimmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlafzimmerbilder und weitere Formen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fridolin Leiber - Schutzengelbilder.jpg|mini|hochkant=2.0|Zwei Schutzengelbilder von [[Fridolin Leiber]], hier zu [[Ofenrohrbild]]ern beschnitten, die dazu verwendet wurden, die im Sommer nicht benutzten Ofenrohre zu kaschieren]]&lt;br /&gt;
Schutzengelbilder hingen bevorzugt über dem Kinderbett, wurden aber ab den 1920er Jahren auch als [[Schlafzimmerbild]]er verkauft. Dabei übernahm man die alten Motive, die schon vor dem Ersten Weltkrieg als Postkartenmotive gedient hatten, und zeichnete sie auf das für Schlafzimmerbilder übliche Breitformat um, indem man links und rechts einfach noch etwas Landschaft anfügte. Eines der bekanntesten Exemplare dieser Art geht auf ein ebenfalls ehemals weit verbreitetes Bild von Zabateri (Pseudonym von [[Hans Zatzka]]) zurück, das von Lindberg (Pseudonym des Porträtmalers Großmann) umgezeichnet und 1928 in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Der Kunsthandel]]&amp;#039;&amp;#039; als Neuerscheinung angezeigt wurde. Kurioserweise scheinen in dieser Version durch die Art der Umzeichnung die Kinder quer über die Brücke zu laufen. [[Eugen Roth (Dichter)|Eugen Roth]] beschrieb das Bild im Jahr seiner Veröffentlichung folgendermaßen: &amp;#039;&amp;#039;„Schutzengel, lieb gemeint, wird leider vielen unserer Leser sehr gefallen. (Nicht giftig, aber ungenießbar)“.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Roth: &amp;#039;&amp;#039;Kunst, Kitsch und Schund.&amp;#039;&amp;#039; Schönere Heimat. Erbe und Gegenwart 33 (1938): 129–138, hier S. 133. Zitiert in Langner: &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Bilderwelt&amp;#039;&amp;#039;, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Engel aus diesem Bild wurde später leicht verändert von einem [[Linz]]er Maler unter dem Pseudonym „Marsani“ aufgegriffen und in eine „Abgrundszene“ hineingesetzt. Wie eine Suche bei heutigen Online-Anbietern von Kunstdrucken zeigt, werden Schutzengelbilder dieser Art weiterhin vor allem für den [[Vereinigte Staaten|US]]-Markt gefertigt. Einige davon basieren direkt auf dem Zatzka-Bild, wobei lediglich der Malstil oder die Hautfarbe der dargestellten Gestalten geändert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine 1970 geführte Studie, die 622 Schüleraufsätze zum häuslichen Wandschmuck auswertete, ergab eine größere Verbreitung von Schutzengelbildern in evangelischen als in katholischen Häusern; bei den Bildern im Schlafzimmer mehr als doppelt so viel.&amp;lt;ref&amp;gt;Leoni Nelken: &amp;#039;&amp;#039;Religiöser Wandschmuck – Das Schlafzimmer als Reservat?&amp;#039;&amp;#039; Zeitschrift für Volkskunde 66 (1970): 163–166, {{ISSN|0044-3700}}. Zitiert in Langner: &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Bilderwelt&amp;#039;&amp;#039;, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mode des Porzellan[[Nippes (Kunst)|nippes]] (meist [[Porzellan|Biskuitporzellan]]) und der Kindergrabdenkmäler, auf denen ein Schutzengel abgebildet ist, stammt wahrscheinlich aus Frankreich. Nicht genehmigte plastische Nachahmungen von Schutzengelbildern wurden von den Kunstverlagen unnachgiebig gerichtlich verfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;Museum für Angewandte Kunst Gera, Hans-Peter Jakobson (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schlimmer Kitsch und schöne Nippes. 100 Jahre Trivialkultur.&amp;#039;&amp;#039; S. 70. MAK, Gera 1997&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Matthäus Kern Schutzengel.jpg|Schutzengelbild von [[Matthäus Kern]], 1840&lt;br /&gt;
Bernhard Plockhorst - Schutzengel.jpg|Schutzengelbild von Bernhard Plockhorst, 1886&lt;br /&gt;
Schutzengelbild 1898.jpg|Chromolithografie, 1898&lt;br /&gt;
Schutzengel - Abendgebet.jpg|„Abendgebet“, Pendant zu obigem Bild&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Brückner: &amp;#039;&amp;#039;Elfenreigen – Hochzeitstraum. Die Öldruckfabrikation 1880–1940.&amp;#039;&amp;#039; S. 68–73. M. DuMont Schauberg, Köln 1974, ISBN 3-7701-0762-4&lt;br /&gt;
* Wolfgang Brückner: &amp;#039;&amp;#039;Kleinbürgerlicher und wohlstandsbürgerlicher Wandschmuck im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;Kunst und Konsum – Massenbilderforschung&amp;#039;&amp;#039; (=Volkskunde als historische Kulturwissenschaft 6; Veröffentlichungen zur Volkskunde und Kulturgeschichte 82). S. 407–444, hier S. 426. Würzburg 2000&lt;br /&gt;
* Bruno Langner: &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Bilderwelt. Druckgraphik zwischen 1850 und 1950&amp;#039;&amp;#039; (=Schriften und Kataloge des Fränkischen Freilandmuseums 16; Kataloge des Hohenloher Freilandmuseums 9). S. 137–141. Verlag Fränkisches Freilandmuseum, Bad Windsheim 1992, ISBN 3-926834-22-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Guardian angels|Schutzengel}}&lt;br /&gt;
* [http://www.freilichtmuseum.de/index2.php?inc=view_article&amp;amp;id=531&amp;amp;kat=5&amp;amp;museum=2 Beschreibung eines Schutzengelbilds von Fridolin Leiber] (Freilichtmuseum Massing)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralbild]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Engel (Bildende Kunst)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Arieswings</name></author>
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