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	<title>Schullandheim Wegscheide - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T09:42:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schullandheim_Wegscheide&amp;diff=642544&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Reinhard Dietrich: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-11-28T11:44:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wegscheide eingang.jpg|miniatur|Wegscheide (Eingangsbereich)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegscheide jaspertrondell.jpg|miniatur|Das Jaspertrondell dient auch als &amp;#039;&amp;#039;Klassenzimmer&amp;#039;&amp;#039; im Freien.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegscheide 027.jpg|miniatur|Projekthaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegscheide 030.jpg|miniatur|Küche mit Essenausgabe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegscheide1.jpg|miniatur|Spielplatz &amp;#039;&amp;#039;Auf der Höh&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegscheide 029.jpg|miniatur|Kirche und &amp;#039;&amp;#039;Disco&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schullandheim Wegscheide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Kinderdorf Wegscheide&amp;#039;&amp;#039;) der Stadt [[Frankfurt am Main]] gilt als das größte [[Schullandheim]] Deutschlands. Es liegt auf dem Wegscheideküppel im [[Spessart]], 4,5 Kilometer südöstlich von [[Bad Orb]] im hessischen [[Main-Kinzig-Kreis]]. Das Schullandheim Wegscheide verfügt über 28 Wohneinheiten auf einer Fläche von 35 Hektar. Trägerin ist seit dem 5. Dezember 1938 die städtische Stiftung Frankfurter Schullandheim Wegscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militärlager ==&lt;br /&gt;
Die Baugeschichte auf der Wegscheide begann militärisch mit dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Truppenübungsplatz Orb&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Historisches Ortslexikon: [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/43500100019 Gutsbezirk Orb]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1911 beschloss die Regierung des [[Königreich Preußen|Königreichs Preußen]] einen Truppenübungsplatz in Bad Orb anzulegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;militär&amp;quot;&amp;gt;„Militärlager für 9000 Soldaten auf 31 Hektar – Wegscheide  - vor 110 Jahren begann der Übungsbetrieb auf dem Truppenübungsplatz.“ In: &amp;#039;&amp;#039;Gelnhäuser Neue Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 24. Juni 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1913 kaufte die Militärverwaltung von der Stadt Bad Orb 1040 Hektar Grund. Kurz vor Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] im Jahr 1914 wurde auf dem Wegscheideküppel ein Militärlager errichtet; das Gelände war Teil eines [[Truppenübungsplatz]]es, der weiter südlich die 1912 abgesiedelten Dörfer [[Villbach]] und [[Lettgenbrunn]] mit einbezog, der aber an der Wegscheide kaum über die Vorbereitungshandlungen hinauskam. Es wurde ein Militärlager (eher einem [[Depot (Militär)|Militär-Depot]] vergleichbar) errichtet, das aus 39 Holzbaracken und drei festen Häusern, die als Pferdeställe und Lagerräume gedient hatten, bestand. „Die Wasserversorgung erfolgte von Mernes her“; „wegen der Höhendifferenz von 300 Metern konnten militärische Versorgungsgüter nur mit einer Seilzugbahn auf die Wegscheide transportiert werden“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;militär&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Krieges wurden hier zahlreiche junge Männer zu [[Soldat]]en ausgebildet. Dagegen wurde der Bombenabwurfplatz Villbach-Lettgenbrunn sowohl vor als auch während der beiden Weltkriege ([[Rothenbergen#Fliegerhorst Gelnhausen-Rothenbergen|Fliegerhorst Rothenbergen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ursula Braasch-Schwersmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hessischer Städteatlas, Lieferung III, 2, Bad Orb, Textheft&amp;#039;&amp;#039;, Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde, Marburg 2013, S.&amp;amp;nbsp;26&amp;lt;/ref&amp;gt;) als solcher genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindererholungsstätte ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg suchte [[August Jaspert]] im Auftrag der „Frankfurter Kinderhilfe“ nach einer Erholungsstätte für Kinder, die unter den Folgen des Krieges litten. Dieser Ort erschien Jaspert geeignet, der Verwirklichung seiner Idee eines Kindererholungslagers zu dienen. Unterstützt wurde er von [[Wilhelm Polligkeit]] (1876–1960) und Spenden Frankfurter Bürger, unter anderem von [[Willemine von Weinberg]], der Ehefrau [[Arthur von Weinberg]]s, nach der das von ihr gespendete Haus 1929 benannt wurde. Das Kinderdorf Wegscheide wurde zunächst als GmbH gegründet und verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 20. August 1920 besuchten zehntausende Frankfurter Kinder im Rahmen einer [[Schulfahrt|Klassenfahrt]] oder einer [[Ferienlager|Ferienfreizeit]] das Kinderdorf Wegscheide.&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot;&amp;gt;„Schüler in der Natur mehr als aufpäppeln – Wie aus dem früheren Militärlager bei Bad Orb Anfang der 1920er Jahre ein Kindererholungsheim wurde“, Gelnhäuser Neue Zeitung, 3. Juli 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allein bis zum Jahr 1952 waren es knapp 120.000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriegsgefangenenstammlager (Stalag) IX B ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegscheidefriedhof2.jpg|miniatur|Friedhof]]&lt;br /&gt;
{{Anker|Stalag}}&lt;br /&gt;
Noch vor dem Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] beschlagnahmte die [[Wehrmacht]] das Gelände am 27. August 1939. Vom November 1939 bis zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] im Mai 1945 war die Wegscheide ein [[Stammlager|Stammlager für Kriegsgefangene]] (Stalag). Die meisten Gefangenen waren als [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]] bei den Bauern der Region oder in Fabrikationsstätten bis nach Frankfurt eingesetzt. Während zunächst [[Frankreich|Franzosen]], [[Vereinigtes Königreich|Briten]] und [[Polen]] im Lager waren, stammten ab Mitte 1941 die meisten Lagerinsassen aus der [[Sowjetunion]]. Ihre Versorgung und Unterbringung war menschenunwürdig und ein [[Kriegsverbrechen]]. Noch heute zeugt davon etwa einen Kilometer südlich der Wegscheide der [[Waldfriedhof Wegscheide]], auf dem 1430 sowjetische Kriegsgefangene in [[Massengrab|Massengräbern]] beigesetzt sind. Der Frankfurter Historiker [[Gunter Stemmler]] und die Heimatforscherin [[Gudrun Kauck]] kritisieren den Umgang mit dieser Vergangenheit des Geländes. So sei versucht worden, die Umwandlung der Wegscheide GmbH in die städtische Stiftung als Akt des Widerstandes gegen die Nazis umzudeuten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-schullandheim-wegscheide-loescht-kontroversen-ns-satz-zr-13236085.html |titel=Nazi-Vergangenheit im Schullandheim Wegscheide: Satz sorgt für Diskussionen |datum=2020-01-05 |sprache=de |abruf=2023-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flüchtlingslager ==&lt;br /&gt;
In den Jahren 1945 bis 1955 diente das Lager Wegscheide als [[Flüchtlingslager]] für [[Heimatvertriebener (Bundesvertriebenengesetz)|Heimatvertriebene]] aus den ehemaligen deutschen [[Ostgebiete des Deutschen Reiches|Ostgebieten]]. Zeitweise lebten bis zu 3000 Menschen in den Baracken und Steinhäusern. Westlich der Wegscheide befindet sich ein Heimatvertriebenenfriedhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Dezember 1950 wurden auch die letzten Insassen des [[DP-Lager Babenhausen|DP-Lagers Babenhausen]] in das Lager Wegscheide verlegt, da ihre Unterkunft in Babenhausen, eine ehemalige Kaserne, fortan von den Amerikanischen Streitkräften als Garnisonsstandort genutzt werden sollte. Bei den aus Babenhausen umgesiedelten Flüchtlingen handelte es sich um sogenannte &amp;#039;&amp;#039;National-Tschechen&amp;#039;&amp;#039;, „die im Frühjahr 1948 aufgrund der [[Februarumsturz|Staatskrise in der Tschechoslowakischen Republik]] in die amerikanische Zone Deutschlands gelangt waren“. Aufgrund einer amerikanischen Ausnahmegenehmigung war ihnen der [[Displaced Persons|DP-Status]] verliehen worden, „der ihnen eine bessere Versorgung unter der Obhut der [[Internationale Flüchtlingsorganisation|IRO]] sowie eine Unterbringung in [[DP-Lager|IRO-Lagern]] gewährleistete“.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Köhn: &amp;#039;&amp;#039;Die Lage der Lager: Displaced Persons-Lager in der amerikanischen Besatzungszone Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;, Klartext Verlag, 2012, ISBN 978-3-8375-0199-5, S. 163. Zur Vorgeschichte dieser Unterbringung in Babenhausen siehe: [[DP-Lager Babenhausen#Vom Lager für tschechische DPs zur US-amerikanischen Garnison|Vom Lager für tschechische DPs zur US-amerikanischen Garnison]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiedergründung als Schullandheim ==&lt;br /&gt;
Bereits 1949 waren erstmals wieder Frankfurter Schüler mit ihren Lehrern auf der Wegscheide zu Besuch&amp;lt;ref name=&amp;quot;weg&amp;quot; /&amp;gt;. Während dieser Zeit waren in den Häusern am Haupteingang noch Flüchtlinge untergebracht. Für die Wiederinbetriebnahme des Schullandheims setzte sich besonders der Frankfurter Schuldezernent [[Heinrich Seliger]] ein, um den Kindern und Jugendlichen in der stark zerstörten Stadt eine Erholungsstätte in freier Natur zu schaffen. Seit 1949 besuchen jährlich 6000 bis 7000 Schüler, vor allem aus Frankfurt am Main, das Kinderdorf Wegscheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1980er-Jahren wurden auf der Wegscheide sowohl der Bestand der Gebäude als auch das Konzept modernisiert. Neben neuen Belegungshäusern sind hier der Bau einer [[Kläranlage]] und einer [[Hackschnitzel|Holzhackschnitzel]]-[[Gebäudeheizung|Heizungsanlage]] sowie die Installation von [[Sonnenkollektor]]en zu nennen. Heute können Gruppen aus einem reichhaltigen Projektangebot der Umwelt- und der Erlebnispädagogik wählen. In dem abgegrenzten Gelände ohne Autoverkehr können sich die Kinder und Jugendlichen frei bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Neubau, der 2019 eingeweiht wurde, trägt den Namen Diesterweg-Haus, benannt nach dem Reformpädagogen [[Adolph Diesterweg]]. „Mit dem heute eingeweihten Haus sind wir auf der Höhe der Zeit“, sagte Reimund Noack für den Vorstand der Stiftung Frankfurter Schullandheim Wegscheide in Anwesenheit der Bildungsdezernentin [[Silvia Weber]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-hessen-wegscheide-heisst-gaeste-neuem-haus-willkommen-12288108.html |titel=Wegscheide eröffnet neues Gästehaus - mit lang ersehnter Neuerung |datum=2019-05-16 |sprache=de |abruf=2023-07-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Elsbeth Schmidt-Glücklich: &amp;#039;&amp;#039;Wegscheidekinder.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1956.&lt;br /&gt;
* Edmund Acker (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Auf der Höhe da droben. Erinnerungen an die Wegscheide.&amp;#039;&amp;#039; Bad Orb 1983.&lt;br /&gt;
* Hessisches Institut für Lehrerfortbildung (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Wegscheide bei Bad Orb. Ein Spiegel deutscher Geschichte seit 1900.&amp;#039;&amp;#039; Bruchköbel 1994.&lt;br /&gt;
* Stiftung Frankfurter Schullandheim Wegscheide (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;75 Jahre Frankfurter Schullandheim Wegscheide.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1995.&lt;br /&gt;
* Jens Haag, Cornelia Heil, Detlef Lack, Monika Lack, Marc Peschke, Bernd J. Will: &amp;#039;&amp;#039;Informationen. Frankfurter Schullandheim Wegscheide.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage, Frankfurt am Main 2006.&lt;br /&gt;
* Ruth Beusing und Wolfgang Fritzsche: &amp;#039;&amp;#039;Der Truppenübungsplatz Bad Orb und das Lager Wegscheide. Relikte militärischer Nutzung im Spiegel der Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Landesamt für Denkmalpflege Hessen]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Denkmal Hessen&amp;#039;&amp;#039; 2025/2, S. 48–51.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Schullandheim Wegscheide}}&lt;br /&gt;
* [http://www.die-wegscheide.de/ www.die-wegscheide.de] – Webseite des Schullandheims&lt;br /&gt;
* [http://www.die-wegscheider.de/ www.die-wegscheider.de] – Webseite des Fördervereins Wegscheide&lt;br /&gt;
* [https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-wegscheide-waehrend-ns-zeit-stark-waren-nazi-strukturen-13236085.html &amp;#039;&amp;#039;Die dunkle NS-Vergangenheit der Wegscheide. Als die Nazis die Oberhand hatten.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;fnp.de&amp;#039;&amp;#039; vom 21. November 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/12/36/N |EW=9/23/54/E |type=landmark |region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=3028015-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wegscheide}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Bad Orb|Schullandheim Wegscheide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Bad Orb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulwesen in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Frankfurt am Main)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Reinhard Dietrich</name></author>
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