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	<title>Schriftreform - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T07:01:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schriftreform&amp;diff=138653&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Andreas75: /* Schriftreform in China */ Link auf Artikel Chin. Schrift und Angaben zur Anzahl der Zeichen angepasst</title>
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		<updated>2025-08-05T08:02:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schriftreform in China: &lt;/span&gt; Link auf Artikel Chin. Schrift und Angaben zur Anzahl der Zeichen angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schriftreform&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein meist staatlicher Eingriff in die Schreibgewohnheiten einer Sprachgemeinschaft, meist mit politischem Hintergrund. Jede Schriftreform bedeutet eine Irritation in der Sprachgemeinschaft. Umfassende Schriftreformen waren die Änderungen der [[Volksrepublik China]] in den 1950er Jahren an dem Bestand und der Form der [[Schriftzeichen]], die Umstellung vieler Völker der [[Sowjetunion]] auf die [[kyrillische Schrift]] oder die [[Buchstabenrevolution|Abschaffung der arabischen Schrift]] in der [[Türkei]] unter [[Mustafa Kemal Atatürk|Kemal Atatürk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriftreform ändert das Schriftsystem – im Gegensatz zur Rechtschreibreform, in der nur die Schreibweise einzelner Wörter in der gleichen Schriftsprache verändert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftreform Karls des Großen ==&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Wissenschaft zur Zeit Karls des Großen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstelle der in nachantiker Zeit in den verschiedenen europäischen Kulturräumen entstandenen unterschiedlichen Buchstabenformen, den Nationalschriften, trat im 8. Jahrhundert auf Veranlassung [[Karl der Große|Karls des Großen]] eine klare und gut lesbare Schrift, die [[karolingische Minuskel]]. Da Karl ganz persönlich mit der Schreibweise in seinem Zeitalter unzufrieden gewesen sein soll, regte er die Einführung von [[Satzzeichen]] an, die das Lesen erleichtern sollten: der Punkt &amp;#039;&amp;#039;(colon)&amp;#039;&amp;#039; und das Komma bzw. die &amp;#039;&amp;#039;virgula&amp;#039;&amp;#039;. Es gab auch ein [[Fragezeichen]]; dieses wurde allerdings erst zu späterer Zeit in die heutige Form gebracht. Auch die Zeichenabstände wurden erstmals systematisiert: ein einfacher zwischen Buchstaben, ein zweifacher zwischen Wörtern und ein dreifacher zwischen Sätzen. Der [[Einzug (Typografie)|Einzug]] am Anfang eines Absatzes wurde ebenso zur Regel wie die Verwendung von Kleinbuchstaben ([[Minuskel]]n) neben den &amp;#039;&amp;#039;Versalien&amp;#039;&amp;#039; ([[Majuskel]]n).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftreform in China ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 fand in der [[Volksrepublik China]] eine große Schriftreform statt, im Verlauf derer eine Vereinfachung der meisten der häufig gebrauchten Schriftzeichen vorgenommen wurde (Einführung der [[Kurzzeichen]]). Ziel dieser Reform war es, der Bevölkerung das Erlernen des [[Analphabetismus|Lesens und Schreibens]] zu erleichtern. Die traditionelle [[Chinesische Schrift]] hat mehr als 70.000 Zeichen, nach der Schriftreform wird die Anzahl der Kurzzeichen für den erforderlichen Alltagsgebrauch staatlich insgesamt auf 3500 festgelegt (Stand 1988).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftreform in Japan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach der [[Meiji-Restauration]] ([[1868]]) begann die Diskussion über eine Schriftreform. Alle Seiten hatten eine Stärkung [[Japanisches Kaiserreich|Japans]] im Sinn, jedoch versprachen sich die einen viel von der Übernahme des [[Lateinisches Alphabet|lateinischen Alphabets]], während andere für eine Beschränkung der Zahl der [[Kanji]] eintraten und wieder andere die ausschließliche Verwendung von [[Japanische Schrift#Kana|Kana]] für die beste Lösung hielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich wurden nur Details reformiert, als 1946 das Bildungsministerium die [[Tōyō-Kanji]]-Liste herausgab und empfahl, die Verwendung von Kanji auf jene 1850 dort gelisteten zu beschränken. Ebenso wurde im selben Jahr die Kana-Umschrift von Wörtern an ihre moderne Aussprache angepasst (&amp;#039;&amp;#039;[[Gendai Kanazukai]]&amp;#039;&amp;#039;; insoweit eine Rechtschreibreform, keine Schriftreform). 1956 veröffentlichte der Sprachrat eine Liste zur Ersetzung von Zeichen, die sich nicht auf der Tōyō-Kanji-Liste befanden, durch ihre dort vorhanden, vereinfachten Äquivalente. 2010 wurde die Anzahl der zu verwendenden Kanji auf die 2136 [[Jōyō-Kanji]] erweitert, wobei für Personennamen vom Justizministerium 863 (Stand: 2017) weitere Kanji zugelassen wurden ([[Jinmeiyō-Kanji]]). Bei der Verwendung von Kanji, die nicht zu den Jōyō-Kanji gehören, werden zur Klärung der Aussprache zumeist [[Furigana]] hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftreform in der Mongolei ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1941]] führte man in der [[Mongolei]] eine Schriftreform durch. Man übernahm das [[kyrillisches Alphabet|kyrillische Alphabet]]. Nach Auflösung der Sowjetunion und dem Ende des Sozialismus besinnt man sich wieder des kulturellen Erbes und ist dabei, die [[mongolische Schrift]] wieder einzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftreformen in Russland ==&lt;br /&gt;
Bei den [[Petrinische Reformen|Petrinischen Reformen]] führte [[Zar]] [[Peter der Große]] 1708–1710 ein modernisiertes [[Bürgerliche Schrift|bürgerliches Alphabet]] ein, wobei er sich an der kyrillischen [[Schnellschrift]] und der [[Barock-Antiqua|holländischen Antiqua]] orientierte. Viele unbenutzte altslawische Buchstaben wurden weggelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Schriftreform während der [[Oktoberrevolution]] 1917 wurde die russische [[Kyrilliza]] vereinfacht. In der [[Sowjetunion]] wurden die schriftlosen Sprachen sowie die vor der Revolution arabisch oder mongolisch geschriebenen Sprachen zunächst in den 1920er Jahren auf ein Lateinalphabet und in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre auf ein kyrillisches Alphabet – jeweils mit zusätzlichen Buchstaben, die die Spezifika einer gegebenen Sprache wiedergaben – umgestellt. Einige Schriften wie das [[Armenisches Alphabet|armenische]] und das [[Georgisches Alphabet|georgische Alphabet]] blieben jedoch erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftreform in Serbien ==&lt;br /&gt;
Die [[bürgerliche Schrift]] [[Peter der Große|Peters des Großen]] breitete sich Mitte des 18. Jh. auch in [[Serbien]] aus und wurde zur Grundlage des [[Slawenoserbisch]]en, bevor es Anfang des 19. Jh. durch [[Vuk Karadžić]] zum modernen [[Serbisches Alphabet|Serbischen Alphabet]] reformiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftreform in Mazedonien ==&lt;br /&gt;
Das [[Mazedonisches Alphabet|mazedonische Alphabet]] wurde 1945 im sozialistischen Jugoslawien reformiert. Für das [[Serbisches Alphabet|serbische]] &amp;#039;&amp;#039;Ђ&amp;#039;&amp;#039; wird &amp;#039;&amp;#039;Ѓ&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, serbisch &amp;#039;&amp;#039;Ћ&amp;#039;&amp;#039; ist mazedonisch &amp;#039;&amp;#039;Ќ&amp;#039;&amp;#039;, außerdem ist der altslawische Buchstabe &amp;#039;&amp;#039;Ѕ&amp;#039;&amp;#039; (dzelo) wieder hinzugekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftreform in der Türkei ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Schriftwechsel des Jahres 1928 in der [[Türkei]] ließ [[Mustafa Kemal Atatürk]] die [[arabische Schrift]] durch das lateinische Alphabet ersetzen. Dabei orientierte er sich am [[deutsche Sprache|Deutschen]], [[französische Sprache|Französischen]] und [[rumänische Sprache|Rumänischen]], weswegen im heutigen [[Türkisches Alphabet|türkischen Alphabet]] die Buchstaben Ü und Ö, die [[Cedille]] Ç und das [[Ş]] Verwendung finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ingeborg Baldauf (Turkologin)|Ingeborg Baldauf]]: &amp;#039;&amp;#039;Schriftreform und Schriftwechsel bei den muslimischen Russland- und Sowjettürken (1850–1937).&amp;#039;&amp;#039; Budapest 1993, ISBN 963-05-6531-5.&lt;br /&gt;
* Otgonbayar Chuluunbaatar: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die mongolischen Schriften.&amp;#039;&amp;#039; Buske Verlag, Hamburg 2008, ISBN 978-3-87548-500-4.&lt;br /&gt;
* Andreas Frings: &amp;#039;&amp;#039;Sowjetische Schriftpolitik zwischen 1917 und 1941.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-515-08887-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Schrift]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Andreas75</name></author>
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