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	<title>Schriftleitergesetz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T07:05:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schriftleitergesetz&amp;diff=101217&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Freigut: Rychner, nicht Ruchner. Überdies Titelchen eingefügt, damit die Inhaltsübersicht nicht nur aus den Schlussabsätzen besteht.</title>
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		<updated>2024-12-31T16:58:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rychner, nicht Ruchner. Überdies Titelchen eingefügt, damit die Inhaltsübersicht nicht nur aus den Schlussabsätzen besteht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten|Grund=&amp;lt;br /&amp;gt; die juristischen und politischen Bedingungen für das Erscheinen der jüdischen Presse bis 1938 (1943) fehlen hier}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schriftleitergesetz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (verabschiedet am [[4. Oktober]] [[1933]], in Kraft getreten am [[1. Januar]] [[1934]]) war eines der wichtigsten Instrumente zur [[Gleichschaltung]] der [[Presse (Medien)|Presse]] im [[NS-Staat|nationalsozialistischen Deutschen Reich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Im Schriftleitergesetz wurden die Erlaubnis zur Ausübung des [[Beruf]]s und die Aufgaben des Schriftleiters ([[Redakteur]]s, [[Journalist]]en) festgeschrieben. Damit schuf es rechtliche Grundlage für die Kontrolle der Presseinhalte und regelte die persönlichen und politischen Voraussetzungen zur Ausübung des Berufs des Schriftleiters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schriftleiter war die Eintragung in die Berufsliste der [[Reichspressekammer]], einer Abteilung der [[Reichskulturkammer]], vorgeschrieben. Die Reichskulturkammer unterstand ihrerseits den Weisungen des von [[Joseph Goebbels|Goebbels]] geführten [[RMVP|Propagandaministeriums]] (RMVP). Zur Aufnahme in die Liste musste eine einjährige Berufsausbildung vorgewiesen werden. Nur nach einem mehrmonatigen Lehrgang mit abschließender Prüfung zum Schriftleiter war dann eine Tätigkeit möglich. Somit besaß jeder Schriftleiter gleichsam einen beamtenähnlichen Status, der von ihm verlangte, loyal zum (nationalsozialistischen) Staat zu sein. Deshalb benötigte er, wie alle Beamten während der [[Zeit des Nationalsozialismus]], überdies einen [[Ariernachweis]]. [[Juden]] waren somit grundsätzlich von der Berufsausübung ausgeschlossen, wobei einige Ausnahmen auf das von [[Paul von Hindenburg|Hindenburg]] eingeführte [[Frontkämpferprivileg]] zurückgingen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://pressechronik1933.dpmu.de/zur-historischen-orientierung-das-schriftleitergesetz/ |text=Archivierte Kopie |wayback=20160303085123 |archiv-bot=2024-05-06 11:20:39 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem musste der Journalist mindestens 21 Jahre alt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Schriftleiter vorgesetzt war der [[Hauptschriftleiter]].&amp;lt;ref&amp;gt;§ 20, 2 des Schriftleitergesetzes&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihm oblag die Verantwortung über die Einhaltung des Gesetzes sowie die Verantwortlichkeit über den Inhalt einer Zeitung. Da andererseits der (Haupt-)schriftleiter den Richtlinien und Weisungen der Reichspressekammer – und damit dem RMVP, das dieser vorgesetzt war – unterstand, war der Verleger häufig nicht mehr in der Lage, auf den Inhalt der Zeitung Einfluss zu nehmen. Der Verleger konnte den Schriftleiter nicht ohne Erlaubnis der Reichspressekammer kündigen oder einstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [[Oron J. Hale]]: &amp;#039;&amp;#039;Presse in der Zwangsjacke. 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 1965, S. 93&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; schrieb zur Verabschiedung des Schriftleitergesetzes:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Infolgedessen wird die Aufgabe der Presse von Grund aus verändert. Sie besteht wesentlich darin, nicht mehr zu diskutieren, sondern zu interpretieren und die Entschlüsse der Regierung mit den Argumenten unterbauen zu helfen, die sie beizubringen vermag.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Max Rychner]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Neue Zürcher Zeitung&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Max Rychner: {{Webarchiv |url=http://pressechronik1933.dpmu.de/bemerkungen-zum-deutschen-schriftleitergesetz-neue-zurcher-zeitung-vom-10-10-1933/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zum deutschen Schriftleitergesetz.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20131014091611 |archiv-bot=2024-05-06 11:20:39 InternetArchiveBot}} In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Zürcher Zeitung,&amp;#039;&amp;#039; Zürich, 10. Oktober 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Inkrafttreten des Gesetzes verloren etwa 1300 [[Journalist]]en ihre Arbeit. Viele liberale Zeitungen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die &amp;#039;&amp;#039;[[Vossische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; in Berlin, mussten daraufhin ihr Erscheinen einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste antijüdischer Rechtsvorschriften im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Manfred Pohl (Ökonom)|Manfred Pohl]]&lt;br /&gt;
   |Titel=[[M. DuMont Schauberg]]: Der Kampf um die Unabhängigkeit des Zeitungsverlags unter der NS-Diktatur.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Campus&lt;br /&gt;
   |Ort=Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
   |Datum=2009&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-593-38919-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Katrin Diehl&lt;br /&gt;
   |Titel=Die jüdische Presse im Dritten Reich: zwischen Selbstbehauptung und Fremdbestimmung.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Niemeyer&lt;br /&gt;
   |Ort=Tübingen&lt;br /&gt;
   |Datum=1997&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-484-65117-2&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Zugl.: München, Univ., Diss.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Berufsverbot Stuckenschmidt}}&lt;br /&gt;
* [http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?apm=0&amp;amp;aid=dra&amp;amp;datum=19330004&amp;amp;seite=00000713&amp;amp;zoom=2 Schriftleitergesetz vom 4. Oktober 1933], veröffentlicht im Reichsgesetzblatt vom 7. Oktober 1933.&lt;br /&gt;
* [[Bernd Sösemann]]: [http://pressechronik1933.dpmu.de/zur-historischen-orientierung-das-schriftleitergesetz/ &amp;#039;&amp;#039;Zur historischen Orientierung: Das Schriftleitergesetz.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Exemplarische „Löschung“ von der Berufsliste im Fall von [[Hans Heinz Stuckenschmidt]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Presse (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judenverfolgung im Deutschen Reich (1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Propaganda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (Zeit des Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsquelle (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1934]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freigut</name></author>
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