<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Schriesheim-Formation</id>
	<title>Schriesheim-Formation - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Schriesheim-Formation"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schriesheim-Formation&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T15:26:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schriesheim-Formation&amp;diff=2353835&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schriesheim-Formation&amp;diff=2353835&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-08-10T14:27:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Steinbruch Weinheim.jpg|mini|Steinbruch im Wachenberg-Quarzporphyr (Subformation der Schriesheim-Formation) bei [[Weinheim]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schriesheim-Formation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Erdgeschichte]] eine [[Lithostratigraphie|lithostratigraphische]]  Gesteinseinheit im [[Rotliegend]] ([[Cisuralium|Unterperm]]) des südlichen Odenwald ([[Baden-Württemberg]]). Es handelt sich um ein kleines, knapp 100&amp;amp;nbsp;km² großes Vulkangebiet und dessen Ablagerungen, auch Schlotfüllungen, das heute weitgehend erodiert oder von jüngeren Ablagerungen bedeckt ist. Die Formation prägt im Verbreitungsgebiet die Geomorphologie in starkem Maße.&lt;br /&gt;
[[Datei:Porphyrsteinbruch Dossenheim (2007).jpg|mini|[[Steinbrüche von Dossenheim|Steinbruch im Dossenheim-Quarzporphyr]], (Subformation der Schriesheim-Formation) bei [[Dossenheim]]]]&lt;br /&gt;
== Namensgebung und Typlokalität ==&lt;br /&gt;
Der Name wurde von [[Edgar Nitsch]] und [[Hubert Zedler]] 2009 vorgeschlagen. Ältere informelle Namen in den geologischen Karten und Publikationen sind: mittleres Rotliegendes und Porphyre des mittleren Rotliegenden oder auch Rotliegend-Vulkanite. Die Typuslokalität liegt am [[Ölberg (Odenwald)|Ölberg]] bei [[Schriesheim]] ([[Rhein-Neckar-Kreis]]) (TK 25-Nr.6518: R 34 76 500, H 54 81 700).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition, Korrelation und Alter ==&lt;br /&gt;
Die Untergrenze der Schriesheim-Formation bilden die ersten Vulkanite über kristallinem Grundgebirge. Die Obergrenze bildet das Rotliegend (ohne Vulkanite) oder auch der [[Zechstein]], d.&amp;amp;nbsp;h. die [[Michelbach-Formation]] oder die [[Zechsteindolomit-Formation]]. Die Gesteinseinheit besteht aus [[Vulkanische Asche|Aschen]]-[[Tuff]]en, [[Lapilli-Tuff]]en, [[Lapilli]]steinen, [[Ignimbrit]]en und [[Lava|Laven]] [[rhyolith]]ischer Zusammensetzung sowie Schlotfüllungen. Die Folge ist unterschiedlich intensiv hydrothermal verändert. An der Basis sind direkt über dem Grundgebirge vielfach Kieselkrusten ausgebildet, der sog. Basis-Paläosolit, oder auch dünne [[Arkose]]- und [[Brekzie]]-Lagen. Die Mächtigkeit der Formation beträgt bis etwa 120&amp;amp;nbsp;m. Nach Ar-Ar-Datierungen ist ein Alter von 290 Millionen Jahren am wahrscheinlichsten. Dieses Alter entspricht der [[Chronostratigraphie|chronostratigraphischen]] [[Asselium]]-Stufe des Unterperm (Cisuralium).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablagerungsraum ==&lt;br /&gt;
Die Schriesheim-Formation besteht überwiegend aus [[pyroklastische Fließablagerung|pyroklastischen Fließ-]] und [[Pyroklastische Fallablagerung|pyroklastischen Fallablagerungen]], Folge [[Plinianische Eruption|plinianischer Eruptionen]], und leitet im südlichen Odenwald das Rotliegend über dem Grundgebirge ein. Das Grundgebirge war oberflächlich gelockert und verwittert. Der Basis-Paläosolit ist meist als Kieselkruste (Durisol oder [[Verkieselung|Silcrete]]) in aufgelockertem [[Saprolith]] oder [[Regolith]] in kaum transportiertem Streuschutt ausgebildet. Dies deutet auf ein arides Klima hin. Die pyroklastischen Fließablagerungen sind meist als verschweißte oder unverschweißte Ignimbrite abgelagert worden. Fossilien sind keine bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untergliederung ==&lt;br /&gt;
Die Schriesheim-Formation wird gegenwärtig nach dem Gesteinsbestand in drei Subformationen untergliedert:&lt;br /&gt;
* Schriesheim-Formation&lt;br /&gt;
** Altenbach-Subformation (rTA), unverschweißte bis gering verschweißte Ignimbrite&lt;br /&gt;
** Dossenheim-Quarzporphyr (Subformation) (DQ), stark verschweißte Ignimbrite&lt;br /&gt;
** Wachenberg-Quarzporphyr (Subformation) (WQ), stockförmige Laven als Schlotfüllung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Ignimbrite des Dossenheim-Quarzporphyr wurden schon im 18. Jahrhundert und dann bis 2002 in mehreren [[Steinbrüche von Dossenheim|Steinbrüchen bei Dossenheim]] abgebaut. Bis zu 400 Menschen fanden Arbeit in den Steinbrüchen. In einem [[Steinbruch Schriesheim|Steinbruch bei Schriesheim]] wurden diese ebenfalls gewonnen. Heute erinnern 9 Geopunkt-Schautafeln im Steinbruch Leferenz (Dossenheim) an diese Zeit. Am Wachenberg bei Weinheim wurde die erstarrte Lava eines Schlotes abgebaut. Bei dem Ausbruch fielen auch Granitbrocken des umgebenden Granites in die Schmelze und sind heute im Quarzporphyr als [[Xenolith]]e erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Matthias Geyer, Edgar Nitsch und Theo Simon: &amp;#039;&amp;#039;Geologie von Baden-Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; 5. völlig neu bearbeitete Auflage, 627 S., Schweizerbart, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-510-65267-9&lt;br /&gt;
* Edgar Nitsch und Hubert Zedler: &amp;#039;&amp;#039;Oberkarbon und Perm in Baden-Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Informationen, 22: 7–102, Freiburg 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://themenpark-umwelt.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/23550/?path=4422;6277;7657; Quarzporphyr-Steinbruch Leferenz bei Dossenheim (Rhein-Neckar-Kreis)]&lt;br /&gt;
* [https://themenpark-umwelt.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/15246/?path=4422;6277;7657; Quarzporphyrsteinbruch am Ölberg bei Schriesheim (Rhein-Neckar-Kreis)]&lt;br /&gt;
* [https://themenpark-umwelt.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/23166/?path=4422;6277;7657; Steinbruch am Sporenberg bei Dossenheim (Rhein-Neckar-Kreis) - Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lithostratigraphie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie des Odenwalds]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Schriesheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit des Perm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanismus in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>