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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Schraubung</id>
	<title>Schraubung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T16:14:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schraubung&amp;diff=1141707&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-65050-1: der Vektor v beschreibt eine Verschiebung und ist in der Richtung der Verschiebung, also seitlich von der Drehachse: orthogonal und nicht parallel. Das Objekt selbst ist hingegen quasi &quot;parallel&quot; zu seinen eigenen Drehachse im Gegensatz zu v: der o.g. Vektor ist orthogonal zu Drehachse sowie genauso orthogonal zu dem verschobenen Objekt.</title>
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		<updated>2026-01-30T03:01:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;der Vektor v beschreibt eine Verschiebung und ist in der Richtung der Verschiebung, also seitlich von der Drehachse: orthogonal und nicht parallel. Das Objekt selbst ist hingegen quasi &amp;quot;parallel&amp;quot; zu seinen eigenen Drehachse im Gegensatz zu v: der o.g. Vektor ist orthogonal zu Drehachse sowie genauso orthogonal zu dem verschobenen Objekt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:schraubung.gif|mini|Anschaulich gesehen dreht eine Schraubung ein Objekt um einen festen Winkel um eine Drehachse und verschiebt das Resultat parallel zur Drehachse.]]&lt;br /&gt;
Unter einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schraubung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man in der [[Geometrie]] des dreidimensionalen Raumes&amp;amp;nbsp;V eine [[Funktion (Mathematik)|Abbildung]], die aus einer [[Verkettung (Mathematik)|Hintereinanderausführung]] einer [[Parallelverschiebung]] mit Verschiebe[[vektor]] &amp;lt;math&amp;gt;v&amp;lt;/math&amp;gt; und einer [[Drehung]] um eine [[Gerade]] &amp;lt;math&amp;gt;g&amp;lt;/math&amp;gt; besteht, bei der &amp;lt;math&amp;gt;v&amp;lt;/math&amp;gt; [[Orthogonalität|orthogonal]] zu &amp;lt;math&amp;gt;g&amp;lt;/math&amp;gt; ist. Die Reihenfolge, d.&amp;amp;nbsp;h. ob zuerst die Drehung oder die Verschiebung ausgeführt wird, spielt für das Ergebnis keine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Kristallographie]] sind Schraubenachsen mögliche [[Symmetrieelement]]e einer [[Raumgruppe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schraubung stellt eine [[Isometrie]] auf&amp;amp;nbsp;V dar, da sie eine [[Verknüpfung (Mathematik)|Verknüpfung]] zweier Isometrien ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schraubungen spielen besonders in der diskreten Geometrie eine Rolle, etwa bei der [[Klassifizierung]] der Isometrien in [[Dimension (Mathematik)|Dimension]]&amp;amp;nbsp;3. Isometrien in dreidimensionalen [[Vektorraum|Vektorräumen]] lassen sich nach geometrischen Gesichtspunkten in 7&amp;amp;nbsp;Typen unterteilen, neben der Schraubung findet man:&lt;br /&gt;
* [[Identische Abbildung|Identität]]&lt;br /&gt;
* [[Parallelverschiebung|Translation]]&lt;br /&gt;
* [[Drehung]]&lt;br /&gt;
* [[Spiegelung (Geometrie)|Spiegelung]]&lt;br /&gt;
* [[Gleitspiegelung]]&lt;br /&gt;
* [[Drehspiegelung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schraubenachsen als Element einer Raumgruppe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Te chains.png|mini|Spiralförmige Kette aus [[Tellur]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;atomen entlang der 3&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;-Schraubenachse (blau hervorgehoben). Jedes dritte Atom ist deckungsgleich (dunkel-, mittel- und hellblau). Der Abstand zwischen den dunkel-, mittel- und hellblauen Atomen beträgt jeweils eine [[Gitterkonstante]].]]&lt;br /&gt;
In einer Raumgruppe können nur Schraubenachsen vorkommen, die mit dem [[Translationsgitter]] der Gruppe verträglich sind. Daher kann es  in einer Raumgruppe nur n-zählige Drehachsen geben, mit&amp;amp;nbsp;n&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;2,&amp;amp;nbsp;3,&amp;amp;nbsp;4 oder&amp;amp;nbsp;6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese nach n-maliger Wiederholung wieder die Identität ergeben, können sie nur mit einem Translationsvektor verknüpft sein, der nach n-facher Wiederholung einem [[Gittervektor|Vektor des Gitters]] entspricht. Das ist nur der Fall, wenn dessen Länge in Richtung der Drehachse ein m-faches des n-ten Bruchteils der Gittertranslation beträgt, mit &amp;lt;math&amp;gt;0 &amp;lt; m &amp;lt; n&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Hermann-Mauguin-Symbol]] für diese Schraubenachsen ist ein tiefgestelltes&amp;amp;nbsp;m hinter dem Symbol für die Drehachse&amp;amp;nbsp;n: n&amp;lt;sub&amp;gt;m&amp;lt;/sub&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;bedeutet also eine 4-zählige Schraubenachse, bei der bei jeder Drehung um&amp;amp;nbsp;360°/4&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;90° eine Translation in Richtung der Drehachse von &amp;lt;math&amp;gt;\tfrac{m}{n} = \tfrac{1}{4}&amp;lt;/math&amp;gt; [[Gitterkonstante]]n hinzukommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Folgenden sind alle in den 230&amp;amp;nbsp;Raumgruppen vorkommenden Schraubenachsen aufgeführt:&lt;br /&gt;
*  2&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
* (3&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt; 3&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* (4&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt; 4&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;)  4&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
* (6&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt; 6&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;) (6&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; 6&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) 6&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Klammern zusammengefasst sind dabei Paare [[enantiomorph]]er Schraubenachsen, die sich nur durch den [[Drehrichtung|Drehsinn]] unterscheiden:&lt;br /&gt;
* die erstgenannte Schraube ist eine [[Helix #Windungsrichtung|Rechtsschraube]]&lt;br /&gt;
* die zweite Schraube ist die entsprechende Linksschraube.&lt;br /&gt;
Diese beiden Symmetrieelemente sind besonders schwer voneinander zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schraubung von Starrkörpern ==&lt;br /&gt;
Der [[Florenz|florentiner]] Mathematiker [[Giulio Mozzi]] (1730–1813) erkannte als erster,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Giulio Giuseppe Mozzi |Titel=Mathematischer Diskurs über die momentane Rotation von Körpern |Verlag=Druckerei von Donato Campo |Ort=Neapel |Datum=1763 |Sprache=it |Kommentar=Zitiert nach Marcolongo (1911), S. 122. |Originaltitel=Discorso matematico sopra il rotamento mementaneo dei corpi |Online=https://archive.org/details/bub_gb_VN2fmxcVJpUC |Abruf=2020-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; dass jede Bewegung eines [[Starrkörper]]s als Schraubung dargestellt werden kann, d.&amp;amp;nbsp;h. als [[Translation (Physik)|Translation]] eines Bezugspunkts und Drehung um den Bezugspunkt mit einer [[Drehachse]], die durch die (Richtung der) Geschwindigkeit des Bezugspunkts gegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bezugspunkt &amp;lt;math&amp;gt;\vec r&amp;lt;/math&amp;gt; ermittelt sich wie folgt aus der Bewegung des Starrkörpers, die sich immer darstellen lässt als Translation &amp;lt;math&amp;gt;\dot{\vec b}&amp;lt;/math&amp;gt; eines Punkts &amp;lt;math&amp;gt;\vec b&amp;lt;/math&amp;gt; und die [[Winkelgeschwindigkeit]] &amp;lt;math&amp;gt;\vec\omega&amp;lt;/math&amp;gt; des Starrkörpers um diesen Punkt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec v(\vec p, t) = \dot{\vec b} + \vec\omega \times (\vec p - \vec b)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darin ist&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\vec v(\vec p, t)&amp;lt;/math&amp;gt; die Geschwindigkeit des Partikels am Ort &amp;lt;math&amp;gt;\vec p&amp;lt;/math&amp;gt; zur Zeit&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;t&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* der [[Überpunkt#Als wissenschaftliches Symbol|Überpunkt]] eine [[Zeitableitung]]&lt;br /&gt;
* „×“ das [[Kreuzprodukt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist auch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec v(\vec p, t) = \dot{\vec r} + \vec\omega \times (\vec p - \vec r)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;\vec r = \vec b + \frac{\vec\omega \times \dot{\vec b}}{\vec\omega \cdot \vec\omega} + \rho \vec\omega&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::&amp;lt;math&amp;gt;\begin{align}&lt;br /&gt;
\dot{\vec r} &amp;amp;= \dot{\vec b} + \vec\omega \times (\vec r - \vec b)\\&lt;br /&gt;
             &amp;amp;= \dot{\vec b} + \vec\omega \times \left( \frac{\vec\omega \times \dot{\vec b}}{\vec\omega \cdot \vec\omega} + \rho \vec\omega \right)\\&lt;br /&gt;
             &amp;amp;= \dot{\vec b} + \vec\omega \times \frac{\vec\omega \times \dot{\vec b}}{\vec\omega \cdot \vec\omega} + \rho \underbrace{(\vec\omega  \times \vec\omega)}_{= 0}\\&lt;br /&gt;
             &amp;amp;= \dot{\vec b} + \frac{(\vec\omega \cdot \dot{\vec b}) \, \vec\omega - (\vec\omega \cdot \vec\omega) \, \dot{\vec b}}{\vec\omega \cdot \vec\omega}\\&lt;br /&gt;
             &amp;amp;= \frac{\vec\omega \cdot \dot{\vec b}}{\vec\omega \cdot \vec\omega}\vec\omega&lt;br /&gt;
\end{align}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und beliebigem &amp;lt;math&amp;gt;\rho\in\R&amp;lt;/math&amp;gt;. Das Rechenzeichen „·“ bildet das [[Skalarprodukt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel ===&lt;br /&gt;
Anstatt einen Partikel&lt;br /&gt;
* vom Ursprung nach&amp;amp;nbsp;(2|2|0) zu verschieben und ihn um&amp;amp;nbsp;180°=&amp;lt;math&amp;gt;\pi&amp;lt;/math&amp;gt; um die Drehachse mit der Richtung&amp;amp;nbsp;(1|0|0) zu drehen, die durch den neuen Punkt&amp;amp;nbsp;(2|2|0) verläuft,&lt;br /&gt;
* kann man ihn auch vom Ursprung nach&amp;amp;nbsp;(2|0|0) verschieben und ihn dann um&amp;amp;nbsp;180°=&amp;lt;math&amp;gt;\pi&amp;lt;/math&amp;gt; um die Drehachse mit der Richtung&amp;amp;nbsp;(1|0|0) drehen, die durch den Bezugspunkt &amp;lt;math&amp;gt;\vec r = (0|1|0)&amp;lt;/math&amp;gt; verläuft; in diesem Fall stimmt die Richtung der Verschiebung mit der Richtung der Drehachse überein.&lt;br /&gt;
Das Ergebnis ist in beiden Fällen dasselbe: der betrachtete Partikel liegt am Ende an der neuen Position&amp;amp;nbsp;(2|2|0) und ist um&amp;amp;nbsp;180°=&amp;lt;math&amp;gt;\pi&amp;lt;/math&amp;gt; gedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Systematische Auslöschung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=D. Schwarzenbach&lt;br /&gt;
   |Titel=Kristallographie&lt;br /&gt;
   |Verlag=Springer Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2001&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-540-67114-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Roberto Marcolongo]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Theoretische Mechanik&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Kinematik und Statik&lt;br /&gt;
   |Band=1. Band&lt;br /&gt;
   |Verlag=[[B. G. Teubner]]&lt;br /&gt;
   |Ort=Leipzig und Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=1911&lt;br /&gt;
   |Seiten=122&lt;br /&gt;
   |Online=https://archive.org/details/theoretischemec00marcgoog&lt;br /&gt;
   |Abruf=2020-04-15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://myweb.rz.uni-augsburg.de/~eschenbu/geometrie.pdf Geometrieskript von Eschenburg, S. 56.] (PDF; 970&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geometrische Abbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kristallographie]] Kristallographische Schraubenachse&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-65050-1</name></author>
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