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	<title>Schrattenkalk-Formation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T00:11:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schrattenkalk-Formation&amp;diff=164600&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Annybarrakudda am 21. Juni 2025 um 19:53 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-21T19:53:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schrattenkalk.JPG|mini|Schrattenkalk in der Schrattenfluh]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schrattenkalk-Formation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Lithostratigraphie|lithostratigraphische]] Einheit der [[Kreide (Geologie)|Kreidezeit]] im [[Helvetikum]] am Nordrand der Alpen in der [[Schweiz]], [[Österreich]] (in [[Vorarlberg]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Zacher |Titel=Das Helvetikum zwischen Rhein und Iller (Allgäu - Vorarlberg) |Hrsg=W. Zeil |Sammelwerk=Geotektonische Forschungen |Nummer=44 |Verlag=Schweizerbart |Ort=Stuttgart |Datum=1973-08 |Seiten=1-74}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) und [[Deutschland]] (vom [[Allgäu]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Herbert Scholz |Titel=Bau und Werden der Allgäuer Landschaft |Auflage=3 |Verlag=Schweizerbart |Ort=Stuttgart |Datum=2016 |ISBN=978-3-510-65333-1 |Seiten=97-102}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bis in die Region [[Tegernsee]]-[[Schliersee]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Herbert Hagn |Titel=Die Bayerischen Alpen und ihr Vorland in mikropaläontologischer Sicht |Hrsg=Bayerisches Geologisches Landesamt |Sammelwerk=Geologica Bavarica |Band=82 |Ort=München |Datum=1981 |Seiten=41-43}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Ihr Name leitet sich von der [[Schrattenfluh]] ab, einem Gebirgsstock der Schweizer Voralpen im [[Kanton Luzern]], der [[Karre (Rinne)|karrige]] oder schrattige Verwitterungsoberflächen bildet. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Schrattenkalk&amp;#039;&amp;#039; wurde 1834 erstmals von [[Bernhard Studer (Geologe)|Bernhard Studer]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Neues Jb. der Min., Geogn., Geol., Petr., 1834, Heft 5, S. 512&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Synonyme sind: Hieroglyphenkalk, [[Kalkstein|Calcaire]] à Hippurites, [[Urgonien]], [[Rudisten]]kalk, Urgo-Aptien, Schrattenschichten, Requienenkalk, Rhodanien, Caprotinenkalk, Urgonkalk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Liegenden werden die Gesteine von der &amp;#039;&amp;#039;Tierwis-&amp;#039;&amp;#039; und im Hangenden von der &amp;#039;&amp;#039;[[Garschella-Formation|Garschella]]-[[Formation (Geologie)|Formation]]&amp;#039;&amp;#039; begrenzt. Die gesamte Mächtigkeit kann im Helvetikum der Schweiz bis 300&amp;amp;nbsp;m betragen&amp;lt;ref&amp;gt;Lithostratigraphisches Lexikon der Schweiz, siehe Weblinks&amp;lt;/ref&amp;gt;, nimmt aber nach Osten hin ab, so dass im Allgäu und Bregenzerwald noch 60 bis über 100 m&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;, am Schliersee noch bis zu 90 m Mächtigkeit erreicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wolfgang Witt |Titel=Das Helvetikum am Schliersee |Hrsg=Bayerisches Geologisches Landesamt |Sammelwerk=Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern, Blatt Nr. 8237 Miesbach |Ort=München |Datum=1968 |Seiten=184}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Breite des Vorkommens nimmt von West nach Ost ab, so dass östlich des Allgäus bis zum Schliersee nur noch vereinzelte, isolierte Vorkommen vorgefunden werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterteilung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Caprotinenkalk am Säntis-Dia 247-00116.tif|mini|Caprotinenkalk am [[Säntis]], historische Fotografie von [[Leo Wehrli]], 1894]]&lt;br /&gt;
Die Formation wird in der Schweiz weiter wie folgt unterteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1. Unterer Schrattenkalk ====&lt;br /&gt;
Alter: frühes [[Barremium]] bis unteres [[Aptium]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hellgrau anwitternder, bioklastisch-oolithischer Flachwasserkalk. Typische Fossilien sind [[Rudisten]], [[Brachiopoden]] und [[Bivalvia|Bivalvier]], zahlreiche Mikrofossilien und [[Algen|Rot- und Grünalgen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 2. Rawil-Member, veraltet: &amp;#039;&amp;#039;Orbitolinenschichten&amp;#039;&amp;#039; ====&lt;br /&gt;
Alter: Aptium&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gut geschichtete, bräunliche bis schwarzgraue Kalkbänke, die mit Mergellagen und knolligen Schichten in Wechsellagerung liegen. Als Ursache dieser Wechsellagerungen wird eine rhythmische Sedimentation mit mehreren kleinen [[Regression (Geologie)|Regressionen]] und [[Transgression (Geologie)|Transgressionen]] angenommen. Während der Regression nahm der Anteil [[Detritus (Geologie)|detritischer]] Sedimentation zu. So sind manchmal [[Sandstein]]bänke eingelagert. Die knolligen Schichten können als Ablagerungen in [[litoral|Küstennähe]] mit grösserer Fliessenergie des Wassers gedeutet werden.&amp;lt;br /&amp;gt;Typische Fossilien: Zusätzlich zum unteren Schrattenkalk treten [[Seeigel]], seltener [[Korallen]] auf. Insbesondere charakteristisch sind [[Orbitolinen]] ([[Foraminiferen]]).&amp;lt;br /&amp;gt;An der [[Pilatus (Berg)|Pilatussüdseite]] (Lokalität: Chilchsteinen {{Höhe|1865|CH|link=true}}) konnte ein fossiler Wurzelboden, wahrscheinlich von einer [[Mangrove (Baum)|mangrovenartigen]] Vegetation, nachgewiesen werden. Dies bestätigt neben dem hohen [[Detritus (Geologie)|Detritusanteil]] die [[Litoral|ufernahen]] Ablagerungsverhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Oberer Schrattenkalk ====&lt;br /&gt;
Alter: Aptium&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hellgrau bis weiss anwitternder, [[Klasten|bioklastisch]]-[[oolith]]ischer Flachwasserkalk.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Fossilgehalt ist vergleichbar mit dem des unteren Schrattenkalkes, wobei v.&amp;amp;nbsp;a. [[Bivalvia|Bivalvier]] (Toucasien, Requienien und Austern) gehäuft auftreten können. Zudem sind immer wieder Korallen, Kalkschwämme und Algenknollen zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Viktor Steinhauser: &amp;#039;&amp;#039;Geologie der östlichen Pilatusgruppe&amp;#039;&amp;#039;. Diplomarbeit ETHZ, 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich und Deutschland ===&lt;br /&gt;
Im Allgäu und Bregenzerwald ist die Schweizer Einteilung zwar noch aufrechtzuerhalten, doch sind die Grenzen nur mit einigen Metern Unsicherheit im Profil bestimmbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Die Vorkommen im Raum Tegernsee-Schliersee stellen demgegenüber Gesteine mit einer [[Mikrofazies]] dar, wie sie weiter westlich nicht zu finden ist, so dass hier von einem abweichenden Charakter des Ablagerungsraumes ausgegangen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Das Typusprofil an der [[Schrattenfluh]] ist ungeeignet, da nur der untere Teil der Formation vorhanden ist. Geeignet wäre die Beschreibung der Formation am Berg [[Lopper (Berg)|Lopper]], beispielsweise im Steinbruch Hellegg {{Coordinate|NS=46.975053621|EW=8.330344633|type=mountain|region=CH-NW|text=(667.850/203.050)|name=Steinbruch Hellegg}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung des Schrattenkalks in sehr flachem Wasser wird zudem durch Saurierfährten (&amp;#039;&amp;#039;[[Iguanodon]]&amp;#039;&amp;#039;) auf Schichtplatten im Steinbruch Risleten bei [[Beckenried]] belegt. Periodisch muss dieses damalige [[Schelf]]gebiet auch trocken gefallen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Geologie des Kantons Uri.&amp;#039;&amp;#039; Altdorf 2011, S. 67, ISBN 978-3-033-02916-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schrattenkalk der Kreide bildet wie der [[Malm]]kalk und [[Dogger (Geologie)|Dogger]] der [[Jura (Geologie)|Jurazeit]] bei flacher Lagerung der Schichten markante 50 bis 200&amp;amp;nbsp;m hohe Felswände, bei steiler Lagerung Klettergrate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele von Berggipfeln aus Schrattenkalk sind neben der Schrattenfluh beispielsweise die Kreuzberge im [[Alpstein]], die Argentine im [[Waadt|Kanton Waadt]] zwischen [[Les Diablerets (Berg)|Les Diablerets]] und Grand [[Muveran]] sowie das [[Bockmattli]] im [[Kanton Schwyz]] östlich des [[Wägitalersee]]s. Im [[Kleinwalsertal]] bildet der Schrattenkalk nördlich des [[Hoher Ifen|Hohen Ifens]] das 25 Quadratkilometer grosse [[Gottesacker (Kleinwalsertal)|Gottesackerplateau]], das eine eindrückliche [[Karst]]landschaft darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kristina Schenk: &amp;#039;&amp;#039;Die Drusberg- und Schrattenkalk-Formation (Unterkreide) im Helvetikum des Berner Oberlandes.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation Universität Bern, 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* [https://www.strati.ch/de/show/hel/helc/schrattenkalk-formation Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Schrattenkalk-Formation&amp;#039;&amp;#039;] im [[Lithostratigraphisches Lexikon der Schweiz|Lithostratigraphischen Lexikon der Schweiz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lithostratigraphie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie der Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit der Kreide]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Annybarrakudda</name></author>
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