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	<title>Scholion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T16:17:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Scholion&amp;diff=477590&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-25110-6: GND-Verlinkung</title>
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		<updated>2025-07-23T13:14:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;GND-Verlinkung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scholion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|σχόλιον}} „Schulstückchen“, Plural &amp;#039;&amp;#039;Scholien&amp;#039;&amp;#039;), [[Latein|latinisiert]] {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;scholium&amp;#039;&amp;#039;}} (Plural {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;scholia&amp;#039;&amp;#039;}}), ist eine erläuternde kurze oder auch längere Notiz in einer [[antike]]n oder [[mittelalterlich]]en [[Handschriften|Handschrift]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Maass, Ernst – Scholia Graeca in Homeri Iliadem Townleyana, 1887 – BEIC 3064427.jpg|mini|[[Ernst Maass (Philologe)|Ernst Maass]], &amp;#039;&amp;#039;Scholia Graeca in Homeri Iliadem Townleyana&amp;#039;&amp;#039; (1887), eine Sammlung von Scholien zur &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Homer]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Ein Scholion bringt eine Erläuterung zu einer sprachlich oder inhaltlich schwierigen Textstelle. Scholien sind am Rand eines Textes (als Marginalscholien) oder zwischen den Zeilen (als Interlinearscholien) eingetragen. Ihre unbekannten Autoren werden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scholiasten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt. Wenn eine solche Notiz nur dazu dient, einen wenig bekannten Begriff (oft ein Fremdwort) aus dem Text knapp zu definieren – etwa durch bloße Angabe eines [[Synonymie|Synonyms]] –, wird sie [[Glosse (Erläuterung)|Glosse]] genannt. Der Übergang zwischen Glossen und Scholien (ausführlichere Erläuterungen) ist fließend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scholienartige Erklärungen gab es schon im 5. Jahrhundert v. Chr.; sie wurden für die im athenischen Schulunterricht obligatorische [[Homer]]-Lektüre benötigt. Reste davon sind in den überlieferten Homer-Scholien erhalten. In der Epoche des [[Hellenismus]] pflegten die Philologen Textausgaben und Kommentare gesondert zu veröffentlichen. Seit der frühen [[Römische Kaiserzeit|Kaiserzeit]] wurde es üblich, Erklärungen über, unter oder neben dem Text anzubringen; speziell für diese Art von Erklärungen verwendet man die Bezeichnung Scholien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;scholion&amp;#039;&amp;#039; ist erstmals bei [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]] bezeugt, der ihn in einem Brief an seinen Freund [[Titus Pomponius Atticus|Atticus]] verwendet (&amp;#039;&amp;#039;Ad Atticum&amp;#039;&amp;#039; 16,7,3). Dort hat &amp;#039;&amp;#039;scholion&amp;#039;&amp;#039; allerdings noch nicht die später übliche Bedeutung, sondern bezeichnet ein als Gedächtnisstütze gedachtes Schriftstück. In der Bedeutung „kurze erklärende Bemerkung“ kommt das Wort erstmals im 2. Jahrhundert bei [[Galenos|Galen]], [[Lukian von Samosata|Lukian]] und in [[Arrian]]s Sammlung der Lehrgespräche [[Epiktet]]s vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Inhalt ihrer Bemerkungen entnahmen die Scholiasten antiken Kommentaren zu den Werken, die sie mit Scholien ausstatteten. Da diese Kommentare meist nicht erhalten sind, stellen Scholien wertvolle Quellen dar. Sie vermitteln einen Eindruck davon, wie man den kommentierten Text – meist waren das eifrig studierte Werke von Schulautoren – in der Zeit, in welcher der verlorene Kommentar entstand, deutete, welche Hintergrundinformationen man dazu besaß bzw. zu besitzen glaubte und wie man damals mit Problemen der Textkritik umging. Wichtig sind die Scholien überdies, weil sie das Textverständnis von Zeitgenossen und Nachwelt beeinflussten. Außerdem lassen sich den Scholien manchmal Textvarianten entnehmen, die anderweitig nicht überliefert sind; dann können sie für die [[Textkritik]] genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen ihres hohen Werts für die [[Literaturgeschichte]] sind Scholien Gegenstand eigener [[Kritische Ausgabe|kritischer Editionen]]. Die Ermittlung der [[Quelle (Geschichtswissenschaft)|Quellen]], denen die Scholientexte entnommen sind, und die [[Datierung (Urkunde)|Datierung]] erweisen sich oft als schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders gut erforscht sind die Scholien zu [[Homer]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039;. Überliefert sind auch Scholien zu anderen bedeutenden griechischen Autoren wie [[Hesiod]], [[Aischylos]], [[Sophokles]], [[Euripides]], [[Aristophanes]], [[Thukydides]], [[Platon]], [[Isokrates]], [[Demosthenes]] und [[Aratos von Soloi]]. Zu den lateinischen Autoren, deren Werke in Handschriften mit Scholien versehen wurden, gehören [[Terenz]], [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]], [[Vergil]], [[Horaz]], [[Ovid]], [[Marcus Annaeus Lucanus|Lukan]], [[Publius Papinius Statius|Statius]], [[Aulus Persius Flaccus|Persius]] und [[Juvenal]]. Berühmt sind die &amp;#039;&amp;#039;[[Scholia Bembina]]&amp;#039;&amp;#039; zu Komödien des Terenz; sie wurden im 6. Jahrhundert in den &amp;#039;&amp;#039;Codex Bembinus&amp;#039;&amp;#039;, eine [[spätantike]] Terenz-Handschrift, eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNP|11|209|214|Scholien|Andrew Dyck, Andreas Glock}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Nigel Guy Wilson]]&lt;br /&gt;
   |Titel=A Chapter in the History of Scholia&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Classical Quarterly&lt;br /&gt;
   |Band=17&lt;br /&gt;
   |Auflage=New Series&lt;br /&gt;
   |Datum=&lt;br /&gt;
   |Seiten=244–256&lt;br /&gt;
   |Sprache=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bbaw.de/forschung/cagb Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4193282-1|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kodikologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur der Antike]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-25110-6</name></author>
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