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	<title>Schneidteil - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T09:23:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schneidteil&amp;diff=457304&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der-Wir-Ing: /* Freiwinkel */</title>
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		<updated>2025-05-04T21:29:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Freiwinkel&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Flaechen am Schneidkeil.svg|mini|Flächen am [[Drehmeißel]], der auch in allen Normen als Referenz herangezogen wird. Zwischen Haupt- und Nebenfreifläche und der Spanfläche befindet sich jeweils ein Schneidkeil.&amp;lt;br /&amp;gt; Die [[Spanungsbewegung#Schnittbewegung|Schnittrichtung]] weist nach &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Beim feststehenden Drehmeißel wird die Schnittrichtung von der Drehrichtung des rotierenden Werkstücks bestimmt.]]&lt;br /&gt;
[[Bild:VHM-WSP-PDS-IH-2.jpg|mini|[[Wendeschneidplatte]] (golden glänzend) an einem realen Werkzeug]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schneidteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein zentrales Element von [[Zerspanungswerkzeug]]en, wie sie beispielsweise beim [[Drehen (Verfahren)|Drehen]], [[Fräsen]] oder [[Bohren]] verwendet werden. Er stellt den aktiven Teil des Werkzeugs dar, der direkt mit dem zu bearbeitenden Material in Kontakt kommt und für den Materialabtrag verantwortlich ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KK&amp;quot;&amp;gt;[[Wilfried König (Ingenieur)|Wilfried König]], [[Fritz Klocke (Ingenieur)|Fritz Klocke]]: Fertigungsverfahren 1: Drehen, Fräsen, Bohren. 8. Auflage. Springer, Berlin 2008, ISBN 978-3-662-07204-2, S. 41–47.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schneidteil besteht aus mehreren geometrisch definierten Flächen und Kanten, die zusammen den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schneidkeil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bilden. Die genaue Gestaltung dieser Elemente, insbesondere ihre Winkel und Ausrichtungen zueinander, hat einen entscheidenden Einfluss auf die Leistungsfähigkeit und Effizienz des Werkzeugs. Um eine einheitliche Beschreibung und Herstellung zu gewährleisten, sind die wichtigsten Begriffe und Definitionen in der Norm [[Deutsches Institut für Normung|DIN]] 6581 festgelegt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spanfläche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird diejenige Fläche des Schneidkeils bezeichnet, über die der [[Span (Fertigungstechnik)|Span]] bei der Bearbeitung abläuft. Die anderen angrenzenden Flächen werden als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Freifläche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Die Kante des Keils, die an der Spanfläche liegt und in [[Vorschubrichtung]] zeigt, ist die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hauptschneide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;math&amp;gt;S.&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;lt;!-- Wenn der Punkt nicht innerhalb der &amp;lt;math&amp;gt;&amp;lt;/math&amp;gt;-Auszeichnung steht, so wird er auf die nächste Zeile umgebrochen! --&amp;gt; Die andere wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nebenschneide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;math&amp;gt;S^&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorschubrichtung steht bei den meisten Fertigungsverfahren senkrecht zur &amp;#039;&amp;#039;[[Spanungsbewegung#Schnittbewegung|Schnittrichtung]]&amp;#039;&amp;#039;. Wenn die Schneiden auf einer Kreisfläche rotieren, die sich parallel zur Werkstückoberfläche bewegt, variiert der [[Vorschubrichtungswinkel]]. Dies hat einen wesentlichen Einfluss auf die Effizienz und Präzision der Bearbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haupt- und Nebenschneide bilden untereinander und mit der Schnitt- und Vorschubrichtung verschiedene Winkel. Um sie eindeutig beschreiben zu können, wurden zwei wichtige Bezugssysteme, die aus mehreren Ebenen bestehen, definiert und genormt. Beim Werkzeug-Bezugssystem sind alle Ebenen am [[Vektor]] der [[Schnittgeschwindigkeit]] &amp;lt;math&amp;gt;v_c&amp;lt;/math&amp;gt; orientiert, beim Wirk-Bezugssystem dagegen an der [[Wirkgeschwindigkeit]] &amp;lt;math&amp;gt;v_e&amp;lt;/math&amp;gt;. Sie ist die Resultierende aus Schnitt- und [[Vorschubgeschwindigkeit]]. Für die Beschreibung der Zerspanungsvorgänge ist eigentlich die Wirkgeschwindigkeit wichtig, ihre genaue Orientierung im Raum und ihr Betrag sind jedoch nur schwer zu ermitteln. Da sie jedoch in Betrag und Richtung sich nur unwesentlich von der leicht zu ermittelnden Schnittgeschwindigkeit unterscheidet, wird meist das auf ihr aufbauende Werkzeug-Bezugssystem gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Systeme betrachten dabei einen beliebigen Punkt der Hauptschneide. Die Grundebene des Werkzeug-Bezugssystems ist die Werkzeug-Bezugsebene &amp;lt;math&amp;gt;P_r&amp;lt;/math&amp;gt;. Sie enthält, wie alle anderen Ebenen auch, den gewählten Punkt und steht senkrecht auf dem Vektor der Schnittgeschwindigkeit. In dieser Ebene liegen der Werkzeugeinstellwinkel &amp;lt;math&amp;gt;\kappa&amp;lt;/math&amp;gt; ([[Kappa]]) und der Eckenwinkel &amp;lt;math&amp;gt;\epsilon&amp;lt;/math&amp;gt;. Die folgenden Ebenen stehen senkrecht auf der Werkzeugbezugsebene:&lt;br /&gt;
* Die [[Arbeitsebene]]: Sie enthält die Vektoren der Vorschub- und Schnittgeschwindigkeit. In dieser Ebene liegen der [[Vorschubrichtungswinkel]] &amp;lt;math&amp;gt;\varphi&amp;lt;/math&amp;gt; und der [[Wirkrichtungswinkel]] &amp;lt;math&amp;gt;\eta&amp;lt;/math&amp;gt;, die die Winkel zwischen den Vektoren der Vorschub-, Schnitt- und Wirkgeschwindigkeit angeben.&lt;br /&gt;
* Die Werkzeug-Schneidenebene: Sie enthält die Hauptschneide. In ihr liegt der [[#Werkzeug-Schneidenebene: Der Neigungswinkel|Neigungswinkel]] &amp;lt;math&amp;gt;\lambda&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Werkzeug-Orthogonalebene: Sie steht senkrecht zur Werkzeug-Schneidenebene. In ihr finden sich der [[Freiwinkel]] &amp;lt;math&amp;gt;\alpha&amp;lt;/math&amp;gt;, der [[Keilwinkel]] &amp;lt;math&amp;gt;\beta&amp;lt;/math&amp;gt; und der für die [[Spanbildung]] wichtige [[#Spanwinkel|Spanwinkel]] &amp;lt;math&amp;gt;\gamma&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flächen, Schneiden und Ecken ==&lt;br /&gt;
Die Spanfläche &amp;lt;math&amp;gt;A_{\gamma}&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;KK&amp;quot; /&amp;gt; (Index nach dem Spanwinkel &amp;lt;math&amp;gt;\gamma&amp;lt;/math&amp;gt;) ist diejenige Fläche, über die der Span abgleitet. Ihre Lage und Orientierung im Raum sowie ihre Oberflächeneigenschaften bestimmen daher wesentlich die [[Spanbildung]] und den Leistungsbedarf. Falls sie [[Fase|angefast]] ist, wird der Teil der Spanfläche, der an der Schneide liegt, als Spanflächenfase bezeichnet. Ihre Breite hat das Formelzeichen &amp;lt;math&amp;gt;b_{f \gamma}&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;!--ref name=&amp;quot;PAU&amp;quot; /--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freifläche ist diejenige Fläche, die der neu entstandenen Werkstück-Fläche zugekehrt ist. Es kommt also darauf an, mit welcher [[Kinematik]] (Bewegung relativ zum Werkstück) ein Werkzeug genutzt wird, um zu entscheiden, welche Fläche die Freifläche ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HKUS&amp;quot;&amp;gt;Heisel, Klocke, Uhlmann, Spur: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Spanen&amp;#039;&amp;#039;, Hanser, 2014, ISBN 978-3-446-42826-3, S. 73–77.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist grundsätzlich vom Werkstück weg geneigt, um Reibung zu vermeiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SHerr&amp;quot;&amp;gt;Schönherr: &amp;#039;&amp;#039;Spanende Fertigung&amp;#039;&amp;#039;, Oldenbourg 2002, ISBN 978-3-486-25045-9, S. 1–7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird zwischen zwei Freiflächen unterschieden:&lt;br /&gt;
* Die Hauptfreifläche &amp;lt;math&amp;gt;A_{\alpha}&amp;lt;/math&amp;gt; liegt in der Vorschubrichtung. Im idealisierten Schneidkeil bildet sie mit der Spanfläche eine Schnittgerade: Die Hauptschneide &amp;lt;math&amp;gt;S&amp;lt;/math&amp;gt;. Reale Schneiden sind dagegen oft gerundet (sogenannte Schneidkantenverrundung), mit Radius &amp;lt;math&amp;gt;r_{\beta}&amp;lt;/math&amp;gt; oder angefast.&lt;br /&gt;
* Die Nebenfreifläche &amp;lt;math&amp;gt;A^&amp;#039;_{\alpha}&amp;lt;/math&amp;gt; liegt nicht in der Vorschubrichtung und bildet mit der Spanfläche die Nebenschneide &amp;lt;math&amp;gt;S^&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Falls die Freiflächen angefast sind, wird deren Breite mit &amp;lt;math&amp;gt;b_{f \alpha}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;b_{f \alpha n}&amp;lt;/math&amp;gt; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spanfläche, Haupt- und Nebenfreifläche bilden einen Keil, den &amp;#039;&amp;#039;Schneidkeil&amp;#039;&amp;#039;. Seine Spitze wird als &amp;#039;&amp;#039;Schneidenecke&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SHerr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezugssysteme ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bezugsebenen.png|mini|Bezugsebenen am Schneidteil]]&lt;br /&gt;
Zur Definition der verschiedenen Winkel wurden zwei verschiedene Bezugssysteme definiert und genormt, die aus eindeutig bestimmten Ebenen bestehen. Das Werkzeug-Bezugssystem ist für die Werkzeugherstellung und -instandhaltung wichtig. Seine Bezugsebene liegt senkrecht zur Schnittgeschwindigkeit. Das Wirk-Bezugssystem dagegen geht von der Wirkgeschwindigkeit aus, die für die [[Spanbildung]] wichtig ist. Beide Systeme sind somit um den Wirkrichtungswinkel gegeneinander verdreht. Da er bei den meisten Prozessen sehr klein ist, sind sich die Winkel in beiden Systemen auch sehr ähnlich. Formelzeichen im Wirk-Bezugssystem erhalten den Index „e“ (von englisch „effective“), die des Werkzeug-Bezugssystems erhalten keinen besonderen Index.&amp;lt;!--ref name=&amp;quot;PAU&amp;quot; /--&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried König, Fritz Klocke: &amp;#039;&amp;#039;Fertigungsverfahren 1: Drehen, Bohren, Fräsen.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Springer 2008, ISBN 978-3-540-23458-6, S.&amp;amp;nbsp;4f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HKUS&amp;quot; /&amp;gt; Beide Systeme betrachten einen (beliebigen) Punkt auf der Schneide. Falls ein Punkt auf der Nebenschneide gewählt wird, erhalten alle Bezeichnungen einen [[Apostroph]] (’) als Zusatz in Analogie zur Nebenfreifläche &amp;lt;math&amp;gt;A^&amp;#039;_{\alpha}&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werkzeug-Bezugssystem hat als Grundebene die Werkzeug-Bezugsebene &amp;lt;math&amp;gt;P_r&amp;lt;/math&amp;gt; (r von englisch reference=Bezug&amp;lt;ref name=&amp;quot;SHerr&amp;quot; /&amp;gt;). Folgende Ebenen stehen auf ihr senkrecht:&amp;lt;ref name=&amp;quot;KK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werkzeug-Schneidenebene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--Weiterleitung hierher fett gemäß [[WP:WL]]--&amp;gt; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schnittebene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) &amp;lt;math&amp;gt;P_s&amp;lt;/math&amp;gt;: Sie verläuft im betrachteten Punkt tangential zur Hauptschneide &amp;lt;math&amp;gt;S&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werkzeug-Orthogonalebene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--Weiterleitung hierher fett gemäß [[WP:WL]]--&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;P_o&amp;lt;/math&amp;gt;: Sie liegt senkrecht (o für [[orthogonal]]) zur Werkzeug-Schneidenebene &amp;lt;math&amp;gt;P_s&amp;lt;/math&amp;gt;. Früher wurde sie auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Keilmessebene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, da in ihr der Keilwinkel &amp;lt;math&amp;gt;\epsilon&amp;lt;/math&amp;gt; gemessen wird.&lt;br /&gt;
* Die (angenommene) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arbeitsebene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--Weiterleitung hierher fett gemäß [[WP:WL]]--&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;P_f&amp;lt;/math&amp;gt; (f für englisch „feed“ = Vorschub&amp;lt;ref name=&amp;quot;SHerr&amp;quot; /&amp;gt;): Sie liegt parallel zur angenommenen Vorschubrichtung. Sie wird von der Vorschub- und Schnittrichtung aufgespannt.&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werkzeug-Rückebene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--Weiterleitung hierher fett gemäß [[WP:WL]]--&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;P_p&amp;lt;/math&amp;gt;: Sie steht senkrecht auf der Arbeitsebene &amp;lt;math&amp;gt;P_f&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Werkzeug-Schneidennormalebene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--Weiterleitung hierher fett gemäß [[WP:WL]]--&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;P_n&amp;lt;/math&amp;gt;: Sie liegt senkrecht ([[normal]]) zur Werkzeugschneide. Sie ist daher auch identisch mit der Wirk-Schneidennormalebene &amp;lt;math&amp;gt;P_{ne}&amp;lt;/math&amp;gt; da sie nicht an der Werkzeug-Bezugsebene orientiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Winkel und Radien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den definierten Ebenen werden verschiedene Winkel und Radien gemessen. Zur eindeutigen Bestimmung erhalten sie den Index der Ebene, in der sie gemessen werden. Der Werkzeug-Orthogonalkeilwinkel &amp;lt;math&amp;gt;\beta_o&amp;lt;/math&amp;gt; wird also in der Werkzeug-Orthogonalebene &amp;lt;math&amp;gt;P_o&amp;lt;/math&amp;gt; gemessen und der Wirk-Seitenspanwinkel &lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\gamma_{fe}&amp;lt;/math&amp;gt; in der Arbeitsebene &amp;lt;math&amp;gt;P_{fe}&amp;lt;/math&amp;gt;. Die Lage der Flächen am Schneidkeil ist durch folgende drei Winkel definiert:&amp;lt;ref name=&amp;quot;HKUS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der Werkzeug-Spanwinkel &amp;lt;math&amp;gt;\gamma_n&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der Werkzeug-Einstellwinkel &amp;lt;math&amp;gt;\kappa_r&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der Werkzeug-Neigungswinkel &amp;lt;math&amp;gt;\lambda_s&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug-Orthogonalebene ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Winkel in der Werkzeug-Orthogonalebene.png|mini|Winkel in der Werkzeug-Orthogonalebene]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Schneidgeometrie.png|mini|Schneidengeometrie eines Fräsers]]&lt;br /&gt;
In der Werkzeug-Orthogonalebene &amp;lt;math&amp;gt;P_o&amp;lt;/math&amp;gt; liegen der Freiwinkel &amp;lt;math&amp;gt;\alpha_o&amp;lt;/math&amp;gt;, der Keilwinkel &amp;lt;math&amp;gt;\beta_o&amp;lt;/math&amp;gt; und der Spanwinkel &amp;lt;math&amp;gt;\gamma_o&amp;lt;/math&amp;gt;. Es gilt &amp;lt;math&amp;gt;\alpha_o + \beta_o + \gamma_o =  90^\circ&amp;lt;/math&amp;gt;. Der Spanwinkel kann auch negativ sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Freiwinkel ====&lt;br /&gt;
Der Freiwinkel wird zwischen der Schneidenebene und der Freifläche gemessen. Große Freiwinkel (zwischen 6° und 13°) verringern die Reibung zwischen Werkstück und Werkzeug und werden vor allem bei Werkstoffen angewandt, die zum Verkleben neigen und bei Werkzeugen aus zähen Hartmetallen wie [[Schneidstoff#Normung|P40, M40 oder K40]]. Große Freiwinkel verschlechtern aber auch die Wärmeabfuhr aus dem Werkzeug und ergeben bei sonst gleichen Verhältnissen größere [[Verschleißmarkenbreite]]n. Sie schwächen auch die Größe des Keilwinkels und führen daher zu größerem [[Verschleiß (Spanen)|Verschleiß]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Freiwinkel (2° bis 5°) ermöglichen einen stabileren Schneidkeil und verringern dadurch Verschleiß und [[Schwingung]]en des Werkzeugs. Schwingungen können zum [[Rattern]] führen. Kleine Freiwinkel erhöhen jedoch auch die Reibung zwischen Werkzeug und Werkstück. Sie werden für Werkstoffe mit einer Festigkeit über 700&amp;amp;nbsp;N/mm&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TSCH&amp;quot;&amp;gt;Tschätsch: &amp;#039;&amp;#039;Praxis der Zerspantechnik&amp;#039;&amp;#039;, Vieweg, 7. Auflage, 2005, ISBN 978-3-322-94281-4, S. 8–14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SHerr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Keilwinkel ====&lt;br /&gt;
Der Keilwinkel wird zwischen Freifläche und Spanfläche gemessen. Er sollte für harte und spröde Werkstoffe groß sein und für weiche zähe klein. Für das [[Schruppen]] wird auch ein eher großer Keilwinkel gewählt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TSCH&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SHerr&amp;quot; /&amp;gt; Er wird in der Regel als erstes festgelegt. Bei Werkzeugen aus [[Schnellarbeitsstahl]] (HSS) oder [[Hartmetall]] nimmt er Werte zwischen 60° und 120° an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HKUS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spanwinkel ====&lt;br /&gt;
Der Spanwinkel wird zwischen Spanfläche und Werkzeug-Bezugsebene gemessen. Er kann auch negativ sein. Große positive Spanwinkel (+ 6° bis +25°) verbessern Oberfläche und Spanfluss, verringern [[Spanstauchung]], Schnittkraft, Reibung zwischen Span und Werkzeug und die erforderliche Antriebsleistung für die Maschinen. Die Späne neigen jedoch zur [[Fließspan]]bildung und damit zu langen Spänen, die sich in der Maschine verheddern können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Negative Spanwinkel werden vor allem für die Bearbeitung von harten, spröden Werkstoffen, sowie zur [[Schruppen|Schruppbearbeitung]] und zum [[Schaben (Verfahren)|Schaben]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TSCH&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SHerr&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HKUS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beim [[Spanen mit geometrisch unbestimmter Schneide]],&amp;lt;ref&amp;gt;Tönshoff: &amp;#039;&amp;#039;Spanen.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1995, S. 139.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu dem das&lt;br /&gt;
[[Schleifen (Fertigungsverfahren)|Schleifen]], [[Honen]], [[Läppen]], [[Strahlspanen]], [[Gleitspanen]] und [[Bürstspanen]] gehören, weist das [[Schleifkorn]] überwiegend negative Spanwinkel auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug-Bezugsebene ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Winkel in der Werkzeug-Bezugsebene.png|mini|Winkel in der Werkzeug-Bezugsebene am Beispiel des Drehens]]&lt;br /&gt;
In der Werkzeug-Bezugsebene &amp;lt;math&amp;gt;P_r&amp;lt;/math&amp;gt; liegen der Werkzeug-Einstellwinkel &amp;lt;math&amp;gt;\kappa_r&amp;lt;/math&amp;gt; ([[Kappa]]) und der Eckenwinkel &amp;lt;math&amp;gt;\epsilon_r&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TSCH&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SHerr&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HKUS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Werkzeug-Einstellwinkel ====&lt;br /&gt;
Der Werkzeug-Einstellwinkel liegt zwischen der Arbeitsebene &amp;lt;math&amp;gt;P_f&amp;lt;/math&amp;gt; und der Werkzeug-Schneidenebene &amp;lt;math&amp;gt;P_s&amp;lt;/math&amp;gt;. Er bestimmt die Lage der Hauptschneide zum Werkstück und bestimmt bei gegebener [[Schnitttiefe]] &amp;lt;math&amp;gt;a_p&amp;lt;/math&amp;gt; die [[Spanungsbreite]] &amp;lt;math&amp;gt;b&amp;lt;/math&amp;gt;. Je kleiner der Einstellwinkel ist, desto größer ist die Spanungsbreite und desto länger der im Eingriff befindliche Bereich der Hauptschneide bei sonst gleichem [[Spanungsquerschnitt]]. Daher verteilt sich die [[Schnittkraft (Spanen)|Schnittkraft]] auf eine größere Länge und die Schneide unterliegt einer geringeren Streckenlast, was zu niedrigerem [[Verschleiß]] führt. Außerdem verringert ein kleiner Einstellwinkel die benötigte [[Vorschubkraft]] und -leistung. Andererseits erhöht er aber die [[Passivkraft]], sodass besonders bei labilen Werkstücken große Einstellwinkel verwendet werden. Bei einem Wert von &amp;lt;math&amp;gt;\kappa = 90^\circ&amp;lt;/math&amp;gt; verschwindet die Passivkraft vollständig. Werte zwischen 35° und 100° werden eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TSCH&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SHerr&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HKUS&amp;quot; /&amp;gt; Ein zu kleiner Einstellwinkel kann sich ebenfalls negativ auf die Schneide auswirken und starke Rattermarken verursachen. Beim Schruppen sollte er &amp;gt; 25° und &amp;lt; 90° sein, beim Schlichtdrehen ist wegen Eckenbearbeitung ein Winkel von 90 bis 97° vorzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eckenwinkel ====&lt;br /&gt;
Der Eckenwinkel liegt zwischen der Hauptschneide &amp;lt;math&amp;gt;S&amp;lt;/math&amp;gt; und der Nebenschneide &amp;lt;math&amp;gt;S^&amp;#039;&amp;lt;/math&amp;gt;. Er bestimmt die Stabilität der Schneide und sollte so groß wie möglich gewählt werden. Kleine Eckenwinkel (etwa 50°) werden beim Schlichten und Kopierdrehen eingesetzt, da hier das Werkzeug nur schwach belastet wird. Üblicherweise liegt er bei 90°. Besonders große Eckenwinkel um etwa 130° werden für schweres Schruppen verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TSCH&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SHerr&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HKUS&amp;quot; /&amp;gt; Es werden beim Drehen Radien in gängigen Größen zwischen 0,2 mm und 2 mm an die Drehwerkzeuge angeschliffen, bei [[Schnellarbeitsstahl]] (HSS) oft individuell per Hand. Je größer der Radius wird, desto höher wird die Oberflächengüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkzeug-Schneidenebene: Der Neigungswinkel ===&lt;br /&gt;
In der Werkzeug-Schneidenebene  &amp;lt;math&amp;gt;P_s&amp;lt;/math&amp;gt; liegt zwischen der Werkzeug-Bezugsebene &amp;lt;math&amp;gt;P_r&amp;lt;/math&amp;gt; und der Hauptschneide &amp;lt;math&amp;gt;S&amp;lt;/math&amp;gt; der Neigungswinkel &amp;lt;math&amp;gt;\lambda_s&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein negativer Neigungswinkel bedeutet eine ansteigende Schneide. Das Anschneiden erfolgt dann nicht an der schwachen Werkzeugspitze, sondern an der Hauptschneide, was die [[Standzeit]] erhöht. Er verschlechtert aber auch den Spanablauf und erhöht die Schnittkraft. [[Hobel]] haben wegen der stoßartigen Belastung Neigungswinkel von bis zu −10°, üblich sind −3° bis −8°. Sie werden beim Schruppen und beim Fräsen eingesetzt. Positive Neigungswinkel haben den umgekehrten Effekt und werden daher vor allem bei Werkstoffen eingesetzt, die zum Kleben neigen und liegen bei bis zu +6°.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TSCH&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SHerr&amp;quot; /&amp;gt; Bei einem negativen Neigungswinkel kann der Span auch auf die Werkstückoberfläche auflaufen und so zu schlechten Oberflächen führen, was durch positive Winkel eher vermieden wird. Negative Neigungswinkel erhöhen außerdem die Passivkraft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HKUS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der Neigungswinkel sind auch die Schneidplattenhalter positiv und negativ ausgelegt. Negative Wendeschneidplatten haben oft den Vorteil, dass sie beidseitig verwendet werden können, wogegen positive nur einseitig benutzbar sind. Bei HSS-Drehstählen werden i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. nur positive Neigungswinkel verwendet, bei Wendeschneidplatten aus Keramik oft negative und bei PKD-, beschichteten HM- und CBN-Wendeschneidplatten aus Hartmetall als Grundträger negative und positive Neigungswinkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Schneidkantenverrundung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werkzeugschneide]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der-Wir-Ing</name></author>
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