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	<title>Schneider - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schneider&amp;diff=160855&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-04-01T00:29:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schneider Zunftzeichen.JPG|mini|Zunftzeichen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schneider&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;snīden&amp;#039;&amp;#039; „schneiden“) ist ein [[Handwerk|handwerklicher]] [[Berufsausbildung|Lehr]][[beruf]] der Textilverarbeitung. Die Aufgabe des Schneiders ist es, [[Textilie]]n zu [[Bekleidung]] zu verarbeiten. Die [[Werkzeug|Handwerkzeuge]] des Schneiders sind seit alters her [[Nadel]], [[Faden]], [[Schere]], [[Schneiderelle|Elle]] und [[Bügeleisen]], seit dem 19. Jahrhundert zunehmend auch die [[Nähmaschine]]. Durch die [[Industrialisierung]] und Konfektionsfertigung ist die handwerkliche Schneiderei stark zurückgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berufsbild ==&lt;br /&gt;
Als [[Ausbildungsberuf]] wird zwischen Damenschneider/Damenschneiderin und Herrenschneider/Herrenschneiderin unterschieden, je nachdem, für welches Geschlecht bevorzugt Kleidung hergestellt wird. Der hauptsächliche Unterschied liegt im Zuschnitt der Kleidungsstücke. Im 19. Jahrhundert wurden in der Herrenschneiderei Schnittsysteme entwickelt, die eine genaue Passform und einen korrekten Sitz ergaben, während die Damenschneiderei eher „modellierte“ Kleidungsstücke bevorzugte, die mit Falten, Weite und Stoffzügen arbeiteten, um bevorzugt „schöne“ Effekte zu erzielen. Der Damenschneiderberuf ist relativ neu und hat sich erst im Laufe des 19. Jahrhunderts als eigenständiges Handwerk etabliert; in älteren Zunftordnungen wird zur Meisterprüfung neben Näh- und Bügelproben, Anfertigung von Hosen, [[Schaube]]n usw. auch die Fertigung eines „Frauenstückes“ gefordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute werden bei der Herstellung der [[Konfektion]] „von der Stange“, also jeglicher nicht individuellen [[Oberbekleidung]], die wichtigen Fertigungstätigkeiten des Schneiderberufs größtenteils von Arbeitern in Billiglohnländern (zum Beispiel China oder Vietnam) übernommen. Die Verarbeitung von Stoffen zu Kleidungsstücken ist nur begrenzt zu automatisieren und bleibt personalintensiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehalten haben sich jedoch kreative Berufszweige, wie [[Modeschneider]] und [[Modedesigner]], hervorgegangen aus dem [[Zuschneider]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnittkonstruktion ist der Teil der Ausbildung und Aufgabe des Schneidermeisters, in dem er Kleidung entwirft, dafür die Schnitte errechnet (aufstellt). Neben dem Meister, der in der Regel der Inhaber des Betriebs war, gab es die Gesellen, die vor allem nähten, dressierten und bügelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt jedoch weiterhin, wenn auch in weitaus geringerem Umfang, den [[Maßschneider]] mit eigenem [[Atelier]], bei dem die Kundin oder der Kunde sich unter anderem ein [[Kostüm (Kleidung)|Kostüm]], ein [[Kleid]] oder einen [[Anzug]] nach Maß fertigen lassen können. Neben besonderen Modell- oder Stoffwünschen kann der Maßschneider individuell auf Kunden mit von den Konfektionsgrößen abweichenden Maßen eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Zunftwappen-Schneider.svg|Zunftwappen&lt;br /&gt;
 A Tailor at Work (6920059143).jpg|[[Schneidersitz]] (1955)&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 183-53194-0002, Gera, &amp;quot;Modezentrum&amp;quot;.jpg|Gera (1958)&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 183-K0508-0004-001, Leipzig, 25 Jahre Verlag für die Frau (a).jpg|Anprobe (1971)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spezialschneider ==&lt;br /&gt;
Es gibt spezialisierte [[Leder]]schneider; die Pelzverarbeiter nennen sich [[Kürschner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht mit der Herstellung von Bekleidung betraut ist der [[Änderungsschneider]] (ursprünglich Flickschneider), der in Deutschland seit dem 1. August 2005 ein [[Ausbildungsberuf]] ist. Der Bezeichnung entsprechend nimmt er Änderungen und Ausbesserungen an fertiger Bekleidung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weißnäherei ==&lt;br /&gt;
Durch die Weißnäherei werden Artikel aus weißem [[Tuch]] hergestellt, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bettwäsche]], [[Tischtuch|Tischtücher]] und [[Beinkleid]]er.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Frauenarbeitsschule Reutlingen: &amp;#039;&amp;#039;Weißnähen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Frauenarbeitsschule Reutlingen, o.&amp;amp;nbsp;J. (vermutlich ca. 1920).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Trübners Deutsches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter Verlag, Berlin 1943, Lemma nähen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Weißnähen zählen auch [[Stickerei]]en und [[Verzierung]]en auf weißen [[Textilien]] wie zum Beispiel Bettwäsche oder [[Taschentuch|Taschentücher]], aber auch auf Damen[[unterwäsche]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Peter, Heinrich Miksch: &amp;#039;&amp;#039;Materialienkunde für die Gewerbe der Weißnäherinnen und Kleidermacherinnen.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Verlag Franz Deuticke, Wien 1936.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Online-Schneider ==&lt;br /&gt;
Auf entsprechenden Webseiten kann man genaue Körpermaße eingeben; später bekommt man die bestellten Kleidungsstücke per Post zugeschickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chodowiecki Basedow Tafel 19 d.jpg|mini|Der Schneider mit seinen Gehilfen ([[Daniel Chodowiecki]], 1774)]]&lt;br /&gt;
In der römisch-griechischen Antike dominierte zunächst [[Draperie|drapierte]] Kleidung, erst die Verbreitung der Körperform angepasster Kleidung machte die Tätigkeit des Schneiderns notwendig.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max von Boehn (Kulturhistoriker)|Max von Boehn]]: &amp;#039;&amp;#039;Bekleidungskunst und Mode&amp;#039;&amp;#039;. Delphin Verlag, München 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zum 12. Jahrhundert wurde [[Kleidung]] meist noch von der Familie selbst oder in [[Kloster|Klöstern]] hergestellt; daher kam der Beruf des Schneiders erst Mitte des 12. Jahrhunderts auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Frankreich]] unterschied man zu dieser Zeit die Berufe Schneider und Näher ([[Nähknecht]]). Der französische Schneider war im Unterschied zum [[Kleidermacher]] nicht in einer [[Zunft]] organisiert und hatte daher weniger Ansehen und Aufträge. Aus diesem Grunde wurde in Frankreich der Beruf häufig von [[Juden]], denen der Zugang zu den Zünften verwehrt war, ausgeübt. Dieser Zustand hielt an bis zur Abschaffung der Zünfte in Frankreich nach der [[Französische Revolution|französischen Revolution]] 1789.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil sie nach dem Verständnis früherer Zeiten Frauenarbeit verrichteten, waren Schneider jahrhundertelang dem Volksspott ausgesetzt. Wie anhand vieler satirischer Überlieferungen belegt ist, galt der Schneider oft als Verliererfigur. Noch heute heißt es bei manchem [[Kartenspiel]], dass derjenige einen „[[Schneider (Kartenspiel)|Schneider]]“ hat, der besonders wenige Punkte erreicht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Werfring]]: [https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/archiv/museum/43489_Schneider-Schneider-meck-meck-meck-.-.-..html &amp;#039;&amp;#039;Schneider, Schneider, meck, meck, meck…&amp;#039;&amp;#039;] In: „Wiener Zeitung“ vom 10. Juni 2010, Beilage „ProgrammPunkte“, S.&amp;amp;nbsp;7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nähknechte waren vielfach eher schmächtige, manchmal auch körperlich behinderte Menschen, die körperlich schwere Arbeiten nicht ausüben konnten. Dies trug viel zum schlechten Image des im „[[Schneidersitz]]“ mit unterschlagenen Beinen auf dem Tisch hockenden Schneiders bei. Mit dem Aufkommen der Nähmaschinen ab etwa 1830 (siehe auch [[Schneiderrevolution]]), verschwand dieser Hilfsberuf schnell, überlebte aber zeitweise noch im [[Zuarbeiter]] der Gesellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der älteste und längste Streik der Handwerksgeschichte war der Bann der Schneidergesellen ab 1398&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.staufer-spektakel.de/Historisches/Mittelalter-A-Z,162.php |titel=Mittelalter A–Z: Streik |sprache=de |abruf=2012-02-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsches-telefon-museum.eu/1300.htm |titel=Ereignisse im 14. Jahrhundert |sprache=de |abruf=2012-02-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, als sie als Reaktion auf die Schließung ihrer Trinkstube zehn Jahre lang bei ihren Wanderungen die Stadt [[Konstanz]] mieden, bis der Magistrat den Gesellen die Trinkstube wieder erlaubte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 SchneiderMA.png|Schneider mit Schere, Nadel, Garn und Dorn (Spätmittelalter)&lt;br /&gt;
 Jean Baptiste Jules Trayer Bretonische Schneiderinnen 1854.jpg|Bretonische Schneiderinnen (Trayer, 1854)&lt;br /&gt;
 Flat-iron-stove.jpg|Schneideröfchen, nummerierte Bügeleisen mit Wechselgriffen&lt;br /&gt;
 Mens Styles NY Tailor 1914 Young Men.jpg|Schneider-Musterbuch, USA 1914&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1884 wurde der &amp;#039;&amp;#039;Bund deutscher Schneiderinnungen&amp;#039;&amp;#039; mit dem Geschäftssitz in [[Berlin]] gegründet. Um 1890 umfasste der Bund insgesamt 861&amp;amp;nbsp;Schneiderinnungen in fünfzehn Bezirken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Brockhaus-1895 |Lemma=Schneider |Band=14 |Seite=558 |retrobID=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Innungen unterhielten – neben den meist privat organisierten Bekleidungsakademien – auch Schneiderschulen. So gab es um 1890 in [[Preußen]] zwanzig Innungsschulen, zum Beispiel in Berlin, [[Magdeburg]], [[Potsdam]] und [[Frankfurt an der Oder]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Brockhaus-1895 |Lemma=Schneiderschulen |Band=14 |Seite=560 |retrobID=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2026 wurde das Herrenschneiderhandwerk in das deutsche [[Bundesweites Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes|Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/immaterielles-kulturerbe-in-deutschland-neuzugaenge-im-bundesweiten-verzeichnis-2416686 Immaterielles Kulturerbe in Deutschland: Neuzugänge im bundesweiten Verzeichnis]. Pressemitteilung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) vom 27. März 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Schneider ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Klemm (Verleger)|Heinrich Klemm]]&lt;br /&gt;
* [[Margarete Steiff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Das tapfere Schneiderlein]]&lt;br /&gt;
* [[Zwischenmeister]]&lt;br /&gt;
* [[Haute Couture]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Wie man Dessous schneidert]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Kostümkunde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Max von Boehn (Kulturhistoriker)|Max von Boehn]]: &amp;#039;&amp;#039;Bekleidungskunst und Mode.&amp;#039;&amp;#039; Delphin-Verlag, München 1918, {{archive.org |bekleidungskunst00boeh}}.&lt;br /&gt;
* Wendelin Mottl: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen und die neusten Fortschritte der Zuschneidekunst&amp;#039;&amp;#039;. Prag 1893, {{URN |nbn:de:tuda-tudigit-2454 }}.&lt;br /&gt;
* Ruth Sprenger: &amp;#039;&amp;#039;Die hohe Kunst der Herrenkleidermacher. Tradition und Selbstverständnis eines Meisterhandwerks.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-205-77757-1.&lt;br /&gt;
* [[Johann Werfring]]: [https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/archiv/museum/43489_Schneider-Schneider-meck-meck-meck-.-.-..html &amp;#039;&amp;#039;Schneider, Schneider, meck, meck, meck…&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Wiener Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 10. Juni 2010, Beilage „ProgrammPunkte“, S.&amp;amp;nbsp;7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tailors|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Schneider}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4153182-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4153182-6|LCCN=sh85131954}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerksberuf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Beruf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigungsberuf (Textilbekleidung)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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