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	<title>Schnäppchen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T20:16:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schn%C3%A4ppchen&amp;diff=2303370&amp;oldid=prev</id>
		<title>188.96.144.8: /* Kaufentscheidung */</title>
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		<updated>2022-01-23T15:37:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kaufentscheidung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schnäppchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in [[Handel]] und [[Wirtschaft]] außergewöhnlich preisgünstig und eventuell zeitlich befristet angebotene [[Produkt (Wirtschaft)|Produkt]]e oder [[Dienstleistung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das nur im [[Diminutiv]] verwendete Wort „Schnäppchen“ stammt sprachlich von „schnappen“ (im Sinn von „an sich nehmen“). In [[Wien]] ist [[Liste deutscher Wörter aus dem Hebräischen und Jiddischen|„Mezie“]] der gängige Ausdruck für einen günstigen Kauf.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Sedlaczek/Melita Sedlaczek, &amp;#039;&amp;#039;Das österreichische Deutsch&amp;#039;&amp;#039;, 2004, S. 247&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Schnäppchen“ ist eigentlich eine [[Wertung]] aus Sicht des Käufers und nicht des Verkäufers. Oft preisen Verkäufer selbst ihre Ware als „Schnäppchen“ an, obwohl sie damit nach einer strengen Definition des Wortes implizieren, dass sie selbst „übers Ohr zu hauen“ sind, indem sie unter dem Normalpreis verkaufen. Der Verkäufer bietet dem Käufer im Rahmen seiner [[Preispolitik]] eine Ware als „Schnäppchen“ an, damit dieser zugreift und der Verkäufer trotzdem noch [[Gewinn]] macht. Der Käufer soll glauben, dass er den Verkäufer „übervorteilt“. Auch impliziert die Definition, dass es sich um den Kauf eines konkreten Produktes handelt. Tatsächlich benutzen Verkäufer das Wort Schnäppchen als Synonym für [[Sonderangebot]]e. Käufer, die gezielt nach Schnäppchen suchen, nennt man &amp;#039;&amp;#039;Schnäppchenjäger&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Dudenverlag Mannheim (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Rechtschreibung&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 22. Auflage, 2002, S. 860&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
„Schnäppchenjägern“ geht es vorrangig um den Erwerb von [[Ware]]n deutlich unter dem [[Marktwert]], ihnen kann kein rechtsmissbräuchliches Verhalten vorgeworfen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 22. Mai 2019, Az.: VIII ZR 182/17 = {{Rspr|NJW 2019, 2475}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die beiderseitige Chance von Käufer und Verkäufer auf ein Schnäppchen ist auch typisch für [[eBay]]-[[Auktion]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 12. November 2014, Az.: VIII ZR 42/14 = {{Rspr|NJW 2015, 548}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort hat der Bieter die Chance, den Auktionsgegenstand zu einem Schnäppchenpreis zu erwerben, während umgekehrt der Veräußerer die Chance wahrnimmt, durch den Mechanismus des Überbietens einen für ihn vorteilhaften Preis zu erzielen.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 28. März 2012, Az.: VIII ZR 244/10 = {{Rspr|NJW 2012, 2723}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kaufentscheidung ==&lt;br /&gt;
Wesentlichster Teil des [[Kaufverhalten]]s von [[Verbraucher]]n ist ihre [[Kaufentscheidung]]. Die Art der Kaufentscheidung hängt allgemein von [[Kaufrisiko]], Kaufhäufigkeit und externen [[Kaufanreiz]]en ab. Bei hohem Kaufrisiko informieren sich die Verbraucher vorher über die [[Produktqualität]]/[[Dienstleistungsqualität]] und das [[Preis-Leistungs-Verhältnis]]. Ist dabei die Kaufhäufigkeit gering, gibt es eine [[Kaufentscheidung#Arten|extensive Kaufentscheidung]], bei hoher Kaufhäufigkeit eine [[Kaufentscheidung#Arten|limitierte Kaufentscheidung]]. Ist das Kaufrisiko gering und es gibt keinen externen Anreiz, kommt es zur [[habitualisierte Kaufentscheidung|habitualisierten Kaufentscheidung]], ein vorhandener externer Anreiz führt zu einer [[Kaufentscheidung#Arten|impulsiven Kaufentscheidung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Marktorientierte_Unternehmensf%C3%BChrung_un/L5swEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Schn%C3%A4ppchen+Kaufentscheidung&amp;amp;pg=PA180&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1622969500298 Dirk Lippold, &amp;#039;&amp;#039;Marktorientierte Unternehmensführung und Digitalisierung&amp;#039;&amp;#039;, 2021, S. 180]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein externer Kaufanreiz besteht darin, dass von außen auf den [[Kunde]]n einwirkende Reize ([[Rabatt]]e, reizvolle [[Auslage (Werbung)|Auslage]], [[Zeitdruck]] oder das [[persönliches Ziel|persönliche Ziel]], sich Schnäppchen nicht entgehen zu lassen) die Kaufentscheidung beeinflussen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Lippold, &amp;#039;&amp;#039;Marktorientierte Unternehmensführung und Digitalisierung&amp;#039;&amp;#039;, 2021, S. 181&amp;lt;/ref&amp;gt; Begünstigt werden Impulsivkäufe durch [[künstliche Knappheit]] („nur heute im Angebot“, „nur noch drei Stück vorhanden“), geschickte Platzierung (an der [[Kasse]]) oder [[Sonderangebot]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;Katja Gelbrich/Stefan Wünschmann/Stefan Müller, &amp;#039;&amp;#039;Erfolgsfaktoren des Marketing&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 39 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch bei [[Auktion]]en lässt sich beobachten, dass Kaufinteressenten von einem niedrigen Mindestgebot angesprochen werden und dann immer weiter mitbieten um das vermeintliche Schnäppchen zu ergattern, auch wenn längst ein angemessener oder gar bereits zu hoher Preis erreicht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Es gibt drei verschiedene Kategorien von [[Verbraucher|Konsumenten]], die Qualitätskäufer, die Schnäppchenjäger und die [[Smart Shopper]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Eggert, &amp;#039;&amp;#039;Wettbewerbliches Umfeld: Konsumenten – Lieferanten – Konkurrenten&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 30 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;Qualitätskäufer&amp;#039;&amp;#039; können es sich leisten, für ihre Einkäufe viel Geld auszugeben und achten auf Produkt- oder Dienstleistungsqualität und weniger auf den [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] ([[Luxusgüter]] im [[Hochpreisstrategie|Hochpreissegment]]), während die &amp;#039;&amp;#039;Schnäppchenjäger&amp;#039;&amp;#039; [[sparen]] müssen und gezielt nach [[Angebot (Betriebswirtschaftslehre)|Angeboten]] (Schnäppchen wie Rabatte oder Sonderangebote) suchen, die ohnehin im unteren Preissegment ([[Billigsortiment]]) liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Supply_Chain_Management_und_Supply_Chain/XWyNkdrkMlkC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Smart+Shopper+schn%C3%A4ppchenj%C3%A4ger&amp;amp;pg=PA48&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1615583347580 Tobias Lenz, &amp;#039;&amp;#039;Supply Chain Management und Supply Chain Controlling in internationalen Unternehmen&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 48]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;Smart Shopper&amp;#039;&amp;#039; dagegen fragen bei begrenztem [[Budget]] maximale Produkt- oder Dienstleistungsqualität zu minimalem Preis nach. Teure Güter/Dienstleistungen werden von nicht preissensiblen Qualitätskäufern erworben, angemessene von Smart Shoppern und billige von Schnäppchenjägern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnäppchen schalten das [[Belohnungszentrum]] im [[Gehirn]] ein und den [[Verstand]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kauf_mich/iLx5-IJ7O7MC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Schn%C3%A4ppchen+Kaufentscheidung&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1622977449585 Hans-Georg Häusel, &amp;#039;&amp;#039;Kauf mich! Wie wir zum Kaufen verführt werden&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 150]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Zentrum ist nur aktiviert, wenn der [[Geldwert]] einer Ware geringer ist als ihr [[Nutzwert]], also der Trennungsschmerz vom Geld geringer ist als der vom Produkt erwartete [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]]. Das ist der Fall bei Waren, die preisgünstiger verkauft werden als üblich, bei denen das Preis-Leistungs-Verhältnis günstiger ist als gewöhnlich. Der niedrigere Preis wird dabei als [[Verstärkung (Psychologie)|Belohnung]] empfunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[kurzfristige Preisuntergrenze]] für Schnäppchen liegt für den Verkäufer bei seinen [[Grenzkosten]], so dass ein [[Kaufpreis]], der oberhalb der Grenzkosten liegt, zur [[Kostendeckung]] der [[Fixkosten]] beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Handbuch_Preispolitik/qy_yBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=fr%C3%BChbucher+kapazit%C3%A4t&amp;amp;pg=PA85&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1622882605408 Hermann Diller/Andreas Herrmann (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Preispolitik: Strategien — Planung — Organisation — Umsetzung&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 85]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachfrager nach [[last minute]]-[[Reise]]n sind Schnäppchenjäger,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kapazit%C3%A4tsmanagement_bei_Reiseveranstal/lKsiBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=fr%C3%BChbucher+gugg&amp;amp;pg=PA365&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1622881713036 Jadwiga Xylander, &amp;#039;&amp;#039;Kapazitätsmanagement bei Reiseveranstaltern&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 218]&amp;lt;/ref&amp;gt; deren Kaufverhalten wesentlich auf den [[Reisepreis]] fokussiert ist und die weniger Wert auf die Reiseleistungen legen. Auch [[Frühbucherrabatt]]e, [[Flugbuchung#Warteliste (Stand-By)|Stand-By-Flüge]] und [[Restposten (Handel)|Restposten]] zielen auf Schnäppchenjäger ab. Mit dem Begriff „Schnäppchen“ wird außerdem mitunter geworben bei [[B-Ware]], [[Warenrotation|Ladenhütern]] und Auslaufmodellen, beim [[Räumungsverkauf]] oder [[Schlussverkauf]] am Saisonende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Schnäppchen|TYP=Literatur über}}  &lt;br /&gt;
* Karen Gedenk: &amp;#039;&amp;#039;Verkaufsförderung.&amp;#039;&amp;#039; Vahlen, München 2002, ISBN 3-8006-2763-9.&lt;br /&gt;
* Jörg Tauberger: &amp;#039;&amp;#039;Konsumentengerichtete Verkaufsförderung.&amp;#039;&amp;#039; Eul, Lohmar/Köln 2008, ISBN 978-3-89936-662-4.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Waldmüller (Autor)|Heinz Waldmüller]]: &amp;#039;&amp;#039;Schnäppchenführer Deutschland 2011/2012: Die besten Marken.&amp;#039;&amp;#039; Schnäppchenführer, Filderstadt 2010, ISBN 978-3-93616-167-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schnappchen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sonderangebot]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelhandel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marktpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkaufsförderung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>188.96.144.8</name></author>
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