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	<title>Schmiede - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schmiede&amp;diff=118253&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;NDG: Weblink im Text</title>
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		<updated>2025-10-03T12:58:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weblink im Text&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Löchnersche Schmiede Langenburg709.jpg|hochkant=1.4|mini|Löchnersche Schmiede in [[Langenburg]]]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmiede&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die [[Werkstatt]] eines [[Schmied]]s, in der [[Schmieden|schmiedbare]] [[Metalle]] durch Kalt- oder Warmverformung in Form, Gefügestruktur und Oberfläche verändert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die klassische handwerkliche Schmiede ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hammermühle am Blautopf, Blaubeuren (2019).jpg|mini|Historische Hammerschmiede (Museum) in [[Blaubeuren]]]]&lt;br /&gt;
Die klassische handwerkliche Schmiede, wie sie früher in fast jedem Dorf anzutreffen war, ist mittlerweile fast völlig verschwunden. Sofern das Dorf über keine eigene Schmiede verfügte (in [[Angerdorf|Angerdörfern]] bevorzugt auf dem [[Dorfanger]] neben dem Dorfteich, wegen der Brandgefahr), wurden die Schmiedearbeiten von durchreisenden Laufschmieden erledigt, einer Art Vorläufer der Feldschmiede. Wichtigster Einrichtungsteil war die [[Esse (Feuerstelle)|Esse]], in der die glühende Schmiedekohle (Esskohle, eine hochwertige [[Steinkohle]]) zur Erwärmung des Werkstücks mit Hilfe eines [[Blasebalg]]s auf maximale [[Temperatur]]en von ca. 1250&amp;amp;nbsp;[[Grad Celsius|°C]] gebracht wurde. In manchen neueren Schmieden wird die Esse auch mit [[Koks]] betrieben. Oberhalb der Feuerstelle befindet sich der [[Rauchfang]], der als Abzug für Rauch und Funken dient. Eigenschaftsänderungen (Gefüge, Härte, Zähigkeit) in Werkstücken aus Stahl werden nach dem [[Schmieden]] in [[Öle|Öl]], seltener in Wasser, durch [[Abschrecken (Metallurgie)|Abschrecken]] in den dafür vorgesehenen [[Härtebecken]] und anschließendes [[Anlassen]] durchgeführt. Hierbei werden an zuvor blank geschliffenen Stellen die sogenannten [[Anlassen|Anlassfarbe]]n sichtbar, anhand derer ein erfahrener Schmied die Anlasstemperatur abschätzt. Diese kann ein Hinweis sein auf die erzielte Härte und Zähigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Werkstückoberfläche kann mit Schlichthämmern [[Schmieden #Manuelles Freiformschmieden|geschlichtet]] oder mit strukturierten [[Gesenk]]en gestaltet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Formgebung des [[Werkstück]]s stehen in der Schmiede zahlreiche [[Werkzeug]]e zur Verfügung, die z.&amp;amp;nbsp;T. durch den Schmied selbst angefertigt wurden. Dabei nimmt der [[Amboss]] eine zentrale Bedeutung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produkte ==&lt;br /&gt;
* [[Hufeisen]] oder [[Kuheisen]] siehe [[Hufschmied]]&lt;br /&gt;
* [[Pflugschar]]&lt;br /&gt;
* [[Radreifen]]&lt;br /&gt;
* [[Nägel]] siehe [[Nagelschmied]]&lt;br /&gt;
* Waffen siehe [[Waffenschmied]]&lt;br /&gt;
* Messer siehe [[Messerschmied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zubehör einer Schmiede ==&lt;br /&gt;
Weitere Werkzeuge sind:&lt;br /&gt;
[[Datei:Bazenheid Schleifstein.jpg|mini| Grosser Schleifstein im [[Toggenburger Schmiede- und Werkzeugmuseum Bazenheid]]]]&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste|breite=10em|anzahl=|abstand=|liste=&lt;br /&gt;
* [[Zange]]n&lt;br /&gt;
* [[Schmiedehammer]]&lt;br /&gt;
* [[Vorschlaghammer]]&lt;br /&gt;
* [[Lufthammer]]&lt;br /&gt;
* [[Fallhammer]]&lt;br /&gt;
* [[Federfallhammer]]&lt;br /&gt;
* [[Schwanzhammer]]&lt;br /&gt;
* [[Gesenk]]e&lt;br /&gt;
* [[Richtplatte]]&lt;br /&gt;
* [[Schleifstein]]&lt;br /&gt;
* [[Schraubstock]]&lt;br /&gt;
* Stauch- und [[Lochplatte (Werkzeug)|Lochplatten]]&lt;br /&gt;
* [[Ringhorn]]&lt;br /&gt;
* [[Spaltkeil (Werkzeug)|Spaltkeil]]e&lt;br /&gt;
* [[Façon-Eisen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne handwerkliche Schmiede ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Turaidas muižas kalves darbarīki.jpg|mini|Traditionelle Schmiedewerkzeuge]]&lt;br /&gt;
Die handwerkliche Schmiede dient heute häufig als [[Kunstschmied]]e zur [[Metallgestaltung]], als Messer- und Werkzeugschmiede oder als [[Hufschmied]]e. In ihrer Funktion gleicht sie der früheren Dorfschmiede, die in den meisten Fällen ein breites Arbeitsspektrum vom Hufschmied bis zum Wagenschmied/Stellmacher hatte. Die Esse ist heute nicht selten ein [[propan]]betriebenes Feuer mit [[Vulkanstein]] oder Keramik-Chips als Wärmespeicher. Dagegen gibt es aber nach wie vor [[Schmied]]e, die auf herkömmliche Weise mit [[Ventilator|Luftgebläse]] und [[Schmiedekohle]] arbeiten, weil der Betrieb einer Gasesse kostenintensiver ist.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
In mit Schmiedekohle betriebenen Essen kann es ebenso wie in Gasessen zu einer geringfügigen [[Aufkohlen|Aufkohlung]] des Werkstücks beim Aufheizen auf hohe Temperaturen kommen. Das ist bei bestimmten Arbeiten mit Stahl durchaus erwünscht, allerdings können Werkstücke aus Eisen dadurch eine erhöhte Korrosionsanfälligkeit zeigen.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
An vielen mittelalterlichen Schmiedearbeiten ist die [[Hammer]]-Führung immer noch gut erkennbar. Der Werkstoff für solche Arbeiten war dann kein [[Stahl]], sondern im [[Rennofen]] ([[Luppe (Metallurgie)|Luppe]]) erzeugtes, relativ reines [[Eisen]] ([[Weicheisen]]) oder ab dem ausgehenden 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aus [[Puddelverfahren|Puddeleisen]]. Dazu wurden die fertigen Arbeiten durch den Schmied auf seiner Esse mit [[Leinöl]] eingebrannt, wodurch ein gewisser [[Korrosionsschutz]] erzielt werden konnte. Außerdem wurden Rostschutzanstriche mit leicht toxischer [[Blei(II,IV)-oxid#Rostschutzfarbe|Bleimennige]] verwendet, die den heutigen Schutzanstrichen in Bezug zur Langzeitwirkung teilweise überlegen waren.   &lt;br /&gt;
     &lt;br /&gt;
Der Begriff „Puddeln“ beschreibt dabei den Prozess des manuellen „Herausrührens“ von [[Kohlenstoff]] und [[Schlacke (Metallurgie)|Schlacke]] aus dem im Ofen befindlichen weißglühend-flüssigen, aber durch die Abkühlung zunehmend teigiger werdenden Eisens, indem Luft in die Schmelze gebracht wurde. Infolge des händischen Prozesses entsteht kein vollkommen [[Homogenität (Physik)|homogenes]] Material, vielmehr enthält Puddeleisen immer noch Schlackenanteile, die sich später in der Verarbeitung in einer Strähnigkeit und Zeiligkeit des Materials zeigen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mechanisch betriebener [[Schmiedehammer]], wie [[Lufthammer]] oder [[Federfallhammer|Federhammer]] verringert den Anteil körperlicher Schmiedearbeit. Klassische Handschmiedetechniken wie [[Feuerschweißen]] (dem bis Ausgang des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts einzig möglichen Schweißverfahren), [[Spalten (Verfahren)|Spalten]] oder [[Lochen (Verfahren)|Lochen]] des Werkstücks werden heute oft mit Elektrogeräten wie [[Schweißgerät]] oder [[Stanzen (Verfahren)|Stanzen]], ausgeführt – kommen aber nach wie vor gerade in Bezug zur [[Gestaltung]] des Werkstücks oder dessen Festigkeit zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feldschmiede{{Anker|Die Feldschmiede}} ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wehrmacht Feldschmiede Battlefield Forge.jpeg|mini|Feldschmiede der Wehrmacht (1941)]]&lt;br /&gt;
Die mobile Form der Schmiede ist die Feldschmiede. Es handelt sich dabei um eine kleine [[Esse (Feuerstelle)|Esse]] auf einem fahr- oder tragbaren Untergestell, einen kleinen [[Amboss]] und wenige ausgewählte Werkzeuge. Der Begriff stammt aus der Zeit, als auf Schlachtfeldern noch Schmiede für die Reparatur von Waffen und Gerätschaften, oft im Zusammenhang mit Wagen und Zugtieren, gebraucht wurden. Die Feldschmiede wird heute meist durch eine mobile, gasbeheizte Schmiedeesse ersetzt, beispielsweise bei [[Reitsport]]veranstaltungen, wenn die Anwesenheit eines [[Hufschmied]]s Pflicht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die industrielle Großschmiede ==&lt;br /&gt;
[[File:Trip-hammer forge.jpg|mini|Hammerwerk]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Forging shop-Gesenkschmiede 1.JPG|mini|Gesenkschmiedehammer in einer industriellen Gesenkschmiede]]&lt;br /&gt;
In einer industriellen Großschmiede bzw. [[Schmieden#Gesenkschmieden|Gesenkschmiede]] werden die [[Werkstück]]e in [[Ofen|Großöfen]], heute meist induktiv oder mit Gasfeuerung, erwärmt und mit hydraulisch oder pneumatisch angetriebenen [[Gesenkschmiedehammer|Hämmern]] oder mit mechanischen oder hydraulischen [[Presse (Maschine)|Pressen]] umgeformt. Der Transport der Werkstücke in der Schmiedehalle kann bei sehr großen Werkstücken mit [[Kran|Kränen]] erfolgen, üblicherweise über Transportbänder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorläufer der industriellen Schmieden zu Beginn der [[Industrialisierung]] waren die Hammerwerke ([[Eisenhammer]] oder [[Kupfermühle (Hüttenwerk)|Kupferhammer]]), die, an Wasserläufen gelegen, Wasserkraft zum Antrieb von [[Fallhammer|Fallhämmern]] nutzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bearbeitung großer Stücke beim [[Freiformschmieden]] erfolgt meistens durch Umformung des Werkstücks in mehreren Erwärmungsschritten („aus mehreren Hitzen“), weil eine einzige Erwärmung nicht für die vollständige Formänderung ausreicht. Anschließend werden die [[Werkstück|Schmiedestück]]e zum Beispiel [[Vergüten (Metallbearbeitung)|vergütet]], das heißt einer [[Wärmebehandlung]] unterzogen, um die gewünschten mechanischen Eigenschaften bezüglich [[Härte]], [[Festigkeit]] und [[Zähigkeit]] zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Freiformschmiedestücke können mehrere hundert Tonnen wiegen, beispielsweise [[Turbine]]n- oder [[Generator]]-Wellen und [[Reaktordruckbehälter|Reaktorgefäße]] für [[Elektrizitätswerk|Kraftwerke]] oder auch [[Kurbelwelle]]n für [[Schiffsmotor]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
In der griechischen Mythologie ist [[Hephaistos]] der Schmiedegott und steht für die [[Schmied in der Kultur|magische Bedeutung des Schmieds]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Legende &amp;#039;&amp;#039;[[Pythagoras in der Schmiede]]&amp;#039;&amp;#039; erzählt, wie der antike griechische Philosoph [[Pythagoras|Pythagoras von Samos]] beim Besuch einer Schmiede mit Hilfe der verschiedenen Tonhöhen der Schmiedehämmer angeblich die theoretische Grundlage der Musik gefunden haben soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Forges|Schmieden}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Schmiede}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4179807-7}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schmieden| Schmiede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werkstatt (Gebäudeteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metallverarbeitender Handwerksbetrieb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NDG</name></author>
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