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	<title>Schmelztal - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schmelztal&amp;diff=2641117&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;NDD-1991: /* Gebäude und Bauwerke */ Quelle ergänzt</title>
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		<updated>2026-04-20T14:00:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gebäude und Bauwerke: &lt;/span&gt; Quelle ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmelztal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist auch eine ehemalige Gemeinde im [[Regierungsbezirk Danzig]] in [[Westpreußen]], heute Polen.}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Tal&lt;br /&gt;
|NAME               = Schmelztal&lt;br /&gt;
|BILD               =&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG   =&lt;br /&gt;
|LAGE               = [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|GEBIRGE            = [[Rheinwesterwälder Vulkanrücken|Westerwald]]/[[Siebengebirge]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD        = 50/39/14&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD         = 7/15/45&lt;br /&gt;
|REGION-ISO         = DE-NW&lt;br /&gt;
|TOPO-KARTE         = &lt;br /&gt;
|KARTE              =&lt;br /&gt;
|POSKARTE           =&lt;br /&gt;
|TYP                =&lt;br /&gt;
|GESTEIN            =&lt;br /&gt;
|ALTER              =&lt;br /&gt;
|HÖHE               =220&amp;lt;!--Eintritt der Landesstraße in das Tal des Stensbachs--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|HÖHE_VON           =100&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG         =DE-NHN&lt;br /&gt;
|LÄNGE              = 4&lt;br /&gt;
|GEWÄSSER           = [[Ohbach]]&lt;br /&gt;
|KLIMA              =&lt;br /&gt;
|FLORA              =&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN     =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schmelztal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Tal]] im Gebiet der Stadt [[Bad Honnef]], das die Grenze zwischen dem [[Siebengebirge]] und dem [[Rheinwesterwälder Vulkanrücken]] markiert. Es verbindet den Talbereich von Bad Honnef mit dem bergseitigen Stadtbezirk [[Aegidienberg]] und wird von der [[Landesstraße 144]] (Schmelztalstraße) begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das Schmelztal zieht sich vom Ortsteil [[Beuel (Bad Honnef)|Beuel]] ausgehend in nordöstlicher Richtung durch den &amp;#039;&amp;#039;[[Honnefer Stadtwald]]&amp;#039;&amp;#039; hinauf. [[Naturraum|Naturräumlich]] lässt sich das Tal selbst noch bis zu seinem oberen Nordrand dem sich nach Süden erstreckenden Rheinwesterwälder Vulkanrücken (großräumiger dem [[Niederwesterwald]]) zuordnen, wird aber als geographische Grenze zum sich im Norden anschließenden Siebengebirge betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Institut für Landeskunde]] (Hrsg.); [[Heinrich Müller-Miny]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Geographisch-landeskundliche Erläuterungen zur Topographischen Karte 1:50000&amp;#039;&amp;#039;. 1. Lieferung, Selbstverlag der Bundesanstalt für Landeskunde und Raumforschung, Bad Godesberg 1963, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Tal wird auf ganzer Länge vom [[Ohbach]] bzw. am oberen Taleingang dem &amp;#039;&amp;#039;Stensbach&amp;#039;&amp;#039; begleitet. Ein rechtes Nebental ist das bei {{Höhe|174|DE-NHN|link=true}} mündende und zur [[Löwenburg (Siebengebirge)|Löwenburg]] hinaufführende &amp;#039;&amp;#039;Einsiedlertal&amp;#039;&amp;#039;. Zu den auf der linken (südlichen) Talseite sich erhebenden Bergen und Anhöhen gehören die &amp;#039;&amp;#039;Kitzenhardt&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Wingstberg&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Schultheisenleiberg&amp;#039;&amp;#039;, zu den rechtsseitigen (nördlichen) die &amp;#039;&amp;#039;Augusthöhe&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Jungfernhardt&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Schellkopf&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Ziegenhardt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergbau ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Gruben im Schmelz-/Einsiedlertal&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Bergwerke im Bergrevier Brühl-Unkel nach Heusler, für die Gemeinden Honnef, Aegidienberg, Ittenbach, Bennerscheid und Berghausen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
1897, S. 235–238.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Grube&lt;br /&gt;
!Gewonnene&amp;lt;br /&amp;gt;Erze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|[[Grube Adler|Adler]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|[[Bleiglanz|Blei]], [[Zinkblende|Zink]], Kupfer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|Alter Fritz/Eva&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|Blei, Zink, Zupfer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|Bergenstadt&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|Blei, Kupfer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|Ludwig&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|Blei, Zink, Kupfer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|Mariannaglück (I/II)&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|Zink&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|Theresia/&amp;lt;br /&amp;gt;Glückliche Elise&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|Blei, Zink, Kupfer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|Theodor&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|Kupfer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|Veronica&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;|Kupfer, Eisen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Benannt ist das Schmelztal (früher auch &amp;#039;&amp;#039;Schmelzertal&amp;#039;&amp;#039;) nach den [[Hochofen|Schmelzereien]], die an einige [[Erz]]gruben im und am Schmelz- sowie im benachbarten Einsiedlertal angeschlossen waren. Dort befindet sich im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Bergenstadter Gangzug&amp;#039;&amp;#039; die bedeutendste Zone von [[Bleierz|Blei]]- und [[Zink]][[Erzgang|erzgängen]] ([[Bleiglanz]]/[[Zinkblende]]) des Siebengebirgsraums.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GeoKarte&amp;quot;&amp;gt;[[Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen]] (Hrsg.); Gangolf Knapp, [[Klaus Vieten]]: &amp;#039;&amp;#039;Geologische Karte von Nordrhein-Westfalen 1:25.000. Erläuterungen zu Blatt 5309 Königswinter&amp;#039;&amp;#039;. 3., überarbeitete Auflage, Krefeld 1995, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Wegener: &amp;#039;&amp;#039;Von der glücklichen Elise bis zur Gotteshilfe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archäologie im Rheinland]] 1992.&amp;#039;&amp;#039; Rheinland Verlag, Köln 1993, ISBN 3-7927-1384-5, S. 161/162.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Bergbau]] im Gebiet von Honnef lässt sich erstmals für das Jahr 1753 belegen, als dem [[Köln]]er Bankier Wilhelm Hack eine General[[belehnung]] für die Kirchspiele Aegidienberg, [[Oberdollendorf|Dollendorf]] und Honnef erteilt wurde. Als älteste Gruben im Schmelztal werden &amp;#039;&amp;#039;Theresia&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Glücklicher Johannes&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;St. Marcus Glück&amp;#039;&amp;#039; vermutet. Zwischen 1810 und 1816 wurden einige Gruben vorläufig stillgelegt, eine neue Blütezeit erlebte die [[Montanindustrie]] im Schmelztal aufgrund von Fortschritten in der [[Verhüttung]]s- und Förderungstechnik Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1870er-Jahren hatte ein Niedergang eingesetzt, da manche Erzgänge erschöpft und die [[Weltmarktpreis]]e für Blei, Zink und [[Kupfer]] eingebrochen waren. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] vereinzelt aufgrund des Wegfalls von Rohstoffimporten wiederaufgenommen, kam der Bergbau im Schmelztal anschließend endgültig zum Erliegen. Er hinterließ umfangreiche [[Bergehalde|Haldenflächen]], [[Stollenmundloch|Stollenmundlöcher]], [[Pinge]]n und [[Hohlweg]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wichtigsten Gruben gehörten (von Westen nach Osten) &amp;#039;&amp;#039;Alter Fritz&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Johannisberg&amp;#039;&amp;#039; (1876 [[Konsolidation (Bergbau)|konsolidiert]] u.&amp;amp;nbsp;a. aus den Gruben &amp;#039;&amp;#039;Glückliche Elise&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ludwig&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bergenstadt&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;Adler&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Glückliche Elise}}&lt;br /&gt;
; Grube Theresia/Glückliche Elise&lt;br /&gt;
Die zunächst unter dem Namen „St. Theresia“ bekannte Grube im Einsiedlertal wurde bereits 1753, vermutlich durch den Bankier Wilhelm Hack, in Betrieb genommen. Später erfolgte die Umbenennung in &amp;#039;&amp;#039;Glückliche Elise&amp;#039;&amp;#039;. Abgebaut wurden hier vorwiegend Blei-, aber auch Zink- und Kupfererze. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es zu mehreren Wechseln der Betreiber und Inhaber, als deren Konsequenz sich eine eigene [[Bergrechtliche Gewerkschaft|Grubengewerkschaft]] „Theresia“ mit vorrangig aus [[Neuwied]] stammenden Eigentümern gründete. 1815 war der Betrieb der Grube eingestellt und 1847 wiederaufgenommen worden. In der neuen Aktivitätsphase entstanden ab 1853 nun auch eine Schmelzhütte für die Bleiherstellung in Verbindung mit einem [[Absetzbecken (Bergbau)|Klärteich]], ein [[Flammofen]] sowie ein [[Pochwerk]]. Ab 1857 wurde zur Förderung der Erze eine [[Dampfmaschine]] eingesetzt. Seinerzeit umfasste die Grube eine Fläche von 179 [[Hektar]] und ihre Belegschaft bis zu 60 [[Bergleute]] (zusammengeschlossen in einer eigenen [[Knappschaft]]), die [[Schacht (Bergbau)|Schachttiefe]] betrug 38&amp;amp;nbsp;m. 1868 wurde der Grubenbetrieb eingestellt. Oberirdisch erhalten sind neben Bergehalden Reste einer [[Erzwäsche|Waschanlage]] und eines Stollenmundlochs. Die Grube steht als [[Bodendenkmal]] unter [[Denkmalschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Alter Fritz}}&lt;br /&gt;
; Grube Alter Fritz&lt;br /&gt;
Die Grube erstreckte sich von der Südseite des Schmelztals bis zum Südhang des &amp;#039;&amp;#039;Wingstbergs&amp;#039;&amp;#039;, an dem ein Westnordwest [[Streichen (Geologie)|streichender]] Bleizinkerzgang besteht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GeoKarte&amp;quot; /&amp;gt; Zu letzterem gehörte auch das benachbarte Grubenfeld &amp;#039;&amp;#039;Eva&amp;#039;&amp;#039;. Zink-, Blei- und Kupfererze wurden dort zwar schon von 1804 bis 1811 gewonnen, in größerem Maße setzte der Abbau aber erst nach der Wiederaufnahme des Betriebs im Jahre 1852 ein. Die Weiterverarbeitung der Erze erfolgte ab 1854 in einer neu geschaffenen [[Aufbereitungsanlage#Erz|Aufbereitungsanlage]]. Ihr Transport wurde nun mittels einer [[Grubenbahn|Schienenbahn]] zwischen Stollenende und Halde abgewickelt, die auch diese neue Anlage anband. Zu dieser Zeit hatte die &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Bergwerksgesellschaft&amp;#039;&amp;#039; in [[Köln]] die Grube übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 nahm der damalige Grubendirektor öffentliche Auseinandersetzungen über die Verschmutzung des [[Ohbach]]s durch Bergwerksmineralien, der bereits Jahre zuvor durch die Anlage von Klärteichen begegnet wurde, zum Anlass für die vorübergehende Einstellung des Betriebs. In diesem Jahr hatte die Grube ihr [[Fördermaximum]] mit 2.667 [[Zentner]]n Erzen bei einer Belegschaftsgröße von 68 Mitarbeitern und einer [[Stollen (Bergbau)|Stollenlänge]] von 300 Metern bereits überschritten. Nachdem die Fördermenge sich bis 1875 auf ein Zehntel reduziert hatte, wurde die Grube Alter Fritz 1881 endgültig stillgelegt. Nachfolgende Besitzer versuchten noch vereinzelt, den Betrieb wiederaufzunehmen, was aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit nicht gelang. Zu den Hinterlassenschaften gehören Reste des Stollensystems, [[Pinge]]n sowie einige, sich bis zum Honnefer Ortsbereich erstreckende Halden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Ludwig}}&lt;br /&gt;
; Grube Ludwig&lt;br /&gt;
Diese Grube knapp nördlich des Schmelz- und westlich des Einsiedlertals im sog. „Johannisberg“, in der Blei-, Zink- und Kupfererze gewonnen wurden, lässt sich ebenfalls bis 1753 zurückverfolgen. Zwischen 1816 und 1846 war sie stillgelegt, die zweite Betriebsphase endete im Jahre 1870. Sie bildete mit dem angrenzenden Erzgang &amp;#039;&amp;#039;Richard&amp;#039;&amp;#039; eine betriebliche Einheit mit einer Gesamtfläche von 20,8&amp;amp;nbsp;ha. Der von einer Dampfmaschine betriebene Schacht wurde auf eine Tiefe von 90&amp;amp;nbsp;m [[Abteufen|abgeteuft]], die insgesamt vier Stollen erreichten eine Länge von 380&amp;amp;nbsp;m. Die Fördermenge der Grube Ludwig war für ein Jahr mit 5.287 Zentnern [[Bleierz]]en angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Bergenstadt}}&lt;br /&gt;
; Grube Bergenstadt&lt;br /&gt;
Die zunächst als „Stadtberg“ bezeichnete Grube verlieh dem &amp;#039;&amp;#039;Bergenstadter Gangzug&amp;#039;&amp;#039; ihren Namen und lag nahe der Mündung des Einsiedlertals. Für den Abbau nutzbar gemacht wurden die dortigen Blei- und Kupfererzvorkommen erst nach ihrer Entdeckung im Jahre 1851. Ausgebeutet wurde in mehreren Stollen eine Fläche von 32,6&amp;amp;nbsp;ha, 1852 waren hier zehn Bergleute beschäftigt. 1866 erfolgte ein Verkauf der Grube. Überbleibsel des hiesigen Betriebs sind [[Hohlweg]]e, Bodenvertiefungen und Haldenflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Johannisberg}}&lt;br /&gt;
; Grube/Konsolidationsfeld Johannisberg&lt;br /&gt;
Mit der fortschreitenden Erweiterung der Grubenfelder im oberen Schmelz- und unteren Einsiedlertal griffen die jeweiligen Stollen Anfang der 1870er-Jahre ineinander über, die [[Markscheide (Bergbau)|Markscheiden]] waren aneinandergerückt. Daher wurden 1876 die Gruben &amp;#039;&amp;#039;Glückliche Elise&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ludwig&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bergenstadt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mariannaglück&amp;#039;&amp;#039; (I/II) mit dem Ziel der gemeinsamen Erzverhüttung und des gemeinsamen Verkaufs zu &amp;#039;&amp;#039;einer&amp;#039;&amp;#039; Grube mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Johannesberg&amp;#039;&amp;#039; [[Konsolidation (Bergbau)|konsolidiert]]. Bereits im Jahr der Zusammenlegung erfolgte ein Verkauf der Grube, die ab 1878 im Besitz der neugegründeten &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschaft Johannisberg&amp;#039;&amp;#039; war. Zu diesem Zeitpunkt gehörten zu ihr unter anderem ein [[Maschinenhaus]], zwei [[Schmiede (Werkstatt)|Schmieden]], drei [[Walzwerk]]e, eine [[Brecher (Zerkleinerungsmaschine)|Brecher]]- als Teil einer zentralen [[Aufbereitungsanlage]] und ein Bürogebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenzeitlich stillgelegt, wurde die Grube Johannisberg im Ersten Weltkrieg durch ein [[Düsseldorf]]er Unternehmen wieder in Betrieb genommen. 1918 entstand für diesen Zweck im oberen Schmelztal ein neues Verwaltungsgebäude. Spätestens mit dem Kriegsende fiel die wirtschaftliche Basis für einen weiteren Bergbau weg, sodass die Grube [[Liquidation|liquidiert]], verkauft und 1920 schließlich endgültig aufgegeben wurde. Der bogenförmige Erzgang des Konsolidationsfeldes Johannesberg ist der umfangreichste im Bergenstadter Gangzug und auf etwa 500&amp;amp;nbsp;m bekannt. Die durchschnittliche [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] der Bleierze beträgt 80&amp;amp;nbsp;cm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GeoKarte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Durch das Schmelztal führte ein unausgebauter Weg als Teil der &amp;#039;&amp;#039;Rheinstraße&amp;#039;&amp;#039; zwischen Honnef und [[Flammersfeld]], der um 1855 zur preußischen Bezirksstraße (der heutigen Landesstraße 144) ausgebaut wurde. 1894/95 wurde von der Basaltgewerkschaft Honnef eine [[Pferdebahn]] durch das Schmelztal („Schmelztalbahn“) errichtet, die dem Transport des am [[Himberg (Westerwald)|Himberg]] und am [[Dachsberg (Westerwald)|Dachsberg]] abgebauten [[Basalt]]s diente. Sie war insgesamt 4,9&amp;amp;nbsp;km lang, wechselte mehrfach die Straßenseite der damaligen Bezirksstraße und endete kurz vor Bad Honnef an einer Talstation auf etwa {{Höhe|123|DE-NHN|link=true}}. Ende des Jahres 1905 wurde die Strecke stillgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude und Bauwerke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:DSCN5907 Wäscherei Mesenholl, Bad Honnef.jpg|mini|Wäscherei Mesenholl (2019)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wäscherei Mesenholl, Bad Honnef, 018.jpg|mini|Wäscherei Mesenholl aus der Vogelperspektive (2019)]]&lt;br /&gt;
;Wäscherei Mesenholl, Schmelztalstraße 39: Am unteren Ausgang des Schmelztals befand sich seit etwa 1900 die Groß[[wäscherei]] &amp;#039;&amp;#039;Mesenholl&amp;#039;&amp;#039;, die zur 100 m oberhalb gelegenen Lungenklinik [[Hohenhonnef]] gehörte und mit dieser über eine etwa 500&amp;amp;nbsp;m lange [[Standseilbahn]] verbunden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Gussmann, Wolfgang Clössner: &amp;#039;&amp;#039;Die Heisterbacher Talbahn und Industriebahnen im Siebengebirge: Geschichte, Fahrzeuge, Gleispläne und Karten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Regionale Verkehrsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 39). EK-Verlag, Freiburg 2006, ISBN 3-88255-456-8, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ga.de/region/das-bad-honnefer-hallenbad-ist-verkauft_aid-40504511 |titel=Das Bad Honnefer Hallenbad ist verkauft |werk=[[General-Anzeiger (Bonn)|General-Anzeiger Bonn]] |datum=2004-09-15 |zugriff=2018-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit der Schließung der Wäscherei in den 1980er-Jahren waren die Werksgebäude leerstehend und bis zuletzt dem Verfall preisgegeben. Seit 2018 gab es konkrete Planungen des Eigentümers für eine Wohnnutzung auf dem Areal, wobei das bestehende Hauptgebäude erhalten bleiben sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://ga.de/region/siebengebirge/bad-honnef/alte-waescherei-in-bad-honnef-verfaellt-zusehends_aid-43985519 Alte Wäscherei in Bad Honnef verfällt zusehends]&amp;#039;&amp;#039;, [[General-Anzeiger (Bonn)|General-Anzeiger]], 18. Dezember 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Pläne wurden bis 2025 umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://ga.de/region/siebengebirge/bad-honnef/lost-place-in-bad-honnef-verschwindet-und-wird-zu-wohnprojekt_aid-126685261 Ehemaliger „Lost Place“ in Bad Honnef wird inklusives Wohnprojekt]&amp;#039;&amp;#039;, [[General-Anzeiger (Bonn)|General-Anzeiger]], 28. April 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:DSCN5910 Jagdhaus Schmelztal, Bad Honnef.jpg|mini|Jagdhaus im Schmelztal]]&lt;br /&gt;
;Jagdhaus im Schmelztal, Schmelztalstraße 50: Im Mai 1903 wurde inmitten des Schmelztals das Restaurant „Zum Schmelzthal“ eröffnet&amp;lt;ref&amp;gt;[[Honnefer Volkszeitung]], 16. Mai 1903, S. 4 ([https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/3268053?query=%22Wallbr%C3%B6hl%22 zeitpunkt.nrw])&amp;lt;/ref&amp;gt;, das ab 1924 nach einem Umbau als „Waldschenke im Schmelztal“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Honnefer Volkszeitung]], 17. April 1924, S. 6 ([https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/3753226?query=%22Waldschenke%22 zeitpunkt.nrw])&amp;lt;/ref&amp;gt;, ab 1931 als Café-Restaurant und [[Pension (Unterkunft)|Pension]] unter dem Namen „Jagdhaus im Schmelztal“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Honnefer Volkszeitung]], 2. Juni 1931, S. 4 ([https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/3755386?query=%22%20im%20schmelztal%22 zeitpunkt.nrw])&amp;lt;/ref&amp;gt;  firmierte und später unter demselben Namen als Hotel (Stand: 1950) diente.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Greven’s Adreßbuch des Sieg-Kreises 1950&amp;#039;&amp;#039;, Greven’s Adressbuch-Verlag, Köln 1950. ([https://digitale-sammlungen.ulb.uni-bonn.de/periodical/pageview/5605064 online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Maus: &amp;#039;&amp;#039;Gruss aus Honnef: Postkarten mit Ansichten von der Jahrhundertwende aus Honnef und dem Siebengebirge&amp;#039;&amp;#039;, Bad Honnef 1985, Abb. 141/142.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1987/88 wurde es nochmals als Restaurant und Veranstaltungsstätte umgebaut, heute wird es als [[Swingerclub]] betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Garbe (Journalist)|Karl Garbe]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neues Bonner Bilderbuch: Ein farbiges Kaleidoskop der Bundeshauptstadt und der schönen Gegend drumherum&amp;#039;&amp;#039;. Junger Verlag, Bonn 1987, S. 176.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Garbe (Journalist)|Karl Garbe]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bad Honnefer Bilderbuch&amp;#039;&amp;#039;. Junger Verlag, Bonn 1989, S. 77/78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:DSCN5913 Haus Einsiedel, Bad Honnef.jpg|mini|Haus Einsiedel]]&lt;br /&gt;
;Haus Einsiedel, Schmelztalstraße 51: In dem 1918 anlässlich der zeitweiligen Wiederaufnahme des Bergbaus errichteten Verwaltungsgebäude wurde nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ein Café und Hotel unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Haus Einsiedel&amp;#039;&amp;#039; eingerichtet, in dem ab 1980 ebenfalls ein Swingerclub eröffnete. Das Gebäude brannte am Jahresende 2004 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ga.de/region/das-traumland-geht-in-flammen-auf_aid-40522473 |titel=Das „Traumland“ geht in Flammen auf |autor=Holger Handt |werk=[[General-Anzeiger (Bonn)|General-Anzeiger Bonn]] |datum=2004-12-28 |zugriff=2018-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Sportplatz: Am unteren Ausgang des Schmelztals bzw. am oberen Ortseingang von Honnef liegt der 1932/33 gebaute [[Sportplatz]] des [[FV Bad Honnef]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Honnefer Volkszeitung]], 4. August 1932, S. 3 ([https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/3768172?query=%22Sportplatz%20im%20schmelztal%22 zeitpunkt.nrw])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Honnefer Volkszeitung]], 9. Dezember 1933, S. 2 ([https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/zoom/3770409?query=%22Sportplatz%22 zeitpunkt.nrw])&amp;lt;/ref&amp;gt;, der 2008 zum [[Kunstrasen]]platz umgebaut wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.fv-bad-honnef.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=67&amp;amp;Itemid=96 |titel=Kunstrasenplatz |zugriff=2018-01-24 |autor=S. Göckeler |hrsg=FV Bad Honnef |datum=2010-08-23 |archiv-url=https://archive.is/20130211042909/http://www.fv-bad-honnef.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=67&amp;amp;Itemid=96#selection-871.7-871.18 |archiv-datum=2013-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klemens Dormagen/Christian Kieß: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.rheinkiesel.de/pdf/rk0404.pdf | wayback=20050523112740 | text=„Glück Auf!“ in Honnef}} (PDF; 469&amp;amp;nbsp;kB).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;rheinkiesel. Magazin für Rhein und Siebengebirge&amp;#039;&amp;#039;, 8. Jahrgang, April 2004, S. 8–11.&lt;br /&gt;
* Klemens Dormagen/Christian Kieß: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.rheinkiesel.de/pdf/rk0405.pdf | wayback=20050523125031 | text=Schmale Ausbeute}} (PDF; 426&amp;amp;nbsp;kB).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;rheinkiesel. Magazin für Rhein und Siebengebirge&amp;#039;&amp;#039;, 8. Jahrgang, Mai 2004, S. 12–14.&lt;br /&gt;
* [[Heimat- und Geschichtsverein Herrschaft Löwenburg|Heimat- und Geschichtsverein Rhöndorf]] (Hrsg.); [[August Haag (Heimatforscher)|August Haag]]: &amp;#039;&amp;#039;Bilder aus der Vergangenheit von Honnef und Rhöndorf&amp;#039;&amp;#039;. Gesamtherstellung J. P. Bachem, Köln 1954, S. 91–93.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/71056204 Schmelztal im Meßtischblatt von 1948] ([[Deutsche Fotothek]])&lt;br /&gt;
* {{KuLaDig|O-79251-20131114-3|Bergwerk Glückliche Elise im Einsiedlertal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bad Honnef)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemarkung Honnef]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NDD-1991</name></author>
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