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	<title>Schlosskirche Beuggen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T08:57:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schlosskirche_Beuggen&amp;diff=1968418&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ambross07: Link auf gelöschten Artikel entfernt</title>
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		<updated>2025-04-21T06:08:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf gelöschten Artikel entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rheinfelden - Schlosskirche Beuggen1.jpg|miniatur|Schlosskirche Beuggen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlosskirche Beuggen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde Ende des 15. Jahrhunderts errichtet und Mitte des 18. Jahrhunderts durch den Baumeister [[Johann Caspar Bagnato]] umgebaut. Die ehemalige römisch-katholische Pfarrkirche St. Michael gehört seit 1996 der [[Evangelische Landeskirche in Baden|Evangelischen Landeskirche in Baden]] an. Das [[barock]]e Bauwerk gehört zum Ensemble der [[Schloss Beuggen|Schlossanlage von Beuggen]] im südbadischen [[Rheinfelden (Baden)|Rheinfelden]] im [[Landkreis Lörrach]]. Einen künstlerischen Höhepunkt bilden die wertvollen plastischen [[#Deckenmalerei|Deckenbilder]] aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, die teilweise dem Konstanzer Künstler [[Franz Ludwig Hermann]] zugeschrieben werden. Neben Gottesdiensten finden in der Schlosskirche Konzerte,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schlosskonzerte-beuggen.de/ Schlosskonzerte Beuggen]&amp;lt;/ref&amp;gt; theologische Fortbildungen und die Tagzeitengebete der Kommunität Beuggen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Obere Kirche ===&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Nennung dem [[Michael (Erzengel)|heiligen Michael]] geweihten Kirche in Beuggen geht auf das Jahr 1218 zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;M Gmelin: &amp;#039;&amp;#039;Urkundenbuch der Deutschordens-Commende Beuggen&amp;#039;&amp;#039;. In: Z.G.O. 28, 1876, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Unterscheidung der Schlosskirche wurde sie als Obere Kirche bezeichnet. Durch französische Truppen unter dem Befehl des Marschalls [[François de Créquy]] wurde die Kirche im Juli 1678 zerstört. Wegen der Kriegsschäden konnte das Gotteshaus nur noch notdürftig genutzt werden, so dass die Deutschordenskomture ihre Marienkirche im Schloss für die Gottesdienste zur Verfügung stellte. Damit gingen die Pfarrrechte an die Schlosskirche über.&amp;lt;ref&amp;gt;Jehle: &amp;#039;&amp;#039;Karsau&amp;#039;&amp;#039;, in Vocke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Chronik des Kreises Säckingen&amp;#039;&amp;#039;, 1963, S. 149.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Obere Kirche wurde nicht instand gesetzt und 1836 endgültig abgebrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Brommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Rheinfelden/Baden. Beuggen-Karsau&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Schnell und Steiner 1995, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlosskirche ===&lt;br /&gt;
Zur 1268 errichteten Burg der [[Deutschorden]]sritter gehörte eine der heiligen [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] geweihten [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]], die sich vermutlich auf der [[rhein]]abgewandten Seite befand. Sie erhielt 1298 zwei weitere Altäre. Eine war der heiligen [[Katharina von Alexandrien|Katharina]] und den 11.000 Jungfrauen, die andere der heiligen [[Elisabeth von Thüringen|Elisabeth]], [[Maria Magdalena]] und den 10.000 [[Märtyrer]]n geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;Helm: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland&amp;#039;&amp;#039;, S. 261 (06.1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Konstanzer Bischof [[Heinrich II. von Klingenberg|Heinrich II.]] erteilte den geweihten Altären Ablassprivilegien.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung der Patronatsverhältnisse im Archidiakonat Breisgau&amp;#039;&amp;#039;. In: F.D.A. 44 (N.F. 17), 1916, S. 122–123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1400 wurde die alte Burg in ein spätgotisches Schloss umgewandelt und damit auch die alte Kapelle durch eine gotische Kirche ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Zeller: &amp;#039;&amp;#039;Die Baugeschichte Beuggens als Kulturgeschichte des Deutschritterordens&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Das Markgräflerland&amp;#039;&amp;#039;, 1970, Heft 2/3, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem schmalen [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]] war im Norden ein niedrigeres [[Kirchenschiff|Seitenschiff]] angebaut. 1454 wurde durch den [[Komtur (Amt)|Komtur]] Burkhard von Schellenberg ein Altar gestiftet, der 1457 geweiht wurde. Das Gebäude, das sich auf dem Grundstück der heutigen Kirche befand, diente bis Anfang des 16. Jahrhunderts als Konventsgebäude, das den Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert mit der Kirche verband.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Schloss Beuggen. Geschichte, Gebäude, Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039;, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Jahr 1719 sind drei Altäre überliefert: neben dem Liebfrauenhochaltar hatte die Schlosskirche auf der rechten Seiten einen 14-Nothelfer-Altar aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und links einen Elisabeth-Altar.&amp;lt;ref&amp;gt;Helm: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland&amp;#039;&amp;#039;, S. 261 (07.1)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutige Kirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Beuggen Vedute aus dem Jahr 1775.jpg|mini|Kirche und Schlossanlage in einer [[Vedute]] aus dem Jahr 1775]]&lt;br /&gt;
Mit der Barockisierung des Schlosses wurde 1752 die Kirche vergrößert und nach Plänen des Baumeisters Johann Caspar Bagnato umgestaltet. Die Kirche, die anfänglich dem Oratorium der Brüder vom Deutschen Orden in der Kommende Beuggen diente, wurde seit 1678 – nach Zerstörung der [[#Obere Kirche|Oberen Kirche]] – auch von der katholischen Gemeinde Karsau-Beuggen als Pfarrkirche genutzt. Zur Mitte des 18. Jahrhunderts wurden die heute noch erhaltenen drei Chorgestühle eingebracht. Das heute an der Kirchenrückwand befindliche stand vermutlich an einer Trennwand zwischen Chor und Kirchenraum. Ebenfalls in diese Zeit fällt der Ausbau der Rückwand mit seinen drei Fenstern von der [[Loggia]] des Schlosses aus. Alle Gemälde in der Kirche sind so ausgeführt, dass von dieser Loggia aus der optimale Standort für diese war. Ein Wohnstockwerk in der Kirche wurden in den Jahren 1752 bis 1757 zurückgebaut, so dass das Dach auf den heutigen Kirchenraum gesetzt wurde. Einem Schriftstück vom 28. Juni 1782 zufolge war die Schlosskapelle der Deutschordenskommende der heiligen Elisabeth, Sebastian und Rochus geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;Erzbischöfliches Archiv Freiburg, Generalia Bistum Konstanz, A 1/1084&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die katholische Gemeinde die Ordenskirche als Pfarrkirche benutzte, war ursprünglich nur als vorübergehende Regelung gedacht; überdauerte jedoch den Deutschen Orden und wurde 1806 zusammen mit der ganzen Liegenschaft an den Großherzog von Baden übereignet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die ehemalige Deutschordenskirche in Beuggen, S. 12&amp;quot;&amp;gt;Zimdars, Eckstein: &amp;#039;&amp;#039;Die ehemalige Deutschordenskirche in Beuggen&amp;#039;&amp;#039;, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1908 ging das Gotteshaus in den Besitz der katholischen Pfarrgemeinde über; sie diente der Gemeinde als Pfarrkirche bis 1993. Im Jahr 1996 wurde die Kirche zusammen mit dem [[Schloss Beuggen#Firmarie|Pfarrhaus (Firmarie)]] der Evangelischen Landeskirche in Baden verkauft. Ende 2016 verkaufte die Landeskirche Schloss und Kirche an einen Privatinvestor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.badische-zeitung.de/kirche-im-schloss-beuggen-wird-nur-noch-fuer-hochzeiten-und-an-feiertagen-genutzt Horatio Gollin: &amp;#039;&amp;#039;Kirche im Schloss Beuggen wird nur noch für Hochzeiten und an Feiertagen genutzt.&amp;#039;&amp;#039; Badische Zeitung 26. Mai 2021.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem weiteren Besitzerwechsel kann die Kirche, die evangelisch gewidmet und katholisch geweiht ist, für Hochzeiten gemietet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://schloss-beuggen.de/feiern-events/hochzeiten/ Homepage Schloss Beuggen.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Leitung des Landeskonservators [[Joseph Sauer (Theologe, 1872)|Joseph Sauer]] wurde die Kirche 1910 restauriert. Dabei stieß man auf eine ältere Malschicht im Langhausfresko, die man freilegte. In den Jahren 1959 bis 1961 führt man umfangreiche Innen und Außenrenovierungen durch, bei der man sich an den Bestand und die Optik des 18. Jahrhunderts orientierte. Im Jahr 1999 wurde das Kirchenbauwerk durch das [[Landesdenkmalamt Baden-Württemberg]] einer umfangreichen Bestandsaufnahme und Restaurierung unterzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 2023 stiftete die Konzertorganistin [[Irmtraud Tarr]] der Schlosskirche ihre Hausorgel, die vom Basler Orgelbauer Bernhard Fleig 1975 geschaffen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.badische-zeitung.de/irmtraud-tarr-schenkt-der-schlosskirche-beuggen-ihre-hausorgel Roswitha Frey: &amp;#039;&amp;#039;Irmtraud Tarr schenkt der Schlosskirche Beuggen ihre Hausorgel.&amp;#039;&amp;#039; Badische Zeitung 8. Dezember 2023.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
=== Lage und Kirchenbau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte von Schloss Beuggen.png|mini|Lage der Kirche in der Schlossanlage Beuggen]]&lt;br /&gt;
Die im rechten Winkel zur nördlichen Schlossfassade auf rund 270 Meter über dem Meer unweit des rechten [[Rhein]]ufers stehende Schlosskirche besteht aus einem rechteckigen Saalbau mit [[Satteldach]] und einem polygonalen, fensterlosen [[Chor (Architektur)|Chor]] mit [[Walmdach|abgewalmtem]] Dach in nordöstliche Richtung in gleicher Höhe und Breite wie der Saalbau. Das [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]] misst etwa 27 Meter in der Länge und 10,50 Meter in der Breite. Bis zur Dachkante ist der Baukörper 13,50 Meter hoch, das daran anschließende Dach ist 8 Meter hoch. An den Längsseiten des Langhauses befinden sich acht rundbogig abschließende, lange bleiverglaste Fenster. An der Nordwestfassade befindet sich der Zugang zur Kirche vom Schlosshof. Rechts daneben befindet sich die ehemalige gotische Türe. Da der Kirchenbau untypischerweise unterkellert ist, kann man davon ausgehen, dass der ursprüngliche Zweck des Baus ein weltlicher war.&amp;lt;ref&amp;gt;Zimdars, Eckstein: &amp;#039;&amp;#039;Die ehemalige Deutschordenskirche in Beuggen&amp;#039;&amp;#039;, S. 14–17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Richtung des Chors ist ein kleiner [[Dachreiter]] mit [[Welsche Haube|welscher Haube]] aufgesetzt, der von einer [[Turmkugel]] und einem Kreuz bekrönt wird. Am mit Schindeln gedeckten Schaft weist er in alle vier Richtungen [[Klangarkade]]n auf. Vom Dachfirst aus misst der Dachreiter 10 Meter. Auffällig und ungewöhnlich für eine barocke Kirche ist der Überstand des Daches um 1,10 Meter über das Langhaus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die ehemalige Deutschordenskirche in Beuggen, S. 12&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Seite zum Rheinufer befindet sich ein langgestreckter und niedriger Anbau mit flachem [[Pultdach]], der als [[Sakristei]] genutzt wird. Der [[Baukörper]] misst 17 Meter in der Länge und 3,50 Meter in der Breite. Von der Sakristei aus befindet sich ein Zugang zur [[Kanzel]] im Kirchensaal. Dieser Zugang ist von außen durch einen kleinen, steileren Pultdachteil erkennbar, der sich vom restlichen Dach abhebt. Unweit der Sakristei befindet sich in der Ecke zwischen Schloss und Kirche ein [[Treppenturm]]. Der Zugang des Treppenturms trägt die Jahreszahl 1509, die Treppe die Zahl 1504. Von der Treppe gelangt man in die erst 1818 errichtete Orgelempore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innenraum und Ausstattung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rheinfelden - Schlosskirche Beuggen17.jpg|miniatur|Langhaus Richtung Chor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Inneren ist die Kirche mit einer flachen Decke eingezogen, die an den Seiten hin abgerundet ist. Die Kirche bietet im Langhaus insgesamt 90 Sitzplätze auf 18 Sitzbänken, die in neuen Reihen durch einen Mittelgang getrennt sind. Der Saalbau misst im Inneren 16,30 Meter in der Länge, 8,65 Meter in der Breite und 12,10 Meter in der Höhe. Der 5,40 Meter breite [[Triumphbogen (Kirchenbau)|Triumphbogen]] führt vom Langhaus zum 18 Zentimeter höheren Chorraum mit einer Tiefe von 7,85 Metern. Durch eine [[Hohlkehle]] wird eine [[Scheinarchitektur]] auf das Deckengemälde im Langhaus durch die Illusion eines Gewölbes erzeugt. Im Chor sind zwei fünfsitzige Chorstühle untergebracht. Hinter dem Hochaltar befindet sich ein Altarbild, das den heiligen Michael im Kampf gegen den Teufel in Drachengestalt zeigt. Die Langhausbilder vom Martyrium des heiligen Erasmus und des heiligen Sebastian entstanden um 1700 und wurden von S. M. Grohmann geschaffen. Die Gemälde an den Seitenaltären stammen von S. G. Hermann und sind auf die Zeit um 1730 datiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Langhaussüdwand springt eine [[Kanzel]] mit Schalldeckel hervor. Ihr Zugang befindet sich außerhalb des Kirchenbaus über eine eigene Treppe in der Sakristei. Sie ist vermutlich noch im Auftrag des Deutschordens entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der zum Schloss zugewandten Rückwand gegenüber dem Chor befinden sich drei Fenster, die zu einem schmalen, loggiaartigen Raum im ersten Stock des Alten Schlosses gehören. Der Raum ist nur vom Schloss aus durch das frühere Tafelzimmer des Komturs zugänglich. Die obere Hälfte der Fenster ist durch die nachträglich eingebaute Orgel[[empore]] verdeckt. Unter den Fenstern befinden sich neun farbige Wappenkartuschen, die sich auf die österreichische Oberhoheit beziehen, und ein siebensitziges Chorgestühl. Das mittlere ist das Wappen der Deutschordensritter.  Links davon befinden sich: ohne Namen (1794), Christian Freiherr von Truchseß von Rheinfelden († 17. Februar 1802), Paris Rudolph Gold Freiherr von Lampodingen († 15. Juli 1667) und Hans Bartholome von Stadion († 20. April 1535 oder 1635). Rechts vom Deutschordenswappen stehen: Beatus Melchior von Reinach († 7. Juli 1690), Franz Melchior von Reinach († 29. Juli 1713), Nicolaus Franz Karl Fridol. Freiherr von und zu Schoenau (ohne Datum) und Hans Dietrich von Hohenlandenberg († 1578).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rheinfelden - Schlosskirche Beuggen9.jpg|Orgel und Deckenbild&lt;br /&gt;
Datei:Rheinfelden - Schlosskirche Beuggen11.jpg|Altar&lt;br /&gt;
Datei:Rheinfelden - Schlosskirche Beuggen6.jpg|Kanzel&lt;br /&gt;
Datei:Rheinfelden - Schlosskirche Beuggen16.jpg|Langhaus mit Blick zur Orgelempore&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deckenmalerei ==&lt;br /&gt;
=== Deckenbild im Langhaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Beuggen Schlosskirche (Deckengemälde) 1.jpg|miniatur|Langhausfresko: Die Ordensheilige Elisabeth von Thüringen verteilt Almosen an Kranke und Bittsteller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesamte Langhaus- und Chordecke der Schlosskirche ist mit einem hochbarocken [[Fresko]] ausgemalt. Für die Deckenmalerei existiert keine Signatur, Datierung oder eine archivalische Nachricht. Aufgrund der Bautätigkeit Bagnatos und der Wappen lässt sich jedoch die zeitliche Entstehung der Freskos auf die Jahre von 1752 bis 1757 eingrenzen. Für das Chorbild ist die Autorenschaft nicht gesichert; das Fresko im Langhaus ist mit ziemlicher Sicherheit [[Franz Ludwig Hermann]] aus Konstanz zuzuschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die ehemalige Deutschordenskirche in Beuggen, S. 28&amp;quot;&amp;gt;Zimdars, Eckstein: &amp;#039;&amp;#039;Die ehemalige Deutschordenskirche in Beuggen&amp;#039;&amp;#039;, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die flach gewölbte Tonne als Decke und eine schattenwerfende [[Hohlkehle]] zwischen Saalbereich und Decke entsteht eine [[Scheinarchitektur]], die zusammen mit den entsprechenden perspektivische Darstellungen standortabhängig die Illusion erzeugt, es handle sich um eine stark bogenförmige Decke. Richtung Chor und Orgel öffnet sich die Darstellung in eine Bogenarchitektur. Über den tatsächlichen Langhausfenstern sind an der Decke ovale Fenster mit [[Butzenscheibe]]n in [[Grisaille]]-Tönen aufgemalt, welche das Deckenbild zu beleuchten scheinen. Vorbild für die gemalten Fenster sind die realen Deckenfenster der Hofkirche in [[Bad Mergentheim]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Peter Trenschel: &amp;#039;&amp;#039;Zur Schlosskirche in Bad Mergentheim&amp;#039;&amp;#039;, Schnell und Steiner, 1998, ISBN&amp;lt;/ref&amp;gt; Das große Maß, der Realitätsimitation ist nicht nur künstlerischer Selbstzweck, sondern dient auch der Ausdeutung der gemalten Inhalte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die ehemalige Deutschordenskirche in Beuggen, S. 28&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Darstellung des reich erzählenden Langhausfreskos ist die Almosenspende der heiligen Elisabeth, die erhöht auf einem mit Teppich umkleideten Podest steht. Ein warmes Licht umgibt sie, die erhöht zur sie umgebenden Menschenmenge steht. Links von ihr stehen eine Frau mit gefüllter Geldtruhe und ein hinkender Bettler, der seine Hand in Richtung Elisabeth ausstreckt. Rechts von Elisabeth steht eine Frau mit einem Brotkorb, aus dem sie an die Hungernden austeilt. Getreu der [[Ikonographie]] des 18. Jahrhunderts wird Elisabeth aufgrund der Ausübung einer barmherzigen Tat mit Krone und fürstlichen Kleidern dargestellt. Elisabeth schaut gleichsam visionär nach hoch oben in die Tempelarchitektur und ist – obwohl im Zentrum der Beschenkten – an der Aktion trotzdem nicht unmittelbar beteiligt. Die gesamte Szenerie wird von einem goldenen Bilderrahmen umgeben, der von Grisaille-Engel getragen wird. Die im Rahmen sich entwickelnde Darstellung wechselt damit die Realitätsebene in der Tradition des &amp;#039;&amp;#039;quadro riportato&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Höhepunkt der Darstellung ist die gemalte Fürstloge im Westen, die sich über der Orgel befindet. Räumlich wirkt dieser Teil wie eine Erweiterung des Kirchenraums, ist aber dennoch vom Hauptgeschehen abgetrennt. Auch dieser Teil wird als Zitat der Hochmeisterloge der Schlosskirche in Bad Mergentheim gedeutet. Die Logenszene zeigt zehn wichtige Persönlichkeiten des Deutschen Ordens in zeitgenössischer Garderobe, die teilweise ins Gebet vertieft sind. Durch erhalten gebliebene Porträts lassen sich folgen, dass ganz Links Landkomtur von Frohberg und ganz rechts Komtur Graf von Königsegg gezeigt werden. Programmatisch kann die Beziehung zwischen Fürstenloge und Elisabeth so gedeutet werden, dass den Deutschen Orden Ruhm und Ehre erwarten, wenn er dem Vorbild Elisabeths folgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deckenbild im Chor ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rheinfelden - Schlosskirche Beuggen10.jpg|miniatur|Chrofresko]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum Fresko im Langhaus ist das im Chor nicht gerahmt, sondern so dargestellt, dass sich das Gesehen direkt über dem Betrachter abspielt.  Durch lediglich zwei abgeschrägte Ecken kann der optische Eindruck eines Zentralraums nicht genügend hervorgerufen werden. Aus diesem Grund leitet man mit Hilfe von zwei flachem Trompen und einem stuckierten Gesims mit vier abgeschrägten Ecken vom Deckenraum zum Bild über. Das so entstandene Achteck hat eine breitere und eine schmalere Seite. Auf der flach verputzten Decke mit Hohlkehle wird ein von Säulen getragenes Galeriegeschoss vorgetäuscht. Perspektivisch ist das Chorfresko so ausgelegt, dass sich der optimale Betrachtungsstandort mehr am Triumphbogen als in der Mitte des Chorraums befindet. In der Mitte des Freskos fliegt Maria, von Engeln begleitet, in den teilweise wolkenverhangenen, teilweise sonnendurchfluteten Himmel empor zu ihrer Krönung, wo der Gottvater und Christus auf sie warten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zimdars, Eckstein: &amp;#039;&amp;#039;Die ehemalige Deutschordenskirche in Beuggen&amp;#039;&amp;#039;, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glocken und Orgeln ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rheinfelden - Schlosskirche Beuggen2.jpg|miniatur|Dachreiter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vierstimmige Geläut setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background-color:#dddddd;&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Name&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background-color:#dddddd;&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Schlagton]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background-color:#dddddd;&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gussjahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background-color:#dddddd;&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gießerei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| St.-Michaels-Glocke  ||  cis′′  ||  1956  ||  F. W. Schilling, Heidelberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Marienglocke  ||  dis′′  ||  1956  ||  F. W. Schilling, Heidelberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Elisabeth-Glocke  ||  fis′′  ||  1956  ||  F. W. Schilling, Heidelberg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Alte Glocke  ||  ais′′  ||  1676  ||  Jakob Roth, [[Basel]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Orgel]] aus dem Jahr 1961 stammt aus der Werkstatt Josef Schwarz aus Überlingen. Das Instrument arbeitet mit Kegellade, einer elektrischen Spiel- und Register[[traktur]] und umfasst zwei [[Klaviatur|Manuale]], ein [[Pedal (Orgel)|Pedal]] und 18 [[Register (Orgel)|Register]].&amp;lt;ref&amp;gt;Helm: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland&amp;#039;&amp;#039;, S. 263 (07.3)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Helm (Heimatforscher)|Johannes Helm]]: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland&amp;#039;&amp;#039;, Müllheim/Baden 1989, ISBN 3-921709-16-4, S. 261–263.&lt;br /&gt;
* Freundeskreis Schloss Beuggen e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schloss Beuggen. Geschichte, Gebäude, Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 26–29.&lt;br /&gt;
* Dagmar Zimdars, Günter Eckstein: &amp;#039;&amp;#039;Die ehemalige Deutschordenskirche in Beuggen&amp;#039;&amp;#039;, Voruntersuchung, substanzschonende Reparatur und Restaurierung, (Arbeitsheft [[Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg|Landesdenkmalamt Baden-Württemberg]]; Heft 6), Stuttgart: Theiss, 1999, ISBN 3-8062-1463-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.schloss-beuggen.de/rundgang/gebaeude/kirche.php Bilder und Informationen zur Schlosskirche Beuggen]&lt;br /&gt;
* [[Badische Zeitung]]: [http://www.badische-zeitung.de/rheinfelden/kirche-auf-dem-pruefstand--38354491.html &amp;#039;&amp;#039; Kirche auf dem Prüfstand&amp;#039;&amp;#039;], 1. Dezember 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Sakralbauten in Rheinfelden (Baden)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=47/34/53.033828/N|EW=7/48/49.38273/E|type=landmark|name= Schlosskirche Beuggen|region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Rheinfelden (Baden)|Schlosskirche Beuggen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saalkirche in Baden-Württemberg|Beuggen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Michaeliskirche|Beuggen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1490er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk im Landkreis Lörrach|Rheinfelden (Baden), Schlosskirche Beuggen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barocke Kirche|Rheinfelden (Baden), Schlosskirche Beuggen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlosskirche in Baden-Württemberg|Beuggen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Rheinfelden (Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa|Beuggen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umgenutztes Bauwerk im Landkreis Lörrach]]&lt;/div&gt;</summary>
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