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	<title>Schloss Vitzenburg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T05:24:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schloss_Vitzenburg&amp;diff=1686134&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-40353-62: Verwandtschaft</title>
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		<updated>2026-03-08T20:10:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verwandtschaft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Burgenlandbahn Vitzenburg.jpg|mini|Schloss Vitzenburg über dem Unstruttal]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schloss Vitzenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Architektur der Renaissance|Renaissance]]- und [[Neorenaissance]][[Schloss (Architektur)|schloss]] an der [[Unstrut]] im gleichnamigen [[Vitzenburg|Ortsteil]] der Stadt [[Querfurt]] im [[Saalekreis]] in [[Sachsen-Anhalt]], das auf eine wohl im 9. Jahrhundert gegründete Burg zurückgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung der Lage und Baugestalt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Vitzenburg.JPG|mini|Eingangstor zum Schloss Vitzenburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vitzenburg Frontansicht.jpg|mini|Schlosshof]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Vitzenburg schloss 15.09.2012 10-47-18.2012 10-47-18.jpg|mini|Detail des Schlosses (2012)]]&lt;br /&gt;
Die Anlage liegt auf einem nach Westen vorspringenden Bergsporn über der Unstrut südwestlich des Dorfes. Nördlich unterhalb der ehemaligen Hauptburg an der Stelle des heutigen Schloss befindet sich eine Terrasse, die der Rest eines alten Umfassungsgrabens sein könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Grimm 1958, S. 281.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Anfänge der Burg in karolingischer und ottonischer Zeit ===&lt;br /&gt;
In dem zwischen 881 und 899 entstandenen [[Hersfelder Zehntverzeichnis|Zehntverzeichnis des Klosters Hersfeld]] werden sowohl der zehntpflichtige Ort als auch die &amp;#039;&amp;#039;Vizenburg&amp;#039;&amp;#039; selbst im [[Friesenfeld]] erstmals urkundlich erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;UB Hersfeld I, 1 Nr. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; 979 wurde das &amp;#039;&amp;#039;castellum Uitzanburch&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit den anderen bereits im Hersfelder Zehntverzeichnis (außer der [[Schloss Seeburg (Hassegau)|Seeburg]]) in einer in der [[Pfalz Allstedt]] ausgestellten Urkunde Kaiser [[Otto II. (HRR)|Ottos II.]] erneut genannt, als der Kaiser den hier erhobenen Zehnten im Friesenfeld und [[Hassegau]] dem wenige Jahre zuvor gegründeten [[Pfalz und Kloster Memleben|Kloster Memleben]] übertrug.&amp;lt;ref&amp;gt;MGH DD O II 191 = {{MGH|DD|13|217|219}}.&amp;lt;br /&amp;gt;UB Hersfeld I, 1 Nr. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Größe und Gestalt dieser frühen Burg ist jedoch nichts bekannt, da Baubefunde aus dem frühen Mittelalter oberirdisch nicht erhalten sind, moderne [[Archäologie|archäologische]] [[Ausgrabung]]en noch ausstehen und archäologische Funde aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert verschollen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gründung eines Nonnenklosters im Jahr 991 ===&lt;br /&gt;
Vor 991 gründeten der Edle Brun, der wohl dem Personenverband der [[Billunger|Billinge]] zugewiesen werden kann&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reinhard Wenskus]]: &amp;#039;&amp;#039;Sächsischer Stammesadel und fränkischer Reichsadel&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Folge 3, 93). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1976, ISBN 3-525-82368-1, S. 241. Zustimmend zuletzt unter anderem Caspar Ehlers: &amp;#039;&amp;#039;Die Integration Sachsens in das fränkische Reich (751–1024)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 231). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 3-525-35887-3, S. 180.&amp;lt;/ref&amp;gt; und seine Frau [[Schweinfurt (Adelsgeschlecht)|Adilint]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oleg Jardetzky |Titel=The Ciolek of Poland (History of the Ciolek clan of Poland) |Datum=1992 |Seiten=83, 95}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ein [[Frauenkloster]], das das [[Patrozinium]] [[Maria (Mutter Jesu)|St. Maria]] und [[Dionysius von Paris|Dionysius]] trug. Vermutlich standen raumbezogene Überlegungen des Familienverbandes der Billinge bei der Gründung im Vordergrund, zumal Graf Billing bereits 962/63 im nahegelegenen [[Bad Bibra|Bibra]] ein Benediktinerkloster gestiftet hatte.&lt;br /&gt;
Der reformatorische Theologe [[Cyriakus Spangenberg]] gab in seiner 1590 veröffentlichten &amp;#039;&amp;#039;Querfurtischen Chronica&amp;#039;&amp;#039; an, das Nonnenkloster in Vitzenburg sei bereits 626 in der Regierungszeit des Merowingerkönigs [[Dagobert I.|Dagoberts I.]] in einer fränkischen Burg gegründet worden. Diese Annahme, die mit der noch bis ins 20. Jahrhundert nahezu einhellig vertretenen Lokalisierung des Zentrums des Thüringerreiches an der Unstrut um [[Burgscheidungen]] zusammenhängt, ist zweifellos eine gelehrte Erfindung des 16. Jahrhunderts, für die es keinerlei Beleg gibt. Eine merowingerzeitliche Klostergründung in diesem Raum kann ausgeschlossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die ebenfalls lange Zeit Dagobert I. zugesprochene Gründung des [[Peterskirche (Erfurt)|Petersklosters in Erfurt]] – angeblich im Jahr 706: Matthias Werner: &amp;#039;&amp;#039;Die Gründungstradition des Erfurter Petersklosters&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Vorträge und Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Sonderbd. 12). Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1973, ISBN 3-7995-6672-4, hierzu v.&amp;amp;nbsp;a. S. 24 f.:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Obwohl für diesen Zeitraum Regierungshandlungen Dagoberts I. in Thüringen […] bekannt sind, wird man bezweifeln müssen, dass es in diesem entfernten und nur in lockerer Abhängigkeit stehenden Reichsteil zur Gründung eines Klosters durch den merowingischen König kam. Der Zeitansatz 623–633/34 für St. Peter […] ist historisch äußerst unwahrscheinlich und bei dem Fehlen sonstiger Königsklöster östlich des Rheins vor der Mitte des 8. Jahrhunderts wohl gänzlich auszuschließen. Zurückhaltung gegenüber einer auf Dagobert I. bezogenen Gründungstradition legt nicht zuletzt auch die Tatsache nahe, dass von allen Merowingerkönigen am meisten gerade Dagobert I. als Klostergründer und frommer Stifter Eingang in Fälschungen fand.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer wiederum in der Pfalz Allstedt am 19. Januar 991 ausgestellten Urkunde bestätigte der zehnjährige König [[Otto III. (HRR)|Otto III.]] auf Wunsch seiner Mutter [[Theophanu (HRR)|Theophanu]] und auf Intervention des [[Bernhard I. (Sachsen)|Herzogs Bernhard]] und des Grafen Egbert das Kloster, nahm es in seinen Schutz, traf Verfügungen über die Einsetzung von Äbtissin und Vogt in der Zukunft und verlieh dem Kloster die [[Kirchliche Immunität|Immunität]].&amp;lt;ref&amp;gt;MGH DD O III 68 = {{MGH|DD|13|475|476}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde damit in den Kreis der Reichsabteien aufgenommen. Das Nonnenkloster lag innerhalb der Burg, die weiterhin Bestand hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einigen Quellen u. a. der Halleschen Zeitung vom 18. April 1894 soll dieser Edle Brun auf der Vitzenburg aus dem Adelsgeschlecht [[Querfurt (Adelsgeschlecht)|von Querfurt]] gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Mitteilungen des Sächsisch-thüringischen vereins für erdkunde zu Halle a. S. |Datum=1890 |Seiten=79}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Archiv für Landes- und Volkskunde der Provinz Sachsen nebst angrenzenden Landesteilen |Band=Band 3 |Datum=1893 |Seiten=79}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Geiseltalchroniken, Geschichte des Geiseltales und seiner Umgebung |Datum=2020 |Seiten=300}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Nonnen, Kanonissen und Mystikerinnen |Datum=2008 |Seiten=47}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Alterthumskunde |Band=Band 26 |Datum=1893}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://opendata2.uni-halle.de/retrieve/6aab3857-d58d-44d3-85a1-45e9aff4780c/16872166X189404182.pdf |titel=Hallesche Zeitung |datum=1894-04-18 |sprache=deutsch |abruf=2026-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut dem renommierten amerikanischen Wissenschaftler und Autor Prof. Dr. Jardetzky soll wiederum Bruns Frau Adilint aus dem Adelsgeschlecht [[Schweinfurt (Adelsgeschlecht)|von Schweinfurt]] gewesen sein. Sie wäre somit eine nahe Verwandte oder sogar die Tochter von [[Berthold von Schweinfurt]] und Eilika [[Grafschaft Walbeck|von Walbeck]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oleg Jardetzky |Titel=The Ciolek of Poland (History of the Ciolek clan of Poland) |Datum=1992 |Seiten=74, 86}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Berthold war der Großvater von [[Burchard I. von Halberstadt|Burchard I. Bischof von Halberstadt]]. Eilikas Neffe war wiederum der Bischof und Geschichtsschreiber [[Thietmar von Merseburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burg und Kloster unter Wiprecht von Groitzsch ===&lt;br /&gt;
Für über 100 Jahre schweigen nun die schriftlichen Quellen. Den [[Pegauer Annalen]] zufolge soll der vornehme und reiche Vizo [[Vitzen|de Vizemburch]] noch kurz vor seinem Tode&amp;lt;!-- 1106 ?--&amp;gt; seine Güter einschließlich von Burg und Kloster an seinen Verwandten [[Wiprecht von Groitzsch]] übertragen haben. Wiprechts Mutter [[Sigena von Leinungen]], die bereits zum [[Burgen- und Klostergeschichte der Gemeinde Pettendorf#Die Burg der Herren von Pettendorf (1000 bis 1119)|zweiten Mal Witwe]] geworden war, zog sich in das Kloster zurück und wurde nach ihrem Tod am 24. Februar 1110&amp;lt;!-- Quelle für das Jahr, die Annalen nennen nur den Tag? --&amp;gt; hier und nicht in der Familiengrablege im [[Kloster Pegau]] bestattet. Der Begräbnisplatz in Vitzenburg und die Tatsache, dass Wiprecht erblich in den Besitz dieser Eigenkirchenrechte gekommen ist, kann wohl als Hinweis gewertet werden, dass das Geschlecht, dem Sigena entstammte und als deren Vater ein Graf Goswin von [[Großleinungen|Leinungen]] genannt wird, in einem Zusammenhang mit dem Kloster auf der Vitzenburg gestanden hatte. Laut den Annalen musste Wiprecht gegen den zunehmenden Sittenverfall der Klosterinsassinnen einschreiten, wobei besonders eine vornehme Verwandte Wiprechts, die als Nichte seines Stiefvaters Graf [[Burgen- und Klostergeschichte der Gemeinde Pettendorf#Die Burg der Herren von Pettendorf (1000 bis 1119)|Friedrich von Burglengenfeld]] bezeichnet wird, für den Niedergang der Klosterdisziplin verantwortlich gewesen sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Annales Pegavienses et Bosovienses.&amp;#039;&amp;#039; In: {{MGH|SS|16|232|270}}, hierzu S. 250 ([https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00000943/images/index.html?id=00000943&amp;amp;seite=260 Digitalisat]).&amp;lt;br /&amp;gt;Vgl. auch Lutz Fenske: &amp;#039;&amp;#039;Adelsopposition und kirchliche Reformbewegung im östlichen Sachsen. Entstehung und Wirkung des sächsischen Widerstandes gegen das salische Königtum während des Investiturstreits&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 47). Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1977, ISBN 3-525-35356-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wiprecht soll daraufhin die Nonnen aus dem Kloster verwiesen und auf Anraten des Bischofs [[Otto von Bamberg]], in der Nähe der Burg in [[Reinsdorf (Burgenlandkreis)|Reinsdorf]] an der Unstrut ein neues Kloster gegründet, es mit Mönchen besetzt und ihm die Güter des Nonnenklosters überwiesen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich wurde wahrscheinlich bereits 1112 das Vitzenburger Nonnen- in ein Mönchskloster umgewandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Kunde: &amp;#039;&amp;#039;Das Bamberger Eigenkloster Reinsdorf an der Unstrut.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bericht des Historischen Vereins Bamberg.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 132. Bamberg 1996, S. 19–50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem gescheiterten Bündnis gegen den Kaiser [[Heinrich V. (HRR)|Heinrich V.]] wurde Wiprecht 1113 auf der Reichsburg Trifels gefangengesetzt und musste alle Güter an Heinrich abtreten. 1118 wurde er freigelassen und erlangte auch seine konfiszierten Güter zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [[Heinrich V. (HRR)|Heinrich V.]] überwies am 25. März 1121 die Abtei Vitzenburg an den Bamberger St.-Peter-Altar bzw. den [[Erzbistum Bamberg|Bamberger Bischof]].&amp;lt;ref&amp;gt;Druck der Urkunden: &amp;#039;&amp;#039;[[Monumenta Boica]].&amp;#039;&amp;#039; Band 29, 1. Teil, S. 240 f., Nr. 445 ([https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=mdp.39015011940254;view=1up;seq=248 online]); vgl. hierzu Holger Kunde: &amp;#039;&amp;#039;Das Bamberger Eigenkloster Reinsdorf an der Unstrut.&amp;#039;&amp;#039; S. 19–50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kurz darauf gründete Otto von Bamberg in Zusammenarbeit mit Wiprecht von Groitzsch in Reinsdorf ein Benediktinerkloster und ließ das Kloster auf der Burg Vitzenburg zu dessen Gunsten auflösen. Am 3. April 1123 nahm Papst [[Calixt II.]] das Kloster Reinsdorf, welches Wiprecht von Groitzsch auf Rat des Bischofs Otto von Bamberg erbaut und ihm die Güter des Klosters Vitzenburg überwiesen und der Kirche übertragen hatte, in seinen Schutz und bestätigt dessen Besitzungen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Besitzgeschichte nach Wiprechts Tod? Laut der bisweilen phantasiereichen Darstellung unter http://www.unstrut-web.de/vitzenburg_02.html kommt es an die Wettiner, aber wohl sicher nicht wie dort dargestellt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Burg im Besitz der Wettiner ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tode Wiprechts gelangte die Burg in den Besitz der [[Wettiner]]. Ab den 1160er Jahren erscheinen eine Reihe von Edelfreien und Ministerialen, die sich nach der Burg benennen.&amp;lt;!-- überprüfen: Iggold (1162 bis 1173), Adalschalk (1194 bis 1207), Meinher aus dem Geschlecht derer von Querfurt (1264 bis 1269). --&amp;gt; Als Besitzer bzw. Verwalter der Burg erscheint Ritter Iggoldus [[Vitzen|von Vitzenburg]] und nach ihm Ritter Odeschalcus [[Vitzen|von Vitzenburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Willi von Witzke |Titel=Aus der Familiengeschichte der von Witzke &amp;amp; von Wiecki |Datum=1958}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer 1235 in [[Weißenfels]] ausgestellten Urkunde des Markgrafen [[Heinrich III. (Meißen)|Heinrich des Erlauchten]] werden unter den Zeugen Albert Knut und der Edle Meinher [[Querfurt (Adelsgeschlecht)|von Querfurt]] auf Vitzenburg genannt&amp;lt;!-- Quelle nachtragen! --&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Weißenfelser Vertrag von 1249, mit dem mehrere thüringische Adlige den meißnischen Markgrafen Heinrich der Erlauchte als neuen Regenten der Landgrafschaft Thüringen anerkannten&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Holger Kunde, [[Stefan Tebruck]] und Helge Wittmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Weißenfelser Vertrag von 1249. Die Landgrafschaft Thüringen am Beginn des Spätmittelalters&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Thüringen gestern &amp;amp; heute.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 8). [[Landeszentrale für politische Bildung Thüringen]], Erfurt 2000, ISBN 3-931426-38-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde festgelegt, dass alle in der Landgrafschaft gelegenen und neu aufgeführten Burgen zu zerstören seien. Unter diesen wird auch die Vitzenburg genannt. Der Umfang dieser Baumaßnahmen und die Gestalt der Burg am Ende des Hochmittelalters ist jedoch nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vitzenburg unter den Edelherren von Querfurt und den Herren von Selmenitz ===&lt;br /&gt;
1255 zog Meinhard, Herr auf Vitzenburg, im Gefolge des [[Deutscher Orden|Deutschen Ordens]] nach Preußen. Meinhard, aus dem Geschlecht der [[Querfurt (Adelsgeschlecht)|Edelherren von Querfurt]], Sohn des &amp;#039;&amp;#039;Meinhardi de Vicenburc&amp;#039;&amp;#039;, wurde am 8. November in einer Leipziger Urkunde genannt. 1261 kehrte der Deutschordensritter Meinhard aus Preußen zurück, ordnete seine Angelegenheiten und übergab seinem Bruder Gebhard XI. die Vitzenburg, worauf er wieder nach Preußen zog. 1262 erhielten die Schenken von Saaleck und Nebra, eine Seitenlinie der [[Schenken von Vargula]], die Burg Vitzenburg als landgräfliches thüringisches [[Afterlehen]]. Ab 1282 war &amp;#039;&amp;#039;Frater Meinherus de Querenvord&amp;#039;&amp;#039; Landkomtur des Deutschordens in Preußen und 1288 bis zu seinem Tode 1299 [[Landmeister von Preußen]]. Laut einer Urkunde aus dem April 1302 befand sich die Vitzenburg im Afterlehnsbesitz des Heinrich Schenk genannt von Vitzenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1316 erscheint Graf Burchard von Mansfeld mit seinen beiden Vettern, den Edlen Burchard dem Älteren und Burchard dem Jüngeren von Schraplau als Lehnsträger der Herrschaft Nebra. Die Lehnsherrschaft geht noch im selben Jahr an das Erzstift Magdeburg über. Gerhard, Edler Herr zu Querfurt, erwarb die Burg für seinen Sohn Bruno III. von dem hochverschuldetenen Rudolf Schenk von Vitzenburg. Bruno III. bezeichnete sich ab 1317 in verschiedenen Urkunden (bis 1338) als &amp;#039;&amp;#039;dominus castri Vitzenburg&amp;#039;&amp;#039;, als Herr der Burg Querfurt. 1323 wurde er vom Merseburger Bischof [[Liste der Bischöfe von Merseburg|Gebhard von Schraplau-Querfurt]] mit der Vitzenburg und mit der bischöflichen Burg Lützen belehnt. 1329 wurde letztmals ein Dietrich Schenk von Vitzenburg erwähnt, welcher vermutlich das Burggrafenamt auf der Vitzenburg für die Edelherren von Querfurt als deren Vasall verwaltete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burchard von Querfurt wird 1330 urkundlich als Herr zu Nebra und Bewohner des dortigen Schlosses (&amp;#039;&amp;#039;morans in Nevere&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Im Jahr 1331 und am 19. November 1334 bekennt er, dass er Haus und Stadt Nebra mit allem Zubehör, namentlich dem Schloss &amp;#039;&amp;#039;Vyzzthenburch&amp;#039;&amp;#039; vom Magdeburger Erzbischof [[Otto (Magdeburg)|Otto von Hessen]] zu Lehen empfangen hat. Von 1341 bis 1353 erscheint in den Urkunden Gebhardt XVI. von Querfurt als &amp;#039;&amp;#039;dominus in Viscenburg&amp;#039;&amp;#039;. Ihm folgt von 1372 bis 1402 sein Sohn Bruno VI. als Herr auf Vitzenburg, dem wiederum dessen Bruder Protze (&amp;#039;&amp;#039;Broczo&amp;#039;&amp;#039;) in der Herrschaft nachfolgt. Nachdem Protze von Querfurt am 16. Juni 1426 in der [[Schlacht bei Aussig]] gefallen war, belehnte Landgraf [[Friedrich I. (Sachsen)|Friedrich der Streitbare]] am 2. August seine beiden Söhne Hans und Bruno unter anderem mit dem halben Anteile an der Vitzenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bruno der Ältere verkaufte am 15. Mai 1464 das feste Schloss &amp;#039;&amp;#039;Vitzenburgk&amp;#039;&amp;#039; an Hans [[Selmnitz|von Selmenitz]]. Allerdings behielten sich die Querfurter die Oberlehnschaft über die Vitzenburg vor. Im Mai 1467 wurde Ritter Hans II. von Selmenitz, Herr auf Vitzenburg, von den Edlen von Querfurt auch das Schloss und Amt Allstedt für vier Jahre als Besitz eingeräumt und übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1492 vernichtete ein Brand das Pfarrgehöft und die Vorburg. Einige Mauerzüge und wohl auch einige erhaltene Kellerräume dürften noch aus dem späten Mittelalter stammen, doch steht eine eingehendere [[Bauforschung|bauhistorische]] und archäologische Untersuchung bislang noch aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ??? http://www.unstrut-web.de/vitzenburg_02.html : &amp;#039;&amp;#039;Mit Bruno VIII. dem Älteren stirbt am 26. 2.1496 das Geschlecht der Edlen von Querfurt aus. Das im Besitz der von Selmenitz befindliche Schloss Allstedt fällt wieder an den Herzog von Sachsen und Sohn Heinrich erhält als Ausgleich das Gut Kleineichstädt. Am 25. Juni 1498 stirbt unerwartet Heinrich mit 26Jahren. Seine Frau Elisabeth aus Gleina war ihm einige Monate zuvor in die Ewigkeit vorgegangen. So treten 1504 nach dem Ableben des alten Hans II. die Enkel Hans und Friedemann das Erbe an. Diese sind jedoch noch nicht volljährig und so wird Onkel Wolff von Selmenitz zum Vormund bestimmt.&amp;#039;&amp;#039; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneuter Besitzerwechsel und Renaissanceumbau unter der Familie von Lichtenhayn ===&lt;br /&gt;
Aufgrund der wirtschaftlichen Missstände und der hohen Verschuldung mussten die Gebrüder Hans III. und Friedemann (III.) von Semnitz 1521 ihren Anteil an Vitzenburg für 3.000 Gulden an den Bruder ihrer Mutter, Joachim [[Lichtenhain (Adelsgeschlecht)|von Lichtenhayn]], verkaufen. Am 11. März 1521 verkauften auch Bastian, Lorenz und Balthasar, Gebrüder von Selmenitz, ihren Anteil an der Burg, die mit ihren Gerichtsdörfern zur gesamten Hand an die Herren von Lichtenhayn überging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im [[Deutscher Bauernkrieg|Bauernkrieg]] 1524–1526 schwer verwüstete Kloster Vitzenburg wurde im Zuge der [[Reformation]] 1540 endgültig aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1574 bis 1587 ließen Nickel und Valten von Lichtenhayn die zum Teil abgebrannte Vorburg wieder auf- und umbauen. An diesen Umbau sollen ein Türbogen mit der Jahreszahl 1574 und eine überbaute Säulenhalle mit der Jahreszahl 1587 erinnern. Eine in Stein gehauene Inschriftentafel, die verschollen ist, soll das Wappen der Familie, ein weißes Kammrad im roten Felde, gezeigt haben. Im Vitzenburger Erb- und Zinsregister von 1577 ließ Nickel von Lichtenhayn akribisch den gesamten Grundbesitz, die Einkünfte aus dem Herrschaftsbereich und die Lehnsverhältnisse der Bauern aufzeichnen. Nach Nickels Tod im gleichen Jahr wurde sein Sohn Valten vom Kurfürst [[August (Sachsen)|August von Sachsen]] mit der Vitzenburg belehnt. 1586/87 erfolgte unter Valten von Lichtenhayn der Umbau der Burg Vitzenburg zum zweiflügeligen Renaissanceschloss mit Treppenturm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erweiterungen im Barock durch die Familie von Heßler ===&lt;br /&gt;
Valentin Dietrich auf Gleina und Friedrich Wilhelm auf Vitzenburg, Gleina, Zinna und Golmsdorff, Söhne des Nickel von Lichtenhayn, waren durch die Auswirkungen des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] und die dadurch entstandene Schuldenlast genötigt, das Schloss Vitzenburg mit seinen Gerichtsdörfern gegen das Rittergut Uhlstedt sowie das Vorwerk Pleissern am 18. April 1649 gegen Barzahlung von 42.000 Gulden an den Obrist-Lieutenant Hans Heinrich II. [[Heßler (Adelsgeschlecht)|von Heßler]], Herr auf Burgheßler und Balgstedt, abzutreten. Hans Heinrich III. von Heßler, Herr auf Burgheßler, Balgstedt, Vitzenburg und Gößnitz, ließ 1665 vor dem Schloss in Vitzenburg ein Rittergut errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1695 ließ Kriegskommissarius Georg Friedrich von Heßler den Nordflügel des Schlosses in barocken Formen erweitern. Um die Mitte des 18. Jh. wurde unter Leitung von Hofrat Friedrich Moritz von Heßler am nördlichen Flügel des Schlosses Vitzenburg die Rentei errichtet. An ihr befinden sich heute über der Tür und über zwei Fenstern zwei Wappenkartuschen mit Rocaille-förmigen Allianzwappen, derer von Heßler und der von Lindenau mit der Jahreszahl 1755, und des 1741 verstorbenen Geheimen Rates [[Johann Moritz von Heßler]] und der Henriette Margaretha von Zaschwitz ohne Jahresangabe. Von 1764 bis 1767 wurden das gesamte Schloss und das ehemalige Kloster unter Leitung des Landkammerrates Friedrich Moritz von Heßler im Barockstil umgebaut. In dieser Zeit entstand vermutlich auch der bis heute weithin sichtbare Teepavillon über den Weinhängen, mit seinem imposanten Deckengemälde, das eine antike Götterversammlung darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vitzenburger-schlossberg.de/pavillon |titel=Pavillon |sprache=de |abruf=2022-04-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Neorenaissance-Umbau unter den Grafen von der Schulenburg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Vitzenburg-Sammlung Duncker (5363873).jpg|mini|Schloss Vitzenburg um 1860, Sammlung [[Alexander Duncker]]]]&lt;br /&gt;
Am 12. April 1803 verstarb der kinderlose Landkammerrat Friedrich Moritz von Heßler auf Vitzenburg. Er vererbte dem sächsischen Kammerherrn und Amtshauptmann Graf Heinrich Moritz I. [[Schulenburg (Adelsgeschlecht)|von der Schulenburg]] auf Baumersroda, dem zweiten Sohn seiner ältesten Schwester Gräfin Henriette Elisabeth von der Schulenburg, geb. Heßler, in seinem Testament vom 6. November 1801 das Schloss Vitzenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1843 ließ [[Moritz von der Schulenburg|Graf Heinrich Moritz II.]] das Schloss unter Wahrung der Grundform im Stil der [[Neorenaissance]] und des [[Neobarock]] umbauen und alle Türen, Fenster, Simse und Giebel erneuern, eine Reihe Wirtschaftsgebäude errichten und den Park verschönern. Nachdem Heinrich Moritz II. von der Schulenburg-Heßler auf Vitzenburg bei der prachtvollen Krönung [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelms I.]] zum König von Preußen in Königsberg am 18. Oktober 1861 die Würde eines Erbkämmerer in der Landgrafschaft Thüringen verliehen bekommen hatte, ließ er den Titel in sein gräfliches Wappen aufnehmen. Am Südflügel des Schlosses Vitzenburg befindet sich an der östlichen Seite sein Wappen, welches seine Titel und Besitzungen aufführt. Von 1880 bis 1884 führte der Architekt Max Wallenstein weitere Umarbeiten am Schloss durch. So wurde unter anderem das Eingangstor und die anschließenden Ringmauern mit ihren Bögen, Zinnen und Türmen neu errichtet. [[Werner von der Schulenburg (1852–1930)|Graf Werner Christoph Daniel von der Schulenburg-Heßler]] ließ 1892 weitere neue Wirtschaftsgebäude bauen, die das Schulenburgische Stammwappen mit seinem Namen und der Datierung tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Schloss im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Mit dem Tod von Werner Christoph Daniel Graf von der Schulenburg-Heßler, Fideikommissherr auf Vitzenburg, am 17. Juni 1930 starb das Haus von der Schulenburg auf Vitzenburg in männlicher Linie aus. In seinem Testament von 1925 hatte er seine Tochter Auguste Marie Anna Freifrau von [[Münchhausen (Adelsgeschlecht)|Münchhausen]] als Alleinerbin eingesetzt. Damit ging dem schulenburgischen Familienverband endgültig der Grundbesitz Vitzenburg verloren. 1934 wurde das Rittergut Vitzenburg unter Verwendung alter Bausubstanz wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges blieb Augustes Ehemann [[Rembert von Münchhausen|Rembert Freiherr von Münchhausen]], Herr auf Vitzenburg, Rittergutspächter in Klein Eichstädt und Oberschmon und preußischer Regierungs- und Landkammerrat a.&amp;amp;nbsp;D., auch nach dem Abzug der amerikanischen Besatzungstruppen weiterhin auf seinem Schloss. Er war der Meinung, während der NS-Zeit kein Unrecht begangen zu haben und sich auch wegen der Behandlung der sogenannten [[Fremdarbeiter]] auf seinen Gütern nichts vorwerfen lassen zu müssen. Durch die sowjetischen Besatzungstruppen wurde er verhaftet und in das [[Speziallager Nr. 2 in Buchenwald]] verbracht, wo er am 14. Juli 1947&amp;lt;ref&amp;gt;[[Volkhard Knigge]], Bodo Ritscher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Totenbuch. Speziallager Buchenwald 1945–1950.&amp;#039;&amp;#039; Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora, Weimar 2003, ISBN 3-935598-08-4, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt; starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grundbesitz der Familie von Münchhausen auf Vitzenburg, Steinburg und Herrengosserstedt, der nach dem Erwerb von Anteilen in Spielberg, Pretitz und Zingst seit 1913 unverändert 2.719 ha umfasste&amp;lt;!--Woher stammt diese Zahl (Quelle)? Sind vielleicht die Güter Vitzenburg, Klein Eichstedt und Oberschmon gemeint, die Auguste v. M. gehörten? Steinburg und Herrengosserstedt waren in anderer Hand, Steinburg gehörte einem Vetter, Gosserstedt einem Bruder von Rembert!--&amp;gt;, wurde enteignet und an Neubauern und Landarbeiter aufgeteilt. Die Güter wurden durch einen Treuhänder verwaltet. Auguste Freifrau von Münchhausen, geborene Gräfin von der Schulenburg-Heßler, Herrin auf Vitzenburg, Klein Eichstedt und Oberschmon verließ nach der Enteignung Vitzenburg und ging nach [[Trizone|Westdeutschland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss wurde zum Schulgut umfunktioniert und hier ein Jugendheim eingerichtet. Einige Zeit diente es als Ausbildungsstätte für Lehrer, die später Lehrlinge in der Landwirtschaft unterrichten sollten. 1948 wurde die „Landwirtschaftsschule Vitzenburg mit angeschlossenem Provinzialschulgut“ gegründet. Nachdem die Fachschule für Landwirtschaft von Vitzenburg nach Naumburg umgezogen war, wurde das Schloss zum Fachkrankenhaus für Kinder- und Jugendpsychiatrie umgebaut und am 11. Dezember 1969 feierlich übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Nutzung ==&lt;br /&gt;
1996 wurde das psychiatrische Fachkrankenhaus verlegt bzw. geschlossen und stand danach leer. Noch im selben Jahr kaufte es ein Architekt von der [[Treuhandanstalt]] für eine Deutsche Mark, allerdings mit der Auflage, innerhalb von zehn Jahren zehn Millionen DM zu investieren. Während der Park, die Außenanlagen und Weinberge durch [[Arbeitsbeschaffungsmaßnahme]]n wiederhergerichtet und zugänglich gemacht wurden, konnte der Investor für das Schloss zwar die nötigen Erhaltungs- und Pflegeleistungen größtenteils in Eigenleistungen erbringen, jedoch keine Nutzung finden, so dass es weiterhin leer stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen Insolvenz wurde das Schloss Ende Juni 2004 für 395.000 Euro zwangsversteigert. Die etwa 2,5 Hektar großen Weinberge, die zu den ältesten Rebgärten der Region gehören, sowie der Schlosspark blieben im Besitz des Architekten und wurden durch einen Zwangsverwalter bewirtschaftet. Der Weinberg mit seinem Pavillon wurde 2016 von der Familie von Münchhausen ([[Vahlberg]]er Linie) zurückgekauft, die bereits 2001 einen Teil des früheren Gutsbesitzes, 530 Hektar Wald im [[Ziegelrodaer Forst]], zurückerworben hatte. Mit Hilfe vom Land Sachsen-Anhalt, der [[EU]], der [[Deutsche Stiftung Denkmalschutz|Deutschen Stiftung Denkmalschutz]] und Spenden wurden insgesamt rund 290.000 Euro in die Restaurierung investiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anke Losack ([[Mitteldeutsche Zeitung]]) |url=https://www.focus.de/regional/sachsen-anhalt/querfurt-der-baron-und-der-pavillon-freiherr-von-muenchhausen-zur-restaurierung-am-schlossberg_id_10059816.html |titel=Querfurt: Der Baron und der Pavillon: Freiherr von Münchhausen zur Restaurierung am Schlossberg |werk=[[Focus Online]] |datum=2018-12-12 |zugriff=2019-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.denkmalschutz.de/presse/archiv/artikel/der-weinberg-pavillon-in-vitzenburg-wird-restauriert.html |titel=Der Weinberg-Pavillon in Vitzenburg wird restauriert |sprache=de |abruf=2022-04-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulisse für Bibi &amp;amp; Tina und andere Filme ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2013 war das Schloss Drehort für den Film [[Bibi &amp;amp; Tina (Film)|Bibi &amp;amp; Tina]]. Regisseur [[Detlev Buck]] wählte es als Kulisse für das fiktive Schloss Falkenstein aus. Auch in den Fortsetzungen [[Bibi &amp;amp; Tina: Voll verhext!]] (2014), [[Bibi &amp;amp; Tina: Mädchen gegen Jungs]] (2016) und [[Bibi &amp;amp; Tina: Tohuwabohu Total]] (2017) wurde auf Schloss Vitzenburg gedreht.&lt;br /&gt;
Im Jahr 2023 wurden im Schloss Teile des Films „Versunkene Gräber“ gedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg Plath: &amp;#039;&amp;#039;Die Vitzenburg und ihre Bewohner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Harzvereins für Geschichte und Alterthumskunde.&amp;#039;&amp;#039; 26 (1893), {{ZDB|2464400-6}}, S. 302–373 ([https://zs.thulb.uni-jena.de/rsc/viewer/jportal_derivate_00214709/Zeitschrift_Harz-Vereins_Altertum_12952784X_1893_26_0306.tif online]).&lt;br /&gt;
* [[Hermann Größler]]: &amp;#039;&amp;#039;Führer durch das Unstruttal von Artern bis Naumburg.&amp;#039;&amp;#039; 2., verm. und verb. Auflage. Hrsg. von [[Joachim Jahns]]. Finke, Freyburg 1904, S. 109–124; Nachdruck: Dingsda-Verlag, Querfurt 1991, ISBN 3-928498-04-5.&lt;br /&gt;
* [[Paul Grimm]]: &amp;#039;&amp;#039;Die vor- und frühgeschichtlichen Burgwälle der Bezirke Halle und Magdeburg. Handbuch vor- und frühgeschichtlicher Wall- und Wehranlagen.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1 (= Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin: &amp;#039;&amp;#039;Schriften der Sektion für Vor- und Frühgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6). Hrsg. von [[Wilhelm Unverzagt]]. Akademie-Verlag, Berlin 1958, {{DNB|451671341}} (hierzu v.&amp;amp;nbsp;a. S. 40 Abb. 11 d, S. 281 Nr. 485, Tafel 6 c).&lt;br /&gt;
* [[Hermann Wäscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Burgen am unteren Lauf der Unstrut&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Staatlichen Galerie Moritzburg in Halle.&amp;#039;&amp;#039; Heft 19). Hrsg. von Karl-Heinz Kukla. Halle 1963, S. 23 f.&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Schmitt]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Stand der Burgenforschung im Saale-Unstrut-Raum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Saale-Unstrut-Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; 7, 2001, {{ZDB|1332153-5}}, S. 29–42.&lt;br /&gt;
* Rüdiger Bier: &amp;#039;&amp;#039;1500 Jahre Geschichte und Geschichten der herrschaftlichen Sitze zu [[Kirchscheidungen]] und Burgscheidungen.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag des [[Rittergut Kirchscheidungen|Rittergutes Kirchscheidungen]] 2009 (Schloss S. 8–377; Die Pfarrkirche Vitzenburg S. 399–407).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Saalekreis|Vitzenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissancebauwerk in Sachsen-Anhalt|Vitzenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Querfurt]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Heßler (Adelsgeschlecht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Adelsgeschlechts Schulenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Adelsgeschlechts Münchhausen]]&lt;/div&gt;</summary>
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