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	<title>Schloss Vippach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schloss_Vippach&amp;diff=2028732&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Halbgeviertstrich, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-01-03T23:15:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Halbgeviertstrich, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schloss Vippach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, das dem Ort [[Schloßvippach]] in [[Thüringen]] seinen Namen gab, entstand aus einer mittelalterlichen [[Wasserburg (Gebäude)|Wasserburg]]. Es wurde 1948 auf der Grundlage des [[SMAD-Befehl Nr. 209|Befehls 209]] der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|Sowjetischen Militäradministration]] abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Schloßvippach|Vippach]] und Umgebung gehörten im Hochmittelalter zum [[Fränkisches Reich|fränkischen]] Ostergau (Ostgau). Die erste Burg dürfte um 1050 gebaut worden sein. Seit 1095 wurden urkundlich Adlige im Ort erwähnt. 1295 gab es einen Hermann von Vippach. Die Herren [[Vippach (Adelsgeschlecht)|von Vippach]] führten ein schachbrettförmiges, weiß- und rotgefärbtes Würfelfries im Wappen. Deren Wasserburg wurde im [[Thüringer Grafenkrieg|Grafenkrieg]], den der thüringische Adel gegen den [[Wettiner|wettinischen]] Landesherrn führte, 1345 zerstört. 1347 mussten die Herren von Vippach ihre Unabhängigkeit aufgeben und wurden Lehnsleute der [[Landgraf von Thüringen|Landgrafen von Thüringen]]. Aus finanziellen Gründen verkaufte Otto von Vippach 1387 die Burg und ein Drittel des Dorfes an die Stadt [[Erfurt]]. Er wurde städtischer [[Schlosshauptmann]], bis er 1389 in seinen benachbarten Besitz [[Markvippach]] in ein neues Schloss zog. Der nächste Schlosskommandant war Siegfried von Kesselborn, gefolgt von einer Reihe anderer adliger Kommandanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Erfurter Staat|Stadt Erfurt]] wollte mit der Burg Vippach ihren territorialen Besitz nach Nordosten hin sichern und baute sie zu einer der stärksten Wasserburgen aus. Diese wurde zu einer ummauerten, unregelmäßig viereckigen Anlage mit Türmen an den Ecken und einem Bergfried noch aus dem 14. Jahrhundert. Mitten im Hof entstand 1404 die Kemnate, ein [[Wohnturm]], der auch letzte Zuflucht im Verteidigungsfall sein sollte. Der Anblick der wehrhaften Feste soll so eindrucksvoll gewesen sein, dass Vippach auch den Beinamen „Löwen-Vippach“ erhielt. 1483 lösten [[Amtmann|Amtmänner]] für das Amt Vippach die Schlosshauptleute ab. Um 1500 wurde das Amtshaus als Torgebäude im Stil der Renaissance errichtet, danach ein Brauhaus und ein Brauhaus-Brunnen. 1590 erhielten alle Gebäude Ziegeldächer. Anfang des 17. Jahrhunderts war unter Reduzierung der Wehranlagen ein Gutshof mit einem fast neuen Schloss entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Vippach Heimatblatt 1990.pdf|miniatur|Bergfried]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1622, während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]], brach Herzog Friedrich von Altenburg (der „Fritz mit den leeren Taschen“) in das Erfurter Land ein und nahm sein Hauptquartier im Schloss Vippach, während seine Söldner die Erfurter Dörfer plünderten. Bei seinem Abzug 1623 ließ er ein verwüstetes Schloss zurück. Es folgte der Ausbruch einer [[Pest]]seuche und in den 1630er und 1640er Jahren weitere Besetzungen durch verschiedene Truppen. 1646 soll die Anlage einen ruinenhaften Eindruck gemacht haben. 1647 zog das Heer des schwedischen Generals [[Wrangel]] durch das Land und bediente sich. Wie die Stadt Erfurt wurden ihre Dörfer, also auch Vippach, 1664 gewaltsam durch [[Kurmainz]] unterworfen und in dessen Besitz eingegliedert. Die Huldigung der Bürger von Schloßvippach für den neuen Landesherrn fand auf dem Schlosshof statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1700 beseitigte man die vier Ecktürme, baute neue Verwaltungsgebäude für das Amt Vippach und intensivierte den Gutsbetrieb. 1701 verlieh der Erzbischof Ländereien des Schlossguts „erbstandsweise“ an 30 Untertanen. Diese Gemeinschaft hielt sich bis 1862. 1815 wurde das Amt Vippach dem Großherzogtum [[Sachsen-Weimar-Eisenach]] zugeschlagen. Nun erhielt die Schlossanlage in etwa die Gestaltung, die sie bis zum Abriss 1948 aufwies. 1828 wurde die Kemnate, der frühere Wohnturm abgetragen. Nachdem das Rentamt nach [[Großrudestedt]] gewechselt war, kam das Schloss mit seinen großen Ländereien in &amp;#039;&amp;#039;Privatbesitz&amp;#039;&amp;#039; der Familie [[Collenbusch]]. Diese betrieb als „Schlossgutsbesitzer“ das Ganze als &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsgut&amp;#039;&amp;#039;. 1945 wurde die Familie unter sowjetischer Besatzung entschädigungslos [[Enteignung|enteignet]] und ausgewiesen, sie ging nach [[Trizone|Westdeutschland]]. Das Schloss hatte [[Heimatvertriebener (Bundesvertriebenengesetz)|Heimatvertrieben]]e aus den Ostgebieten aufgenommen, 1948 waren es fast 100 Bewohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Datei:Schloss Vippach Grundriß.png|Lageplan von Schloss Vippach&lt;br /&gt;
 Datei:Schloss Vippach 1815.pdf|Schloss Vippach 1815, von Süden&lt;br /&gt;
 Datei:Schloßvippach Schloss 2.pdf|Schloss Vippach 1908&lt;br /&gt;
 Datei:Schloss Vippach Renaturierung.JPG|Renaturierung von Schlossgraben und -insel in Schloßvippach&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Abriss des Schlosses ==&lt;br /&gt;
Mit Datum 15. April 1948 ging bei der Gemeinde Schloßvippach ein Schreiben folgenden Wortlauts vom Kreisrat Weimar ein: „Gemäß [[SMAD-Befehl Nr. 209|Befehl 209]] (der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|Sowjetischen Militäradministration in Deutschland]]) wird hiermit die &amp;#039;&amp;#039;Genehmigung zum Abbruch&amp;#039;&amp;#039; nachstehend bezeichneten Gebäudes erteilt: &amp;#039;&amp;#039;1 Herrenhaus&amp;#039;&amp;#039;. Die anfallenden Materialien sind für die Erstellung von Neubauerngehöften zu verwenden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Festschrift 1200 Jahre Schloßvippach. 1993. S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Argument für den Abbruch wurde auch „die gute Bausubstanz“ genannt. Am 15. Mai wurde mit den Abrissarbeiten begonnen, „an denen sich jeder Einwohner beteiligen mußte“.&amp;lt;ref&amp;gt;Festschrift 1200 Jahre Schloßvippach. 1993. Niederschrift des Bürgermeisters Friedrich Deckert von 1951: S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Beim Abriss selbst mußte aus jedem Haushalt unseres Ortes eine Person tätig sein. Steine, Treppen, Balken und sonstiges Material wurde an die Einwohner vergeben.“ Die Aufforderungen an die Bewohner hatten z.&amp;amp;nbsp;B. folgenden Wortlaut: „Sie werden hiermit aufgefordert, sich am Montag, dem 31. Mai 1948 früh 7.00 Uhr auf dem Schlosshof bei Herrn K. zu Handlangerarbeiten zu melden, laut Befehl Nr. 209 der SMA. Nichtbefolgung wird im Zuge dieser Anordnung bestraft. gez. Der Bürgermeister“.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Schiller: Aufzeichnungen des Ortschronisten&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurden Anwesenheitslisten geführt, die Männer und Frauen erhielten Nummern (bis 289). Außer den Bürgern von Schloßvippach selber wurden zum Abriss an Wochenenden auch ganze Betriebsbelegschaften herangezogen, so von einem Reichsbahn-Ausbesserungswerk. Am Schluss wurde 1948 der Bergfried gesprengt. Die Bücher aus der &amp;#039;&amp;#039;Schloss-Bibliothek&amp;#039;&amp;#039; wurden teils vernichtet, teils der Altstoffsammlung zugeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Schlossgelände nach dem Abriss ==&lt;br /&gt;
Das im Osten von Schloßvippach gelegene Gelände wurde zu einer &amp;#039;&amp;#039;Müllkippe&amp;#039;&amp;#039;, die Gewölbe mit Unrat gefüllt. Die Schlossinsel überwucherte mit einem Wildwuchs von Bäumen und Sträuchern, der Schlossgraben verschlammte. Nach dem Jahr 2000 wurden als [[Eingriffsregelung in Deutschland|Ausgleichsmaßnahme]] zum Bau der benachbarten [[Bundesautobahn 71]] aufwendige Arbeiten auf dem Gelände durchgeführt: Beseitigung von Müll und Gesträuch, eine [[Renaturierung]] des Schlossgrabens mit Entfernung von 5000 Kubikmetern Schlamm und Wiederherstellung des Grabens mit einer durchgehenden Wasserfläche, Erneuerung der Schlossbrücke und bauliche Sicherung der Schlossmauer-Reste. Die Schlosswiese soll mit neuen Bäumen aufgeforstet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Robert Huth (Heimatforscher)|Robert Huth]]: &amp;#039;&amp;#039;Das feste Schloß der Erfurter zu Vippach&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher des Vereins für Heimatkunde im Amtsbezirk Vieselbach&amp;#039;&amp;#039; 6. Vieselbach 1926, S. 9–26 ([https://zs.thulb.uni-jena.de/servlets/MCRFileNodeServlet/jportal_derivate_00287474/Thuesa_130757942_6_1926.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Manfred Schiller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des Schlosses&amp;#039;&amp;#039;. Kopien aus dem &amp;#039;&amp;#039;Heimatblatt Schloßvippach&amp;#039;&amp;#039;: 9 und 11/1989, 12 bis 16/1990, 21 und 23/1992.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Festschrift 1200 Jahre Schloßvippach, 793 - 1993&amp;#039;&amp;#039;. Zusammengestellt von Manfred Schiller und Klaus Weise, Hrsg. Männergesangsverein &amp;#039;&amp;#039;Liedertafel&amp;#039;&amp;#039; und Gemeinde Schloßvippach, 1993.&lt;br /&gt;
* Thomas Bienert: &amp;#039;&amp;#039;Nur die Brücke blieb. Verschwundene Schlösser: Die einst prächtige Burg zu Schloßvippach&amp;#039;&amp;#039;. Thüringer Allgemeine, Sömmerdaer Allgemeine (vom 21. Februar 2004).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{AlleBurgen|7823|Schloss Vippach|zugriff=2021-11-02}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51/06/20/N|EW=11/09/08/E|type=landmark|region=DE-TH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk im Landkreis Sömmerda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1940er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Landkreis Sömmerda|Vippach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Burganlage in Thüringen|Vippach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burg im Landkreis Sömmerda|Vippach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloßvippach]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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