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	<title>Schloss Solitude - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schloss_Solitude&amp;diff=89029&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;LolLolLol3000: Ausspracheangabe in Einleitung verschoben, IPA-Symbole korrigiert (ː statt :)</title>
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		<updated>2026-01-16T11:40:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ausspracheangabe in Einleitung verschoben, IPA-Symbole korrigiert (ː statt :)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stuttgart-Schloss Solitude DSC0574.jpg|mini|hochkant=1.3|Schloss Solitude]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Aerial image of Solitude Palace (view from the northeast).jpg|mini|hochkant=1.3|Luftaufnahme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schloss Solitude&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Aussprache [{{IPA|ˈsɔlityːd}}], von {{frS|solitude|de=Abgeschiedenheit, Einsamkeit}}) ist ein [[Baudenkmal]] im Westen von [[Stuttgart]]. Durch eine [[Allee]] ist das ehemalige [[Lustschloss]] der [[württemberg]]ischen Herzöge und Könige mit dem ehemaligen [[Residenzschloss Ludwigsburg]] verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Solitudeallee Schloss Schloss Solitude.jpg|mini|Solitudeallee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schloss Solitude liegt auf einem langgezogenen Höhenrücken zwischen den Städten [[Leonberg]], Gerlingen und den Stuttgarter Stadtbezirken [[Weilimdorf]] und [[Botnang]]. Direkt am Rande von dessen nördlichen Abhang erbaut, bietet es einen Ausblick nach Norden ins [[Unterland (Württemberg)|württembergische Unterland]] in Richtung [[Ludwigsburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lustschloss wurde zwischen 1763 und 1769 im Auftrag von Herzog [[Carl Eugen (Württemberg)|Carl Eugen]] nach Entwurf von [[Philippe de La Guêpière]] erbaut. Daneben wirkte auch [[Johann Friedrich Weyhing]] und der Fürst selbst an dem Projekt mit. Die Bauzeit war gekennzeichnet von politischen und finanziellen Widrigkeiten. Carl Eugen war ein überaus bau- und repräsentationsfreudiger Fürst. Von [[Giacomo Casanova]] ist beispielsweise eine begeisterte Schilderung der prunkvollen Hofhaltung, der Bauten und der technisch raffinierten Theatervorstellungen überliefert. Der Schlossbau überstieg die finanziellen Möglichkeiten des Herzogtums Württemberg. Wegen der Finanzprobleme des Staates kam es zu politischen Konflikten des Herzogs mit den einflussreichen [[Württembergische Landstände|württembergischen Landständen]] in Stuttgart, in deren Folge der Herzog seine Residenz von Stuttgart nach Ludwigsburg verlegte. Äußerlich ist es ein typisches Barockschloss. Im Inneren jedoch macht sich schon die beginnende [[Klassizismus|klassizistische]] Epoche bemerkbar: Statt der unregelmäßigen, lebhaften Formen des Barock sind die Räume und Wände in ruhigen klassischen Proportionen aufgeteilt. Letztlich waren die aufwendige Repräsentation und der Unterhalt von Solitude weder finanziell noch politisch tragbar. Bereits 1775 wurde die Hofhaltung dort eingestellt und nach [[Stuttgart-Hohenheim|Hohenheim]] verlagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit ist die unterhalb des Schlosses liegende [[Basislinie Solitude-Allee|Solitudeallee]]. In den Jahren 1764 bis 1768 ließ Herzog [[Carl Eugen (Württemberg)|Carl Eugen]] diese Allee als direkte Verbindungsachse vom [[Residenzschloss Ludwigsburg]] zu seinem favorisierten Aufenthaltsort auf der Solitude anlegen. Sie beginnt am nördlichen Haupttor des Schlosses Solitude. Als namenloser breiter Weg führt sie steil den Hang hinunter. Am Fuße des Hangs vereinigt sie sich mit der Bergheimer Steige. Ab dem Weilimdorfer Ortsteil Bergheim heißt sie &amp;#039;&amp;#039;Solitudestraße&amp;#039;&amp;#039;. Durch den Ortsteil Wolfbusch führt sie weiter zum Ortskern von [[Weilimdorf|Stuttgart-Weilimdorf]]. Ab der Gemarkungsgrenze zu [[Korntal-Münchingen|Korntal]] lautet der Straßenname &amp;#039;&amp;#039;Solitudeallee&amp;#039;&amp;#039;. Über Korntal führt sie weiter nach [[Neuwirtshaus (Stuttgart)|Stuttgart-Neuwirtshaus]], [[Stammheim (Stuttgart)|Stuttgart-Stammheim]] und [[Kornwestheim]], dann als asphaltierter Feldweg über das [[Langes Feld|Lange Feld]] nach [[Ludwigsburg]]. Sie ist trotz der hügeligen Landschaft eine exakte Gerade und konnte daher als [[Basislinie Schloss Solitude–Ludwigsburg 1820|Basislinie]] für die [[Württembergische Landesvermessung]] von 1820 dienen. Heute ist sie noch fast vollständig erhalten. Lediglich in Weilimdorf, wo sie mit der Hauptstraße zusammenfällt, und in Ludwigsburg, wo sie das Bahngelände quert, gibt es jeweils einen kleinen Versatz. Nach der Gedenktafel im Inneren des Schlosses ist die Solitudeallee 40.118,718 Pariser Fuß oder 13.032,14 Meter lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie andere Schlösser wurde auch Solitude kopiert, allerdings erst spät. Im Jahr 1908 plante der fränkische Baron und kaiserliche Rittmeister Crafft [[Freiherr]] [[Truchseß von Wetzhausen|Truchseß von und zu Wetzhausen]] einen genauen Nachbau in seiner [[Franken (Region)|fränkischen Heimat]] nahe [[Schweinfurt]]. Der württembergische König [[Wilhelm II. (Württemberg)|Wilhelm II.]] unterband dieses Vorhaben jedoch. So entstand mit [[Schloss Craheim]] ein Schlossneubau, dessen Südfassade sich lediglich an Solitude anlehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fritz von Graevenitz Museum Solitude.jpg|mini|Graevenitz-Museum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1770 wurde die Karlsschule (seit 1781 [[Hohe Karlsschule]]) von Herzog Carl Eugen gegründet und befand sich anfangs im Schloss Solitude. Sie diente als Militärakademie, Kunstakademie und später als Allgemeine Hochschule und war als Eliteschule für Söhne aus angesehenen württembergischen Familien vorgesehen. Ihr berühmtester Schüler war [[Friedrich Schiller|Friedrich von Schiller]]. 1775 wurde die Schule nach Stuttgart verlegt. So verbrachte auch Schiller einige Zeit als Eleve (Student) auf der Solitude. Sein Vater [[Johann Kaspar Schiller]] wurde 1775 Leiter der herzoglichen Hofgärten auf Schloss Solitude.&amp;lt;ref&amp;gt;Dies geschah seiner Kenntnis nach auf Empfehlung des damaligen Rentkammer-Vizedirektors, seines engen Freundes Johann Christoph Dertinger (1731–1787), eines Neffen des Prälaten [[Friedrich Christoph Oetinger]]. Vgl. [[Reinhard Breymayer]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Prinzessin Antonia von Württemberg und [[Heinrich von Kleist]]s [[Das Käthchen von Heilbronn|Käthchen von Heilbronn]]. Neues zum [[Animalischer Magnetismus|Magnet-]] und Spannungsfeld des Prälaten [[Friedrich Christoph Oetinger]]&amp;#039;&amp;#039;. [[Thomas Leon Heck|Heck]], Dußlingen 2010, S.&amp;amp;nbsp;24&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den Brief von Schillers Vater: „Liebster Sohn! [...] Neben dem, daß ich mich gegenwärtig um Sein Befinden erkundigen wolte, geb ich ihm Nachricht, daß unser ehemaliger Herr Cammer-Director [Johann Christoph] Dertinger nächstens nach Mannheim kommen und sich dort nach Ihm erkundigen wird. Es ist dieses einer meiner besten Freunde, und hat mir seit 33. Jahren daß ich Ihn kenne, sehr viel Freundschaft erwiesen, und soviel ich weiß, mich bei &amp;#039;&amp;#039;Serenissimo&amp;#039;&amp;#039; [d.&amp;amp;nbsp;i. Herzog Karl&amp;amp;nbsp;II. Eugen von Württemberg] zu meinem hiesigen Posten vorgeschlagen.“ &amp;#039;&amp;#039;Schillers Werke. Nationalausgabe&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;33, Teil&amp;amp;nbsp;1, Hrsg. Siegfried Seidel, Weimar 1989, S.&amp;amp;nbsp;9&amp;amp;nbsp;f.- Vgl. dazu die Anmerkungen ebenda, Bd. 33, Teil 2. Hrsg. von Georg Kurscheidt. Weimar 1998, S. 100 f.; dazu das Register.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später wurde das Schloss seltener genutzt und die Gärten verfielen zusehends. Die Eberhardskirche wurde 1808 abgetragen und an ihrem heutigen Standort an der Königstraße in Stuttgart wieder aufgebaut. Im Jahr 1858 wurde die [[Solitude]] Teil der Gemeinde [[Gerlingen]] (Württemberg).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1782 gaben die württembergischen Herzöge die pflegeaufwändigen Gärten auf und ließen einzelne Nebengebäude abreißen. Ab 1830 wandelte sich die Solitude zu einem beliebten Ausflugsziel. Mit dem Beginn der Herrschaft von König [[Karl (Württemberg)|Karl I.]] im Jahr 1864 wurde das Schloss restauriert und wieder häufiger genutzt, beispielsweise für Treffen von Königin [[Olga Nikolajewna Romanowa (1822–1892)|Olga]] mit ihren russischen Verwandten. Während des [[Deutscher Krieg|Deutschen Kriegs]] 1866 wurde ein Feldlazarett, während des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Kriegs]] 1870/71 ein Hauptlazarett in der Solitude eingerichtet. Nach der Auflösung des Königreichs und der Gründung des Volksstaats 1918 wurde das Schloss verpachtet und als Hotel genutzt. In der NS-Zeit waren zeitweilig eine Schule des Reichsarbeitsdienstes und der Hitlerjugend in den Nebengebäuden einquartiert. Am 1. April 1942 wurde die Solitude in die Stadt Stuttgart eingemeindet. Seit 1956 gehört das Gebiet der Solitude zum [[Stuttgart]]er Stadtbezirk [[Stuttgart-West]]. Ab den 1950er Jahren war eine Einrichtung für Schwerbehinderte in den Nebengebäuden des Schlosses untergebracht. Nach weiterem Verfall war die Bausubstanz in den 1960er Jahren stark angegriffen und die Dächer undicht. Die Deckengemälde von [[Nicolas Guibal]] und die [[Fresko|Deckenfresken]] waren durch [[Wasserschaden]] weitgehend zerstört. Von 1972 bis 1983 renovierte der Bund die Gebäude mit den Innenräumen einschließlich der Fresken und Deckengemälde. Von Mai 1968 bis zum Jahr 1986 befand sich im heutigen Akademiegebäude ein autonomes Studentenwohnheim. Viele der Bewohner waren Künstler, die kulturelle Veranstaltungen organisierten. Der Maler [[K. R. H. Sonderborg]], der Dirigent Manfred Schreier und die Schauspielerin [[Bettina Kupfer]] waren häufige Gäste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist Schloss Solitude für Besichtigungen geöffnet. Es zählt zu den landeseigenen Monumenten und wird von den [[Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg|Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg]] verwaltet. Darüber hinaus ist seit 1990 in den Nebengebäuden des Schlosses, den beiden Offizien- und Kavaliersgebäuden, die [[Akademie Schloss Solitude]] untergebracht, die sich die Förderung des [[Künstlerische Forschung|künstlerischen]] Nachwuchses zur Aufgabe gemacht hat. Die Kavaliersgebäude dienen unter anderem als Wohnungen für Stipendiaten. Hier ist auch das [[Graevenitz-Museum]] untergebracht. Es zeigt Werke des Stuttgarter Bildhauers [[Fritz von Graevenitz]] (1892–1959).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Panorama ==&lt;br /&gt;
{{Panorama|Solitude pan-pjt.jpg|1500|Panorama}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Anker|Architektonische 1870}}&amp;#039;&amp;#039;Architektonische Studien. Herausgegeben vom Architekten-Verein. Kgl. Polytechnikum in Stuttgart&amp;#039;&amp;#039; 1870/ca. 1874, Heft 3, Blatt 4.&lt;br /&gt;
* Gotthilf Kleemann: &amp;#039;&amp;#039;Schloß Solitude bei Stuttgart. Aufbau – Glanzzeit – Niedergang&amp;#039;&amp;#039;. Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1966.&lt;br /&gt;
* Eberhard Fritz: &amp;#039;&amp;#039;Das Schloss in der Einsamkeit – Herzog Karl Eugen und sein Jagdschloss Solitude.&amp;#039;&amp;#039; In: Ludwigsburger Geschichtsblätter 68/2014. S. 99–134.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.schloss-solitude.de/ Offizielle Website von Schloss Solitude]&lt;br /&gt;
* [http://www.stgt.com/stuttgart/solitudd.htm Stuttgart-Information: Schloss Solitude]&lt;br /&gt;
* [http://www.solitude-soiree.de/ Solitude Soirée (Konzertreihe)]&lt;br /&gt;
* {{DDB-Suche|&amp;quot;Schloss Solitude&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
* {{Spk-digital|&amp;quot;Schloss Solitude&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
* [https://www.stadtlexikon-stuttgart.de/article/ef3f1a3b-ec4c-4863-83b5-8005921a04dd/Schloss_Solitude.html Michael Wenger: &amp;#039;&amp;#039;Schloss Solitude&amp;#039;&amp;#039;, publiziert am 19. April 2018 in: Stadtarchiv Stuttgart: &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Stuttgart.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* 3D-Modell des Schloss Solitude ([https://sketchfab.com/3d-models/schloss-solitude-b1f9810e80654723acd8db8899946e98 3D-Modell])&lt;br /&gt;
* [https://organindex.de/index.php?title=Stuttgart/Stuttgart-West,_Schloss_Solitude_(Schlosskapelle) Beschreibung der Orgel in der Schlosskapelle] auf &amp;#039;&amp;#039;Organ index&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Schlösser in und um Stuttgart}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/47/12.80/N |EW=9/5/3.48/E |type=landmark |region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4104827-1|LCCN=n94022807|VIAF=200558030|REMARK=Weiterer Datensatz unter {{GND|16299334-1}}.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Stuttgart|Solitude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstmuseum in Stuttgart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rokokobauwerk in Stuttgart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassizistisches Bauwerk in Stuttgart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Stuttgart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stuttgart-West]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1760er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa|Solitude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Hauses Württemberg|Solitude]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;LolLolLol3000</name></author>
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