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	<title>Schloss Rhede - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T05:00:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schloss_Rhede&amp;diff=384697&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tfjt: /* Familie von Rhede (Rethe/Reede) */</title>
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		<updated>2025-06-20T06:37:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Familie von Rhede (Rethe/Reede)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SchlossRhede01.jpg|mini|Haus Rhede von Nordwesten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:20140720 113716 Schloss Rhede, Rhede (DSC04387).jpg|mini|Luftaufnahme vom Herrenhaus und Gräften]]&lt;br /&gt;
Das [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haus Rhede&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, volkstümlich auch &amp;#039;&amp;#039;Schloss Rhede&amp;#039;&amp;#039; genannt, in der [[Rhede|gleichnamigen Stadt]] in [[Nordrhein-Westfalen]] kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Das zweiflügelige Herrenhaus wurde nahezu in seiner heutigen Form 1564 von Lubbert von Rhemen erbaut, geht aber auf eine [[Burg Rhede|Burg]] aus dem 13. Jahrhundert zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus erhebt sich zweigeschossig über einem Keller. Es besitzt zwei Gebäudeflügel aus [[Mauerziegel|Backstein]], die rechtwinkelig aneinander stoßen. Der Nordostflügel ist mit seinem geschweiften [[Staffelgiebel]] noch original aus dem Jahr 1564 erhalten und besitzt an seinen Giebelseiten Rautenbänder aus blau gebrannten Backsteinen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;denkmalliste&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schmalere Südwestflügel wurde 1845/46 auf alten Grundmauern seines Vorgängerbaus erweitert neu errichtet. Die ursprüngliche Form seiner [[Schweifgiebel]] ist hier nur vereinfacht nachgeahmt, und sein [[Satteldach]] wird von einem kleinen [[Dachreiter]] bekrönt. Eine zwölfstufige [[Freitreppe]] aus der Zeit um 1740 führt zum dortigen [[Portal (Architektur)|Portal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Winkel der beiden Flügel steht ein achteckiger Treppenturm mit drei Geschossen. Er besitzt eine zwiebelförmige Haube mit Schieferdeckung und trägt das Allianzwappen seiner Erbauer Lubbert von Rhemen und dessen Frau Hillegunde von [[Schloss Diepenbrock|Diepenbrock]] zu Kortenhorn. Die Gesamtanlage ist von einem viereckigen Wassergraben umgeben, die Hauptburginsel umschließt eine eigene, ovale [[Gräfte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus befindet sich in Privatbesitz und wird bewohnt; der Park ist nicht öffentlich zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Familie von Rhede (Rethe/Reede) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Van Reede wapen 1822.svg|mini|hochkant|Wappen derer von Rhede (van Reede), heute auch Teil des Stadtwappens]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Rhede (Adelsgeschlecht)}}&lt;br /&gt;
Anfang des 13. Jahrhunderts wird ein Ritter Werner von Rhede (damals &amp;#039;&amp;#039;Rethe&amp;#039;&amp;#039;) erwähnt. Für etwa die Mitte des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ist bereits eine Burganlage der Herren von Rhede auf der anderen Seite des Rheder Baches verbürgt, die [[Burg Rhede]], die vermutlich Werners Sohn &amp;#039;&amp;#039;Gerlach von Rethe genannt Bitter&amp;#039;&amp;#039; erbaut hat. Dieser wird in der Zeit von 1249 bis 1281 in zahlreichen Urkunden erwähnt. So führte er einen Prozess um das Rheder [[Kirchenpatronat]] mit dem [[Kloster Varlar]], den er 1249 verlor. Sein Bruder Werner hatte vier Söhne, von denen der zweite, Hinrikus, Grundherr in Rhede wurde. Ihm folgte dessen ältester Sohn Werner von 1300 bis 1336. Er gebrauchte die Schreibweise Werner von &amp;#039;&amp;#039;Rede&amp;#039;&amp;#039;. Ob einer der drei Söhne des Werner Herr auf Rhede geworden ist, kann urkundlich nicht mehr sicher nachgewiesen werden. Nach dem Lehnbuch des Fürstbischofs [[Florenz von Wevelinghoven]] hatte im Jahre 1379 ein Adolf von Rede den Herrensitz als bischöfliches [[Lehen]] inne, vermutlich der zweite Sohn des Werner. 1324 wurde die erste Burg während einer [[Fehde]] von bischöflichen Truppen zerstört, nachdem sich der damalige Burgherr Werner von Rhede gegen den [[Bistum Münster|Münsteraner]] Bischof [[Ludwig II. (Münster)|Ludwig II. von Hessen]] auf die Seite der [[Herzogtum Geldern|Grafen von Geldern]] gestellt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1344 wird ein Knappe Bitter von Rhede erwähnt; sein Enkel erbte durch Heirat Güter in der niederländischen [[Provinz Overijssel|Overijsselgegend]]. Die Familie zog dorthin und nannte sich &amp;#039;&amp;#039;van Reede&amp;#039;&amp;#039;. Sie besaß unter anderem [[Saasveld]], ab 1557 bis in die zweite Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts das [[Schloss Amerongen]], von 1634 bis 1671 das [[Schloss Drakensteyn]], ab 1688 das Gut Oudshoorn in [[Alphen aan den Rijn]] sowie das Kasteel Nederhorst bei [[Wijdemeren]]. Der Staatsmann [[Godart van Reede]] vertrat die [[Republik der Vereinigten Niederlande]] bei den Verhandlungen zum [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]]. Sein Enkel [[Godert de Ginkell, 1. Earl of Athlone|Godert]], der im Dienst des englischen Königs [[Wilhelm III. (Oranien)|Wilhelm von Oranien]] bedeutende Siege gegen die [[Jakobiten]] errungen hatte, wurde 1692 zur Erinnerung an die Schlacht bei [[Athlone]] (1691) zum erblichen [[Earl of Athlone]] und [[Baron Aghrim]] erhoben. Einer seiner Nachfahren, der 5.&amp;amp;nbsp;Earl, wurde 1790 auch zum [[Reichsgraf]]en von Reede erhoben. Die irischen und deutschen Titel erloschen 1844 beim Tod des 9. Earl. Ab 1822 erhielten andere Zweige der Familie den niederländischen Barons- und den Grafentitel. Der Zweig &amp;#039;&amp;#039;Van Reede van Oudtshoorn&amp;#039;&amp;#039; besteht bis heute.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe den niederländischen Artikel: &amp;#039;&amp;#039;[[:nl:Van Reede|Van Reede]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie von Rhemen ===&lt;br /&gt;
Im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts, wohl um 1370, hat ein Wechsel der Besitzer von Rhede stattgefunden, denn es erscheinen von nun an die [[Rhemen zu Barensfeld|Herren von Rhemen]] als Nachfolger der Herren von Rede.&amp;lt;ref&amp;gt;Rhede aus seiner Geschichte von Wilhelm Hagedorn, 1951; [[Anton Schmeddinghoff]], Westfälische Zeitschrift, 1934, Band 90.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die 1324 zerstörte ältere Burg wurde zwar wieder aufgebaut, jedoch machte sich Everhard von Rhemen die Stadt [[Bocholt]] zum Feind und so zerstörten 1388 Bocholter Truppen den Burgsitz mit Ausnahme des [[Bergfried]]s ein weiteres Mal. Eine weitere Zerstörung in den Jahren nach 1392 erscheint möglich. 1426 erbauten die Herren von Rhemen dann das heute noch stehende Schloss gegenüber dem alten am anderen Ufer des Rheder Baches; die alte Burg gehörte weiterhin zum Besitz, ist jedoch heute aufgrund späterer Umbauten und Überbauungen nicht mehr erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1426 gab der Bischof von Münster den Herren von Rhemen die Erlaubnis, das Haus „mit [[Bergfried]] und Beihaus“ an seinem jetzigen Standort neu zu errichten. Ein Nachfahr Everhards, Lubbert von Rhemen, ließ 1546 den Bergfried niederreißen und an jener Stelle gemeinsam mit seiner Frau Hillegunde von [[Schloss Diepenbrock|Diepenbrock]] zu Kortenhorn ein zweiflügeliges [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]], umgeben von einer doppelten [[Gräfte]], im Stil der [[Renaissance]] erbauen. Nachdem die männliche Linie des Hauses Rhemen 1695 ausgestorben war, wechselte das [[Schloss (Architektur)|Schloss]] Rhede mehrfach den Besitzer. 1843 verkaufte Graf Alexander von [[Wartensleben]] das Anwesen mit den Gütern Borg und Dorfbröcking für 65.000 [[Taler]] an [[Friedrich Lancelle|Laurenz Friedrich Lancelle]], einen Notar aus [[Emmerich am Rhein|Emmerich]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;lancelle4&amp;quot; /&amp;gt; Er ließ den alten Südwestflügel niederlegen und auf alten Fundamenten einen neuen errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie zu Salm-Salm ===&lt;br /&gt;
1860 erwarb Fürst [[Alfred Konstantin zu Salm-Salm]], Herr auf [[Schloss Anholt]], das Anwesen als Witwensitz für die Witwe seines Bruders Emil Prinz zu Salm-Salm (1820–1858), &amp;#039;&amp;#039;Agnes von Ising&amp;#039;&amp;#039; (1822–1887). [[Nikolaus Leopold Heinrich zu Salm-Salm]] (1906–1988) wählte Haus Rhede später als Wohnsitz, nachdem die [[Wasserburg Anholt]] in [[Isselburg]] während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] durch Bombentreffer zu 75 % beschädigt und unbewohnbar geworden war. Das Haus Rhede gehört bis heute der Familie [[Salm-Salm]] und wird derzeit von [[Emanuel Prinz zu Salm-Salm|Emanuel Fürst zu Salm-Salm]] bewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1980 wurde das Gebäude mitsamt dem direkt angrenzenden Park restauriert. Dabei wurde der ehemalige [[Putz (Baustoff)|Putz]] entfernt, damit die darunter liegenden Backsteine wieder zur Geltung kommen konnten. 2002–2006 wurden das Anwesen samt Nebengebäuden, die Ufer der Gräften sowie der Park kernsaniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Georg Dehio]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen&amp;#039;&amp;#039;. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; [[Deutscher Kunstverlag]], München 1969, S.&amp;amp;nbsp;482.&lt;br /&gt;
* Erich Tönspeterotto, Birgit Cremers-Schiemann: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser im Münsterland&amp;#039;&amp;#039;. Artcolor, Hamm 1994, ISBN 3-89261-125-4, S.&amp;amp;nbsp;165.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Rave: &amp;#039;&amp;#039;Kreis Borken&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen&amp;#039;&amp;#039;. Band 46). Aschendorff, Münster 1954, S. 429–433.&lt;br /&gt;
* [[Karl Eugen Mummenhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Profanbaukunst im Oberstift Münster von 1450 bis 1650&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Westfalen&amp;#039;&amp;#039;. Sonderheft 15). Aschendorff, Münster 1961, S.&amp;amp;nbsp;246&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
* {{Ebidat |ID=3159 |Name= |Autor=Stefan Eismann |Abruf=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;denkmalliste&amp;quot;&amp;gt;[http://p30354.typo3server.info/Haus-Schloss-Rhede.975.0.html Eintrag des Herrenhauses in der Denkmalliste der Stadt Rhede], abgerufen am 5.&amp;amp;nbsp;Juni 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lancelle4&amp;quot;&amp;gt;Hasso Lancelle: &amp;#039;&amp;#039;Jean Frangois Lancelle auf dem Isselmannshof in Hamminkeln.&amp;#039;&amp;#039; In: Hamminkelner Verkehrsverein e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hamminkeln Ruft.&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;29, Mai 1991, S.&amp;amp;nbsp;4 ([http://www.hvv-hamminkeln.de/files/H---Ruft-Nr.-29-Teil-1.pdf PDF]; 5,9&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Kreis Borken}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/50/24.50/N |EW=06/42/5.50/E |type=landmark |region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserschloss in Nordrhein-Westfalen|Rhede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Rhede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Kreis Borken|Rhede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhede (Adelsgeschlecht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salm-Salm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Rhede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa|Rhede]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tfjt</name></author>
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