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	<title>Schloss Rheda - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schloss_Rheda&amp;diff=230137&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-28887-74: Änderung 260617528 von ~2025-28887-74 rückgängig gemacht;</title>
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		<updated>2025-10-15T10:04:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/260617528&quot; title=&quot;Spezial:Diff/260617528&quot;&gt;260617528&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-28887-74&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-28887-74&quot;&gt;~2025-28887-74&lt;/a&gt; rückgängig gemacht;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:02 Schloss Rheda.jpg|mini|Schloss Rheda (Nordosten)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alexius Schloss Rheda Schloss vom Park.jpg|mini|Schloss Rheda (Südosten)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alexius Schloss Rheda Schlossmühle vom Schlossweg.jpg|mini|[[Ems]]wehr und Schlossmühle Rheda]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Alexius Schloss Rheda Orangerie.jpg|mini|[[Orangerie]] im Schlossgarten Rheda]]&lt;br /&gt;
[[Datei:03d1 Schloss Rheda.jpg|mini|[[Fürstlicher Marstall Schloss Rheda|Kutschenmuseum im Marstall]] (links) und Museum im Komödienhaus (rechts)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schloss Rheda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine ehemalige [[Wasserburg]] in [[Rheda-Wiedenbrück]], Kreis&lt;br /&gt;
Gütersloh ([[Nordrhein-Westfalen]]). International bekannt ist Schloss Rheda wegen seiner [[#Kapellenturm|Doppelkapelle]] aus der [[Staufer]]zeit und der wertvollen [[Fürstlich zu Bentheim-Tecklenburgische Musikbibliothek Rheda|Musikbibliothek]]. Die Musikaliensammlung ist seit 1966 als Leihgabe in der [[Universitäts- und Landesbibliothek Münster]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schloss Rheda zählt zu den mächtigen frühen Wasserburgen in [[Westfalen]], die zugleich Mittelpunkt einer reichsunmittelbaren [[Herrschaft (Territorium)|Herrschaft]] waren und den Wandel vom Wehrbau des [[Mittelalter]]s zur [[barock]]en [[Schloss (Architektur)|Residenz]] des Landesherrn durchmachten. Im Schutze der [[Burg]] erfolgte im [[14. Jahrhundert]] die Gründung der Stadt [[Rheda]] als wirtschaftlicher Mittelpunkt der kleinen [[Herrschaft Rheda]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss ist seit 1557 Stammsitz des [[Fürst]]enhauses zu [[Bentheim-Tecklenburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;PR&amp;quot;&amp;gt;[https://www.lwl.org/geodatenkultur/objekt/252674 Schlosspark Rheda, Rheda-Wiedenbrück] [[Landschaftsverband Westfalen-Lippe|Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)]], Münster 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Schloss- und [[Schlosspark Rheda|Parkanlage]] Rheda ist Teil der [[100-Schlösser-Route]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.muensterland.com/tourismus/themen/radfahren-muensterland/radrouten-muensterland/100-schloesser-route/100-schloesser-route-ostkurs/ 100-Schlösser-Route (Ostkurs)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorburg und Steinweg ==&lt;br /&gt;
Die von der [[Ems]] umflossene [[Vorburg]] von Schloss Rheda bewahrt mit ihren [[Fachwerkhaus|Fachwerkbauten]] noch weitgehend das Bild des 18. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ackergebäude ([[Landwirtschaft|Ökonomie]]) von 1732 im Süden folgt auf der Westseite in einem langen zweigeschossigen geraden Trakt der [[Marstall]] von 1760 mit [[Pferdestall]] und [[Remise]]. Der zu Seiten der Auffahrt in Fachwerk errichteten [[Bewachung|Wache]] und [[Kanzlei]] von 1780/81 im Norden entspricht auf der Südseite das Komödienhaus, erbaut 1790 als [[Hoftheater]].&lt;br /&gt;
Mit dem weiten Überstand ihrer [[Walmdach|Dachwalme]] rahmen sie die [[Werkstein]]pfeiler mit den reichen [[Schmiedeeisen|schmiedeeisernen]] Flügeln des Schlosstores.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kornmühle (Schlossmühle), ein stattlicher Fachwerkbau von 1772, und gegenüber einst die Ölmühle nutzen die Kraft des gestauten Wassers. Weiter westlich am Steinweg liegt die [[Orangerie]] inmitten des schon 1623 angelegten [[Schlosspark Rheda|Schlossgartens]]. 1988 wurde er nach Plänen aus dem 19. Jahrhundert restauriert und spiegelt die [[neobarock]]e [[Gartenkunst]] wider. Der schlichte Backsteinbau der Orangerie in [[klassizistisch]] strengen Formen wird durch die zweiflügelige Tür im übergiebelten [[Risalit]] betont und beiderseits durch je drei hohe Fenster gegliedert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SR&amp;quot;&amp;gt;Franz Mühlen: &amp;#039;&amp;#039;Schloß und Residenz Rheda.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Westfälische Kunststätten]].&amp;#039;&amp;#039; Heft 6). [[Westfälischer Heimatbund]], Münster 1979, {{DNB|800711343}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 1988 eröffneten [[Fürstlicher Marstall Schloss Rheda|Kutschenmuseum im Marstall]] sind eine stattliche Anzahl von [[Kutschwagen]], [[Schlitten]] und die 1788 in [[Gütersloh]] für das Schloss Rheda gebaute [[Feuerwehrspritze]] ausgestellt.&lt;br /&gt;
Das zeitgleich eröffnete Museum im Komödienhaus zeigt eine Spielzeug- und Kostümsammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baubeschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Burg Rheda bzw. das heutige Schloss Rheda liegt auf einer Sand[[düne]] inmitten der [[sumpf]]iger [[Niederung]] der oberen [[Ems]] nahe der Straße von [[Münster]] nach [[Paderborn]]. Die künstlich erhöhte Erdaufschüttung hebt die Kernburg mit dem zur [[Gräfte]] steil abgeböschten Burgplatz auf mehr als sechs Meter über dem Wasserspiegel der Ems. Höhe und Masse des Bodenaushubs deuten auf die Entwicklung aus einer mächtigen [[Motte (Burg)|Hochmotte]], einer besonders stattlichen [[Erdhügelburg]]. Sie bot den überhöht hinter Holz-Erde-Wällen oder Mauern stehenden Verteidigern sicheren Schutz gegen die Waffen der Zeit und war mit den damaligen Mitteln nur schwer zu erobern. Ihre große Fläche dürfte durch nachträgliche Abtragung des ursprünglich wesentlich höheren Erdkegels erweitert worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als bedeutendes Zeugnis des 13. Jahrhunderts ist der [[#Kapellenturm|Kapellenturm]], die Vereinigung von Torturm, [[Doppelkapelle]] und [[Wohnturm]] in einem einzigen Bauwerk, bis heute erhalten. Dieser mächtige, nahezu quadratische Turm von etwa 16 Meter Seitenlänge steht am westlichen Rand der überhöhten Oberburg. Wie bei fast allen Wasserburgen schützt auch hier eine [[Vorburg]] mit Wirtschaftsgebäuden auf einer eigenen Insel in einer Schleife der Ems den Zugang zur [[Kernburg|Oberburg]]. Und das [[Wehr (Wasserbau)|Wehr]] der Emsmühle (Schlossmühle) regelt die Wasserhaltung der zusätzlich ausgehobenen breiten Gräben. Die locker gruppierten Bauten mit der Mühle reichen nur bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück und lassen die einstige Sicherung der Zufahrt nur noch ahnen. Auch die Oberburg hat ihren wehrhaften Mauermantel abgelegt. An dem Kapellenturm schließen sich heute im weiten Bogen am Böschungsrand nach Südosten die neue Tordurchfahrt von 1719 und ein [[#Renaissancetrakt|Renaissancetrakt]] von 1612 an. Im rechten Winkel nach Nordosten folgt ein langgestreckter zweigeschossiger [[#Barocktrakt|barocker Schlossbau]] von 1745–47. Er lehnt sich an einen hohen Wohnturm (Bibliotheksturm) an, der dem Kapellenturm in seinen Ausmaßen entspricht.&lt;br /&gt;
Hofseitig links am Wohnturm bzw. [[#Bibliotheksturm|Bibliotheksturm]] angebaut ist der zweigeschossige barocke [[Küche]]ntrakt.&lt;br /&gt;
Damit bleiben der Kapellenturm und der Unterbau des zuletzt als Bibliotheksturm bezeichneten östlichen Wohnturmes die einzigen noch erhaltenen Bauwerke aus [[Romanik|romanischer]] Zeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss Rheda ist umgeben von einer weitläufigen historischen [[Schlosspark Rheda|Parkanlage]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;PR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberburg ==&lt;br /&gt;
=== Kapellenturm ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Rheda.jpg|mini|links|Schloss Rheda – Auffahrt zur [[Kernburg|Oberburg]] mit Kapellenturm (links)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der blockhaft hohe Bau des Tor- oder Kapellenturmes mit [[Lisenen]] aus [[Buckelquader]]n an der Außenfront ist auf drei Seiten mit [[Bruchstein]]en verblendet, während die vierte Seite zum Hof Mauerflächen aus [[Backstein]]en zeigt. Sowohl die Buckelquader als auch die Verwendung der Backsteine sind für Westfalen im 13. Jahrhundert außergewöhnlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Durchfahrt ist heute an beiden Seiten vermauert. Sie birgt heute das [[Archiv]]. Stattliche Kreisfenster an den Stirnseiten des dritten Geschosses verdeutlichen einen Sakralbau. [[Doppelkapelle]]n als [[Wehrkirche]]n und [[Romanische Landkirche mit profanem Obergeschoss|Kirchen mit profanem Obergeschoss]] gibt es auch andernorts, aber für Westfalen und als Kern einer Schlossanlage ist diese Kombination unüblich. Die Kapellengeschosse entstanden weitgehend im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts, belegt durch ein Fensterholz von 1223 [[Dendrochronologie|(d)]]. Darüber wurden noch im selben Jahrhundert zwei Wohngeschosse errichtet, belegt durch einen Abortsitz von 1273/1274 [[Dendrochronologie|(d)]]. Dort sind die Lisenen nicht mehr mit Buckelquadern verziert. Seine heutige Gestalt erhielt das jetzt nur noch eine Wohngeschoss allerdings erst durch einen Umbau Anfang des 17. Jahrhunderts (zusammen mit der [[Calvinismus|calvinistischen]] Umgestaltung der Kapelle) und die Wiederherstellung nach einem Brand im frühen 18. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Kapellenturm (Rheda) (03).jpg|mini|Inneres der Kapelle, Blick vom Altar nach Westen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2024 Kapellenturm (Rheda) (07).jpg|mini|hochkant|Inneres der Kapelle, Aufgang zur Empore]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Innern des Kapellenturmes wird das Erdgeschoss durch zwei [[Tonnengewölbe]] quer zur früheren Durchfahrt nach beiden Seiten räumlich erweitert. Die beiden folgenden Stockwerke nehmen die [[Burgkapelle]] auf. In ihrem Untergeschoss, dem zweiten des Turmes, ist sie nach Süden, Osten und Norden durch einen umlaufenden Verbindungsgang eingeengt.&lt;br /&gt;
Von der Nordseite dieses Ganges her bietet ein reiches Portal mit flankierenden Säulen den Zugang zum Kapellenraum.&lt;br /&gt;
Das entsprechende Außenportal gibt sich durch seine [[Neuromanik|neuromanischen]] Formen als nachträgliche Zutat zu erkennen. Am Ende dieses nördlichen Ganges liegt eine [[Wendeltreppe]] in der Mauerecke zwischen Außen- und Innenportal als einziger Zugang zum vierten Geschoss.&lt;br /&gt;
Im Innern rahmt eine Dreibogenstellung vor der Westwand auf hohen, schlanken, von Löwen getragenen Säulen die doppelläufige Treppe zum Obergeschoss der Kapelle, dem dritten des Turmes. Hier bietet der Platz über dem Umgang eine emporenartige Raumausweitung zu den Seiten und in geringerem Umfang nach Osten.&lt;br /&gt;
[[Bündelpfeiler]] geben der Kapelle die innere hallenartige Untergliederung in zwei [[Kirchenschiff|Mittelschiffjoche]] mit kuppeligen [[Kreuzrippengewölbe]]n, die durch rechteckig profilierte Längsgurte von den schmalen, tonnengewölbten Abseiten getrennt werden. Diese [[Domikalgewölbe|domikalen]] Kreuzrippengewölbe folgen dem Vorbild der [[Angevinisches Reich|angevinischen]] [[Gotik]] Westfrankreichs, das um 1200 in Westfalen übernommen wurde. Wie in der von 1184 bis 1222 errichteten Kirche des [[Zisterzienser]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;klosters [[Kloster Marienfeld (Harsewinkel)|Marienfeld]] sind zwar die Bögen und Gewölberippen aus Sandstein, aber die Gewölbeschalen aus Backstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tonnengewölbe unter den Emporen und über den Seitenschiffen gehören ebenso wie die berühmte Kapitellgruppe mit der Drachensäugerin noch der [[Romanik]] an, die spitzbogigen Rippengewölbe der Mitteljoche aber schon der [[Gotik]]. Derartige Kombinationen sind wiederum typisch für die [[Spätromanik]]. Zur ausklingenden Romanik wie zur beginnenden Gotik passen auch die beiden großen gelappten Kreisfenster, im Osten als [[Sechspass]] in besonders reicher Rahmung, im Westen als [[Vierpass]].&lt;br /&gt;
Dem bevorzugten Platz für den Burgherrn über der sog. [[Sakristei]] fehlt die architektonische Betonung, die andere [[Doppelkapelle]]n in der Achse des oberen Raumes gegenüber dem [[Altar]] bieten.&lt;br /&gt;
Das Portal und die obere Altarnische der Kapelle zeigen ähnliche flankierende Dreisäulengruppen wie die Klosterkirche von Marienfeld.&lt;br /&gt;
Das heutige Fehlen von Heiligenbildnissen erklärt sich aus der Umgestaltung nach calvinistischen Prinzipien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmale, vermauerte Öffnungen außen an der Südwand dieses Geschosses und der Ostwand können nur als Zugänge zu einem bis zu dieser Höhe reichenden Mauerkranz mit [[Wehrgang]] gedeutet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle füllenden Mauern des Turmes sind wie die Gewölbeschalen aus Backsteinen gemauert, während die Mauerecken und Architekturglieder aus dem gelben [[Sandstein]] des nahen [[Teutoburger Wald]]es gearbeitet wurden. Diese für [[Westfalen]] auffallend frühe Verwendung des Backsteins und die Beschränkung seiner Anwendung auf verputzte Mauern hat der Kapellenturm zu Rheda mit der nahen Abteikirche zu Marienfeld gemeinsam. In Marienfeld war der Backstein allerdings zunächst, veredelt durch eine [[Farbfassung]], sichtbar. Die gleichzeitig mit Marienfeld errichtete [[Große Marienkirche (Lippstadt)|Große Marienkirche]] in [[Lippstadt]] besteht hingegen ganz aus Naturstein, auch ihre Gewölbeschalen. Die gleiche Materialkombination der Gewölbe wie Marienfeld und Rheda weisen die [[Liebfrauenkirche (Bremen)|Bremer Liebfrauenkirche]] (deren Backsteinmauern bis in Traufenhöhe mit Sandstein verblendet sind) und [[St. Aegidius (Berne)|St. Aegidius]] in [[Berne]] auf, wohingegen die etwa gleichzeitig entstandene [[Stiftskirche Bassum]] südlich von Bremen, abgesehen von den Portalen und ein paar Eckquadern, ganz aus Backstein errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts der engen Beziehungen der Burgherrn in Rheda zum Kloster wird allgemein angenommen, dass er nach der Vollendung der Klosterkirche im Jahre 1222 die Bauleute von dort her übernommen und den Turm im dritten Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts ausgeführt hat. In ihm sind Torbau und Kapelle, Wehrbau und Sakralraum in einem bis ins letzte durchdachten System von [[Grundriss]] und [[Aufriss]] miteinander vereint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kapellenturm zu Rheda gilt als eines der großen Bauwerke der späten [[Staufer]]zeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renaissancetrakt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rheda Landpartie 2.JPG|mini|Schloss Rheda (Renaissancetrakt) [[Landpartie (Veranstaltung)|Gartenfestival]] „Frühling im Park“]]&lt;br /&gt;
Der schlichte [[Renaissance]]trakt von 1612 ersetzt einen Vorgängerbau, der weiter westlich stand, wie an Spuren eines früheren Dachanschlusses am Kapellenturm zu erkennen ist. Die heutige Westwand hat etwa den Verlauf der früheren Ostwand, mit leichter Knickung parallel zur inneren Gräfte. Er reicht wohl über die einstige [[Wehrmauer]] hinaus, auf die Reste eines breiten Fundamentes im Keller deuten, und zeigt nach Süden einen Drei[[staffelgiebel]] mit Kaminkopf in der [[Dachfirst|Firststaffel]].&lt;br /&gt;
Die Bauzier konzentriert sich auf der Hofseite, wo ein kleiner zweigeschossiger [[Erker]] mit [[Wappen]]fries zwischen Unter- und Obergeschoss die mittlere Einknickung der Front betont. Sechs säulengerahmte [[Portal (Architektur)|Portale]] – die beiden südlich durch das barocke Schloss verdeckt – und die bandartig aufgereihten, abwechselnd breiten und schmaleren Fenstern gliedern die Front und betonen mit einem [[Gesims|Sims]] zwischen den Geschossen die Horizontale.&lt;br /&gt;
Vor dem dritten Geschoss zieht sich unter dem Schutz des weit ausladenden Daches eine steinerne [[Galerie (Architektur)|Galerie]] hin. Die Formenwelt der Bauzier und vor allem die Galerie auf weit ausladenden [[Kragstein]]en verwenden Motive der [[Weserrenaissance]], ohne eine nähere Einordnung zu erlauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein [[Ölmalerei|Ölgemälde]] von Rheda aus der Zeit vor dem großen [[Brand]]e am 8. August 1718 zeigt, lag zwischen dem Renaissancetrakt und dem östlichen Turm an der Stelle des [[barock]]en Schlosses ein wohl noch mittelalterlicher Baukörper von zwei Geschossen mit Fachwerkgiebel; der östliche Turm hatte eine steile Spitze mit Ecktürmchen und der Kapellenturm eine hohe [[Laterne (Architektur)|Laterne]] auf geschweiften [[Haube (Architektur)|Haube]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Reheda (Merian).jpg|mini|links|Reheda 1647&amp;lt;ref&amp;gt;{{MerianTopo |Titel=Rheda |Band=8 |Seite=90}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Nach den Ratsprotokoll war das Feuer im alten [[Backhaus]] ausgebrochen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=und ist das alte und neue gebau in Asche gelegt mit dem Tempel Heren Thurm, deren Spitze völlig mit den zwey Klocken verschmoltzen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun zeigt die &amp;#039;&amp;#039;Topographia Westphaliae&amp;#039;&amp;#039; des [[Matthäus Merian]] von 1647 noch einen dritten, gleich mächtigen Turm, der bei aller Ungenauigkeit der Darstellung auf der [[Vorburg]] gelegen haben müsste. Sein schwerer rechteckiger Baukörper mit Rundtürmen auf den Ecken noch [[Romanik|romanischen]] Fensteröffnungen wirkt wie einer der als [[Donjon]] bezeichneten, von Frankreich her übernommenen Wohntürme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barocktrakt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rheda Landpartie 1.JPG|mini|Schloss Rheda (Barocktrakt) [[Landpartie (Veranstaltung)|Gartenfestival]] „Frühling im Park“]]&lt;br /&gt;
Der Brand von 1718 war wohl der Anlass, die Gebäude auf der Südseite durch einen Neubau des [[Barock]] abzulösen. Während sonst Planungen des 18. Jahrhunderts in zeitgenössischer Prachtentfaltung vielfach bis an die Grenze der wirtschaftlichen Möglichkeiten oder darüber hinausgingen, ließ hier der Landesherr [[Moritz Kasimir I. (Bentheim-Tecklenburg)|Graf Moritz Casimir I. von Bentheim-Tecklenburg]] einen auffallend schlichten zweigeschossigen Backsteinbau mit Werksteingliederungen errichten. Nach den Plänen des Ingenieuroffiziers Treu ist eine lange Hoffront nur durch einen fünfachsigen [[Mittelrisalit]] mit segmentförmigen Giebel gegliedert. Der Haupteingang wird von einer breiten [[Freitreppe]] und einer großen Uhr im Giebel betont. Der große Saal (weißer Saal) im Erdgeschoss hat zur Parkseite einen Ausgang mit [[Loggia]] und [[Terrasse (Architektur)|Terrasse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ausführende Baumeister Schrader aus [[Gildehaus (Bad Bentheim)|Gildehaus]] in der [[Grafschaft Bentheim]] korrigierte die Proportion und gab der Front mit dem Portal durch die krönende [[Kartusche (Kunst)|Schriftkartusche]] einen zeitgemäßen Akzent. Das groß angelegte Stiegenhaus mit doppelläufiger [[Eichen]]-Treppe, das sich in der Formensprache des späten 19. Jahrhunderts zeigt, bietet die gleiche Schlichtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stuck|Stukkaturen]] des großen Saales, die der [[Münster]]aner Joseph Geitner, ein Mitarbeiter [[Johann Conrad Schlaun]]s, 1754 fertigstellte, spiegeln den eleganten Geschmack der Zeit wieder.&lt;br /&gt;
Sehr gute Stuckdecken dieser Zeit sind auch in den östlich anschließenden Wohnräumen erhalten. So zeigt eine Stuckdecke in der [[Voute]] bewegte [[Rocaille]]n, eine andere Decke die [[Elisabeth von Thüringen|Heilige Elisabeth]] in einem Kranz von [[Rosen]]. Dadurch erinnerte der reformierte Bauherr den Beschauer daran, dass er mit den [[Landgrafschaft Hessen|Landgrafen von Hessen]] und somit auch mit ihr verwandt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Wohnräume im Anschluss an den großen Saal haben die Decken bewahrt, aber zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Neuausstattung mit [[Tapete]]n, [[Ofen|Öfen]] und [[Möbel]]n erfahren. Während der zwischenzeitlichen Nutzung des Schlosses als Heim für pflegebedürftige Kinder waren sie sorgfältig abgekleidet.&lt;br /&gt;
Eine dieser Tapeten, die Alpenlandschaften mit [[Matterhorn]] und Teufelsbrücke unter dem Thema „vue de la suisse“ aus der Zeit um 1810 zeigt, ist in ihrer Art einmalig. Sie wurde in der [[Manufaktur]] [[Zuber et Cie]] in [[Rixheim]] bei [[Mülhausen]] ([[Elsass]]) vom Chef[[dessinateur]] A. B. Mongin entworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der besondere Reiz der Räume liegt in der Einheit, die die starkfarbenen Tapeten mit den gusseisernen Öfen und Möbeln der Zeit bilden. Bei aller [[klassizistisch]]en Strenge der Formen überrascht der Einfallsreichtum der [[Ornamente]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bibliotheksturm ===&lt;br /&gt;
[[Datei:2007-09-30,01b, Schloss Rheda,Schlosswiesen überflutet.jpg|mini|Schloss Rheda – Barocktrakt mit  Bibliotheksturm (rechts)]]&lt;br /&gt;
Dieser Turm auf der Ostseite der Oberburg wurde bisher wegen seiner [[spätgotisch]]en Obergeschosse meist in das 14. Jahrhundert datiert. Doch ist der völlig ungegliederte Kern mit zwei rundbogigen Zugängen vom Hof her in das mehr als einen halben Meter unter dem heutigen Platzniveau liegende Erdgeschoss wesentlich älter.&lt;br /&gt;
Einbauten jüngerer Zeit in die nördlichen Hälfte des Erdgeschosses und Holzdecken in diesem bis auf spärliche Lichtschlitze dunklen Kern lassen im Innern nur einen schweren, senkrechten Holzstiel erkennen. Er stützt in der Mitte die von Wand zu Wand durchlaufenden Holzdecken. Dem Erdgeschoss folgt ein niedriger Zwischenboden und darüber ein höherer, heute vom Schloss her zugänglicher fensterloser Raum.&lt;br /&gt;
Der Kern des Turms überragt die [[Traufe]] des heutigen Schlossbaus und reicht unzweifelhaft noch in das [[Hochmittelalter]] zurück, lässt sich aber wegen seiner Schlichtheit zeitlich nicht näher datieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des [[Spätmittelalter]]s muss man die beiden oberen Geschosse des Turmes datieren. Über dem hohen ungegliederten Stumpf der [[Romanik]] lassen sie mit ihren durch Wasserschläge abgesetzten Geschossen und schlanken Steinkreuzfenstern den Wohnbau aus der Zeit ohne schwere [[Feuerwaffe]]n erkennen.&lt;br /&gt;
Das untere, das vom Dachraum des [[barock]]en Schlosses zugänglich ist, birgt seit dem Ende des 18. Jahrhunderts die [[Bibliothek]]. Die tiefen Fensternischen haben seitlich steinerne Sitzbänke. In der Nordwestecke führen fünf steinerne Stufen in der Nische zu einer Tür, die heute in das Spitzdach der angebauten Küche führt, letztlich aber ein Beleg für den frühen [[Wehrgang]] in dieser Höhe ist. Während der steinerne [[Kamin]]sturz dieses Raumes die Formen des frühen 17. Jahrhunderts zeigt, weist der holzgeschnitzte des darüberliegenden Raumes mit seiner [[Ornament]]ik in die Mitte des 16. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
Es ist die Zeit des Grafen [[Konrad von Tecklenburg-Schwerin|Konrad von Tecklenburg]] und seiner Erbtochter [[Anna von Tecklenburg-Schwerin|Anna]], die durch Heirat auch die [[Herrschaft Rheda]] an die Grafen von [[Bentheim-Tecklenburg|Bentheim]] brachte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 18. Jahrhunderts wurde im alten Wohnturm die [[Fürstlich zu Bentheim-Tecklenburgische Musikbibliothek Rheda|Musikbibliothek]] untergebracht, die wertvolle Sammlung ist seit 1966 als [[Leihgabe]] in der [[Universitäts- und Landesbibliothek Münster]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlosspark ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schlosspark Rheda}}&lt;br /&gt;
Der Schlosspark Rheda ist eine, schon 1623 nachweisbare, historische Garten- und Parkanlage die seit 1842 öffentlich zugängliche ist.&lt;br /&gt;
Die Anlage ist eingebunden in das [[European Garden Heritage Network]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;PR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bentheim-St-Wappen.png|mini|links|hochkant|Stammwappen der Grafen zu Bentheim]]&lt;br /&gt;
Eine [[Burg]]anlage wurde erstmals 1170 erwähnt. Die Herrschaft geht auf das [[Freigericht (Freigrafschaft)|Freigericht]] Rheda mit [[Vogt]]eirechten an den Klöstern [[Kloster Liesborn|Liesborn]] und [[St. Bonifatius (Freckenhorst)|Freckenhorst]] zurück, die um 1170 in den Händen des [[Widukind von Rheda]] lagen. Widukind errichtete am Emsübergang zwischen Münster und Paderborn eine Wasserburg, das heutige Schloss Rheda. Nach dem Tod Widukinds auf dem [[Dritter Kreuzzug|Kreuzzug Barbarossas]] kam die Herrschaft nach 1190 an die [[Haus Lippe|Edelherren zur Lippe]] unter [[Bernhard II. (Lippe)|Bernhard II. zur Lippe]]. Bernhards Nachfolger [[Hermann II. (Lippe)|Hermann II.]] baute die Burg Rheda zu einer der größten Burgen Norddeutschlands aus. Zugleich verlegte er den Sitz der Freiherren zur Lippe von [[Lippstadt]] nach Rheda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod [[Simon I. (Lippe)|Simon I. zur Lippe]] 1344 kam Rheda in der [[Zweite Lippische Teilung|Zweiten Lippischen Teilung]] an [[Bernhard V. (Lippe)|Bernhard V. zur Lippe]]. Nach dessen söhnelosen Tod 1364 entstand eine [[Fehde]] zwischen dem eigentlichen Erben [[Simon III. (Lippe)|Simon III. zur Lippe]] sowie Bernhards Schwiegersohn [[Otto VI. (Tecklenburg)|Otto VI. von Tecklenburg]], der sich der Herrschaft bemächtigte. Die Fehde wurde erst 1491 durch Zahlung einer Geldsumme endgültig beigelegt, die Herrschaft Rheda blieb aber seit Otto unter der Herrschaft der [[Grafschaft Tecklenburg|Grafen von Tecklenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Heirat gelangten Burg und die [[Herrschaft Rheda]] 1557 in den Besitz der [[Bentheim-Tecklenburg|Grafen von Bentheim]]. Das Schloss wird bis heute als Wohnsitz von der Familie des [[Fürst]]en zu Bentheim-Tecklenburg genutzt und ist in Teilen als Museum zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kapellenturm ist täglich zu besichtigen. Im Sommer finden zusätzlich Führungen statt. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen ein [[Kutschenmuseum]] im [[Fürstlicher Marstall Schloss Rheda|Fürstlichen Marstall]] und eine Spielzeug- und Kostümsammlung im Komödienhaus.&lt;br /&gt;
Die [[Orangerie]] im historischen [[Schlosspark Rheda|Schlossgarten]] wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt, kann aber auch gemietet werden.&lt;br /&gt;
Von 2003 bis 2016 fanden alljährlich auf dem Gelände des Schlosses das [[Landpartie (Veranstaltung)|Gartenfestival]] „Frühling im Park“ statt. Ab 2017 wurde die Veranstaltung in den Schloss- und Klostergarten [[Stift Clarholz|Clarholz]] verlegt und ein Jahr später eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Café]] Schlossmühle, mit Kaffee- und Biergarten an der [[Ems]], ist nur in den Sommermonaten geöffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-de.facebook.com/SchlossmuehleRheda Schlossmühle Rheda] auf: [[Facebook]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Schloss Rheda befindet sich auch das [[Rötteken-Palais]], das [[Haus Bosfeld]] (6 km von Rheda), das [[Schloss Hohenlimburg]], sowie die ehemaligen Klöster in [[Benediktinerinnenkloster Herzebrock|Herzebrock]] und [[Stift Clarholz|Clarholz]] im Besitz des Fürstenhauses zu [[Bentheim-Tecklenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlossanlage Rheda ist Teil der [[100-Schlösser-Route]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.muensterland.com/tourismus/themen/erlebnis-region-muensterland/burgen-und-schloesser-im-muensterland/schloss-rheda/ Umgeben von historischen Altstädten – Schloss Rheda]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Die [[Universität Bielefeld]] wurde 1969 im Schloss Rheda gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.uni-bielefeld.de/uni/profil/geschichte-universitaet/ |titel=Geschichte der Universität Bielefeld - Universität Bielefeld |sprache=de |abruf=2024-05-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://chronik.uni-bielefeld.de/chronik/einzigartig-die-gruendung-der-fakultaet-fuer-soziologie/ |titel=Einzigartig – die Gründung der Fakultät für Soziologie – Chronik - Universität Bielefeld |sprache=de |abruf=2024-05-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://chronik.uni-bielefeld.de/chronik/das-zentrum-der-universitaet-nimmt-seine-arbeit-in-schloss-rheda-auf/ |titel=Das „Zentrum der Universität“ nimmt seine Arbeit im Schloss Rheda auf – Chronik - Universität Bielefeld |sprache=de |abruf=2024-05-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 wurde vom [[Collegium Aureum]] auf Originalinstrumenten eine [[Schallplatte]] nach [[Manuskript]]en aus der [[Fürstlich zu Bentheim-Tecklenburgische Musikbibliothek Rheda|Fürstlich zu Bentheim-Tecklenburgischen Musikbibliothek Rheda]] eingespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 besuchte die englische Autorin [[Rosamunde Pilcher]] (1924–2019) ihre Großnichte Marissa auf Schloss Rheda. Marissa ist die Ehefrau von [[Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg]]. Damals wurde eine [[Rosen|Rose]] im [[Schlosspark Rheda]] nach ihr benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreisguetersloh/rheda-wiedenbrueck/Erinnerungen-an-Rosamunde-Pilcher-09bb5708-f88e-49d3-8fe0-2e248a5f91b1-ds &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Rosamunde Pilcher&amp;#039;&amp;#039;.] [[Die Glocke (Tageszeitung)|Die Glocke]].online, abgerufen am 18. Mai 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon mehrmals wurden für das [[Fernsehen]] [[Reportage]]n auf Schloss Rheda gedreht, so von [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fernsehserien.de/beikirchers-entdeckungen/folgen/02-der-meuchelmord-225136 &amp;#039;&amp;#039;Beikirchers Entdeckungen: 2. Der Meuchelmord&amp;#039;&amp;#039;] [[Fernsehserien.de]] WDR 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[ARD]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://programm.ard.de/TV/Programm/Sender/?sendung=287215618421310 &amp;#039;&amp;#039;Dynastien in NRW – Die Fürsten zu Bentheim-Tecklenburg&amp;#039;&amp;#039;] [[Tagesschau24]] ARD 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[ZDFzeit]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=7tKpOP5Uyog (Neue Doku!) &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche Adel (2) Von Fürsten, Schlössern und Manieren&amp;#039;&amp;#039;] [[Phoenix (Fernsehsender)|Phoenix]] - Doku auf [[YouTube]] 6. März 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2012 berichtete die Zeitschrift [[Stern (Zeitschrift)|&amp;#039;&amp;#039;Stern&amp;#039;&amp;#039;]] in seinem Artikel: &amp;#039;&amp;#039;Adel in Deutschland – Die neue Macht eines alten Standes.&amp;#039;&amp;#039; Mit Text und Bildern u.&amp;amp;nbsp;a. auch von Schloss Rheda.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]] Nr. 48, Ausgabe vom 22. November 2012, Seite 68–81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Nach Erscheinungsjahr geordnet&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Karl Kennepohl: &amp;#039;&amp;#039;Die Münzen der Grafschaften Bentheim und Tecklenburg sowie der Herrschaft Rheda.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt 1927.&lt;br /&gt;
* Oskar Schürer: &amp;#039;&amp;#039;Romanische Doppelkapellen, Eine typengeschichtliche Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039; 5, 1929, S. 99–192.&lt;br /&gt;
* Hans Thümmler: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung der Edelherren zur Lippe für die Ausbreitung der westfälischen Baukunst im 13. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Westfalen – Hanse - Ostseeraum.&amp;#039;&amp;#039; Münster 1955, S. 161–169. (Veröffentlichungen des Provinzialinstituts für Westfälische Landes- und Volkskunde Heft 7)&lt;br /&gt;
* Franz Mühlen: &amp;#039;&amp;#039;Schloß und Kapellenturm zu Rheda, Beobachtungen bei den Restaurierungsarbeiten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; 46, 1968, S. 62–76.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dehio Nordrhein-Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; bearbeitet von Dorothea Kluge und Wilfried Hansmann. München/Berlin 1969, S. 478–82.&lt;br /&gt;
* [[Adolf zu Bentheim-Tecklenburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Schönes Altes Rheda.&amp;#039;&amp;#039; Erinnerungen des Fürsten Adolf zu Bentheim-Tecklenburg, Selbstverlag, 1975.&lt;br /&gt;
* Hermann Maué: &amp;#039;&amp;#039;Rheinisch-staufische Bauformen und Bauornamentik in der Architektur Westfalens.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1975, S. 101–108. (Dissertation Münster 1975, 7. Veröffentlichung der Abteilung Architektur des Kunsthistorischen Instituts der Universität Köln)&lt;br /&gt;
* Ulrich Stevens: &amp;#039;&amp;#039;Burgkapellen im deutschen Sprachraum.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1978, S. 176–189. (Diss. Köln 1978, 14. Veröffentlichung der Abteilung Architektur des Kunsthistorischen Instituts der Universität Köln)&lt;br /&gt;
* Hans-Joachim Böckenholt: &amp;#039;&amp;#039;Schloß und Herrschaft Rheda.&amp;#039;&amp;#039; Harsewinkel 1979. (Historische Kurzmonographien westfälischer Schlösser Bd. 1)&lt;br /&gt;
* Franz Mühlen: &amp;#039;&amp;#039;Schloß und Residenz Rheda.&amp;#039;&amp;#039; Münster 1979. ([[Westfälische Kunststätten]], Heft 6)&lt;br /&gt;
* Horst Conrad: &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zur Baugeschichte des Schlosses Rheda.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Westfälische Zeitschrift, Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; 139, 1989, S. 239–273.&lt;br /&gt;
* Bernhard Schütz, Wolfgang Müller: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Romanik, Die Kirchenbauten der Kaiser, Bischöfe und Klöster.&amp;#039;&amp;#039; Freiburg/Basel/Wien 1989, S. 549.&lt;br /&gt;
* Heinrich Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Hermann II. zur Lippe und seine geistlichen Brüder, Zum Verhältnis von adeligem Selbstverständnis und norddeutscher Bauernfreiheit im 13. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Westfälische Zeitschrift, Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; 140, 1990, S. 209–232.&lt;br /&gt;
* Friedrich-Wilhelm Krahe: &amp;#039;&amp;#039;Burgen des deutschen Mittelalters. Grundriss-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Flechsig Verlag, Würzburg 2000, ISBN 978-3-88189-360-2, S. 501.&lt;br /&gt;
* Hermann Schaub: &amp;#039;&amp;#039;Die Herrschaft Rheda und ihre Residenzstadt. Von den Anfängen bis zum Ende des Alten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2006, ISBN 978-3-89534-610-1.&lt;br /&gt;
* Jürgen Kindler, Wolfgang-A. Lewe: &amp;#039;&amp;#039;Die Schlossmühle in Rheda.&amp;#039;&amp;#039; Rhedaer Schriften, Heft 11, Rheda-Wiedenbrück 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.schloss-rheda.de/ Website von Schloss Rheda]&lt;br /&gt;
* [https://www.gaerten-in-westfalen.de/de/garten-und-parks-in-westfalen-lippe/zu-den-garten-und-parks-in-westfalen-lippe/rheda-wiedenbruck-schlossgarten-rheda/ Schlossgarten Rheda] auf: Gärten &amp;amp; Parks in Westfalen-Lippe&lt;br /&gt;
* Horst Conrad: &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zur Baugeschichte des Schlosses Rheda Westfälische Geschichte&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Westfälische Zeitschrift.&amp;#039;&amp;#039; 139, 1989 ([https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/txt/wz-9399.pdf lwl.org], PDF)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=&lt;br /&gt;
   |url=https://www.lwl.org/marsLWL/de/instance/ko/Schloss-Rheda.xhtml?oid=2144&lt;br /&gt;
   |titel=Bildarchiv für Westfalen: Schloss Rheda&lt;br /&gt;
   |werk=LWL-Medienzentrum&lt;br /&gt;
   |hrsg=Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)&lt;br /&gt;
   |datum=&lt;br /&gt;
   |abruf=2018-11-24}}&lt;br /&gt;
* {{Ebidat |ID=2655 |Name=Schloss Rheda}}&lt;br /&gt;
* [http://www.westfaelische-geschichte.de/arc147 Urkundenregesten aus dem Fürstlichen Archiv Rheda] / Digitale Westfälische Urkunden-Datenbank (DWUD)&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4842538-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/51/03/N |EW=08/17/49/E |type=landmark |region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4842538-2|LCCN=sh2003003964|VIAF=242764935}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rheda}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haus Bentheim|.Schloss Rheda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Hauses Lippe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissancebauwerk in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserschloss in Nordrhein-Westfalen|Rheda, Schloss]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage im Kreis Gütersloh|Rheda, Schlosspark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Kreis Gütersloh]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Rheda-Wiedenbrück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 12. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archiv (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum im Kreis Gütersloh]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsmuseum in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kutschenmuseum]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Bauwerk in Rheda-Wiedenbrück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Rheda-Wiedenbrück)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Parkanlage in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
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