<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Schloss_Rastede</id>
	<title>Schloss Rastede - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Schloss_Rastede"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schloss_Rastede&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T14:28:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schloss_Rastede&amp;diff=293347&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schloss_Rastede&amp;diff=293347&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-04-17T15:05:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rastede, Schloss, 2019-10 CN-04.jpg|mini|Schloss Rastede – Hauptgebäude]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schloss Rastede&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Landschloss in [[Rastede]], [[Landkreis Ammerland|Ammerland]], in der Nähe von [[Oldenburg (Oldenburg)|Oldenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Schloss ==&lt;br /&gt;
Das [[Schloss (Gebäude)|Schloss]] in Rastede war für lange Zeit die Residenz der Grafen und Großherzöge des [[Haus Oldenburg|Hauses Oldenburg]] und befindet sich noch heute in Familienbesitz. Das Gebäude ist beispielhaft für den Oldenburger [[Klassizismus]], der durch den [[Herzog]] [[Peter I. (Oldenburg)|Peter Friedrich Ludwig]] nach Oldenburg gebracht wurde, und auch der wichtigste [[Profanbau]] im [[Landkreis Ammerland|Ammerland]]. Das der Öffentlichkeit nicht zugängliche Schloss liegt inmitten einer Parklandschaft im englischen Stil. Gegenüber dem Schloss liegt das gemeindeeigene Erbprinzenpalais, das heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird und das Gemeindearchiv beherbergt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vom Kloster zum Schloss ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Reformation]] verlor das [[Kloster Rastede]] seine geistliche Grundlage. Durch Rentenzahlungen an die Mönche gelang es Graf [[Christoph von Oldenburg]], [[Domherr]] in [[Köln]] und Bruder des amtierenden Grafen [[Anton I. (Oldenburg)|Anton I.]], Provisor (&amp;#039;&amp;#039;Verwalter&amp;#039;&amp;#039;) des aussterbenden Ordens zu werden. Nachdem der letzte Mönch 1529 das Kloster verlassen hatte, verglich sich Christopher mit seinen Brüdern und baute sich eine „gemächliche Wohnung“ am Kloster. Mit dem Tode des ehemaligen Domherrn im Jahre 1566 verlor das Gebäude auch den letzten Anschein kirchlicher Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pferdeliebhaber Graf [[Anton Günther (Oldenburg)|Anton Günther]] (1583–1667) ließ 1612 einen großen [[Marstall]] am Kloster errichten. Im Jahr 1643 wurde das alte Abthaus abgerissen, und der Graf ließ sich dort ein Jagdschloss bauen, das er gerne als Sommerresidenz nutzte. Mit einem mittigen Treppenturm mit Zwiebeldach und zweigeschossigen Seitenflügeln, rechts und links, mit jeweils vier Fensterachsen hatte das Schloss die typische Form der [[barock]]en Regentensitze im 17. Jahrhundert. 1657 wurde der ehemalige Mönchshof in einen „Lustgarten“ verwandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Dänenzeit ===&lt;br /&gt;
Mit dem Tode Graf Anton Günthers 1667 fiel die [[Grafschaft Oldenburg]] und somit auch das Schloss Rastede an die [[Stammliste des Hauses Oldenburg#Königliche Linie Dänemark|königlich-dänische Linie]] des Hauses Oldenburg. Die Dänen interessierten sich nicht sonderlich für Oldenburg, und so diente auch das Schloss über vier Jahrzehnte lang von 1701 bis 1744 auf Befehl des dänischen Königs [[Friedrich IV. (Dänemark und Norwegen)|Friedrich IV.]] lediglich als [[Verbannung]]sort für die in Ungnade geratene Prinzessin [[Sophie Eleonore von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1750 verkaufte der dänische Statthalter [[Rochus Friedrich zu Lynar (Diplomat)|Rochus Friedrich Graf von Lynar]] das Schloss an den Justizrat Christoph Römer in bürgerlichen Besitz. Dieser ließ das Schloss vom [[Niederlande|niederländischen]] Architekten [[Cornelis Redelykheid]] nach holländischem Vorbild in einen dreiflügligen Gebäudetrakt mit vielen barocktypischen [[Verkröpfung]]en und [[Risalit]]en umbauen. Den Garten ließ er im französischen Stil angelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Peter Friedrich Ludwig ===&lt;br /&gt;
1777 erwarb der spätere Großherzog [[Peter I. (Oldenburg)|Peter Friedrich Ludwig]] das Schloss und ließ es von 1780 bis 1791 zeitgemäß umgestalten. Zunächst leitete der Landbauinspektor [[Johann Heinrich Gottlieb Becker]] (1747–1818) und später unter dessen Nachfolger [[Joseph Bernhard Winck]], der auch die klassizistische Umgestaltung der Oldenburger&lt;br /&gt;
[[Lambertikirche (Oldenburg)|Lambertikirche]] beaufsichtigte, die Umbaumaßnahmen, die aber das Schloss noch nicht von seinem barocken Charakter befreiten. Der Schlosspark wurde vom 1784 als [[Landschaftsarchitektur|Gartenarchitekten]] berufenen [[Carl Ferdinand Bosse]] angelegt. Bosse brachte auch den [[Rhododendron]] ins Ammerland, der später zum Wahrzeichen des Landkreises werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Okkupation|Besatzung]] [[Oldenburg (Land)|Oldenburgs]] durch die Truppen von [[Napoléon Bonaparte]] und der Rückkehr Peter Friedrich Ludwigs aus dem russischen [[Exil]] 1813 reiften die Pläne für den jetzigen klassizistischen Stil des Schlosses. Im Jahre 1816 wurde der Nordflügel unter Leitung von [[Carl Slevogt (Architekt)|Carl Heinrich Slevogt]] und [[Otto Lasius]] neu entworfen und das Dachgeschoss verändert. Der Bildhauer [[Eduard Demitrius Högl]] versah den Saal des Schlosses mit [[Stuck]]aturen. Der Mittelbau der Residenz brannte 1968 nach gerade beendeten Renovierungsarbeiten aus und wurde im Anschluss sofort wieder im ursprünglichen Zustand wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Erbprinzenpalais ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Erbprinzenpalais und Palaisgarten Rastede (2023).jpg|mini|Erbprinzenpalais und Palaisgarten]]&lt;br /&gt;
Das Erbprinzenpalais befindet sich heute auf der gegenüberliegenden Seite der vor dem Schloss entlangführenden Landstraße. Es wurde 1822 von Peter Friedrich Ludwig vom herzoglichen Reisemarschall [[Schmettau (Adelsgeschlecht)|Schmettau]] erworben, der es bis dahin als Landhaus genutzt hatte. Der Herzog ließ das Gebäude für seinen Sohn, den Erbprinzen [[August I. (Oldenburg)|Paul Friedrich August]], nach klassizistischem Vorbild umbauen und ließ einen englischen Landschaftsgarten anlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1882 ließ Paul Friedrich Augusts Sohn, der damalige Großherzog [[Peter II. (Oldenburg)|Nikolaus Friedrich Peter]], das Gebäude dem Zeitgeist entsprechend während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Stile des [[Historismus]] umbauen. Dieses stilistische Erscheinungsbild ist bis heute erhalten. Nach einer [[Restaurierung]] in den 1980er Jahren dient das gemeindeeigene Palais den Bürgern von Rastede als Kulturzentrum und Veranstaltungsort (&amp;#039;&amp;#039;Palais Rastede&amp;#039;&amp;#039;). Es beherbergt unter anderem das Gemeindearchiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wohnte auch die Tochter von [[Friedrich August (Oldenburg, Großherzog)|Friedrich August II.]], [[Sophie Charlotte von Oldenburg]], die mit [[Eitel Friedrich von Preußen|Eitel Friedrich]] Prinz von [[Preußen]], dem zweitältesten Sohn von Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] verheiratet war, nachdem sie sich von ihm 1926 getrennt hatte. Es wurde auch als Palaishaus bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Kavalierhaus ==&lt;br /&gt;
Das Kavalierhaus befindet sich rechts vor dem Schloss. Es wurde von der herzoglichen Familie als Gästehaus genutzt. Im Kavalierhaus wohnte nach dem Tod von [[Friedrich August (Oldenburg, Großherzog)|Friedrich August II.]] 1931 seine zweite Ehefrau [[Elisabeth zu Mecklenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Hirschtor ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rastede, Schlosspark, Hirschtor, 2019-10 CN-02.jpg|miniatur|Das Hirschtor – Eingang zum Schlosspark]]&lt;br /&gt;
Der herrschaftliche Eingang zum Rasteder Schlosspark wurde im Jahr 1870 unter Großherzog Nikolaus Friedrich Peter errichtet. Die nachgebildeten [[Hirsche]] auf dem Tor stehen für die [[Rothirsch]]e (und später wegen des verursachten Waldschadens [[Damhirsch]]e), die damals im eingezäunten Areal des Schlossparks zu finden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden die ursprünglichen Hirsche 1945 demontiert und verschwanden spurlos. Die Toranlage verfiel in den folgenden Jahrzehnten. 1983 wurde ein &amp;#039;&amp;#039;Förderkreis Hirschtor&amp;#039;&amp;#039; gegründet, und im Jahr 1988 konnte nach einer Zusage der Kostenübernahme seitens der Gemeinde Rastede mit der Restaurierung der beschädigten und zerfallenen Teile begonnen werden. Alle Balustraden und Endpfeiler mussten ersetzt werden. Das Hirschpaar wurde erst 1995 dem Tor zugefügt und durch private Spenden finanziert. 1996 wurden den Endpfeilern die Vasen aufgesetzt, und ein Jahr später konnte das verzierte Gittertor eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
Schloss Rastede zählt zu den Veranstaltungsorten der [[Rasteder Musiktage]]. Der 2014 verstorbene [[Anton Günther Herzog von Oldenburg]] gab regelmäßig Empfänge für die auftretenden Musiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloßwohnung Rastede.jpg|miniatur|hochkant|Dienstwohnung des Schlossverwalters (1930)]]&lt;br /&gt;
Im Schloss wurden geboren:&lt;br /&gt;
* [[August I. (Oldenburg)|Großherzog Paul Friedrich August]] (1783)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Schloss verstarben:&lt;br /&gt;
* [[Anton Günther (Oldenburg)|Graf Anton Günther]] (1667)&lt;br /&gt;
* [[Peter II. (Oldenburg)|Großherzog Nikolaus Friedrich Peter]] (1900) (&amp;#039;&amp;#039;Palais&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Friedrich August (Oldenburg, Großherzog)|Friedrich August II.]]&lt;br /&gt;
In der Nacht zum 24. Februar 1931 hörte der Schlossverwalter Theodor Beenken in der Dienstwohnung die Klingel, die vom Schlafzimmer des Großherzogs betätigt wurde. Friedrich August II., der letzte noch bis 1918 regierende Großherzog, verstarb in seinen Armen, noch bevor der aus Oldenburg herbeigerufene Arzt eintraf. Dessen Sohn, Erbgroßherzog [[Nikolaus Friedrich Wilhelm von Oldenburg]], nutzte später das Schloss vorwiegend als Sommerresidenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rainer Schomann (Hrsg.), [[Urs Boeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Park des Schlosses Rastede&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Historische Gärten in Niedersachsen, Katalog zur Landesausstellung, Eröffnung am 9. Juni 2000 im Foyer des Niedersächsischen Landtages in Hannover&amp;#039;&amp;#039;. Hannover, 2000, S. 122–123.&lt;br /&gt;
* Margarethe Pauly: &amp;#039;&amp;#039;Die Sommerresidenz Rastede&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Jörgen Welp]] (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Dem Wohle Oldenburgs gewidmet: Aspekte kulturellen und sozialen Wirkens des Hauses Oldenburg, 1773–1918&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Oldenburgischen Landschaft&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 9). Hrsg. von der Oldenburgischen Landschaft, Isensee, Oldenburg 2004, ISBN 3-89995-142-5, S. 41 ff.&lt;br /&gt;
* Christiane Segers-Glocke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schlosspark Rastede: Kulturdenkmal landschaftlicher Gartenkunst&amp;#039;&amp;#039;. [[Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege]], Hannover 2001. Bestandsnachweise in Verbundkatalogen: [http://gso.gbv.de/DB=2.1/PPNSET?PPN=339083549 GBV], [http://bvbd2.bib-bvb.de/opt-cgi/order/bestand.pl?ID=BV014173397&amp;amp;Jahr=2001&amp;amp;SigelNB=EXT BVB], [https://swb2.bsz-bw.de/DB=2.1/PPNSET?PPN=278050891 SWB]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Schloss Rastede}}&lt;br /&gt;
* [http://www.palais-rastede.de Palais Rastede]&lt;br /&gt;
* [https://kulturerbe.niedersachsen.de/viewer/objekt/isil_DE-1811-HA_STAOL_Best_298_Z_Nr_776/1/ Entwurf für das Jagdschloss Rastede,1643] auf kulturerbe.niedersachsen.de&lt;br /&gt;
* [https://jimdo-storage.freetls.fastly.net/image/147974382/b2b56e41-d24b-4710-b560-3d7b5a78f889.gif Rekonstruktionsversuch] als Zeichnung im früheren Zustand von Wolfgang Braun&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=53/14/32.61/N |EW=8/12/6.82/E |type=landmark |region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4678537-1|LCCN=|NDL=|VIAF=240100908}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Landkreis Ammerland|Rastede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Niedersachsen|Rastede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Rastede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal im Landkreis Ammerland|Rastede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa|Rastede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Rastede)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Hauses Oldenburg (gräfliche Linie)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>