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	<title>Schloss Randau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T22:24:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schloss_Randau&amp;diff=260217&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BrunoBoehmler: /* Literatur */ Jahreslink entfernt (übersehen, sorry)</title>
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		<updated>2026-04-19T21:50:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Jahreslink entfernt (übersehen, sorry)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate |NS=52.05855 |EW=11.72792 |type=landmark |region=DE-ST}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Randau Hofseite 2.jpg|mini|hochkant=1.5|Schloss Randau in der Zufahrt (Luftbild)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schloss Randau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Schloss (Gebäude)|schlossähnliches]] [[Gutshaus]] im [[Magdeburg]]er Stadtteil [[Magdeburg-Randau-Calenberge|Randau-Calenberge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühgeschichte – Burg und Ritter von Randau ==&lt;br /&gt;
Bereits in der mittleren [[Steinzeit]] um 5000–4000 v. Chr. war die [[Talsandinsel]] nördlich von Randau besiedelt. Lesefunde auf dem &amp;quot;Göbs&amp;quot; aus der Zeit um 600 bis 800 n. Chr. könnten von einer slawischen Siedlung um einen Burgwall stammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Zerstörung besiedelte Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich Barbarossa]] den „Elbenauer [[Werder (Landschaft)|Werder]]“ um [[1160]] mit niederländischen Kolonisten. Auf dieser großen Insel zwischen Stromelbe und [[Alte Elbe|Alter Elbe]] im Südosten [[Magdeburg]]s befand sich die strategisch wichtige [[Burg]] Randau, die in einem Vergleich vom 28. Mai 1236 zwischen dem [[Kloster Unser Lieben Frauen]] und Iwan von Dornburg erstmals urkundlich erwähnt wird. Als Zeuge wird dort &amp;#039;&amp;#039;Thegenardus von Randowe&amp;#039;&amp;#039; genannt, der vermutlich einer der ersten Besitzer der Burg zu Randau auf dem Göbs war. Wie lange diese Burg schon bestand und ob sie aus der slawischen Siedlung oder dem Burgwall hervorgegangen ist, ist nicht nachvollziehbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Randow-Siegel.jpg|hochkant|mini|Siegel Arnold von Randow von 1367]]&lt;br /&gt;
Im späten [[13. Jahrhundert]] unternahmen die [[Randow (Adelsgeschlecht)|Herren von Randau]] während einer [[Fehde]] des magdeburgischen Adels mit dem Erzbischof und Landesherren von Magdeburg von hier aus Raubzüge und Plünderungen in der Umgebung und bedrohten auch die Elbschifffahrt. [[1297]] eroberten daraufhin die Truppen der nahe gelegenen [[Hansestadt]] Magdeburg die Burg und zerstörten sie. Die Magdeburger [[Schöppenchronik]] erwähnt die Zerstörung nur mit einem Satz: &amp;#039;&amp;#039;„bi sinen tiden wunnen dusse borger dat hus to Randauwe und breken dat und vorstordent“ [= zu seinen (des Erzbischofs [[Burchard II. von Blankenburg|Burchard II.]]) Zeiten eroberten diese Bürger das Haus zu Randau und zerstörten es]&amp;#039;&amp;#039;. Darüber gibt es die anschauliche &amp;#039;&amp;#039;Sage von der Ahnfrau der alten Burg Randau&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://randau-calenberge.de/schluss-die-sage-von-der-ahnenfrau-der-alten-burg-randau/ Die Sage von der Ahnfrau der alten Burg Randau]&amp;lt;/ref&amp;gt; die zu den schönsten Heimatsagen der Magdeburger Gegend gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im [[18. Jahrhundert]] sah man angeblich in Randau die Spuren der Burg mit dreifachem Grabensystem, einer großen Kirche mit Kreuzgang und mehrerer Gebäude. Reste der Burg sind bis heute als Bodendenkmal „auf dem Göbs“ erhalten. (Für eine aktuelle Ansicht der Spuren der Burgruine Randau im Acker auf dem „Göbs“ siehe &amp;#039;&amp;#039;[[#Weblinks|Weblinks]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Randau unter Alvenslebenscher Herrschaft (1391–1850) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Randau 1790.jpg|mini|Gutshaus Randau um 1790, Zeichnung von Anco Wigboldus]]&lt;br /&gt;
[[datei:Randau 1880.jpg|mini|Gutshaus Randau um 1880]]&lt;br /&gt;
1391 wurden Burg und Gut Randau von den [[Alvensleben (Adelsgeschlecht)|Alvensleben]] aus [[Burg Rogätz|Rogätz]] als erzbischöfliches Lehen erworben. Als die Rogätzer Linie der Alvensleben 1553 ausstarb, fiel die Burg im Erbvergleich an [[Andreas von Alvensleben]], der in Randau die Reformation einführte. Sein Großneffe [[Kuno von Alvensleben]], [[Domherr]] zu Magdeburg, Gesandter des [[Erzstift]]s und Mitglied der gelehrten [[Fruchtbringende Gesellschaft|Fruchtbringenden Gesellschaft]], entschloss sich nach 1609, ein neues Schloss zu errichten, das bereits [[1631]] mitsamt der Hauskapelle, der [[Magdeburger Dom]]herren-Curie und einer kostbaren [[Bibliothek]] bei Zerstörung der Stadt durch [[Johann t’Serclaes von Tilly|Tilly]] den Flammen zum Opfer fiel. Von 1693 bis 1724 kommt das Rittergut durch eine Schuldforderung an den von Alvensleben mit allen zugehörigen Rechten und Gerechtsamen in den Besitz derer von [[Pfuel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Patronatsverhältnisse&amp;quot;&amp;gt;{{cite web | title=Teil 8 | website=Patronatsverhältnisse | url=http://www.randau-calenberge.info/Patronatsverhaeltnisse8.html | access-date=2017-09-29 | archiveurl=https://web.archive.org/web/20150503011411/http://www.randau-calenberge.info/Patronatsverhaeltnisse8.html | archivedate=2015-05-03 | offline=yes | archivebot=2023-01-07 06:06:46 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst der „Minister Alvensleben in London“, [[Johann Friedrich Karl von Alvensleben]] (1714–1795), verlegte den Gutshof nach 1742 weiter nach Süden (auf das Gebiet des heutigen Schlosses Randau), erbaute auf einer Anhöhe nach der Elbe zu wieder ein schönes neues Wohnhaus und umgab es – noch am Barock hängend – mit geometrischen Gartenanlagen. Sein Nachfolger, [[Gebhard Johann Achaz von Alvensleben]], schuf den klassizistischen Mittelrisalit und fügte die Seitengebäude hinzu. Die übrigen Nutzbauten, Holländerei, Windmühle, Kolonistenhäuser, Werkwohnungen und das Predigerwitwenhaus gingen auf den Minister zurück. Er gab der Anlage in den Grundzügen ihre heutige Gestalt. Eine breite Allee in der Mittelachse war auf den Magdeburger Dom ausgerichtet. Durch Waldungen unterbrochen schweifte der Blick über die Elbarme ringsum. In der nächsten Generation ging es wirtschaftlich bergab: 1850 kam Randau zum Verkauf, und um 1880 erfolgte der Abbruch des Gutshauses. Große Teile des Grundbesitzes wurden von zwei Nachbesitzern veräußert und große Waldbestände abgeholzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Randau im Besitz der Familie Hennige (1863–1928) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Randau Parkseite.jpg|mini|Parkseite des Schlosses Randau]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1863 wurde die als [[Rittergut]] bezeichnete Anlage an den Magdeburger Unternehmer und Kommerzienrat [[Paul Hennige]] verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kommerzienrat_Moritz_Paul_Hennige_(1895).jpg|mini|hochkant|Paul Hennige]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hennige gelang es, den verlorenen Grundbesitz wieder hinzuzukaufen und so den ursprünglichen Umfang des Betriebs wieder herzustellen.&lt;br /&gt;
1885 wurde auf den Grundmauern des alten Gutshauses das „Schloss Randau“ erbaut. Das Gebäude weist eine [[Klassizismus|klassizistische]] Form auf. Es verfügt über eine Freitreppe und säulengestützte Rundbögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Randau Familienarchiv Hennige 01.jpg|mini|Schloss Randau im Besitz der Familie Hennige]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diversen Wirtschaftsgebäuden schließt sich an das Schloss ein großzügiger Schlosspark an. Im Park befanden sich ursprünglich die für solche Parkanlagen typischen Bauten wie ein [[Obelisk]], ein [[Rondell]], Brücke, [[Voliere]], Gewächshaus, ein Erdgrab und auch ein Aussichtsturm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Randau Familienarchiv Hennige 02.jpg|mini|Zufahrt zum Schloss Randau während es im Besitz der Familie Hennige war]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit um 1890 entstanden an der [[Magdeburger Straßen/S|Schloßstraße]] noch weitere Wirtschaftsgebäude, die zum Teil bis heute erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schloss Randau nach 1945 ==&lt;br /&gt;
1968–1984 wurde das Schloss als Grundschule und Kindergarten genutzt, danach wurde es „Station junger Touristen“. 1985 und 1992 erfolgten teilweise Restaurierungen des Gebäudes. Es war zunächst die Einrichtung eines Bildungszentrums geplant. Durch die Insolvenz des Investors Wyborski, der am 30. April 2001 plötzlich und unerwartet verstarb, scheiterte das Projekt. Seither steht das Schloss leer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2024 erwarb die Landeshauptstadt Magdeburg das leerstehende Schloss trotz leerer Haushaltskassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten die vor Ort gewirkt haben ==&lt;br /&gt;
* Andreas I. von Alvensleben (1495–1565) war Burgherr auf der [[Burg Calvörde]], von [[Schloss Eichenbarleben]] und Schloss Randau, er war Anhänger der [[Reformation]]&lt;br /&gt;
* [[Gebhard Johann Achaz von Alvensleben]] (1764–1840), Gutsherr auf Randau und Woltersdorf. Seine Tochter Amalie (1792–1854) heiratete am 11. September 1832 auf Gut Randau den späteren preußischen Ministerpräsidenten und Kriegsminister, General [[Ernst von Pfuel]].&lt;br /&gt;
* [[Moritz Paul Hennige]] (* 15. Juni 1839 in Magdeburg; † 22. Juli 1903 in [[Magdeburg-Randau-Calenberge|Randau]]) war ein deutscher [[Unternehmer]] und [[Mäzen]] und brachte das Rittergut Randau nebst Schloss und Ländereien zu neuer Blüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Udo von Alvensleben-Wittenmoor: &amp;#039;&amp;#039;Alvenslebensche Burgen und Landsitze&amp;#039;&amp;#039;. Dortmund 1960.&lt;br /&gt;
* Max Hennige: &amp;#039;&amp;#039;Randau – Gut und Dorf in Vorzeit und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Commissions-Verlag Ulrich Putze Nachfolger/Hans Goltz, München 1913, [https://randau-calenberge.de/unser-altes-randau/ Textübertragung auf randau-calenberge.de].&lt;br /&gt;
* Landeshauptstadt Magdeburg, Stadtplanungsamt: &amp;#039;&amp;#039;Dorferneuerungsplan Randau&amp;#039;&amp;#039;, 61/1997.&lt;br /&gt;
* Landeshauptstadt Magdeburg, Stadtplanungsamt: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalpflegeplan der Stadt Magdeburg&amp;#039;&amp;#039;, 2001.&lt;br /&gt;
* Kathrin Jäger: &amp;#039;&amp;#039;Magdeburg – Architektur und Städtebau&amp;#039;&amp;#039;, 2001, ISBN 3-929330-33-4.&lt;br /&gt;
* Familienarchiv Hennige, K. Hennige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.randowpraxis.de/www-open/frames/randau2.htm Randau in der Homepage der Familie von Randow]&lt;br /&gt;
* [https://www.familie-von-alvensleben.de/project/randau/ Randau] bei Familie von Alvensleben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Magdeburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Magdeburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Adelsgeschlechts Alvensleben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Sachsen-Anhalt|Randau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassizistisches Bauwerk in Magdeburg|Magdeburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfuel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BrunoBoehmler</name></author>
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