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	<title>Schloss Linzenich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T15:06:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schloss_Linzenich&amp;diff=1412397&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Karsten11 am 1. Januar 2025 um 16:14 Uhr</title>
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		<updated>2025-01-01T16:14:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jülich-Bourheim Denkmal-Nr. 67, Wasserburg Linzenich (907).jpg|mini|hochkant=1.2|Vorburg des Schlosses, Ansicht von Süden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jülich-Bourheim Denkmal-Nr. 67, Wasserburg Linzenich (914).jpg|mini|hochkant=1.2|Herrenhausruine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schloss Linzenich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, heute auch &amp;#039;&amp;#039;Gut Linzenich&amp;#039;&amp;#039; genannt, steht in [[Bourheim]], einem Stadtteil von [[Jülich]] im [[Nordrhein-Westfalen|nordrhein-westfälischen]] [[Kreis Düren]]. Seine Wurzeln liegen in einem [[Befestigung|befestigten]] [[Gutshof]], der schon im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert die [[Landstandschaft|Landtagsfähigkeit]] besaß. Die Besitzer aus der Familie von [[Schloss Harff|Harff]] bauten den Hof zu einer kleinen [[Wasserburg]] aus, die durch die Heirat von Erbtöchtern und Verkauf viele verschiedene Eigentümer sah, ehe sie –&amp;amp;nbsp;derweil zu einem [[Schloss (Architektur)|Schloss]] umgestaltet&amp;amp;nbsp;– 1836 von der Familie [[Mylius (Adelsgeschlecht)|von Mylius]] ersteigert wurde. Diese ist auch heute noch Eigentümerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schloss Linzenich ist als [[Baudenkmal]] eingestuft und steht in weiten Teilen unter [[Denkmalschutz]]. Die Aufnahme in die [[Liste der Baudenkmäler in Jülich|Denkmalliste der Stadt Jülich]] erfolgte am 23.&amp;amp;nbsp;April 1992.&amp;lt;ref name=&amp;quot;limburg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erwähnung eines Loef [[Linzenich (Adelsgeschlecht)|von Linzenich]] in einer Urkunde aus dem Jahr 1255 lässt darauf schließen, dass es zu jener Zeit bereits ein [[festes Haus]] in Linzenich gegeben hat, nach dem sich die Eigentümerfamilie nannte. Bei diesem hat es sich aber um nicht viel mehr als einen befestigten Hof gehandelt. Im [[Mittelalter]] waren gleich mehrere Familien in Linzenich begütert, sodass die Forschung davon ausgeht, dass Linzenich zu jener Zeit ein kleiner [[Weiler]] war, der sich aus einem Hofgut entwickelt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;holtermann116&amp;quot; /&amp;gt; Johann von Harff zu Harff begann 1375 mit dem Kauf von Gütern in und um Linzenich, die seine beiden Söhne Johann und Gottschalk gemeinschaftlich erbten und weiter vergrößerten. Sie wurden 1444 als [[Herrschaft (Territorium)|Herren]] von Linzenich bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;franck179&amp;quot; /&amp;gt; Ihr Anwesen besaß zu jener Zeit bereits den Status eines landtagsfähigen [[Rittergut|Rittersitzes]]. Um 1500 scheint ganz Linzenich im Besitz der Familie von Harff gewesen zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zanger30&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlosslinzenich.jpg|mini|Nicht ganz korrekte und spiegelverkehrte Ansicht des Schlosses aus dem [[Codex Welser]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Gottschalk von Harff oder spätestens unter seinem Sohn Daem erfolgte ein umfassender Aus- und Umbau der Anlage zu einer [[Wasserburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;zanger30&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;franck179&amp;quot; /&amp;gt; Im Heiratsvertrag Daem von Harffs, [[Drost|Landdrost]] zu Jülich, und seiner Frau Katharina von [[Pallandt|Palant]] aus dem Jahr 1484 wird die Anlage erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ebidat&amp;quot; /&amp;gt; Sie bestand aus einem rechteckigen [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] und einem sich anschließenden, wuchtigen Vierecksturm. Daems Tochter Johanna erbte die [[Burg]] und brachte sie an ihren Ehemann Johann von [[Hatzfeld (Adelsgeschlecht)|Hatzfeld-Wildenburg]]. Über den gemeinsamen Sohn Damian gelangte Linzenich 1576 schließlich an dessen Tochter Anna und ihren zweiten Mann Adolf [[Gymnich (Adelsgeschlecht)|von Gymnich]], den [[Amtmann]] von [[Abtei Brauweiler|Brauweiler]]. Gemeinsam mit seinem Sohn Werner verkaufte er das Anwesen 1606 für 31.88&amp;amp;nbsp;kölnische [[Taler]] an den [[Graf]]en Adam von [[Schwarzenberg (fränkisch-böhmisches Adelsgeschlecht)|Schwarzenberg-Gimborn]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;archiv1&amp;quot; /&amp;gt; An den Verkauf war die Bedingung geknüpft, dass der neue Burgherr den Schwägerinnen Adolf von Gymnichs, Schwestern seiner verstorbenen Frau, ihren Erbteil in Höhe von 11.8000&amp;amp;nbsp;kölnischen Talern auszahlen musste. Adam von Schwarzenberg und sein Sohn Johann Adolf ließen gemeinsam die [[Schlosskapelle]] neu errichten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;zanger32&amp;quot; /&amp;gt; ehe Johann Adolf die Anlage am 1.&amp;amp;nbsp;Dezember 1646&amp;lt;ref name=&amp;quot;vonmering118&amp;quot; /&amp;gt; für 15.700&amp;amp;nbsp;Rheinische Taler&amp;lt;ref name=&amp;quot;vonmering118&amp;quot; /&amp;gt; an die Geschwister Düssel veräußerte, darunter Arnold Düssel, der später alleiniger Eigentümer war. Diesen Verkauf versuchte Johann Adolfs Cousine Dorothea, Gräfin [[Croÿ|von Croy]], anzufechten, weil sie ein Vorkaufsrecht für sich beanspruchte, jedoch erhielt sie vor Gericht kein Recht, und die Anlage blieb im Besitz der Familie Düssel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;archiv2&amp;quot; /&amp;gt; Arnold Düssels Sohn Johann Wilhelm und seine Frau Margarethe von Bequerer ließen den Turm des Herrenhauses mit einem neuen [[Helm (Architektur)|Helm]] ausstatten, wovon die schmiedeeiserne [[Windrichtungsgeber|Wetterfahne]] auf der Turmspitze mit den Wappen der Bauherren kündete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;franck179&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;franck181-182&amp;quot; /&amp;gt; Außerdem ließen sie der [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] einen kleinen [[Dachreiter]] aufsetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;franck179&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Linzenich Sammlung Duncker.jpg|mini|Schloss Linzenich um 1875]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1724 verkaufte der verschuldete [[Hofrat]] Johann Friedrich von Düssel die Anlage an Franz Egon Peter Henriquez von [[Burg Streversdorp|Streversdorff]]. Dessen Tochter Maria Anna Helene heiratete 1731 den [[Freiherr]]n Franz Joseph Melchior Amandus von [[Geyr (Adelsgeschlecht)|Geyr]], Eigentümer der [[Burg Müddersheim]], und brachte ihm Linzenich zu. Nach dem Tod seiner Frau ging er eine zweite Ehe mit Anna Lucia Wilhelmine von Herweg ein. Als Witwe ließ sie das Anwesen im Stil des [[Barock]]s umfassend verändern. So erweiterte sie 1752 unter anderem das alte Herrenhaus in südöstlicher Richtung und ließ sein einsturzgefährdetes Dach durch ein [[Mansarddach]] ersetzen. Schon im Jahr zuvor hatte sie in der [[Vorburg]] das Pächterhaus errichten lassen. Die einzige Tochter aus der ersten Ehe ihres Mannes, Maria Ursula, erbte schließlich das Schloss und brachte es mit in ihre Ehe mit Everhard Anton Caspar von Beywegh. Er hatte nach dem Tod seiner Frau ein [[Nießbrauch]]recht an dem Schloss, das er bis zu seinem Tod im Jahr 1833 in Anspruch nahm. Da das Paar keine Kinder hatte, ging das Anwesen an eine Erbengemeinschaft aus Verwandten der Maria Ursula von Geyr. Diese ließen es 1836 öffentlich versteigern. Käufer war der Freiherr [[Karl Josef von Mylius]], der 65.000 Taler für die Anlage bezahlte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;vonmering118&amp;quot; /&amp;gt; Seine Frau Walburga, eine geborene Freiin von Geyr, war unter den zahlreichen Erben des Schlosses gewesen. Nach ihm war sein Sohn [[Karl von Mylius]] Eigentümer. Die Familie von Mylius ist heute noch Eigentümerin und bewohnt die Vorburg. Sie ließ nach 1836 die nahe Umgebung des Schlosses zu einem [[Landschaftsgarten]] umgestalten und die Schlosskapelle 1880 neugotisch verändern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gondorf96&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;franck183&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 1905 wurde der hohe Helm des Viereckturms wegen Baufälligkeit durch eine [[neobarock]]e [[Haube (Architektur)|Haube]] mit [[Laterne (Architektur)|Laterne]] ersetzt und das Herrenhaus erneuert. Außerdem wurde im gleichen Jahr das nach einem Brand beschädigte, heutige Pächterhaus erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] beschädigten Bomben am 16.&amp;amp;nbsp;November 1944 bei einem [[alliierte]]n Großangriff auf Jülich das Anwesen sehr stark. Das Herrenhaus brannte aus und ist seitdem eine [[Ruine]]. Von der Vorburg wurden der Nordwest- und der Südwestflügel –&amp;amp;nbsp;mit Ausnahme der Südecke&amp;amp;nbsp;– völlig zerstört. Die erhaltenen und teilweise wiederaufgebaute Teile werden heute privat bewohnt und können nur von außen besichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ehemalige [[Wasserschloss (Gebäude)|Wasserschloss]] ist eine zweiteilige Anlage. Sie besteht aus dem ruinösen Herrenhaus, das ehemals auf einer eigenen Insel stand, und der mehrflügeligen Vorburg mit Wirtschaftsgebäuden. Noch bis zur Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts war das Schloss im Nord- und Südosten von einem doppelten Grabensystem umgeben, das vom Mühlenbach gespeist wurde, einem Gewässer, das auch die Gräben der Häuser [[Haus Overbach|Overbach]] und [[Haus Kirchberg|Kirchberg]] mit Wasser versorgte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;franck181&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Burggraben#Wasser- und Trockengräben|Wassergräben]] sind im südöstlichen Bereich nach dem Zweiten Weltkrieg verfüllt worden, die restlichen Gräben sind seit den 1960er Jahren ausgetrocknet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;limburg&amp;quot; /&amp;gt; Für den Bau des Schlosses kam mehrheitlich [[Mauerziegel|Backstein]] zum Einsatz. Er wurde mit einigen Fundamenten aus [[Bruchstein]] und wenigen [[Haustein]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;elementen kombiniert. Die Dächer besaßen früher eine einheitliche Deckung aus [[Schiefer]], heute sind einige Partien mit roten [[Dachziegel|Dachpfannen]] gedeckt. Die Anlage liegt inmitten eines [[Englischer Landschaftsgarten|englischen Landschaftsgartens]] aus dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, der heute verwildert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lageplaene Schloss Linzenich.jpg|mini|600px|zentriert|Lagepläne des Schlosses aus den Jahren 1738, 1777 und 1900]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrenhaus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Kriegseinwirkung ist das einstige Herrenhaus nur noch eine Ruine. Der rechteckige Bau stand früher an der offenen, nördlichen Ecke der Vorburg auf einer eigenen Insel, die von einem breiten Wassergraben umgeben war. Das Gebäude besaß über einem hohen Kellergeschoss ein Erd- und ein Obergeschoss, die an der südöstlichen Eingangsseite durch Fenster mit Hausteinfassung und [[Fensterladen|Schlagläden]] in sieben Achsen unterteilt waren. Diese stammten von einem durchgreifenden Umbau im Jahr 1752. Der nordöstliche Teil des Herrenhauses stammt vermutlich noch aus [[Gotik|gotischer]] Zeit,&amp;lt;ref name=&amp;quot;gondorf96&amp;quot; /&amp;gt; während der südwestliche erst im Barock erbaut wurde. An der Nordwestseite stand mittig ein mächtiger Vierecksturm mit ebenfalls zwei Vollgeschossen. Er stammte wahrscheinlich noch aus dem [[Spätmittelalter]] und besaß im Untergeschoss 1,5&amp;amp;nbsp;Meter dicke Mauern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ebidat&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;lenz&amp;quot; /&amp;gt; Über seinem spätgotischen [[Traufgesims]] mit einem auf profilierten [[Konsole (Bauwesen)|Kragsteinen]] ruhenden Spitzbogen[[fries]] erhob sich das Dachgeschoss, das um die Mitte des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts unter Johann Wilhelm Düssel erbaut worden war. Es war von einem steilen, achteckigen Helm abgeschlossen, der eine glockenförmige Spitze besaß. Die drei mittleren Achsen der Eingangsfassade waren als [[Risalit|Mittelrisalit]] ausgebildet und von einem flachen [[Dreiecksgiebel]] abgeschlossen, in dessen [[Giebelfeld]] die Wappen der Familien Geyr und Herwegh sowie die Jahreszahl 1752 zu sehen waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;franck182&amp;quot; /&amp;gt; Das Gebäude war von einem Mansarddach aus der Zeit des Barocks abgeschlossen. Hinter der zweiflügeligen Eingangstür lag ein [[Vestibül]], von dem eine hölzerne Treppe mit reich skulptierten Pfosten in das Obergeschoss führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; class=&amp;quot;centered&amp;quot; heights=&amp;quot;180&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Schloss Linzenich Herrenhausturm vor 1905.jpg|Turm des Herrenhauses vor 1905&lt;br /&gt;
   6029100.Erwin Quedenfeldt.jpg|Ansicht von Nordwesten 1915&lt;br /&gt;
   6029101.Erwin Quedenfeldt.jpg|Eingangsfassade 1915&lt;br /&gt;
   6029103.Erwin Quedenfeldt.jpg|Treppe im Vestibül 1915&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorburg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus war über eine [[Bogenbrücke]] mit der mehrflügeligen Vorburg verbunden, die heute noch teilweise erhalten ist. Ihre Flügel umgaben einen rechteckigen [[Hof (Architektur)|Innenhof]], der an seiner Nordecke offen war. Von den einstigen Ecktürme der Vorburg waren schon im Jahr 1738 nur noch die Fundamente des Süd- und Ostturms erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;franck181&amp;quot; /&amp;gt; Die Wirtschaftsgebäude waren von einem eigenen Wassergraben umgeben. Das Erscheinungsbild der Gebäude stammte vor der Kriegszerstörung mehrheitlich aus dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. In der Mitte des Ostflügels stand ein repräsentativer [[Torturm]] mit barocker Haube und geschlossener Laterne. Darauf stand eine schmiedeeiserne Wetterfahne mit den Wappen Johann Wilhelm Düssels und seiner Frau Margarethe von Bequerer. An der Außenseite hing über dem Torbogen eine Steintafel mit dem Schwarzenberg-Wappen, die ursprünglich aus der Schlosskapelle stammte. Weitere zur Vorburg gehörende Gebäude waren das Pächterhaus, das aufgrund seiner [[Maueranker]] in das Jahr 1751 datiert werden kann, und das 1905 neu errichtete Verwalterhaus mit rundem Eckturm. Beide Bauten wurden zu Wohnungen umgebaut und werden heute privat genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jülich-Bourheim Denkmal-Nr. 67, Wasserburg Linzenich (913).jpg|mini|Schlosskapelle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Torturm der Vorburg führte eine heute noch erhaltene [[Kastanien]]allee zu, an deren Beginn eine kleine dem [[Antonius der Große|heiligen Antonius]] geweihte Kapelle steht. Schon für das Jahr 1351 ist eine Kapelle für Linzenich belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lenz&amp;quot; /&amp;gt; Sie gehörte damals aber wahrscheinlich noch nicht zum Schloss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;franck183&amp;quot; /&amp;gt; Weil dieses erste Gebäude baufällig geworden war, ließen es Graf Adam von Schwarzenberg und sein Sohn Adolf durch einen Neubau ersetzen, eine [[Saalkirche]] mit dreiseitigem [[Chor (Architektur)|Chorabschluss]]. Auf dem schiefergedeckten [[Satteldach]] steht eine sechsseitige Laterne aus Holz. Gegen Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ließ Carl Florentin von Mylius die Kapelle neugotisch umgestalten. Von diesen Umbauten stammt der heutige, [[Spitzbogen|spitzbogige]] Eingang, der rechts und links von Wappensteinen flankiert wird. Der linke zeigt das Wappen der Familie von Schwarzenberg, der rechte das Allianzwappen von Mylius/[[Raitz von Frentz]]. Das [[Joch (Architektur)|zweijochige]] Innere der Kapelle besitzt flache [[Kreuzrippengewölbe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ulrich Coenen: &amp;#039;&amp;#039;Architektonische Kostbarkeiten im Kreis Düren.&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Mainz, Aachen 1989, ISBN 3-925714-27-8, S.&amp;amp;nbsp;48–51.&lt;br /&gt;
* {{SammlungDunckerGrafik |Titel=Linzenich |Band=14 |Blatt=826 |zlb=191}}&lt;br /&gt;
* Karl Franck-Oberaspach, [[Edmund Renard (der Jüngere)|Edmund Renard]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kreises Jülich&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;8, Abt.&amp;amp;nbsp;1). L. Schwann, Düsseldorf 1902, S.&amp;amp;nbsp;177–184; {{archive.org |diekunstdenkmale00rena |Blatt=n204}}.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-7616-0723-7|Seiten=96}}&lt;br /&gt;
* Dirk Holtermann, [[Holger A. Dux]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Dürener Burgenrunde. Radeln zwischen Rur und Eifel.&amp;#039;&amp;#039; Bouvier, Bonn 2001, ISBN 3-416-02979-8, S.&amp;amp;nbsp;116 ([http://www.wasserburgen.de/archiv/d-burg/ddn/dlinzenichdn.htm online]).&lt;br /&gt;
* Helmut Holtz: &amp;#039;&amp;#039; Schloß Linzenich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Kreises Düren 1995.&amp;#039;&amp;#039; Hahne &amp;amp; Schlömer, Düren 1994, S.&amp;amp;nbsp;113–119; {{ISSN|0342-5835}}.&amp;lt;!-- nicht eingesehen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hans Kisky: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser und Herrensitze im Rheinland. Nach alten Stichen und Vorlagen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Burgen, Schlösser, Herrensitze .&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;15). Weidlich, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1960, S.&amp;amp;nbsp;27–28.&lt;br /&gt;
* Octavia Zanger: &amp;#039;&amp;#039;Baudenkmäler in der Stadt Jülich.&amp;#039;&amp;#039; Stadt Jülich, Jülich 1989, ISBN 3-921869-02-1, S.&amp;amp;nbsp;30–32.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Ebidat |ID=3483 |Name= |Autor=Gabriele Rustemeyer}}&lt;br /&gt;
* [http://www.limburg-bernd.de/Dueren/DenkJue/Nr.%2067.htm Teilbeschreibung der Denkmalbehörde.] limburg-bernd.de&lt;br /&gt;
* [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/search?operation=searchRetrieve&amp;amp;query=%28dc.title%3D%28schloss+linzenich%29%29+and+vl.domain%3D%28ulbdp%29+sortBy+relevance%2Fasc&amp;amp;startRecord=1&amp;amp;vlsearch_sortBy=relevance&amp;amp;maximumRecords=10&amp;amp;vlsearch_sortOrder=asc Fotos aus dem Jahr 1915]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;limburg&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.limburg-bernd.de/Dueren/DenkJue/Nr.%2067.htm Teilbeschreibung der Denkmalbehörde.] limburg-bernd.de; abgerufen am 14.&amp;amp;nbsp;September 2015.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;holtermann116&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
D. Holtermann, H. A. Dux: &amp;#039;&amp;#039;Die Dürener Burgenrunde. Radeln zwischen Rur und Eifel.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S.&amp;amp;nbsp;116.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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K. Franck-Oberaspach, E. Renard: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kreises Jülich.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S.&amp;amp;nbsp;179.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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O. Zanger: &amp;#039;&amp;#039;Baudenkmäler in der Stadt Jülich.&amp;#039;&amp;#039; 1989, S.&amp;amp;nbsp;30.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{Ebidat |ID=3483 |Name= |Autor=Gabriele Rustemeyer}}.&lt;br /&gt;
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[http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=185&amp;amp;id=2906&amp;amp;klassId=3&amp;amp;verzId=564&amp;amp;expandId=0&amp;amp;tektId=997&amp;amp;bestexpandId=996&amp;amp;suche=1 Abteilung Rheinland, 2029 - G 586/1811.] Landesarchiv NRW; abgerufen am 14.&amp;amp;nbsp;September 2015.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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O. Zanger: &amp;#039;&amp;#039;Baudenkmäler in der Stadt Jülich.&amp;#039;&amp;#039; 1989, S.&amp;amp;nbsp;32.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;vonmering118&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Friedrich Everhard von Mering: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Burgen, Rittergüter, Abteien und Klöster in den Rheinlanden und den Provinzen Jülich, Cleve, Berg und Westphalen.&amp;#039;&amp;#039; Band 8. Mathieur, Köln 1845, S.&amp;amp;nbsp;118 ([https://books.google.de/books?id=_whUAAAAcAAJ&amp;amp;pg=RA3-PA118 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;archiv2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=185&amp;amp;id=2905&amp;amp;tektId=997&amp;amp;klassId=2&amp;amp;expandId=0&amp;amp;bestexpandId=996&amp;amp;suche=1&amp;amp;verzId=614 Abteilung Rheinland, 1442 - D 812/2072] Landesarchiv NRW; abgerufen am 14.&amp;amp;nbsp;September 2015.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;franck181-182&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
K. Franck-Oberaspach, E. Renard: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kreises Jülich.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S.&amp;amp;nbsp;181–182.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;gondorf96&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
B. Gondorf: &amp;#039;&amp;#039;Die Burgen der Eifel und ihrer Randgebiete.&amp;#039;&amp;#039; 1984, S.&amp;amp;nbsp;96.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;franck183&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
K. Franck-Oberaspach, E. Renard: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kreises Jülich.&amp;#039;&amp;#039; 1902, S.&amp;amp;nbsp;183.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;franck181&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50/54/26/N|EW=06/20/35/E|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7710877-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Kreis Düren|Linzenich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rittergut in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Jülich]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Bauwerk des Adelsgeschlechts Geyr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Karsten11</name></author>
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