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	<title>Schloss Lednice - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Oursana: /* Der Park im 19. Jahrhundert */ erg Johann II.</title>
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		<updated>2026-03-01T02:25:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Der Park im 19. Jahrhundert: &lt;/span&gt; erg Johann II.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Main front of Lednice Castle 4800 Planar 3.jpg|mini|hochkant=1.3|Schloss Eisgrub]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schloss Lednice&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Eisgrub&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Neugotik|neugotisches]] [[Schloss (Architektur)|Schloss]] im [[Mähren|mährischen]] [[Lednice]] (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Eisgrub&amp;#039;&amp;#039;). Mit rund 306.000 Besuchern im Jahr 2024 war es das meistbesuchte Schloss [[Tschechien]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.npu.cz/cs/pro-media/117289-pamatky-ve-sprave-narodniho-pamatkoveho-ustavu-navstivily-loni-vic-nez-4-miliony-lidi Nationalinstitut für Denkmalpflege (Národní památkový ústav)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist Teil der [[UNESCO-Welterbe]]stätte [[Kulturlandschaft Lednice-Valtice]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://whc.unesco.org/en/list/763/ UNESCO-Welterbezentrum]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Lage ==&lt;br /&gt;
Die Anlage befindet sich in der  Gemeinde [[Lednice]] im [[Okres Břeclav]] (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Lundenburg&amp;#039;&amp;#039;) im nördlichen Bereich der &amp;#039;&amp;#039;Kulturlandschaft Lednice-Valtice&amp;#039;&amp;#039; (Eisgrub-Feldsberg, ehemals im Besitz von Mitgliedern der fürstlichen Familie Liechtenstein). Zu dem Schloss gehört ein großer Park im [[Englischer Landschaftspark|englischen Stil]] am Ufer der Thaya mit einer Reihe von [[Staffage]]bauten und Sichtbeziehungen, darunter auch  eine 7&amp;amp;nbsp;km lange [[Allee]] in Richtung [[Schloss Valtice]] (&amp;#039;&amp;#039;Schloss Feldsberg&amp;#039;&amp;#039;), die angelegt wurde, um die beiden liechtensteinischen Schlösser miteinander zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lednice podle Delsenbacha.JPG|mini|Ansicht im 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eisgrub.JPG|mini|Brunnen von [[Pietro Maino Maderno|Maderno]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Das Schloss wurde in mehreren Bauphasen von Mitgliedern des Fürstenhauses [[Haus Liechtenstein|Liechtenstein]] errichtet. An der Stelle des Schlosses ist seit dem 14. Jahrhundert ein befestigter [[Gutshof]] belegt. Er gehörte damals Nachkommen eines Zweigs der fürstlichen Familie Liechtenstein, die ab den 1630er Jahren den Park anlegten und ab den 1680er Jahren neue Gebäude errichteten. Kunsthistorisch interessant ist, dass der aus Graz stammende [[Johann Bernhard Fischer von Erlach]], der in Rom studiert hatte und ab 1687 auf österreichischem Boden wirkte, hier eine seiner ersten Architekturen verwirklichte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Günter Brucher |Titel=Barockarchitektur in Österreich |Ort=Köln |Datum=1983 |Seiten=143ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barockes Schloss ===&lt;br /&gt;
Die erste im [[Barock]] errichtete villenartige Anlage hatte bescheidene Ausmaße: Das Schloss hatte einen dreiachsigen, einstöckigen mittleren [[Gebäudetrakt|Flügel]], der von zwei Türmen flankiert war. Johann Bernhard Fischer von Erlach schuf im Auftrag Fürst [[Johann Adam I. Andreas (Liechtenstein)|Johann Adams I.]] (1662–1712) die bis heute bestehenden Reitställe und eine Reithalle. {{Hauptartikel|Stallungen und Reithalle des Schlosses Eisgrub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Ensemble gehörte auch eine dem [[Jakobus der Ältere|Heiligen Jakobus]] geweihte Kirche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-84&amp;quot;&amp;gt;Zatloukal: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch vor der Mitte des 18. Jahrhunderts ließ Fürst [[Joseph Wenzel (Liechtenstein)|Josef Wenzel]] von Liechtenstein die Anlage umbauen. Die Villa (heute der Mitteltrakt) wurde aufgestockt, der Ballsaal in ein Schlosstheater umgebaut und die Dekoration in [[Rokoko]] ausgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-84&amp;quot; /&amp;gt; Der nach Süden ausgerichtete Ehrenhof wurde angefügt, für dessen Bau die gotische Jakobskirche abgerissen wurde. Die heutige Kirche wurde überwiegend im 19. Jahrhundert errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barocker Garten ===&lt;br /&gt;
Fürst [[Karl Eusebius von Liechtenstein]] (1611–1684) beauftragte 1632 seinen Baumeister [[Giovanni Giacomo Tencalla]], die Parkanlage mit Wasserkünsten auszugestalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Novák-89&amp;quot;&amp;gt;Novák: &amp;#039;&amp;#039;Eisgrub-Feldsberg&amp;#039;&amp;#039;, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Park lag im Bereich südlich des [[Palmenhaus des Schlosses Eisgrub|Palmenhauses]] auf der Fläche, die heute als formaler Garten gestaltet ist. Ein zweiter Garten befand sich nördlich des Schlosses und erstreckte sich bis zur [[Thaya]], deren Lauf sich allerdings damals sehr viel näher am Schloss entlang zog als heute.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Das heutige Flussbett der Thaya wurde erst im 19. Jahrhundert angelegt. Der Fluss wurde dabei weit nach Norden verlegt, um den heutigen englischen Landschaftsgarten zu ermöglichen&amp;lt;/ref&amp;gt; Das gegenüber liegende Ufer war als Waldkulisse mit einer Schneise, die einen Fernblick in die Landschaft ermöglichte, gestaltet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-99&amp;quot;&amp;gt;Zatloukal: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser nördliche Parkteil war vom Schloss her auch durch eine 1686 fertiggestellte [[Grotte]] zu betreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-96&amp;quot;&amp;gt;Zatloukal: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-84&amp;quot; /&amp;gt; Der nördliche Garten erstreckte sich über den Hang zur Thaya hinab, war reich gegliedert und formal angelegt. Dieser Gartenteil bestand weit ins 18. Jahrhundert hinein, ist 1720 durch einen [[Grafik|Stich]] belegt, wurde aber vor 1789 beseitigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-96&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Der Hof-Steinmetzmeister [[Pietro Maino Maderno]] führte – &amp;#039;&amp;#039;laut Kontrakt&amp;#039;&amp;#039; – sechs Brunnen in [[Hrubšice|Hrubschitzer]] Stein aus. Mit Maderno arbeitete der Bildhauer [[Peter Concorz]], ab 1645 der als Steinmetzmeister bezeichnete [[Francesco Caratti]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Anfang an waren die vom Schloss und seinem Park ausgehenden Alleen ein bedeutendes Element für deren Bezug zur umgebenden Landschaft. Erste Versuche, sie mit Nadelbäumen zu bepflanzen, scheiterten. Diese wurden durch [[Linden (Gattung)|Linden]], [[Rosskastanie]]n, [[Eichen]] und [[Pappel]]n ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Novák-89&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Schloss im Klassizismus ===&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
1766 bis 1772 fand ein Umbau des Schlosses im [[Klassizismus|klassizistischen]] Stil statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Park im Klassizismus ===&lt;br /&gt;
Vor 1789 wurde auch der barocke Park unmittelbar nördlich des Schlosses aufgegeben und durch eine klassizistische Gestaltung ersetzt: Die zahlreichen Terrassen wurden eingeebnet und ein durchgehender Hang hergestellt. Darauf wurden gerade Wege und die Längsachse betonende Beete zwischen Schloss und Fluss angelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-97&amp;quot;&amp;gt;Zatloukal: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Isidore Canevale]] war nach 1781 für die Parkanlagen von Schloss Eisgrub und Schloss Feldsberg (heute: Valtice) zuständig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-99&amp;quot; /&amp;gt; Sein Nachfolger wurde [[Joseph Hardtmuth]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-84&amp;quot; /&amp;gt;, der die „modernen“ gartengestalterischen Ideen des englischen Landschaftsparks umsetzte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-99&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Zeit entstand das &amp;#039;&amp;#039;Alte Badehaus&amp;#039;&amp;#039; (1794) und – als Mittelpunkt der damaligen Parkanlage – der &amp;#039;&amp;#039;Chinesische Pavillon&amp;#039;&amp;#039; (1795, abgerissen: 1882) und ein &amp;#039;&amp;#039;Sonnentempel&amp;#039;&amp;#039; als Mittelpunkt eines achtachsigen [[Jagdstern]]s. Der &amp;#039;&amp;#039;Chinesische Pavillon&amp;#039;&amp;#039; wurde mit Seidentapeten ausgestattet, die aus dem [[Petit Trianon]] des [[Schloss Versailles|Schlosses Versailles]] stammten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-100&amp;quot;&amp;gt;Zatloukal: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tapeten und andere [[Chinoiserie]]n wurden später in den [[Belvedere (Valtice)|Belvedere]] im Park des [[Schloss Valtice|Schlosses Feldsberg]] [[Translozierung|transloziert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zatloukal: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1799 folgte noch eine Anlegestelle für Boote, die ein Portal aus [[Wale|Walrippen]] erhielt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts folgten weitere [[Staffage]]bauten, wie das [[Minarett (Lednice)|Minarett]] (fertiggestellt 1804) und die [[Janův Hrad|Hansenburg]] (fertiggestellt 1808).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-100&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Park im 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Einschneidend war die Umgestaltung der Parkanlage unter Fürst [[Johann I. Josef (Liechtenstein)|Johann&amp;amp;nbsp;I. Josef]] und dessen Wirtschaftsrat [[Bernhard Petri]], die 1805 begonnen und 1811 abgeschlossen wurde und die englischen Vorbildern folgte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-99&amp;quot; /&amp;gt; Das geschah schon sehr viel früher als die Umgestaltung des Schlossgebäudes im „Englischen Stil“. Petri hatte zuvor schon für Johann&amp;amp;nbsp;I. bei [[Schloss Loosdorf]] einen englischen Landschaftsgarten angelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Novák: &amp;#039;&amp;#039;Eisgrub-Feldsberg&amp;#039;&amp;#039;, S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Park entstand, indem der Fluss [[Thaya]] umgeleitet und dort ein neuer Teich ausgehoben wurde. Mit dem Aushub wurden Inseln im Teich modelliert und das übrige Parkgelände um 60 bis 100&amp;amp;nbsp;cm aufgeschüttet. Dies und das neue Flussbett der Thaya schützten den Park vor Überschwemmungen. Bis zu 700 Arbeiter waren bei dem Projekt eingesetzt, bewegten 500.000 Kubikmeter Erde und das alles kostete den Fürsten zwei Millionen [[Gulden]]. Der Schlossteich und benachbarte Wasserflächen dienen heute vielen Wasservögeln als Brut- und Rastplätze und stehen seit 1953 als nationales Naturreservat [[Lednické rybníky]] unter Naturschutz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-99&amp;quot; /&amp;gt; Die Staffagebauten dieses neuen Parks richteten sich nach [[antike]]n Vorbildern. Es entstanden ein „[[Römisches Reich|römisches]] [[Aquädukt]]“ mit Grotte (1805), das „Neue Badhaus“ (1806) und der „Musentempel“ (1807/1808). Einzig die Sichtachse zwischen Schloss und Minarett blieb erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-101&amp;quot;&amp;gt;Zatloukal: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1845 wurde ein [[Palmenhaus des Schlosses Eisgrub|Palmenhaus]] im Garten errichtet, das beim späteren Schlossumbau eine Verbindung zum Hauptgebäude erhielt. Pflanzen für den Garten wurden durch Fürst [[Alois I. (Liechtenstein)|Alois I.]] auch aus Amerika importiert. Unter dem Gartendirektor [[Wilhelm Lauche (Gärtner, 1859)|Wilhelm Lauche]], der die Anlage von 1883 bis 1936 betreute, wurden einige der Staffagebauten beseitigt. Ihre optische Funktion als Blickfang wurde durch Pflanzungen mit auffallenden Gehölzen ersetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-101&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gartenanlage unmittelbar nördlich des Schlosses wurde zwischen 1880 und 1904 schrittweise dem englischen Landschaftspark angepasst. Ein weiterer Garten wurde in dieser Zeit westlich des Schlosses, jenseits der Stallungen geschaffen. Dazu kaufte Fürst [[Johann II. (Liechtenstein)|Johann II.]] die entsprechenden Flächen auf und ließ die dort bis dahin stehenden Gebäude abreißen. Dieser Parkteil ist allerdings in der Zeit nach 1945 wieder verloren gegangen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-97&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Schloss im 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Meyers Universum Band 21 38.jpg|mini|Das Schloss um 1860]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lednice Castle interior 11.jpg|mini|Innenausstattung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf von Alt 011.jpg|mini|Ansicht des [[Palmenhaus des Schlosses Eisgrub|Palmenhauses]], des [[Wintergarten]]s des Schlosses 1842 ([[Aquarell]] von [[Rudolf von Alt]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 19. Jahrhunderts kam es zu einem weiteren Umbau, der die fürstlichen Appartements betraf – nun im Stil des [[Klassizismus]] – und eine dreiachsige Durchfahrt durch das Gebäude brach, um einen Fernblick auf das [[Minarett (Lednice)|Minarett]] zu ermöglichen. Ab 1805 war &amp;#039;&amp;#039;Joseph Hardtmuth&amp;#039;&amp;#039; mit den Arbeiten betraut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-84&amp;quot; /&amp;gt; Weitere Architekten, die in den folgenden Jahren an dem Schlosskomplex arbeiteten, waren [[Joseph Kornhäusel]] und [[Franz Engel (Architekt)|Franz Engel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-84&amp;quot; /&amp;gt; Joseph Kornhäusel gestaltete das Schloss im [[Empire (Stilrichtung)|Empirestil]] um und baute neue Repräsentationsräume an die Ostseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1836 nahm Fürst [[Alois II. (Liechtenstein)|Alois II.]] die Stellung des Chefs des Hauses Liechtenstein ein. Er richtete sich – im Gegensatz zu seinen kulturell nach Frankreich orientierten Vorgängern – nach englischem Geschmack.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-87&amp;quot;&amp;gt;Zatloukal: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst nach Plänen des Architekten [[Peter Hubert Desvignes]], dann nach Plänen von [[Georg Wingelmüller]] von 1845, wurde das Schloss in den Jahren 1846 bis 1858 [[Neugotik|neugotisch]] (damals: „altenglischer Stil“) umgebaut. Dabei wurde die vorhandene Bausubstanz weitgehend wieder verwendet und in einigen Details auch Innenausstattung erhalten – so etwa der in Rokoko gestaltete Ahnensaal. Sowohl der Fürst als auch der Architekt hatten bei Aufenthalten in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] diese [[Romantik|romantische]] Stilrichtung studiert. Im Herbst 1847 stand der Rohbau: Acht Flügel mit vier Höfen. Der Ausbau erfolgte nach dem Tod von Wingelmüller 1848 durch &amp;#039;&amp;#039;Johann Heidrich&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zatloukal-87&amp;quot; /&amp;gt; Dabei wurde das Schloss baulich auch mit dem [[Palmenhaus des Schlosses Eisgrub|Palmenhaus]] verbunden und erhielt so den „größten Wintergarten der Welt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zatloukal: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Ehrenhof (Schloss)|Ehrenhof]] vor der Hauptfassade wird rechts von einem Gebäudeflügel, links von der um den Barockkern neu errichteten Schlosskirche eingefasst. Die Repräsentationsräume liegen im Mitteltrakt und den beiden Ostflügeln und sind explizit auf den Park ausgerichtet. Gleiches gilt für die Appartements des Fürsten und der Fürstin im ersten Stock dieser Flügel. Darüber befand sich eine weitere Wohnetage für die Kinder des Paares, deren [[Gouvernante]]n und Gäste. Hervorzuheben ist auch die [[Bibliothek]] mit einer [[Wendeltreppe]], die zum Ahnensaal führt. Wenn sich das Schloss, im historistischen Stil der Zeit gebaut, auch an gotische Vorbilder hält, verfügte es im Innenraum über damals hochmoderne technische Einrichtungen: Es erhielt eine Heißluftbeheizung und Badezimmer mit fließend warmem Wasser.&amp;lt;ref&amp;gt;Zatloukal: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach der Enteignung ===&lt;br /&gt;
In der Bodenreform der nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] neu gegründeten [[Tschechoslowakei]] verloren die Fürsten von Liechtenstein 60 % ihres Grundbesitzes.&amp;lt;ref&amp;gt;Zatloukal: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit kamen Investitionen in die Anlage zum Erliegen. Am Ende des Zweiten Weltkriegs lagerten hier Bestände der ehemaligen [[k.u.k. Marinebibliothek]]. Bei der entschädigungslosen Enteignung des Fürstenhauses 1945 übernahm zunächst die Tschechoslowakei, später Tschechien die Anlage. Alle politischen und gerichtlichen Bemühungen des Fürsten [[Hans Adam II. (Liechtenstein)|Hans Adam II.]] nach der [[Samtene Revolution|Samtenen Revolution]] um eine Rückgabe des enteigneten Besitzes (neben den Schlössern Lednice und [[Schloss Valtice|Valtice]] noch weitere 15 Schlösser, 1600 Quadratkilometer Land und diverse Industriebetriebe) scheiterten am Widerstand der tschechischen Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schlosspark weist heute 614 unterschiedliche Gehölzarten auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Zatloukal: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Jahr 2000 sind in den Park [[Biber]] vorgedrungen, die jedes Jahr einige hundert Bäume fällen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zatloukal: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;, S. 102.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lednice SchlossPlan.jpg|mini|Übersichtsplan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit den Schlössern [[Schloss Hluboká nad Vltavou|Hluboká nad Vltavou]], [[Schloss Žleby|Žleby]], [[Schloss Sychrov|Sychrov]], [[Schloss Hradec nad Moravicí|Hradec]] oder [[Burg Bítov|Bítov]] gehört das Schloss Lednice baugeschichtlich zur Endphase der Adelssitze in den böhmischen Kronländern, als um die Mitte des 19. Jahrhunderts die romantische Neugotik anspruchsvolle Kunstformen forderte.&amp;lt;ref&amp;gt;Krajské středisko státni památkove péče a ochrany přírody v Brně (Hrsg.): Jiři Paukert: &amp;#039;&amp;#039;Státní Zámek Lednice.&amp;#039;&amp;#039; Státní tiskárna, n.p., Praha 1970, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss gehört zu den meistbesuchten [[Baudenkmal|Baudenkmälern]] Tschechiens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* August Czullik: &amp;#039;&amp;#039;Eisgrub und seine Parkanlagen&amp;#039;&amp;#039;. Verlag d. k. k. Gartenbau-Gesellschaft, 1886.&lt;br /&gt;
* Zdeněk Novák: &amp;#039;&amp;#039;Eisgrub-Feldsberg in Mähren. Ein bedeutendes Dokument der Landschaftsgestaltung in Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Gartenkunst]]&amp;#039;&amp;#039;, 1/1994, 6, S. 89–104.&lt;br /&gt;
* Pavel Zatloukal (Hrsg.), Pŕemysl Krejčiŕik, Ondŕej Zatloukal: &amp;#039;&amp;#039;Die Kulturlandschaft Lednice-Valtice&amp;#039;&amp;#039;. Foibos Books, Prag 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lednice Castle|Schloss Lednice}}&lt;br /&gt;
* [https://www.zamek-lednice.com/de Homepage von Schloss Lednice]&lt;br /&gt;
* [https://deutsch.radio.cz/kulturlandschaft-lednice-eisgrub-8043524 Kulturlandschaft in Lednice/Eisgrub] (deutsch)&lt;br /&gt;
* [https://whc.unesco.org/en/list/763 UNESCO] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{HLFL|Titel=Eisgrub (Schloss, tschech. Lednice)|Autor=Evelin Oberhammer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Welterbe Tschechien}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser in der Region Südmähren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=48/48/9/N|EW=16/48/16/E|type=landmark|dim=50|region=CZ-644}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4211308-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Mähren|Lednice]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Tschechien|Lednice]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liechtensteiner Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturlandschaft Lednice-Valtice]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Hauses Liechtenstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationales Kulturdenkmal (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Okres Břeclav]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal im Okres Břeclav]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neugotisches Bauwerk in Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lednice]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa|Lednice]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Europa|Lednice]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Oursana</name></author>
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