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	<title>Schloss Kummerow - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T23:31:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schloss_Kummerow&amp;diff=1450745&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Katsumo: /* Baugeschichte */ interner Link gesetzt</title>
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		<updated>2024-07-23T15:14:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Baugeschichte: &lt;/span&gt; interner Link gesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schloss Kummerow 2020.jpg|mini|Schloss Kummerow (2020)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kummerowamsee-schloss.jpg|mini|Schloss Kummerow (2008), unsaniert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kummerow-schloss-seeseite.jpg|mini|Ansicht von der Seeseite (2011)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Cummerow Sammlung Duncker.jpg|mini|Schloss Kummerow um 1860, Sammlung [[Alexander Duncker|Duncker]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schloss Kummerow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] im Stil des [[Barock]] in [[Kummerow (am See)]] im [[Landkreis Mecklenburgische Seenplatte]] in [[Mecklenburg-Vorpommern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Besitzgeschichte ===&lt;br /&gt;
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kummerow im Jahr 1222. Der Ort wurde bis ins 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert &amp;#039;&amp;#039;Cummerow&amp;#039;&amp;#039; genannt. Schon 1255 erhielt der Ort das Stadtrecht. Im Jahr 1309 war Heinrich von [[Maltzahn]] Burgvogt von Kummerow und Vogt des Landes &amp;#039;&amp;#039;Kalden&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 1315 wurde die Burg Kummerow belagert, konnte aber nicht eingenommen werden. Nach 1320 entzog der Herzog von Pommern den Herren von Maltzahn das Lehen und schenkte es 1368 dem Pfarrherrn von Kummerow. Um 1420 kam der Ort wieder an die Familie von Maltzahn. 1450 wurden Burg und Vogtei in einer mecklenburgisch-pommerschen Fehde belagert und erobert. Nach dem Friedensschluss am 29. August 1450 kamen Schloss, Stadt und Vogtei Kummerow an Mecklenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach erneutem Krieg fiel Kummerow 1481 wieder an Pommern und ging wiederum als Lehen an die Maltzahns. Von 1573 bis 1671 gab es langwierige Fehden und Verhandlungen zwischen den Maltzahns, der Stadt und dem [[Kloster Dargun]]. Der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]] führte zu großen Verwüstungen in Kummerow, nur 16 Bewohner überlebten den Krieg. Danach geriet Kummerow an den dänischen General Adam Weiher.&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die Herkunft der Familie von Maltzahn und ihr Auftreten in Pommern&amp;#039;&amp;#039;, in: Baltische Studien, NF, Band VI, S. 130.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1671 verlor Kummerow seine Stadtrechte und die Familie von Maltzahn wurde wiederum Eigentümer des Ortes, was ihr 1741 der neue Landesherr, der König in Preußen [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II.]], bestätigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1730 wurde Schloss Kummerow im Stil des Spätbarocks – in der Typologie des Versailler Vorbilds – fertiggestellt und erst 100&amp;amp;nbsp;Jahre später um den Landschaftspark erweitert. Immer wieder erlebte das Gut durch das lebhafte Schicksal seiner Besitzer Zeiten der Verwaisung. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden das Haus und der Park umfangreich renoviert. In der Weimarer Republik und während des Nationalsozialismus bis 1941 erfuhr das Gut durch Mortimer Freiherr von Maltzahn eine neue Blütezeit als Großgrundbesitz. Mortimer wurde der erste gewählte Bürgermeister und passte sich den neuen Machtverhältnissen bis zu seiner Enteignung durch die Bodenreform der frühen DDR entsprechend an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde das Schloss von sowjetischen Kräften besetzt und als Quarantänelager für Flüchtlinge und ehemalige Zwangsarbeiter umfunktioniert. In den folgenden 40 Jahren bis 1993 wurde die Schlossanlage verschiedentlich von der Gemeinde genutzt. Eine Konsumverkaufsstelle mit Gastwirtschaft, die Bürgermeisterei, eine Grundschule, ein Kindergarten und eine Oberschule befanden sich darin. 1985 ging die Anlage in das Eigentum der Deutschen Post (DDR) über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 wurde es in Privatbesitz verkauft und sollte zunächst als Hotel ausgebaut werden. Die Pläne wurden jedoch nicht verwirklicht, sodass der Dachstuhl und nachfolgend das übrige Gebäude bis zum drohenden Einsturz verfielen. 2011 ging Schloss Kummerow in den Besitz des Immobilienkaufmanns Torsten Kunert über, der das Schloss sanierte und als öffentlich zugängliche Kunsthalle mit seiner Fotografischen Sammlung ausstattete. Sein Sanierungskonzept umschloss die Spuren der Vergangenheit und setzte sichtbar nur dort Neues, wo Fehlstellen entstanden waren. So wurden Türen und teilweise Wandvertäfelungen in ihrem ursprünglichen Erhaltungszustand belassen und spiegeln die verschiedenen Phasen der Existenz des Hauses. Schöne Dielenböden und ein prachtvolles barockes Treppenhaus – dem von [[Schloss Ivenack]] ähnlich – künden vom Glanz der Erbauungszeit, Fragmente aus DDR-Zeiten bezeugen die jüngere Nutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zeittafel ====&lt;br /&gt;
* 1222&amp;amp;nbsp;Erste urkundliche Erwähnung als Cummerow&lt;br /&gt;
* 1236&amp;amp;nbsp;Eroberung der Burg Kummerow. Johann de Mulsan (Ahnherr der Maltzahns) wird als Burgvogt eingesetzt.&lt;br /&gt;
* 1240&amp;amp;nbsp;Kummerow wird Pommern zugesprochen.&lt;br /&gt;
* 1255&amp;amp;nbsp;Kummerow erhält das Stadtrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1322&amp;amp;nbsp;Die Maltzahns verlieren die Vogtei. Es folgen Jahrzehnte des schnellen Besitzerwechsels durch Konflikte in der Grenzregion.&lt;br /&gt;
* 1481&amp;amp;nbsp;Die Maltzahns erhalten die Vogtrechte in Kummerow zurück. Es folgen Konflikte über Gebietsansprüche und Frondienste mit den Stadtbürgern und dem Kloster Dargun.&lt;br /&gt;
* 1532&amp;amp;nbsp;Das Erbmarschallamt der Moltans zu Osten, Wolde und Kummerow wird geregelt. Jeweils dem ältesten des Geschlechts fällt dieses Amt zu.&lt;br /&gt;
* 1578&amp;amp;nbsp;Hartwig Maltzahn überfällt nach langjährigen Auseinandersetzungen über Frondienste und Landaneignungen die fronpflichtigen Dörfer und pfändet die Bauern aus.&lt;br /&gt;
* 1588&amp;amp;nbsp;Hartwig Maltzahn beginnt einen ersten Hexenprozess gegen eine Bäuerin, die auf dem „Gerichtsberg“ verbrannt wird.&lt;br /&gt;
* um 1600&amp;amp;nbsp;Die Junkerfamilie Moltzan bewohnt die Wasserburg Kummerow.&lt;br /&gt;
* ab 1618&amp;amp;nbsp;Der Dreißigjährige Krieg führt zu großen Verwüstungen in Kummerow. Die Burg war teilweise zustört.&lt;br /&gt;
* 1652&amp;amp;nbsp;Westfälischer Friede. Kummerow steht unter schwedischer Herrschaft.&lt;br /&gt;
* 1700&amp;amp;nbsp;Hans Jakob Maltzahn löst die Kummerower Güter wieder ein.&lt;br /&gt;
* 1720&amp;amp;nbsp;Im Friedensvertrag zwischen Preußen und Schweden fiel Kummerow dem Königreich Preußen zu. Die pommerschen Maltzahns kamen in unmittelbare Lehensabhängigkeit von Berlin, blieben aber ideell der schwedischen Krone verpflichtet. Aus ihren Reihen tritt der jüngste von drei Brüdern, Alex Albrecht II, heraus und schwört dem König von Preußen den Treueid und erhält somit das Erblandmarschallamt.&lt;br /&gt;
* 1724&amp;amp;nbsp;Axel Albrecht II zieht nach Kummerow.&lt;br /&gt;
* 1725&amp;amp;nbsp;Auf dem Gelände der Wasserburg am See befindet sich das mittelalterliche Wohnhaus mit Turm. Es brennt in diesem Jahr mit all seinen Nebengebäuden ab. Der Bau des heutigen Schlosses beginnt. Die Anlage folgt dem Typus des Schlosses von Versailles.&lt;br /&gt;
* 1730&amp;amp;nbsp;Fertigstellung des Schlosses. Die Meierei Axelhof entsteht.&lt;br /&gt;
* 1734&amp;amp;nbsp;Kummerow erhält Sonderrechte um Gewerbe anzusiedeln.&lt;br /&gt;
* 1740/41&amp;amp;nbsp;erster veranlasster Schulunterricht in Kummerow. Die Maltzahns erhalten einen großen Lehensbrief vom preußischen Staat und sind auf dem Höhepunkt ihrer Macht.&lt;br /&gt;
* 1761&amp;amp;nbsp;Schloss Ivenack geht an den 2. Sohn Axel Albrechts von Maltzahn.&lt;br /&gt;
* 1763&amp;amp;nbsp;erste allgemeine Schulpflicht veranlasst durch preußisches Recht&lt;br /&gt;
* 1797&amp;amp;nbsp;Erbvergleich zwischen den Brüdern von Maltzahn.&lt;br /&gt;
* um 1830&amp;amp;nbsp;Überformung des barocken Schlossgartens im Geschmack der Zeit in einen Landschaftspark nach Ideen von Peter Joseph Lenné.&lt;br /&gt;
* 1857&amp;amp;nbsp;Kummerow ist im Besitz des Kammerherrn Landschaftsdirektors Rudolf von Maltzahns, &amp;#039;&amp;#039;Schloßgesessener&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter von Leers |Hrsg=Verein der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. |Titel=Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. 1705–1913 |Sammelwerk=Zöglingsverzeichnis I von IV |Nummer=Sohn Arthur Freiherr v. Maltzahn - Zögling-RA-Nr.: 1150 |Verlag=Selbstverlag |Ort=Belzig / Ludwigslust |Datum=1913 |Seiten=209–210 |DNB=361143532}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auch auf Vollratsruhe im Mecklenburgischen. Das Schloss ist verwaist.&lt;br /&gt;
* 1895&amp;amp;nbsp;Mortimer Bogislaw Ernst August von Maltzahn wird auf Schloss Kummerow geboren. Er ist der letzte Baron von Maltzahn auf Schloss Kummerow, Schulzeit in Brandenburg und Lübeck,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter von Leers |Hrsg=Verein der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. |Titel=Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. 1705–1913 |Sammelwerk=Zöglingsverzeichnis I von IV |Nummer=Mortimer Freiherr v. Maltzahn - Zögling-RA-Nr.: 1738 |Verlag=Selbstverlag |Ort=Belzig / Ludwigslust |Datum=1913 |Seiten=392–393 |DNB=361143532}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kriegsdienst, Leutnant d. R.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter von Leers |Hrsg=Verein der ehem. Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. |Titel=Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. Fortsetzung und Ergänzungen 1913-1929 |Band=Zöglingsverzeichnis II von IV |Verlag=Selbstverlag |Ort=Belzig / Ludwigslust |Datum=1929 |Seiten=75 |Online=https://kvk.bibliothek.kit.edu/view-title/index.php?katalog=BVB&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.gateway-bayern.de%2FBV027072187&amp;amp;signature=js53v2m3__X329jF4UlXl0OLzAO9Z2XfvjASSmQffq0&amp;amp;showCoverImg=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine spätere Ehe bleibt kinderlos.&lt;br /&gt;
* 1918&amp;amp;nbsp;Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Beginn der Weimarer Republik verlieren die Maltzahns ihre Erbansprüche auf politische Ämter. Mortimer von Maltzahn lebt mit seiner Frau Helene von Viettinghof-Scheel&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Friedrich v. Ehrenkrook |Hrsg=Ausschuss für adelsrechtliche Fragen in Gemeinschaft mit dem Deutschen Adelsarchiv |Titel=Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser / A (Uradel) 1959 |Sammelwerk=Gesamtreihe des GHdA von 1951 bis 2015, Nachfolge des „Gotha“ |Band=III |Nummer=21 |Verlag=C. A. Starke |Ort=Limburg an der Lahn |Datum=1959 |ISSN=0435-2408 |Seiten=464 |DNB=456719652}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf Schloss Kummerow und gestaltet das damals 250&amp;amp;nbsp;Jahre alte Schloss und den Landschaftspark neu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jaspar v. Maltzan-Peckatel, Albrecht v. Maltzan-Kru(c)kow, Mortimer v. Maltzahn-Vanselow |Hrsg=Maltzan-Maltzahnscher Familienverein |Titel=Die Maltza(h)n 1194 - 1945. Der Lebensweg einer ostdeutschen Adelsfamilie |Sammelwerk=Familiengenealogie |Verlag=Gütersloher Druckservice Reinhard Mohn GmbH |Ort=Köln |Datum=1979 |Seiten=296–342 |DNB=800771702}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bis 1933&amp;amp;nbsp;Mortimer von Maltzahn führt das Gut geschickt durch die Weltwirtschaftskrise. Politisch orientiert er sich an den aufstrebenden rechten Kräften.&lt;br /&gt;
* 1933–1942&amp;amp;nbsp;Schloss und Gut befinden sich wirtschaftlich im Aufschwung. Mortimer von Maltzahn ist politisch aktiv.&lt;br /&gt;
* ab 1943&amp;amp;nbsp;Aufnahme von Evakuierten und Flüchtlingen.&lt;br /&gt;
* 1945&amp;amp;nbsp;Russische Einheiten rücken in Kummerow ein. Schloss und Gutsgebäude dienen als Quarantänelager. Tausende ehemalige Zwangsarbeiter werden hier versorgt und durchgeschleust. Rückkehr und Verhaftung Mortimer von Maltzahns. Durch die Flüchtlinge verdoppelt sich die Einwohnerzahl von 325 auf über 700.&lt;br /&gt;
* 1947/48&amp;amp;nbsp;Die alten Besitzverhältnisse werden aufgelöst und enteignet. Mortimer von Maltzahn geht nach Düsseldorf und betreibt dort erfolgreich eine Reinigung. Das Wohnhaus des Schlosses wird an die Gemeinde für verschiedene Nutzungen übergeben, die Gutshäuser fallen der LPG „Völkerfreundschaft“ zu. Sowohl Schloss als auch Dorf werden modernisiert und den neuen Ansprüchen angepasst. Sie werden als Konsumverkaufsstelle mit Gastwirtschaft, Bürgermeisterei, Schule, Kindergarten, Kulturraum, FDJ-Raum, aber auch zu Wohneinheiten umgeformt.&lt;br /&gt;
* 1964&amp;amp;nbsp;Renovierung des Wohnhauses von Schloss Kummerow.&lt;br /&gt;
* 1980er&amp;amp;nbsp;Dachdeckung aus Biberschwanzziegeln entfernt und durch Betonsteine ersetzt.&lt;br /&gt;
* 1985&amp;amp;nbsp;plante die Deutsche Post, das Schloss für das Kombinat Fernmeldebau als Schulungs- und Erholungsstätte auszubauen.&lt;br /&gt;
* 1992&amp;amp;nbsp;Verkauf des Schlosses an einen Privatmann. Leerstand und Verfall.&lt;br /&gt;
* 2011&amp;amp;nbsp;Versteigert an den Immobilienkaufmann Torsten Kunert. Es folgt die Fertigstellung des neuen Dachs und der ehemaligen jetzt wiedereingesetzten barocken Gauben.&lt;br /&gt;
* 2015&amp;amp;nbsp;Erste Nutzung als Ausstellungshaus mit Werken von Eberhard Göschel.&lt;br /&gt;
* 2016&amp;amp;nbsp;Eröffnung der Fotografischen Sammlung – Schloss Kummerow&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baugeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Kummerow Treppenhaus 2020.jpg|mini|Treppenhaus mit Walter-Ulbricht-Zitat von 1961]]&lt;br /&gt;
Das Schloss Kummerow unmittelbar am Ufer des [[Kummerower See]]s wurde anstelle eines 1725 abgebrannten älteren Herrenhauses bis 1733 im Stil des Barock für den Landrat [[Axel Albrecht von Maltzahn]] erbaut. Um das Schloss entstand ein Landschaftspark nach Plänen von [[Peter Joseph Lenné]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Familie Maltzahn 1945 enteignet worden war, diente das Hauptgebäude des Schlosses als Schule und Gemeindebüro. Im Landschaftspark wurde ein Sportplatz angelegt. 1964 wurde das Hauptgebäude renoviert. Nach der Wende begannen am Herrenhaus Umbauarbeiten für eine geplante kommerzielle Nutzung der in Privatbesitz befindlichen Anlage, die dann jedoch eingestellt wurden. Seither verfiel das architektonisch wertvolle Barockschloss zusehends. Die Zerstückelung des Parks und umliegender Grundstücke durch die Gemeinde erschwerten eine neue Nutzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2011 wurde die Schlossanlage bei der Frühjahrsauktion der Deutschen Grundstücksauktionen AG bei einem Mindestgebot von 95.000&amp;amp;nbsp;Euro zur Versteigerung angeboten und von einer [[Berlin]]er Gesellschaft für 130.000&amp;amp;nbsp;Euro erworben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/geld/verkauf-baufaelliger-schloesser-barocke-bruchbuden-1.1078102 &amp;#039;&amp;#039;Verkauf baufälliger Schlösser Barocke Bruchbuden&amp;#039;&amp;#039;.] sueddeutsche.de, 28. März 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Investor war der Immobilienkaufmann Torsten Kunert († März 2020&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Torsten Bengelsdorf |url=https://www.nordkurier.de/mecklenburgische-schweiz/grosse-trauer-um-kummerows-schlossbesitzer-0138921004.html |titel=Große Trauer um Kummerows Schlossbesitzer |werk=[[Nordkurier]] |datum=2020-04-01 |abruf=2020-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) aus Berlin. Er verfolgte das Vorhaben, im Schloss seine fotografische Sammlung auszustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Verkauf des Schlosses im März 2011 wurden zahlreiche Einbauten aus DDR-Zeiten abgerissen. Im April 2013 wurde begonnen, das Mansardwalmdach des Barockbaus zu renovieren. 30.000 handgestrichene [[Biberschwanz|Biberschwänze]] und 20 originale barocke Gauben bekrönen das neue Dach. Die Arbeiten am Dach waren 2013 abgeschlossen.&amp;lt;!--Unklar, ob und in welchem Umfang die Absichten verwirklicht wurden oder noch werden: Auch Nebengebäude wie einen Speicher will der Investor kaufen und ab 2015 sanieren. Die Gemeinde Kummerow will 70.000&amp;amp;nbsp;Euro durch den Verkauf einnehmen. Zugleich ist auch eine Revitalisierung des Lenné-Parks einschließlich der Wiederherstellung eines Landungsstegs am Ufer des [[Kummerower See]]s nach historischem Vorbild in Planung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/lokales/malchin/nach-dem-schloss-nun-die-speicher-1.547393|titel=Nach dem Schloss nun die Speicher|datum=2013-02-26|autor=[[Thoralf Plath]]|zugriff=2013-11-08|offline=ja|archiv-bot=2019-05-12 15:51:03 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine erste Ausstellung zum Tag des offenen Denkmals am 20. September 2015 zog 4000 Besucher an. Mit dem Werk des Dresdner Malers Eberhard Göschels wurde die Art des Umbaus unterstrichen. Die Wahl des Künstlers und das Sanierungskonzept gingen hier Hand in Hand, um den Geist der erhaltenen Spuren mit der Malweise des Künstlers aufzuladen und seine künstlerische Haltung mit der Geschichte des Hauses zu verzahnen. Hinterlassene Spuren erzählen vom Leben in wechselnden Ideologien. So steht im Spiegelsaal, erhalten als alte Wandbemalung: „Ich bin das Schwert! Ich bin die Flamme! Ich habe euch erleuchtet in der Dunkelheit, und als die Schlacht begann, focht ich voran, in der ersten Reihe.“ Auch wenn die Zeitläufte das [[Heinrich Heine|Heine-]]Zitat seiner ehemaligen sozialistischen Propaganda entleert haben, soll es das Haus in seiner collagehaften Erscheinung mit feudalen Versatzstücken zu neuem Leben anfeuern. Von [[Walter Ulbricht]] blieb der Satz „Denken ist die erste Bürgerpflicht“ erhalten. Er fiel 1961 einen Monat nach dem [[Mauerbau]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tagesspiegel 0720&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Susanne Kippenberger |url=https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/ausflugstipp-fuer-mecklenburg-wo-moderne-fotokunst-ein-altes-schloss-belebt/25992366.html |titel=Wo moderne Fotokunst ein altes Schloss belebt |werk=[[Der Tagesspiegel]] |datum=2020-07-20 |abruf=2020-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Das Ulbricht-Zitat wurde im &amp;#039;&amp;#039;Tagesspiegel&amp;#039;&amp;#039;-Online-Bericht&lt;br /&gt;
[https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/ausflugstipp-fuer-mecklenburg-wo-moderne-fotokunst-ein-altes-schloss-belebt/25992366.html &amp;#039;&amp;#039;Wo moderne Fotokunst ein altes Schloss belebt&amp;#039;&amp;#039;] von Susanne Kippenberger mit „Denken ist die reinste Bürgerpflicht“ vermutlich falsch wiedergegeben und deswegen hier geändert in „Denken ist die erste Bürgerpflicht“. Das entspricht der Inschrift im Treppenhaus des Schlosses (vgl. [[c:File:Schloss Kummerow Treppenhaus 2020.jpg|Abbildung]]) und der Veröffentlichung der Fernsehrede Ulbrichts vom 15. September 1961, herausgegeben vom Zentralkomitee der SED, Abteilung Agitation, im selben Jahr unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Denken ist die erste Bürgerpflicht: Fernsehrede vom 15. Sept. 1961&amp;#039;&amp;#039; (32 S.).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fotografische Sammlung – Schloss Kummerow ==&lt;br /&gt;
2016 eröffnete die Fotografische Sammlung – Schloss Kummerow und fügte sich in das Sanierungskonzept des Herrenhauses inhaltlich ein. Der allgemeine Zeitbezug des Mediums Fotografie trifft auf die behutsame Wiederherstellung des historischen architektonischen Bestands. So präsentiert sich die Sammlung nicht in den üblich hergerichteten weißen Räumen, sondern steht im Dialog mit den absichtlich erhaltenen Spuren der Vergangenheit des Hauses und seiner Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bestand der Sammlung finden sich über 2000 Fotografien der Privatsammlung von Torsten Kunert. Das Konvolut gehört zu den führenden fotografischen Privatsammlungen in Deutschland und bildet den Grundstock für Dauer- und Wechselausstellungen auf Schloss Kummerow. Der Schwerpunkt der Bestände liegt im Zeitraum ab dem Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart und wird durch neue Positionen der Fotografie ständig erweitert. Durch Ankäufe kamen seit den 1990er Jahren Originale international bekannter Fotografen in die Sammlung. Der Ausstellungsbetrieb wird von einer [[Gemeinnützige GmbH|Gemeinnützigen GmbH]] betreut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tagesspiegel 0720&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herzstück der Bestände bilden Fotografien, die in der Zeit der DDR von heute renommierten Vertretern der Fotogeschichte der DDR aufgenommen wurden. Sie dokumentieren vergangene und nachwirkende Lebenswelten der Menschen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergänzt wurde die Sammlung durch den Ankauf von Sammlungen anonymer Fotografie zur Geschichte der Dokumentar- und Sachfotografie, außerdem durch Werke und Dokumente, Archive und Nachlässe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Publikumsattraktion repräsentiert die Dichte großformatiger Werke, die dem Schloss mit seinen über 3500 Quadratmetern seine einst gepriesene Ausstattung mit Gobelins zurückübereignen. Mehrere Videoräume ermöglichen die Präsentation zeitbasierter Werke wie Film und Video.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Offenbar Stand 2016: Für die Zukunft ist die Überführung der sammlungseigenen Fachbibliothek sowie seltener Fotobücher angedacht. Diese sollen nach Anmeldung für die wissenschaftliche Forschung zur Verfügung stehen.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thematische Ausstellungen der Sammlung  setzten sich mit der Kulturgeschichte der Fotografie auseinander und beschäftigen sich mit den sozialen und politischen Auswirkungen des Mediums. Gezeigt werden sowohl Präsentationen, die aus dem eigenen Bestand zusammengestellt werden, als auch solche, die damit in Dialog stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Künstler: [[Marina Abramović]], [[Nobuyoshi Araki]], Fiona Banner, [[Peter Beard]], [[Bernd und Hilla Becher]], [[Sibylle Bergemann]], Viktoria Binschtok, Thorsten Brinkmann, [[Daniele Buetti]], Martin Damman, [[Thomas Demand]], [[Arno Fischer (Fotograf)|Arno Fischer]], [[Günther Förg]], Maike Freess, [[Andreas Gursky]], [[Harald Hauswald]], [[Candida Höfer]], Sabine Hornig, [[Clemens Krauss (Künstler)|Clemens Krauss]], [[Ute Mahler|Ute und Werner Mahler]], [[Bjørn Melhus]], [[Helmut Newton]], [[Tatsumi Orimoto]], [[Helga Paris]], [[Nira Pereg]], [[Bettina Rheims]], [[Thomas Ruff]], [[Sebastião Salgado]], [[Adrian Sauer]], [[Martin Schoeller|Martin Schöller]], Sarah Schönfeld, [[Gundula Schulze Eldowy]], [[Thomas Struth]], [[Hiroshi Sugimoto]], [[Miroslav Tichý]], [[Ulay]], [[Mariana Vassileva]], [[Michael Wesely]], [[Siegfried Wittenburg]] und viele andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torsten Kunert starb 2020. An ihn erinnert in der Ausstellung ein großformatiges Schwarzweißfoto, eine [[Mehrfachbelichtung]] von Michael Wesely.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tochter Aileen Kunert setzt die Arbeit des Vaters fort und lud für die von Daniel Blochwitz kuratierte Sonderausstellung &amp;#039;&amp;#039;Provincia&amp;#039;&amp;#039; fünf Fotografen – [[Ingar Krauss]], Ute Mahler und Werner Mahler, [[Hans-Christian Schink]] und  [[Ulrich Wüst]] – ein, ihre Sicht auf das Leben abseits der Metropolen zu präsentieren (bis 1. November 2020).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jochen Stöckmann |url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/ausstellung-in-schloss-kummerow-fuenf-fotografen-erkunden.1013.de.html?dram:article_id=47913 |titel=Fünf Fotografen erkunden die Provinz |hrsg=[[Deutschlandfunk Kultur]] |datum=2020-06-22 |abruf=2020-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der zweigeschossige, über elf Achsen langgestreckte Hauptbau mit Putzfassade und [[Mansarddach|Mansardwalmdach]] hat einen dreigeschossigen, segmentbogigen Portalgiebel und ist über eingeschossige Galeriebauten mit zweigeschossigen Eckpavillons verbunden. Das Schloss ist von historischen Wirtschaftsgebäuden und den Überresten eines Landschaftsparks umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Kummerowamsee-schloss3.jpg|Linker Eckpavillon&lt;br /&gt;
 Kummerowamsee-schloss4.jpg|Portal mit leerem Wappenfeld&lt;br /&gt;
 Kummerowamsee-schloss2.jpg|Rechter Eckpavillon&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{SammlungDunckerGrafik |Titel=Cummerow |Blatt=293 |zlb=219}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://schloss-kummerow.de/ schloss-kummerow.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.sueddeutsche.de/geld/marode-herrenhaeuser-billig-schloesser-unterm-hammer-1.1078216 &amp;#039;&amp;#039;Marode Herrenhäuser – Billig-Schlösser unterm Hammer&amp;#039;&amp;#039;.] Süddeutsche Zeitung, 28. März 2011; Fotos mit Innenansichten von Schloss Kummerow.&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Susanne Mandl&lt;br /&gt;
   |url=https://www.architekturzeitung.com/innovation/96-fassade/3780-keimfarben-sanierungsmassnahmen-im-schloss-kummerow&lt;br /&gt;
   |titel=Sanierungsmaßnahmen im Schloss Kummerow&lt;br /&gt;
   |werk=architekturzeitung.com&lt;br /&gt;
   |datum=2019-07-08&lt;br /&gt;
   |abruf=2020-10-12}}&lt;br /&gt;
* [http://www.schloesser-gaerten-mv.de/schlsser__herrenh_user__burgen/landschlsser_und_herrenh_user/schloss_kummerow.html Schloss Kummerow.] Information des Landes Mecklenburg-Vorpommern.&lt;br /&gt;
* [http://www.kulturwerte-mv.de/cms2/LAKD1_prod/LAKD1/de/Landesdenkmalpflege/_Service/Bisherige_Denkmale_des_Monats/2015/02_-_Neues_Dach_auf_altem_Schloss_-_Dachsanierung_am_Schloss_Kummerow/index.jsp Neues Dach auf altem Schloss – Dachsanierung am Schloss Kummerow – Denkmal des Monats Februar 2015.] Landesamt für Kultur und Denkmalpflege MV.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=53.770143|EW=12.830797|type=landmark|dim=1000|region=DE-MV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrenhaus im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte|Kummerow]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Mecklenburg-Vorpommern|Kummerow]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Mecklenburg-Vorpommern|Kummerow]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Kummerow (am See)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1730er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Adelsgeschlechts Maltzahn]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Katsumo</name></author>
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