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	<title>Schloss Broich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T05:12:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schloss_Broich&amp;diff=102357&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tuxyso: Foto durch ein freundlicheres in ebenfalls sehr hohen Qualität ersetzt</title>
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		<updated>2026-04-08T18:12:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Foto durch ein freundlicheres in ebenfalls sehr hohen Qualität ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Burg&lt;br /&gt;
|Name = Schloss Broich&lt;br /&gt;
|Bild = Schloss-Broich-Mülheim-Straßenansicht-Frühjahr-2026.jpg&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung = Schloss Broich in Mülheim&lt;br /&gt;
|Alternativname = &lt;br /&gt;
|Entstehungszeit = 9. Jahrh.&lt;br /&gt;
|Typologie n. geo. Lage = &lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand = restauriert&lt;br /&gt;
|Ständische Stellung = &lt;br /&gt;
|Mauerwerksmerkmale = &lt;br /&gt;
|Heutiger Ortsname = [[Broich (Mülheim an der Ruhr)|Broich]]&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 51/25/37.45/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 06/52/16.80/E&lt;br /&gt;
|Region-ISO = DE-NW&lt;br /&gt;
|Poskarte = &lt;br /&gt;
|Höhenordinate = &lt;br /&gt;
|Höhe-Bezug = DE-NN&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss-Broich-2013-03.jpg|mini|hochkant=1.2|Innenhof des Schlosses Broich. Links: Hochschloss, Rechts: Westflügel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss-Broich-2013-01-Alternative.jpg|mini|Hochschloss, Eingangsportal und Palas vom Innenhof aus fotografiert]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schloss Broich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; befindet sich im [[Broich (Mülheim an der Ruhr)|gleichnamigen Stadtteil]] der Stadt [[Mülheim an der Ruhr]] am Westufer der [[Ruhr]] nahe der Innenstadt. Die Befestigungsanlage liegt an der historischen Ruhrfurt des alten [[Westfälischer Hellweg|Hellwegs]] und ist in Teilen der älteste erhaltene [[frühmittelalter]]liche Wehrbau der späten [[Karolinger]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;zeit nördlich der Alpen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== 9. bis 11. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
883 erobern [[Wikinger]] [[Duisburg]] und richten hier ihr Winterlager ein. Wahrscheinlich deshalb lässt der ostfränkische [[Heinrich (princeps militiae)|Herzog Heinrich]] im Winter 883/884 in [[Broich (Mülheim an der Ruhr)|Broich]] ein befestigtes Militärlager errichten: Auf einem 11&amp;amp;nbsp;m hohen [[Geländesporn]] oberhalb der [[Ruhr]] entstand die ursprüngliche Anlage, wohl als Sperrburg, um den Fluss und den [[Westfälischer Hellweg|Hellweg]] zu sichern, der hier über eine [[Furt]] die Ruhr passiert. Eine ovale [[Ringmauer]] umschließt zahlreiche mehrräumige, auch zweistöckige Gebäude. Es existieren jedoch noch keine [[Küche#Mittelalter|Küchen]], [[Speisekammer|Speicher]] oder [[Brunnen]], was auf eine Planung für eine nur kurzzeitige Nutzung schließen lässt. Im April 884 vertrieb Heinrich mit seinem Heer die Wikinger aus Duisburg. Doch nachdem die Bedrohung durch die Wikinger nicht mehr gegenwärtig ist, wird die Anlage aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen [[Annalen]] berichtet [[Flodoard von Reims]] von einem 923 stattgefundenen Treffen zwischen König [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich&amp;amp;nbsp;I.]] von [[Ostfrankenreich|Ostfranken]] und [[Robert I. (Frankreich)|Robert&amp;amp;nbsp;I.]] am Unterlauf des &amp;#039;&amp;#039;fluvium Ruram&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.df.unipi.it/~rossi/Flodoardi_annales.html FLODOARDI ANNALES 923]&amp;lt;/ref&amp;gt; Von einigen Autoren wird daraus die Existenz einer befestigten Anlage bis zu diesem Zeitpunkt abgeleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.mgh.de/da/rezensionen/band54.1/0271.html | wayback=20041001134625 | text=G. Binding: &amp;#039;&amp;#039;Monumenta Germaniae Historica&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verlassene Burg wird gegen Ende des 11. Jahrhunderts von den [[Edelherr]]en von Broich wieder auf- und ausgebaut. 1093 werden die Broicher zusammen mit den Herren von [[Mülheim an der Ruhr#Geschichte|Mülheim]] und [[Dümpten]] als Zeugen eines [[Gogericht|Grafengerichts]] nachweislich erstmals schriftlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 12. und 13. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Broich 02.jpg|mini|Blick vom Wehrgang aus auf den Bergfried, sowie auf Teile der spätkarolingischen Anlage aus dem späten 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Seit Ende des 12. Jahrhunderts wird die Anlage durch Um- und Neubauten allmählich zu einer [[Festung]]. Die Ringmauer wird umgebaut, auf 1,50&amp;amp;nbsp;m Stärke und auf 9&amp;amp;nbsp;m erhöht. Aus dem nördlichen Teil wird ein [[Zwinger (Architektur)|Zwinger]]. Ein massiger, 17,40&amp;amp;nbsp;m hoher [[Bergfried]] wird errichtet. Die erneuerte Befestigung ist so effektiv, dass sie im Jahr 1240 der Belagerung und dem Angriff des Kölner Erzbischofs [[Konrad von Hochstaden]] widersteht. Anlass sind die Territorialkriege des Erzbischofs mit Graf [[Wilhelm IV. (Jülich)|Wilhelm IV. von Jülich]] und Herzog [[Heinrich IV. (Limburg)|Heinrich IV. von Limburg]]. Durch die gleichzeitige Stellung Herzog Heinrichs als Graf von Berg werden seine [[Vasall]]en, die Herren von Broich, in diese Auseinandersetzung mit einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 14. und 15. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Mit dem letzten Herrn von Broich, [[Dietrich V. von Broich|Dietrich&amp;amp;nbsp;V.]], stirbt das ursprüngliche Geschlecht im Mannesstamm aus und seine älteste Tochter Lukardis, verheiratet mit Graf [[Dietrich IV. von Limburg]], erbt 1372 die [[Herrschaft Broich]]. Zwischen den Jahren 1380 und 1400 wird in die südliche, teils abgerissene Umwehrung ein zweistöckiger [[Gotik|gotischer]] [[Palas]], besser gesagt Saalbau, mit auffälligen [[Staffelgiebel]]n erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Graf [[Heinrich von Limburg-Broich]] mehrere [[Fehde]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;züge gegen den Kölner Erzbischof [[Dietrich II. von Moers]] führt, kommt es von 1437 bis 1439 zu mehreren Belagerungen der Burg. Schließlich belagert im Jahr 1443 der Kölner Erzbischof, Herzog [[Gerhard (Jülich-Berg)|Gerhard von Jülich-Berg]] mit ihren Verbündeten und Truppen des Lütticher Bischofs [[Johann VIII. von Heinsberg]] und des Kurfürsten [[Friedrich II. (Sachsen)|Friedrich II. von Sachsen]], die Burg vom 2. bis zum 19.&amp;amp;nbsp;September. Beobachter berichten von einem bis zu 22.000 Mann starken Heer. Schließlich wird die Burg beschossen. Der mächtige Bergfried und der Südwestturm gehen in Flammen auf und brennen aus. Die [[Ringmauer]] wird stark beschädigt und die Wohnbauten sind unbewohnbar. Die Burg wird erstmals in ihrer Geschichte eingenommen. Die Sieger erklären sich bereit, die Burg neu aufzubauen und zu befestigen. Die Schäden werden bis zum Jahr 1444 mit 6.000 [[Rheinischer Gulden|Rheinischen Goldgulden]] beseitigt. Bei der Instandsetzung wird der Bergfried abgebrochen, eine geplante Steinbrücke über die Ruhr entsteht jedoch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 16. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Weil Graf [[Johann von Limburg-Broich|Johann von Limburg zu Broich]] keine Nachkommen hat, adoptiert er im Jahr 1505 die Tochter seiner Schwester Maria, Irmgard von [[Grafschaft Sayn|Sayn]], und verheiratet sie im selben Jahr mit [[Wirich V. von Daun-Falkenstein]]. 1508 beschenkt Johann das Paar mit der Herrschaft Broich sowie seiner Hälfte der [[Grafschaft Limburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen des größeren Gefolges Wirichs von Daun werden etliche Um- und Neubauten durchgeführt. Das Burgtor im Nordwestturm wird geschlossen und ein größerer Einlass in die westliche Ringmauer gebrochen. Zwischen Nordwestturm und Schlosshofmauer entsteht ein zweistöckiges Gebäude. Innerhalb des Burgringes werden drei [[Fachwerkhaus|Fachwerkhäuser]] errichtet. Zwischen Nordwestturm und Schlosshofmauer erbaut man ein zweistöckiges Wohnhaus. Nahe dem Palas lehnt man an die südliche Schlosshofmauer ein weiteres zweistöckiges steinernes Gebäude an. Eine Verstärkung der Befestigung bleibt jedoch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mord an Wirich 1598.jpg|mini|Der Mord an Wirich durch die Spanier, Kupferstich von [[Jan Luyken]] von 1698]]&lt;br /&gt;
Broich leidet seit 1584 wegen der [[Truchsessischer Krieg|Truchsessischen Wirren]] und des [[Achtzigjähriger Krieg|Achtzigjährigen Kriegs]] sehr schwer unter den ständigen spanischen und [[Republik der Sieben Vereinigten Provinzen|staatischen]] Durchmärschen und [[Einquartierung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5.&amp;amp;nbsp;Oktober 1598 rückt schließlich auf Befehl von Admiral [[Francisco de Mendoza (Heerführer)|Francisco de Mendoza]] ein Heer von 5000 Spaniern mit etlichen Geschützen vor Burg Broich. Vergeblich besteht Burgherr Graf [[Wirich VI. von Daun-Falkenstein]] auf seiner Neutralität. Nach starkem Beschuss der Spanier muss Graf Wirich am nächsten Morgen kapitulieren. Die Burg hat erheblichen Schaden genommen, zwischen Eckturm und Scheifhacke wurde eine [[Bresche]] in die Burgmauer geschossen. Am 11. Oktober wird Graf Wirich nahe dem Schloss von seinen zwei spanischen Bewachern niedergeschlagen und erstochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 17. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen-Wilhelm-Wirich-Daun-Falkenstein.jpg|mini|hochkant=0.8|Wappen v. Wilhelm Wirich (Vorläufer des Mülheimer Stadtwappens) über dem Eingang des Hochschloss&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.muelheim-ruhr.de/cms/schloss_broich3.html Homepage der Stadt Mülheim an der Ruhr], eingesehen am 20. Februar 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die Schäden an der stark zerstörten Burg werden erst Jahrzehnte später, in den Jahren 1644 bis 1648, durch Graf [[Wilhelm Wirich von Daun-Falkenstein]] beseitigt. Die Wohngebäude werden wieder aufgebaut und ergänzt. Auf zwei steinernen, zweigeschossigen Wohnhäusern der Ringanlage lässt er über dem Tor ein Fachwerkgeschoss mit hölzerner [[Galerie (Architektur)|Galerie]] errichten: das heutige Hochschloss. Über dem Eingang des Hochschloss befindet sich das Wappen von Wilhelm Wirich von Daun-Falkenstein, das mit der Jahreszahl 1648 auf den Abschluss der Renovierungsarbeiten hinweist. Folgende Inschrift&amp;lt;ref&amp;gt;Mülheim an der Ruhr 1968: Jahrbuch 1968. S.&amp;amp;nbsp;178.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist dort zu lesen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitälchen|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ilhelm &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;yrich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;V&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;on &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;D&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;aun &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;G&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;raf &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;u &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;F&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;alkenstein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;V&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (und) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;imburg &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;err&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;u &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;O&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;berstein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;B&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;roich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;V&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (und) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;eipolskirchen etc. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nno &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1648&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Schlosshof entsteht unter Verwendung des gotischen Palas und des Wohnbaus des 16. Jahrhunderts ein zweigeschossiger Schlossflügel mit vorgesetztem achteckigem Treppenturm. An der nördlichen sowie an der westlichen Schlosshofmauer werden zwei zusätzliche Flügel errichtet. Nach Süden entsteht ein großer Garten, wobei das Schlosstor um 80 Meter hinausgeschoben wird. Wilhelm Wirich lässt unter der Kapelle im Palas für seine Familie eine flachgewölbte [[Gruft]] anlegen. Nordwestlich des Schlosses entsteht eine turmartige [[Vorburg]] mit [[Wassergraben]], welche als Ruine im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert abgebrochen wurde.&amp;lt;!--In der Gegend von Rosendahl 76/39--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1682 stirbt Wilhelm Wirich. Da sein einziger Erbsohn Carl Alexander am 7. Oktober 1659 von Graf [[Moritz von Limburg-Styrum]] erschossen wurde, geht das Erbe an seine Tochter Christine Luise. Sie ist seit dem 17. Juli 1664 vermählt mit Graf [[Emich Christian (Leiningen-Dagsburg)|Emich Christian von Leiningen-Dagsburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Instandhaltung wird jetzt nicht mehr viel getan. Das Schloss dient nur noch als Amtssitz des [[Rentamt|Rentmeisters]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ausschnitt Prospect Becker.jpg|mini|Schloss Broich um 1775 aus: &amp;#039;&amp;#039;Prospect des Schloses bruch und Mühlheim sambt der gegend&amp;#039;&amp;#039; von Johann Jacob Becker]]&amp;lt;!--Das 2. h in Mühlheim bitte stehen lassen, da es die der Originalbeschreibung ist--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Prinzessin Luise und Friederike als Kinder im Schatten alter Bäume auf Schloß Broich.jpg|mini|1787: [[Luise von Mecklenburg-Strelitz|Luise]] und [[Friederike von Mecklenburg-Strelitz|Friederike]] bei Besuch auf Schloss Broich]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Broich um 1890.jpg|mini|Schloss Broich um 1890]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Giebeloval-Schloss-Broich-Neubau.jpg|mini|Giebeloval am Neubau des Schloss Broich mit Wappen von Hessen-Darmstadt und Leiningen-Dagsburg&amp;lt;ref name=&amp;quot;mh-1968&amp;quot;&amp;gt;Mülheim an der Ruhr 1968: Jahrbuch 1968. S. 174–176&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Erst Christine Luises Enkelin [[Maria Luise Albertine zu Leiningen-Dagsburg-Falkenburg|Maria Luise Albertine Gräfin von Leiningen-Dagsburg]] interessiert sich wieder für den Besitz. Sie verweilt nun öfters an der Ruhr und plant, das Schloss durch den [[Kurpfalz|kurpfälzischen]] Oberbaudirektor [[Nicolas de Pigage]] restaurieren und ausbauen zu lassen. 1789 ist man aber zufrieden mit einem teilweisen Neubau des Westflügels mit dem „gläsernen Palais“ und der Erneuerung des Treppenturms im [[Klassizismus|frühklassizistischen]] Stil. Der nördliche Flügel wird abgerissen. Über dem Eingangsportal des Westflügels ist folgende Inschrift zu lesen, die an den Bau erinnert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kapitälchen|Dieser Bau ist aufgeführt worden&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1789 von&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Maria Luise Albertine&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Verwitweten Landgraefin zu Hessen-Darmstadt&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geb. Graefin von Leinigen, Dachsburg und Broich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erneuert 1967–1974}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1787 und 1791 nimmt die Gräfin ihre beiden jungen Enkelinnen [[Luise von Mecklenburg-Strelitz|Luise]] und [[Friederike von Mecklenburg-Strelitz]], die späteren Königinnen von Preußen beziehungsweise Hannover, mit nach Broich. Wegen ihrer großen Bürgernähe und Herzlichkeit sind die beiden [[Prinz]]essinnen bei der Bevölkerung schnell sehr beliebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. und 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Bis in das 19. Jahrhundert gehörte zu Broich auch das Stroetrecht (von „Stroet“ für Strauch, Gebüsch, Dickicht). Es handelte sich hierbei um das Recht, im Wald zwischen Duisburg und Düsseldorf Wildpferde zu halten, das neben dem [[Herzogtum Berg|Herzog von Berg]] nur wenigen Adelssitzen zustand (Broich, [[Schloss Heltorf|Heltorf]], [[Haus Böckum|Böckum]], [[Haus zum Haus]], [[Rittersitz Groß-Winkelhausen|Groß-Winkelhausen]], [[Schloss Oefte|Oefte]] und [[Schloss Landsberg (Ratingen)|Landsberg]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Kordt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wildpferde im  Angermunder Wald – Als der Wald zwischen Düsseldorf und Duisburg noch Wildbann war –&amp;#039;&amp;#039;, in: Bürgerverein Duisburg-Huckingen e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Huckinger Heimatbuch, Geschichte und Geschichten&amp;#039;&amp;#039;, Band II, Duisburg 1997, S. 52–57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]] Herrschaft am Rhein und an der Ruhr von 1806 bis 1813 wird auch die Herrschaft Broich aufgelöst. Nach zweijähriger Übergangszeit wird 1815 auf Beschluss des [[Wiener Kongress]]es auch Broich von [[Preußen]] [[Annexion|annektiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude verfallen schnell. 1830 stirbt der letzte Besitzer, Prinz [[Georg Karl von Hessen-Darmstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1857 ersteigern der [[Hofkammer|Rentei]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;verwalter Bilger und sein Schwiegersohn, der Bankier Eduard Stöcker, das Schloss für 335.000 [[Taler]]. Sie beseitigen größere Schäden an den Gebäuden, brechen die Fachwerkbauten der Kernanlage ab und errichten dort, angelehnt an das Hochschloss, eine zweistöckige [[Klassizismus|klassizistische]] [[Villa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. und 20. Jahrhundert verliert die Anlage durch Eisenbahn- beziehungsweise Straßenbau deutlich an Bausubstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 geht das Schloss in den Besitz der Stadt Mülheim über. Während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit verfällt es dann zusehends. 1952 erhält immerhin der Saalbau ein neues Dach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1967 bis 1974 wird im Auftrag des [[Landschaftsverband Rheinland|Landschaftsverbands Rheinland]] und unter der Leitung von Professor [[Günther Binding]] an der Anlage aufwendig ausgegraben und restauriert. Dabei werden die Grundmauern der spätkarolingischen Anlage sowie die der späteren Jahrhunderte freigelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1975 wird Schloss Broich feierlich wiedereröffnet. Das Hochschloss wurde zum Sitz der Volkshochschule.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Hinaus in die Nähe. Die 100 schönsten Ausflugsziele im Revier&amp;#039;&amp;#039;. Univers-Verlag, Bielefeld 1983, ISBN 3-920028-23-6, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Nachdem sich im September 2009 große Bruchsteine aus der Ringmauer lösten, wird die Anlage seit 2010 saniert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.muelheim-ruhr.de/cms/mauersanierung_schloss_broich_weitere_vorgehensweise_abgestimmt.html |wayback=20111108091925 |text=Mauersanierung Schloss Broich}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Sanierungsplan wurde in acht Bauabschnitte gegliedert, die Gesamtkosten wurden auf über 4 Millionen Euro geschätzt. Für die Finanzierung wurden Spendengeber gesucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.schloss-retter.de/cms/der_sanierungsplan.html |titel=Der Sanierungsplan – Schloss-Retter |werk=schloss-retter.de |abruf=2017-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurden auch diverse Benefizveranstaltungen gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=Deniz Türkmen |url=https://deniztuerkmen.com/onewebmedia/Deniz-Türkmen-5.jpg |titel=Mit Kultur Kulturgut erhalten (WAZ) |abruf=2018-05-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=WAZ |url=https://www.waz.de/staedte/muelheim/article10806670/mit-kultur-kulturgut-erhalten.html |titel=Mit Kultur Kulturgut erhalten |datum=2015-06-22 |abruf=2020-05-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 2020 wurden die Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Die Kosten lagen bei 4,6 Millionen Euro und konnten komplett durch Spendengelder gedeckt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=NRZ |url=https://www.nrz.de/staedte/muelheim/schloss-broich-muelheimer-muessen-weiter-auf-schluessel-warten-id229116334.html |autor=Kristina Mader |titel=Schloß Broich: Mülheimer müssen weiter auf Schlüssel warten |datum=2020-05-14 |abruf=2020-05-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss-Broich-2013-02.jpg|mini|Hochschloss mit historischem Museum des Mülheimer Geschichtsvereins]]&lt;br /&gt;
Die repräsentativen Säle des Schlosses Broich werden heute für städtische Empfänge und standesamtliche Trauungen genutzt. Ebenso wie die rustikalen Tecklenburger Kammern können der Rittersaal, das Kamin- und das Wappenzimmer aber auch für private Feiern oder Firmenveranstaltungen angemietet werden.&lt;br /&gt;
Im Dachgeschoss befindet sich außerdem der Firmensitz der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH. Das Hochschloss beherbergt das Historische Museum des Mülheimer Geschichtsvereins, das mit Grabungsfunden, Modellen und einem „Luisen-Zimmer“ Einblick in mehrere Jahrhunderte Mülheimer Geschichte gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Burgfolk 2003 Panorama.jpg|mini|Das Burgfolk im Jahr 2003]]&lt;br /&gt;
{{Anker|Festival}}Seit dem Jahr 2000 findet im Innenhof des neueren Teil des Schlosses das zunächst eintägige, seit 2009 zweitägige, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Castle Rock Festival&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; statt, welches 2002 noch um das ebenfalls eintägige, seit 2010 auch zweitägige, Festival &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Burgfolk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erweitert wurde. Diese Feste werden mit Unterstützung der Stadt Mülheim ausgerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;castlerock-festival&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url= https://castlerock-festival.de/ | titel= Castle Rock | abruf= 2012-10-21 | hrsg= Stadt [[Mülheim an der Ruhr]] }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wegen anhaltend rückläufiger Ticketverkäufe wurde das Burgfolk Festival 2016 zum letzten Mal durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.mindbreed.de/news/festivalnews/burgfolk-festival-findet-2016-zum-letzten-mal-statt/ | titel=Burgfolk Festival findet 2016 zum letzten Mal statt | autor=Redaktion | hrsg=Mindbreed | datum=2016-06-27 | abruf=2017-07-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die auftretenden Musikbands auf dem Festival kommen aus der Richtung Rock, beziehungsweise beim Burgfolk Festival aus dem Bereich der modernen Folk-Musik. Viele der Bands sind in ihren Kreisen sehr populär. Als Gäste kommen jedes Jahr viele Hundert Musikfans, vorzugsweise aus der so genannten [[Schwarze Szene|Schwarzen Szene]] des Ruhrgebiets. Zur dreizehnten Veranstaltung im Jahre 2012 kamen 1.200 Gothic-Fans.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1200-gothic-fans-feiern-beim-castle-rock-in-muelheim&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Cäcilia Tiemann |url=https://www.waz.de/staedte/muelheim/article6853309/1200-gothic-fans-feiern-beim-castle-rock-in-muelheim.html |titel=1200 Gothic-Fans feiern beim Castle Rock in Mülheim |werk=Westdeutsche Allgemeine Zeitung |hrsg=Funke Mediengruppe |datum=2012-07-07 |abruf=2012-10-21 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer gibt es die &amp;#039;&amp;#039;Broicher Schlossnacht&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mein-muelheim.de/event/broicher-schlossnacht-2026 Broicher Schlossnacht 2026], abgerufen am 24. November 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;Broicher Schlossweihnacht&amp;#039;&amp;#039; wird – ungeachtet der Bezeichnung – bereits im Advent durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
* Anschrift: Am Schloß Broich 28, 45479&amp;amp;nbsp;Mülheim an der Ruhr&lt;br /&gt;
* ÖPNV: Mülheim, [[U-Bahnhof Schloß Broich#Anbindung|Schloß Broich]] [https://efa.vrr.de/vrr/XSLT_TRIP_REQUEST2?language=de&amp;amp;place_destination=M%FClheim+an+der+Ruhr&amp;amp;name_destination=Schlo%C3%9F+Broich&amp;amp;type_destination=stop&amp;amp;sessionID=0 (Anreise-Berechnung)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Otto Redlich: &amp;#039;&amp;#039;Mülheim an der Ruhr – Seine Geschichte von den Anfängen bis zum Übergang an Preußen 1815&amp;#039;&amp;#039;. Stadt Mülheim an der Ruhr im Selbstverlag, Mülheim an der Ruhr 1939.&lt;br /&gt;
* Günther Binding: &amp;#039;&amp;#039;Schloss Broich in Mülheim/Ruhr&amp;#039;&amp;#039;. Rheinland-Verlag, Düsseldorf 1970.&lt;br /&gt;
* Kurt Ortmanns: &amp;#039;&amp;#039;Schloß Broich in Mülheim an der Ruhr&amp;#039;&amp;#039;. Rheinische Kunststätten, Heft 77. Köln 1985.&lt;br /&gt;
* Rolf-Achim Mostert: &amp;#039;&amp;#039;Broich – Burg, Schloss, Residenz&amp;#039;&amp;#039;. In: Zeugen der Stadtgeschichte – Baudenkmäler und historische Orte in Mülheim an der Ruhr. Verlag Klartext, Essen 2008.&lt;br /&gt;
* Hans Hermann Hofstadt, Jörg Schmitz, Ägidius Strack: Die Schlossrettung: Das bewegte Leben des Schloß Broich zu Mülheim an der Ruhr – Eine Zeitreise, Mülheim 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.muelheim-ruhr.de/cms/index.php?action=auswahl&amp;amp;fuid=fdeb6250e2c0b2ee1bfdd4a866793890 Stadt Mülheim – Schloss Broich]&lt;br /&gt;
* [https://www.muelheim-ruhr.de/cms/schloss_broich_-_historisches_museum.html Stadt Mülheim – Burgmuseum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Ruhrtal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4228386-3|VIAF=243067039}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Mülheim an der Ruhr|Broich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Mülheim an der Ruhr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotisches Bauwerk in Nordrhein-Westfalen|Mulheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) der Vorromanik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Daun]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa|Broich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tuxyso</name></author>
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