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	<title>Schlingerhof - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T06:21:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schlingerhof&amp;diff=874439&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-21030-89: Aktualisierung der Verhältnisse vor Ort: April 2026</title>
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		<updated>2026-04-05T01:03:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aktualisierung der Verhältnisse vor Ort: April 2026&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wien 21 Schlinger-Hof a.jpg|miniatur|Der Schlingerhof an der&amp;lt;br /&amp;gt;Brünner Straße]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien 21 Schlinger-Hof b.jpg|miniatur|Der Schlingerhof am Floridsdorfer Markt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien 21 Schlinger-Hof c.jpg|miniatur|Detail, Uhrturm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien 21 Schlinger-Hof d.jpg|miniatur|Inschrift am Schlingerhof]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlingerhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine städtische Wohnhausanlage aus den 1920er Jahren im 21. [[Wiener Gemeindebezirke|Wiener Gemeindebezirk]], [[Floridsdorf]], an der [[Brünner Straße]] 34–38 mit 478 Wohnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historische Bedeutung erlangte der Bau als einer der Brennpunkte der „Februarereignisse“ 1934, die je nach politischer Einstellung als [[österreichischer Bürgerkrieg]] oder als Februaraufstand bezeichnet wurden. Nicht zentral koordinierte [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SDAP]]-Kämpfer ohne schwere Waffen traten dabei gegen die überlegen ausgestattete und durch die [[Heimwehr]] verstärkte Exekutive der Diktaturregierung [[Engelbert Dollfuß]]’ an und wurden sehr rasch besiegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage trägt den Namen des ersten Sozialdemokraten, den die Bevölkerung des 21. Gemeindebezirks im Jahr 1905 nach der Eingemeindung in den Wiener Gemeinderat entsandte – [[Anton Schlinger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakteristik ==&lt;br /&gt;
Den Schlingerhof kann man als klassischen Gemeindebau bezeichnen. Durch seinen Uhrturm mit Kupferblech-Turmhelm sticht er hervor. In die Anlage wurde ein großer Marktplatz integriert, auf dem 1926 der [[Floridsdorfer Markt]] (&amp;quot;Schlingermarkt&amp;quot;) eröffnet wurde. Er ersetzte den Markt [[Am Spitz]], der aus verkehrstechnischen Gründen unhaltbar geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Schlingerhof wurde 1924 bis 1926 nach den Plänen von [[Hans Glaser (Architekt)|Hans Glaser]] und [[Karl Scheffel]] auf den Gründen des ehemaligen [[Gaswerk Floridsdorf|Floridsdorfer Gaswerks]] errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Februar 1934 kam es im Schlingerhof zu einem Zusammenstoß zwischen dem sozialistischen [[Republikanischer Schutzbund|Schutzbund]] und dem [[Bundesheer (1. Republik)|Bundesheer]] bzw. der [[Polizei]]. Die Mitglieder des Schutzbundes sperrten die Brünner Straße ab und [[Barrikade|verbarrikadierten]] sich in der Anlage. Am Dienstag, dem 13. Februar, durchbrachen zwei [[Panzer]] die Barrikaden und die Angreifer drangen um 13 Uhr –&amp;amp;nbsp;nach [[Artillerie]]beschuss&amp;amp;nbsp;– erstmals in die Wohnhausanlage ein, konnten diese aber erst gegen 16.30 Uhr gänzlich besetzen und räumen. Wie auch im Falle anderer von SDAP-Kämpfern besetzten Gemeindebauten wurde beim Artilleriebeschuss bewusst nur nicht-explosive Übungsmunition verwendet. Durch den Beschuss gab es offenbar keine Todesopfer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Gudula Walterskirchen]] |Titel=Die blinden Flecken der Geschichte: Österreich 1927–1938 |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Kremayr &amp;amp; Scheriau |Ort= |Datum=2017 |Seiten=82 |ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem Manuskript des Floridsdorfer Polizeichefs Heinrich Petri aus dem Jahr 1937 feuerten beim Abtransport der Gefangenen ins 400 Meter entfernte [[Polizeikommissariat (Österreich)|Polizeikommissariat]] „disziplinlose Mitläufer“ sowohl auf Seiten des [[Republikanischer Schutzbund|Schutzbunds]] als auch der Exekutive in den Zug aus Gefangenen und Bewachern, wobei die ersten Schüsse von Seiten der Aufständischen gefallen sein sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Petri |Titel=Der Februar-Aufruhr in Floridsdorf, Manuskript, 1937 |Hrsg=Kurt Bauer |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum= |Seiten=166-172 |ISBN= |Online=http://www.kurt-bauer-geschichte.at/PDF_Forschung_Unterseiten/Zug-der-Schlingerhof-Gefangenen.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurden insgesamt 13 Menschen erschossen, nämlich zwei Kämpfer des Schutzbundes, ein Polizist und 10 unbeteiligte Nicht-[[Kombattant]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kurt Bauer |url=http://www.kurt-bauer-geschichte.at/PDF_Forschung_Unterseiten/Zug-der-Schlingerhof-Gefangenen.pdf |titel=Der Zug der Schlingerhof-Gefangenen: Überblick über die Toten und Verwundeten |werk= |hrsg= |datum= |seiten=6–8 |zugriff=1.3.2018 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut Polizeistatistik wurden 350 Schutzbündler gefangen genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Anlage heute ==&lt;br /&gt;
Der Schlingerhof erfüllt noch immer seine ursprüngliche Aufgabe als Wohnhausanlage und ist Heimat mehrerer kleiner Unternehmen (Friseur, Installateur, Sportcenter, Waren aller Art). In der ehemaligen Bücherei befindet sich heute ein Kulturankerzentrum. Ateliers befinden sich darüber hinaus in ehemaligen Werkstätten. Der Kindergarten wurde von der MA 10 aufgegeben und wird heute vom Antonia-Stockinger-Lokal der lokalen KPÖ genutzt. Traditionell befindet sich im Schlingerhof zudem ein Sektionslokal der Floridsdorfer [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]] und der [[Junge Generation (SPÖ)|Jungen Generation]] Floridsdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wohnhausanlage der Gemeinde Wien im XXI. Bezirk, „Schlinger-Hof“, Brünnerstraße, Floridsdorfer Markt, Pitkagasse, Lottgasse&amp;#039;&amp;#039;. Wiener Stadtbauamt, Wien 1927. [http://www.dasrotewien.at/files/83/schlinger_hof.pdf dasrotewien.at] (PDF; 2,5 MB)&lt;br /&gt;
* Felix Czeike: &amp;#039;&amp;#039;Wien XXI. Floridsdorf. Wiener Bezirksführer.&amp;#039;&amp;#039; J&amp;amp;V, Wien 1979, ISBN 3-7141-0471-2.&lt;br /&gt;
* {{Czeike|5|99||Schlingerhof|1115673}}&lt;br /&gt;
* Helmut Weihsmann: &amp;#039;&amp;#039;Das Rote Wien. Sozialdemokratische Architektur und Kommunalpolitik 1919–1934.&amp;#039;&amp;#039; Promedia, Wien 2002, ISBN 3-85371-181-2 (= &amp;#039;&amp;#039;Edition Spuren&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Schlinger-Hof|Schlingerhof}}&lt;br /&gt;
* {{Wien Kulturgut|Gemeindebau|0821306}}&lt;br /&gt;
* {{Wiener Wohnen|id=239|zugriff=2017-11-16|name=Schlinger-Hof}}&lt;br /&gt;
* {{Rwien|schlingerhof|Schlingerhof}}&lt;br /&gt;
* [http://doewweb01.doew.at/frames.php?/service/archiv/februar34/21/inhalt2.html Bilder der zerschossenen Anlage]&lt;br /&gt;
* {{Wien Geschichte Wiki|Schlingerhof|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Einbindung von Wikidata-Koordinaten|landmark|AT-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wiener Gemeindebau der Zwischenkriegszeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Floridsdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-21030-89</name></author>
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