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	<title>Schlik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dorado: kl. Korr.</title>
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		<updated>2026-02-07T23:47:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kl. Korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|handelt vom Adelsgeschlecht. Zu einzelnen Namensträgern siehe auch [[Schlick (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlick-Wappen 1416.jpg|mini|Stammwappen derer Schlik im Wappenbrief von 1416]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlicken von Passan.jpg|mini|Wappen der Grafen Schlik ([[Johann Siebmacher|Siebmacher]] 1605)]][[Datei:Schlick-Grafen-Wappen.jpg|mini|Wappen der Grafen Schlick (Wappenbuch um 1550/1574)]]&lt;br /&gt;
Die Grafen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (tschechisch &amp;#039;&amp;#039;Šlikové&amp;#039;&amp;#039;), in der Frühen Neuzeit auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlick&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, waren ursprünglich ein [[Patrizier]]geschlecht mit Wurzeln im [[Böhmen|böhmischen]] [[Cheb|Eger]] (Cheb).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Hypothesen zufolge stammte das Geschlecht ursprünglich aus dem [[Vogtland]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Luděk Březina |Titel=Der Landvogt der Niederlausitz zwischen Königsmacht und Ständen (1490–620) Ein Diener zweier Herren? |Verlag=BWV Verlag |Datum=2017-04-28 |ISBN=978-3-8305-3704-5 |Online={{Google Buch |BuchID=Z5ZBDwAAQBAJ |Seite=135 |Hervorhebung=Vogtland Schlick}} |Seiten=135 |Abruf=2020-08-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das alte [[Adelsprädikat|Prädikat]] &amp;#039;&amp;#039;von Lasan&amp;#039;&amp;#039; könnte auf [[Oberlosa]] als Herkunftsort verweisen. Anlässlich seiner Vermählung mit Agnes, der Tochter des Herzogs [[Konrad V. (Oels)|Heinrich&amp;amp;nbsp;V. von Oels]], ließ [[Kaspar Schlick]] die Abstammung seines Vaters Heinrich&amp;amp;nbsp;I. Schlick aus dem fränkischen Adel und seiner Mutter, zuweilen als Constantia bezeichnet, aus dem Italienischen Hochadel, der Markgrafen von [[Collalto]], feststellen. Diese Annahme, die wohl lediglich den deutlichen Rangunterschied der Eheleute ausgleichen sollte, gilt als umstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://adw-goe.de/en/digital-library/hoefe-und-residenzen-im-spaetmittelalterlichen-reich/gsn/rf15_IV-3880/ |titel=Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich: Göttingen Academy of Sciences and Humanities (AdW) |abruf=2020-09-29 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201009024240/https://adw-goe.de/en/digital-library/hoefe-und-residenzen-im-spaetmittelalterlichen-reich/gsn/rf15_IV-3880/ |archiv-datum=2020-10-09 |offline=ja |archiv-bot=2023-01-07 02:56:23 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gesichert ist, dass der [[Gewandschneider|Tuchhändler]] Heinrich&amp;amp;nbsp;I. Schlick seit dem ausgehenden 14. Jahrhundert in der freien Reichsstadt [[Cheb|Eger]] im [[Nordgau (Bayern)|Nordgau]] nachweisbar ist. Der Aufstieg der Familie begann in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, als Kaspar Schlick für seine diplomatischen Dienste von Kaiser [[Sigismund (HRR)|Sigismund]] geadelt und zum Freiherrn (1422) und Reichsgrafen (1437) erhoben wurde. Er war ab 1433 Kanzler des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reichs]] und als solcher der erste Amtsinhaber, der Laie und bürgerlicher Herkunft war. Die Titulaturen und Besitztümer sollen sich Kaspar Schlick und seine Brüder durch Urkundenfälschung angeeignet haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alfred Pennrich |Titel=Die Urkundenfälschungen Des Reichskanzlers Kaspar Schlick |Verlag=BoD – Books on Demand |Datum=2012-05 |ISBN=978-3-8457-9026-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Schlik gehörten neben den Grafschaften Passaun ([[Bassano del Grappa|Bassano]]) in [[Norditalien]] und Weißkirchen ([[Holíč]]) in der heutigen [[Slowakei|Westslowakei]] auch [[Sokolov|Falkenau]] an der Eger sowie Höfe bei Elbogen ([[Loket]]) und Eger. Letztere Herrschaften erhielt die Familie von Kaiser Sigismund als Entschädigung für den Verlust der italienischen Besitztümer. Später kamen [[Kunštát]], [[Kopidlno]], [[Veliš u Jičína|Welisch]], [[Ploskovice|Ploschkowitz]], [[Burg Vildštejn (Skalná)|Wildstein]] und andere hinzu. Quelle ihres Reichtums waren die [[Silber]][[bergwerk]]e bei [[Jáchymov|St. Joachimsthal]] und die Prägung von Münzen ([[Joachimstaler]]). Nach den Silberfunden zu Beginn des 16. Jahrhunderts hatten sie das königliche [[Münzrecht|Münzregal]] mit Zustimmung der böhmischen Stände beschlagnahmt. König [[Ferdinand II. (HRR)|Ferdinand II.]] konnte es den Schlik 1620 nach der [[Schlacht am Weißen Berg]] wieder entziehen. Die weitverzweigte Adelsfamilie spielte im ersten Jahrhundert der [[Habsburg]]erherrschaft eine bedeutende Rolle im böhmischen Ständestaat. Sie bekleideten wichtige Positionen in der ständischen Verwaltung oder waren Amtsträger der habsburgischen Herrscher. Bereits seit 1520 schlossen sich viele Angehörige des Geschlechts der lutherischen [[Reformation]] an, andere blieben katholisch. Bedeutende Repräsentanten der Familie standen für das Recht der Stände gegenüber dem Herrscher ein. Sie nahmen aktiv an den Aufständen gegen die Habsburger 1547 und 1618–1620 teil. Nach der Schlacht am Weißen Berg verloren die evangelischen Schlik ihr Vermögen, das vom Kaiser konfisziert wurde. Einer der Führer der [[Ständeaufstand in Böhmen (1618)|böhmischen Aufständischen]], [[Joachim Andreas von Schlick]], wurde 1621 hingerichtet. Der Teil der Familie, der den Habsburgern treu geblieben war, erhielt einen Teil der Höfe der Herren von [[Geschlecht Waldstein|Waldstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Personen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nuremberg chronicles f 240r 3 Caspar slick.jpg|mini|hochkant|[[Kaspar Schlick]] (um 1396–1449), Kanzler des Heiligen Römischen Reichs (Schedelsche Weltchronik, 1493)]]&lt;br /&gt;
* [[Albrecht von Schlick]], [[Landvogt der Niederlausitz]]&lt;br /&gt;
* [[Franz Heinrich von Schlik]], (1696–1766), österreichischer Staatsmann&lt;br /&gt;
* [[Franz Schlik zu Bassano und Weißkirchen]] (1789–1862), österreichischer General der Kavallerie&lt;br /&gt;
* [[Heinrich I. Schlick]] (1355–1416), Tuchhändler und Ratsherr in [[Cheb|Eger]], verheiratet mit Constantia, Tochter des Markgrafen Roland von [[Treviso]]&amp;lt;ref&amp;gt;Prökl Vinzenz: Eger und das Egerland. Eger 1844, S. 317.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Heinrich II. Schlick]] (ca. 1400–1448), Fürst[[bischof von Freising]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schlik zu Bassano und Weißkirchen]] (1580–1650), österreichischer Feldmarschall und Hofkriegsratspräsident&lt;br /&gt;
* [[Hieronymus Schlick]], Graf zu Bassano, Herr zu Weißkirchen († 1612), kurbrandenburgischer Hofrat&lt;br /&gt;
* [[Joachim Andreas von Schlick]] (1569–1621), einer der Führer der protestantischen Stände in Böhmen&lt;br /&gt;
* [[Joachim von Schlik]], [[Landvogt der Oberlausitz]]&lt;br /&gt;
* [[Johann Albin Schlick]], (1579–1640) Graf zu Passaun und Weißkirchen, Herr auf Falkenau und Duppau, war Vertreter der böhmischen Stände, Anhänger des Winterkönigs [[Friedrich V. (Pfalz)|Friedrich V. von der Pfalz]] und letzter protestantischer Besitzer der Herrschaft [[Falkenau an der Eger|Falkenau]]&lt;br /&gt;
* [[Kaspar Schlick]] (ca. 1396–1449), Graf von Passaun und Weißkirchen und Kanzler des Heiligen Römischen Reichs. Erbt zusammen mit seinen Brüdern Mathäus und Nikolaus aus dem Nachlass seiner Mutter die Herrschaft Bassano bei Treviso&lt;br /&gt;
* [[Leopold Schlik zu Bassano und Weißkirchen]] (1663–1723), österreichischer [[Generalkriegskommissar]], Botschafter, Feldmarschall und böhmischer Hofkanzler&lt;br /&gt;
* [[Lorenz Schlick]] (ca. 1495–1583), Reichsgraf, königlicher Rat und Hauptmann der [[Prager Altstadt]]&lt;br /&gt;
* [[Mathäus Schlick]] († 1487), Reichsgraf zu Passaun, Graf zu Weißkirchen&lt;br /&gt;
* [[Stefan Schlick]] (1487–1526), Graf von Bassano, Montanunternehmer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besitztümer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie besaß zahlreiche Besitztümer in Böhmen, so von 1434 bis 1585 die [[Herrschaft Schlackenwerth]] (Ostrov) mit den Bergwerken (Silber, Zinn, Eisenerz und Blei) von [[Sankt Joachimsthal]] und [[Jindřichovice|Heinrichsgrün]], wozu auch [[Nová Role|Neu Rohlau]], [[Pstruží u Merklína|Salmthal]], [[Šindelová|Schindlwald]] und [[Háj u Loučné|Stolzenhain]] gehörten, ferner die Herrschaft [[Sokolov|Falkenau]] (mit Sitz auf [[Schloss Sokolov]]), Schloss [[Staré Hrady|Altenburg]] (1634–1906) und [[Schloss Jičíněves]] (1634–1948 und infolge Restitution wieder seit 1992).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sodann gehörten der Familie zeitweise auch [[Burg Freudenstein (Jáchymov)]], [[Schloss Hallerstein|Hallerstein]], [[Schloss Hauenstein]] mit [[Měděnec]], [[Hohenfinow]], [[Holíč]] (Weißenkirchen), [[Ivanovice na Hané]], [[Kopidlno]], [[Krajková]], [[Chodová Planá|Kuttenplan]], [[Lomnice u Sokolova|Lanz]], [[Libořice]], [[Burg Loket]] (Elbogen), [[Manětín]], [[Olešnice na Moravě|Oels]], [[Blatno u Podbořan|Pladen]], [[Planá u Mariánských Lázní|Plan]], [[Schloss Ploskovice]], [[Rabštejn nad Střelou]] (Rabenstein), [[Roztoky u Prahy|Rostok]], [[Burg Schöneck (Vogtland)]], [[Burg Seeberg]], [[Srbeč]], [[Veliš u Jičína]], [[Burg Vildštejn (Skalná)|Burg Wildstein]]. In Wien residierten sie im [[Palais Schlick]] im 9. Wiener Gemeindebezirk.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Zámek Ostrov (13).jpg|[[Schloss Ostrov]], früher auch als Schlickschloss bezeichnet&lt;br /&gt;
Datei:Staré Hrady Castle 2.jpg|Schloss [[Staré Hrady|Altenburg]] (Staré Hrady), 1634–1906 im Besitz der Familie&lt;br /&gt;
Datei:Jičíněves-zámek2012a.jpg|[[Schloss Jičíněves]], seit 1634 bis heute im Besitz&lt;br /&gt;
Datei:Šlikův palác na Pohořelci v Praze 05.JPG|Palais Schlick in Prag&lt;br /&gt;
Datei:Palais Schlick-Türkenstr 25.JPG|[[Palais Schlick]] in Wien&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Schlik, die Reichsgrafen, Genealogie|30|102|106}}&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Schlik, Wappen|30|116|116}}&lt;br /&gt;
* Otakar Vinař: &amp;#039;&amp;#039;Pět století Šliků.&amp;#039;&amp;#039; Klub pro českou heraldiku a genealogii, Praha 1998, ISBN 80-902448-4-X.&lt;br /&gt;
* Genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser auf das Jahr, [https://books.google.de/books?id=fwNTAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA399 1833 S. 399 f.] (Geschichtlicher Abriss), [https://books.google.de/books?id=FAJTAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA579 1849 S. 579 f.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|House of Schlick|Schlik}}&lt;br /&gt;
* [http://genealogy.euweb.cz/bohemia/schlick1.html Stammbaum der Familie von Schlick]&lt;br /&gt;
* [http://books.google.ee/books?id=aJsAAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;vq=Schlick&amp;amp;hl=en#PPA66,M1 Anton Grassold: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung der alten Burg zu Eger&amp;#039;&amp;#039;, Eger: 1831]&lt;br /&gt;
* [http://gpecher.de.tl/Die-Grafen-Schlick.htm Lebenslinien der Grafen Schlick im Egerer und Elbogener Kreis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=140708731|LCCN=sh2010014441|VIAF=107706831}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Böhmisches Adelsgeschlecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsches Adelsgeschlecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichisches Adelsgeschlecht (Hochadel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Patriziergeschlecht (Eger)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlik| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dorado</name></author>
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