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	<title>Schlenktechnik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T05:47:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schlenktechnik&amp;diff=595639&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A04:4540:6E12:9300:F003:8658:CE81:906B: /* Vorgehensweise */ Der verlinkte Artikel &quot;Evakuierung&quot; bezog sich ausschließlich auf die „Räumung eines Gebietes von Menschen“. Gemeint hier ist jedoch die TECHNISCHE Definition gemeint &quot;Erzeugung&quot;</title>
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		<updated>2024-10-15T13:54:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Vorgehensweise: &lt;/span&gt; Der verlinkte Artikel &amp;quot;Evakuierung&amp;quot; bezog sich ausschließlich auf die „Räumung eines Gebietes von Menschen“. Gemeint hier ist jedoch die TECHNISCHE Definition gemeint &amp;quot;Erzeugung&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:schlenk flasks.svg|mini|Eine Auswahl von Schlenkkolben und ein Schlenkrohr (unten rechts)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlenkrohr.jpg|mini|Schlenkrohr]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlenktechnik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Chemische Arbeitsverfahren|chemisches Arbeitsverfahren]], mit dem luft- oder feuchtigkeitsempfindliche Substanzen unter Ausschluss von Luft[[sauerstoff]] und [[Luftfeuchtigkeit]] verarbeitet werden können. Sie ist nach dem [[Deutschland|deutschen]] [[Chemiker]] [[Wilhelm Schlenk]] (1879–1943) benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=W. Schlenk |Titel=Organometallverbindungen |Sammelwerk=Methoden Org. Chem. (Houben-Weyl) |Band=4 |Auflage=2. |Verlag=Georg Thieme Verlag |Ort=Leipzig |Datum=1924 |Seiten=720-978}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=S. Herzog, J. Dehnert |Titel=Eine rationelle anaerobe Arbeitsmethode |Sammelwerk=Zeitschrift für Chemie |Band=4 |Nummer=1 |Datum=1964 |DOI=10.1002/zfch.19640040102 |Seiten=1–11 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgehensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Three Schlenk flasks.jpg|mini|Drei Schlenk-Kolben mit 500, 250 und 100 mL Volumen auf Korkringen.]]&lt;br /&gt;
Es werden Glasgeräte mit [[Normschliff]]en verwendet, die einen zusätzlichen mit Hahn versehenen Anschluss besitzen, über den die Apparatur entlüftet, ggfs. getrocknet und mit Schutzgas beschickt werden kann. Meist erfolgt die Entgasung (Evakuierung) mittels einer [[Drehschieberpumpe]] mit vorgeschalteten [[Kühlfalle]]n. Als [[Inertgas|Schutzgase]] werden [[Stickstoff]] oder auch [[Argon]] verwendet. Stickstoff ist im Vergleich zu Argon kostengünstiger, reagiert aber mit manchen hochempfindlichen Reagenzien (u.&amp;amp;nbsp;a. Titanorganylen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlenkapparaturen werden in der Regel über Schläuche an eine Glasapparatur ([[Schlenklinie]], [[Vakuum-Inertgas-Linie]], [[Stickstoff-Verteilerrechen]]) angeschlossen, die je nach Stellung eines speziellen Hahns ([[Zweiweg-Patenthahn]], oder separate Hähne) die angeschlossene Apparatur entlüftet bzw. mit Schutzgas füllt. In der Regel weisen diese Glasapparaturen mehrere dieser Hähne auf, so dass mit mehreren Apparaturen gleichzeitig bzw. parallel gearbeitet werden kann.&lt;br /&gt;
Die Apparatur wird leer, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne Chemikalien aufgebaut. Alle Schliffverbindungen werden gesichert, beispielsweise mit Hilfe von Federn und Ligaturen. Anschließend werden die Schläuche angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine oder mehrere Kühlfallen vor der Drehschieberpumpe werden in der Regel mit flüssigem Stickstoff, eingefüllt in [[Dewargefäß]]e, gekühlt, die Inertgasflasche geöffnet und die [[Vakuumpumpe]] angeschaltet. Es erfolgt das sogenannte „Sekurieren“: Die Luft- und Wasserspuren in einem Glasgefäß werden durch abwechselndes [[Vakuum|Evakuieren]] und einströmen lassen des Inertgases entfernt. Feuchtigkeitsrückstände werden sehr effektiv entfernt, indem die Apparaturen im evakuierten Zustand von außen erhitzt werden, beispielsweise mit einem [[Heißluftgebläse]] oder durch Abflammen mit einer Brennerflamme. Alternativ können die Glasgeräte in einem [[Trockenschrank]] ausgeheizt und heiß zusammengesetzt werden. Anschließend lässt man das Inertgas einströmen. Nach entsprechender Vorbereitung der Apparatur werden die Reagenzien eingefüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des gesamten Versuchsablaufs muss darauf geachtet werden, dass keine Luft in die Apparatur gelangt, wenn ein Stopfen oder ein sekuriertes Gefäß geöffnet wird. Muss man die Apparatur zur Laborumgebung öffnen, kann ein leichter Überdruck des Schutzgases auf das zu öffnende Gefäß gegeben werden. Der beim Öffnen des Gefäßes nach außen gerichtete Inertgasstrom verhindert das Eindringen von Umgebungsluft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für höhere Ansprüche oder sehr komplexe Aufgaben kann die Arbeit unter Schutzgas in einem sogenannten [[Handschuhkasten]] (Glove-Box) durchgeführt werden. Insbesondere sehr giftige, radioaktive oder sehr sauerstoffempfindliche Substanzen werden in einer Handschuhbox gehandhabt. Diese hat gegenüber der Schlenktechnik jedoch vor allem den Nachteil, dass die Arbeiten sehr zeitaufwendig sind und sehr gut vorbereitet werden müssen, da alle Apparaturen und Substanzen über Schleusen in die Handschuhbox hinein- und herausgebracht werden müssen. Ein Vorteil der Schlenktechnik ist, dass man bei dieser im [[Hochvakuum]] arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schlenk-Fritte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* D. F. Shriver und M.A. Drezdon: &amp;#039;&amp;#039;The Manipulation of Air-Sensitive Compounds.&amp;#039;&amp;#039; Wiley, New York, 2. Aufl., 1986, ISBN 978-0-471-86773-9, ISBN 0-471-86773-X.&lt;br /&gt;
* R. J. Errington: &amp;#039;&amp;#039;Advanced Practical inorganic and metalorganic chemistry.&amp;#039;&amp;#039; Blackie Academic &amp;amp;  Professional, London, 1997, ISBN 978-0-7514-0225-4, ISBN 0-7514-0225-7.&lt;br /&gt;
* U. Böhme: &amp;#039;&amp;#039;Inertgastechnik – Arbeiten unter Schutzgas in der Chemie&amp;#039;&amp;#039;, De Gruyter Oldenbourg, 1. Auflage, Berlin 2020, ISBN 3-11-062703-5, ISBN 978-3-11-062703-9, [[DOI:10.1515/9783110627046]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{cite journal | author = Sella, Andrea | title = Schlenk Apparatus | journal = [[Chemistry World]] | year = 2008 | month = January | pages = 69 | url = https://www.chemistryworld.com/opinion/classic-kit-schlenk-apparatus/3004938.article}}&lt;br /&gt;
* {{cite journal | author = Tidwell, Thomas | title = Wilhelm Schlenk: The Man Behind the Flask | journal = Angewandte Chemie International Edition | year = 2001 | volume = 40 | pages = 331–337| doi = 10.1002/1521-3773(20010119)40:2&amp;lt;331::AID-ANIE331&amp;gt;3.0.CO;2-E }}&lt;br /&gt;
* {{cite web | author = Jürgen Heck | title = The Integrated Synthesis Course: Schlenk Technique | url = http://www.kok.chembio.ntnu.no/chemtalk/Artikler/Schlenk%20technique/ISP-Labcourse.pdf | publisher = [[Universität Hamburg]] | format = reprint at Norwegian University of Science and Technology; PDF; 5,3&amp;amp;nbsp;MB | accessdate=2011-02-11| archiveurl=https://web.archive.org/web/20080309162026/http://www.kok.chembio.ntnu.no/chemtalk/Artikler/Schlenk%20technique/ISP-Labcourse.pdf| archivedate=2008-03-09}}&lt;br /&gt;
* {{cite web | title = Handling and Storage of Air-Sensitive Reagents | publisher = [[Sigma-Aldrich]] | url = https://www.sigmaaldrich.com/content/dam/sigma-aldrich/docs/Aldrich/Bulletin/al_techbull_al134.pdf | format=PDF; 3,2&amp;amp;nbsp;MB| accessdate=2011-02-11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laborgerät]]&lt;/div&gt;</summary>
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