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	<title>Schleie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schleie&amp;diff=69396&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Boor cocoa: /* Trivia */ Linktext fehlt</title>
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		<updated>2026-03-18T13:57:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Trivia: &lt;/span&gt; Linktext fehlt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Schleie&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Tinca tinca&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758)&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = Schleie&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Tinca&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[François Alexandre Pierre de Garsault|Garsault]], 1764&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Tincidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Autor     = [[David Starr Jordan|Jordan]], 1878&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Karpfenfischähnliche&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Cyprinoidei&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Karpfenartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Cypriniformes&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_LinkName  = Otophysi&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Otophysa&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = FemaleTench1.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Tinca tinca Prague Vltava 1.jpg|mini|In einem Schauaquarium in Prag.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:TincaTincaWeerribben.JPG|mini|Schleienmilchner mit abdominal größeren Flossen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tinca tinca.jpg|mini|Schleienrogner mit abdominal kleineren Flossen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Líni obecní.jpg|mini|Frisch gefangene Schleien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mediaeval Fishponds - Park Farm, Thornbury - geograph.org.uk - 101813.jpg|mini|Schleiengewässer mit Wasserlinsen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Water lilies in Aureilhan.jpg|mini|Typisches Schleiengewässer]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schleie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Tinca tinca&amp;#039;&amp;#039;), auch der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein Süßwasserfisch aus der Ordnung der [[Karpfenartige]]n (Cypriniformes) und lebt überwiegend am Grund langsam strömender oder stehender Gewässer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Sie kommt praktisch in ganz [[Europa]] mit Ausnahme von [[Griechenland]], [[Dalmatien]], dem schottischen Hochland, [[skandinavien|Nordskandinavien]], der Halbinsel [[Krim]] und den Mittelmeerinseln und im westlichen gemäßigten Asien bis zum westlichen Einzugsbereich des [[Jenissei]] südlich von 60° nördlicher Breite vor. In manchen Ländern wie [[Italien]] ist die Schleie nicht einheimisch, sondern wurde dort von Menschen eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://angehakt.de/schleien-angeln-koeder-hakengroesse-und-stellenwahl/ |titel=Schleien Angeln - Alles über Köder, Hakengröße und Stellenwahl |datum=2021-04-21 |abruf=2021-04-23 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Terofal&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;fishbase&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die Grundfarbe der Schleie ist dunkel oliv; eine rot-goldene Zuchtform („Goldschleie“) wird bisweilen in Zierteichen gehalten. Auffallend ist ein hoher [[Flosse|Schwanzstiel]] mit gerade abschließender [[Schwanzflosse]]. Das [[Seitenlinienorgan]] verläuft fast waagerecht bis zur Schwanzwurzel.&lt;br /&gt;
Die dicke Haut ist schleimig und mit kleinen [[Rundschuppe]]n bedeckt. Diese Schleimhaut wirkt neuen Untersuchungen zufolge antibakteriell und pilzhemmend, sowohl für den Fisch selbst als auch für die Brut.&lt;br /&gt;
Das endständige Maul ist vorstülpbar, dicklippig und mit zwei kurzen Barteln versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schleien werden 20 bis 40 Zentimeter groß, maximal sind 70 Zentimeter bei 10 Kilogramm denkbar. Belegt jedoch sind nur Maximalgewichte von 7,5&amp;amp;nbsp;kg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Terofal&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;fishbase&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Flossenformel]]: [[Rückenflosse|Dorsale]] 4/8–9, [[Afterflosse|Anale]] 3–4/6–8.&lt;br /&gt;
* [[Schuppenformel]] 95–100 (SLR)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Terofal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biologie ==&lt;br /&gt;
Schleien verfügen über die Fähigkeit zur [[Kältestarre|Kälte-]] und Hitzestarre, die es ihnen ermöglicht, kurzfristig auch extremen Sauerstoffmangel zu überleben. Deshalb sind sie auch in kleinen Tümpeln anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Optimal sind Wassertemperaturen zwischen 12&amp;amp;nbsp;°C und 26&amp;amp;nbsp;°C.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.nachts-angeln.de/schleie.html | wayback=20090430153224 | text=Schleie}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schleien [[laich]]en in der Zeit zwischen April und Juni. Die Wassertemperatur sollte mindestens 18&amp;amp;nbsp;°C erreicht haben, damit die Laichbereitschaft eintritt. Die [[Laich|Rogner]] legen dabei innerhalb von etwa zwei Wochen insgesamt bis zu 300.000 klebrige Eier an [[Wasserpflanzen]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ernähren sich hauptsächlich von Kleinlebewesen, aber auch von [[Schnecken]] (z.&amp;amp;nbsp;B. die typischen in ihrem [[Habitat]] vorkommenden Schleischnecken &amp;#039;&amp;#039;[[Gemeine Schnauzenschnecke|Bithynia tentaculata]]&amp;#039;&amp;#039;) und [[Algen]]aufwuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schleien neigen durch schlechtere Umweltbedingungen und Fehlen einer gesunden Raubfischpopulation sehr stark zur [[Verbuttung]]. Diese Schleien sind dann ab einer Größe von 15 Zentimetern geschlechtsreif und wachsen danach kaum weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parasiten und Krankheiten ==&lt;br /&gt;
Typische Schleienparasiten sind Nematoden (&amp;#039;&amp;#039;Raphidascaris acus&amp;#039;&amp;#039;) und parasitäre Krebse (&amp;#039;&amp;#039;Ergasilus megaceros&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Ergasilus sieboldi]]&amp;#039;&amp;#039;), sowie &amp;#039;&amp;#039;Valipora campylancristrota&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Proteocephalidae&amp;#039;&amp;#039; im Larvenstadium.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.bioone.org/doi/abs/10.1654/4362.1?journalCode=copa |title=Parasites of Illegally Introduced Tench (Tinca tinca) in the Richelieu River, Quebec, Canada |website=www.bioone.org}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine große Bedrohung für viele Schleienbestände ist die Kiemenfäule (&amp;#039;&amp;#039;Branchiomyces&amp;#039;&amp;#039; ssp.). Saugwürmer (Trematoden) befallen vor allem Jungtiere. Weniger häufig ist die [[Frühlingsvirämie der Karpfen|Infektiöse Bauchwassersucht]] (IBW) auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Der Schleie wurde im Jahr 1758 erstmals ein wissenschaftlicher Name gegeben, [[Carl von Linné]], der Begründer des [[Taxonomie|Klassifizierungssystems]], erwähnte sie unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Cyprinus tinca&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 1764 wurde die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Tinca&amp;#039;&amp;#039; durch den französischen Zoologen [[François Alexandre Pierre de Garsault]] eingeführt mit der Schleie als einziger Art,&amp;lt;ref&amp;gt;{{CatalogOfFishes|GenID=864|WissName=Tinca}}&amp;lt;/ref&amp;gt; was bis heute so geblieben ist. Die Schleie ist systematisch isoliert und 1878 stellte der US-amerikanische Ichthyologe [[David Starr Jordan]] die Unterfamilie Tincinae für Art und Gattung auf. Der britische Ichthyologe Richard Mayden und sein chinesischer Kollege Wei-Jen Chen stellten die Schleie 2009 in eine eigene Familie, die Tincidae.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chen &amp;amp; Mayden&amp;quot;&amp;gt;Wei-Jen Chen, Richard L. Mayden: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Systematics of The Cyprinoidea (Teleostei: Cypriniformes), the World&amp;#039;s Largest Clade of Freshwater Fishes: Further Evidence From Six Nuclear Genes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mol Phylogenet Evol.&amp;#039;&amp;#039; 2009 Jan 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die wissenschaftliche Fischdatenbank Catalog of Fishes übernahm dies und führt die Tincidae ebenso wie die übrigen ehemaligen Unterfamilien der Cyprinidae inzwischen als eigenständige Familien.&amp;lt;ref&amp;gt;Eschmeyer, W. N. &amp;amp; Fong, J. D.: Catalog of Fishes&lt;br /&gt;
[http://researcharchive.calacademy.org/research/ichthyology/catalog/SpeciesByFamily.asp Species by Family/Subfamily] abgerufen am 11. September 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die systematische Stellung verdeutlicht folgendes [[Kladogramm]]:&lt;br /&gt;
{{Klade|style=&lt;br /&gt;
 |label1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karpfenverwandte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(Cyprinoidea)&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
 |1={{Klade&lt;br /&gt;
    |1={{Klade&lt;br /&gt;
       |1=&amp;amp;nbsp;[[Spindelschmerlen]] (Psilorhynchidae)&lt;br /&gt;
       |2=&amp;amp;nbsp;[[Cyprinidae]] (beschränkt auf die ehemalige Unterfamilie Cyprininae)&lt;br /&gt;
       }}&lt;br /&gt;
    |2={{Klade&lt;br /&gt;
       |1=&amp;amp;nbsp;[[Bärblinge]] (Danionidae)&lt;br /&gt;
       |2={{Klade&lt;br /&gt;
          |1=&amp;amp;nbsp;[[Leptobarbidae]]&lt;br /&gt;
          |2={{Klade&lt;br /&gt;
             |1=&amp;amp;nbsp;[[Cultridae]]&lt;br /&gt;
             |2={{Klade&lt;br /&gt;
                |1=&amp;amp;nbsp;[[Bitterlinge (Fische)|Bitterlinge]] (Acheilognathidae)&lt;br /&gt;
                |2={{Klade&lt;br /&gt;
                   |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schleie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Tincidae)&lt;br /&gt;
                   |2={{Klade&lt;br /&gt;
                      |1=&amp;amp;nbsp;[[Kardinalfische]] (Tanichthyidae)&lt;br /&gt;
                      |2={{Klade&lt;br /&gt;
                         |1=&amp;amp;nbsp;[[Weißfische]] (Leuciscidae)&lt;br /&gt;
                         |2=&amp;amp;nbsp;[[Gründlingsverwandte]] (Gobionidae)&lt;br /&gt;
}} }} }} }} }} }} }} }} }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schleie blau Fischküche Förster (2).jpg|mini|Schleie blau ]]&lt;br /&gt;
Die Schleie ist ein geschätzter [[Speisefisch]] und gilt als schmackhafter als der [[Karpfen]]. Ihr Fleisch wird als fest, grätenarm und fettarm beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldfarbene Schleien (sogenannte Goldschleien) werden für Gartenteiche und Parkteiche gezüchtet. In der [[Teichwirtschaft]] werden aufgrund ihres wesentlich schnelleren Wachstums mehr Karpfen und Forellen als Schleien angesetzt. Die Schleie gilt als Nebenfisch der Karpfen-Teichwirtschaft&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.bezirk-oberfranken.de/fileadmin/5_Natur/fischerei/schleie.php|title=Lehranstalt für Fischerei in Aufseß|website=Bezirk Oberfranken}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, sie spielt eine wichtige Rolle als Besatzfisch für Angelvereine.&lt;br /&gt;
Schleien wurden züchterisch nicht so intensiv bearbeitet wie Karpfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Kohlmann, Petra Kersten, Remigiusz Panicz, Devrim Memiş, Martin Flajšhans: &amp;#039;&amp;#039;Genetic variability and differentiation of wild and cultured tench populations inferred from microsatellite loci.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reviews in Fish Biology and Fisheries.&amp;#039;&amp;#039; Springer Netherlands, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.fao.org/docrep/009/ae993e/AE993E16.htm|title=EIFAC Workshop on Mass Rearing of Fry and Fingerlings of Freshwater Fishes. Papers (1979)|website=www.fao.org}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während in Europa [[Tschechien]] und andere osteuropäische Länder führend in der Zucht von Schleien sind, wird seit Beginn des 21. Jahrhunderts die Schleienzucht in [[Aquakultur]] auch in [[China]] intensiviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Jiaxi Wang, Wenqiang Min, Min Guan, Luojun Gong, Jie Ren, Zhen Huang, Hongping Zheng, Jinping Zhang, Huiji Liu, Yuzhang Han: &amp;#039;&amp;#039;Tench farming in China: present status and future prospects.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aquaculture International.&amp;#039;&amp;#039; Springer Netherlands, 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schleie war 2007 [[Fisch des Jahres (Deutschland)|Fisch des Jahres]] in Deutschland, 2007 und 2024&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fischerei-verband.at/themen/fisch-des-jahres/2024-schleie/ |titel=Fischerei-Verband: 2024 - Schleie |abruf=2024-07-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Fisch des Jahres (Österreich)|Österreich]]. Sie ist mit ‚Least Concern‘ (nicht gefährdet) in der Liste der bedrohten Tierarten der [[IUCN]] klassifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCN |Year=2012.2 |ID=21912 |ScientificName=Tinca tinca |YearAssessed=2008 |Assessor=Freyhof, J.,Kottelat, M. |Download=2013-04-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Angeln auf Schleien ==&lt;br /&gt;
Schleien gehören wie [[Karpfen]] zu beliebten Sportfischen für [[Friedfisch]]angler. Kommen Karpfen und Schleien als Besatzfische gemeinsam in einem geschlossenen Gewässer vor, treten beide Arten häufig in direkte Nahrungskonkurrenz zueinander. Die aktiveren Karpfen sind in der Lage, bei knappem Nahrungsangebot die Schleienpopulation zurückzudrängen. Die robusten Schleien haben zusammen mit den [[Karausche]]n den geringsten Sauerstoffbedarf und bilden in einigen Gewässern wie Dorfteichen, Tonkuhlen, Moorstichen und stark verkrauteten Waldteichen die einzige Fischart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schleien gelten bei der Nahrungsaufnahme als äußerst vorsichtig und sind in vielen Gewässern ausschließlich nachts&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.angeln-alex.de/html/body_schleie.html|title=Fischarten - Die Schleie|website=www.angeln-alex.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder bei nebeligem und bedecktem Wetter aktiv auf Nahrungssuche. Tagsüber verstecken sich die lichtscheuen Schleien häufig regungslos in Unterwasserpflanzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2023-11-07 |url=http://www.angeltreff.org/fischdb/schleie.html |text=Angeln}} In: &amp;#039;&amp;#039;angeltreff.org&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sind sie auf Nahrungssuche, so machen sich Schleien in kleinen Gruppen häufig beim Gründeln im Schlamm durch das Aufsteigen von [[Sumpfgas]]blasen bemerkbar.&lt;br /&gt;
Gefangen werden Schleien am besten bei Morgen- und Abenddämmerung in der Nähe von Schilfgürteln, Seerosen oder anderen stark verkrauteten Gewässerteilen mit tierischen Ködern, wie Mistwürmern, Muschelfleisch, Maden, Castern,&amp;lt;ref&amp;gt;verpuppte Made&amp;lt;/ref&amp;gt; Shrimps etc. Das Bevorzugen von tierischer Nahrung liegt am kurzen [[Darm]] der Schleien und der schlechteren Verwertung von pflanzlicher Nahrung. Kompost und Wurmerde zeigen auf Schleien eine starke Lockwirkung. Zu den pflanzlichen Ködern zählen [[Mais]], [[Teig]], [[Weißbrot]] und ähnlich wie beim Karpfenangeln Mini-[[Boilie]]s.&lt;br /&gt;
Während der Sommermonate beißen Schleien bei reichlichem Nahrungsvorkommen meist sehr zögerlich und vorsichtig und werden überwiegend mit der Liftmethode im ultraleichten Posenangeln überlistet. Schleien sind dafür bekannt, dass sie häufig nur ganz feine, kaum merkliche Zupferbisse verursachen und oft unentschlossen mit dem Köder spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr (beste Zeit im März bis zur [[Weißdorn]]blüte) dagegen sind Schleienbisse oft sehr vehement und abrupt, da die Tiere nach den kargen Wintermonaten, die sie meist im Gegensatz zu Karpfen und anderen [[Weißfische]]n vollständig im Winterschlaf verbringen, sehr ausgehungert sind. In tieferen Baggerseen mit nur kleinen pflanzenbewachsenen Uferstreifen sind Schleien in der Regel weniger territorial und standorttreu, zeigen vom flachen Natursee abweichende Verhaltensmuster und durchstreifen das Gewässer auf ihren Fressrouten. Hier kann mit Bissen zu jeder Tageszeit gerechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
In Großbritannien wird die Schleie regional auch als „&amp;#039;&amp;#039;Doctor Fish&amp;#039;&amp;#039;“ bezeichnet, da man ihrem Schleim eine heilende Wirkung gegen [[Fieber]], [[Gelbsucht]], [[Kopfschmerz|Kopf-]] und [[Zahnschmerzen]]&amp;lt;ref&amp;gt;biofisch.at: {{Webarchiv | url=http://www.biofisch.at/schleie.htm | wayback=20070808005758 | text=&amp;#039;&amp;#039;Schleie&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zuschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Günther Sterba]]: &amp;#039;&amp;#039;Süßwasserfische der Welt&amp;#039;&amp;#039;. Weltbild Verlag, Augsburg 2002, ISBN 3-89350-991-7.&lt;br /&gt;
* Karl Anwand: &amp;#039;&amp;#039;Die Schleie. Tinca tinca (Linné).&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Westarp Wissenschaften, Hohenwarsleben 2005, ISBN 3-89432-748-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Terofal&amp;quot;&amp;gt;Fritz Terofal: &amp;#039;&amp;#039;Steinbachs Naturführer, Süßwasserfische.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-4296-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;fishbase&amp;quot;&amp;gt;{{fishbase|g=Tinca|s=tinca}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Tinca tinca|Schleie (&amp;#039;&amp;#039;Tinca tinca&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{fishbase|g=Tinca|s=tinca}}&lt;br /&gt;
* [https://www.pivi.de/arten/fische/karpfenfische/schleie/ www.pivi.de: Infos und Fotos]&lt;br /&gt;
* {{IUCN |Year=2012.2 |ID=21912 |ScientificName=Tinca tinca |YearAssessed=2008 |Assessor=Freyhof, J.,Kottelat, M. |Download=2013-04-09}}&lt;br /&gt;
* [https://biodiv-atlas.de/fische/#!/species/40090/details &amp;#039;&amp;#039;Tinca tinca&amp;#039;&amp;#039;] im Fischartenatlas der [[Gesellschaft für Ichthyologie|Deutschen Ichthyologischen Gesellschaft e.V.]] (Verbreitungsdaten aus Deutschland und Österreich, weitere Informationen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Fisch des Jahres in Deutschland&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Fisch des Jahres in Österreich&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4129705-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karpfenartige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speisefisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Boor cocoa</name></author>
	</entry>
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