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	<title>Schlei - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schlei&amp;diff=9836&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Windharp: Referenzfehler: Ungültiges &lt;ref&gt;-Tag. Der Name „borg“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Referenzfehler: Ungültiges &amp;lt;ref&amp;gt;-Tag. Der Name „borg“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Meeresarm der Ostsee, zu weiteren Bedeutungen siehe [[Schlei (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Naturpark Schlei.png|mini|hochkant=1.5|Überblick über die Schlei-Region mit den Grenzen des Naturparks Schlei. Die Schlei bildet die Grenze zwischen den schleswigschen Landschaften Angeln und Schwansen]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Niederdeutsche Sprache|niederdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;Slie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Schlie&amp;#039;&amp;#039;, [[Dänische Sprache|dänisch]] &amp;#039;&amp;#039;Slien&amp;#039;&amp;#039; bzw. ohne Artikel &amp;#039;&amp;#039;Sli&amp;#039;&amp;#039;, zum Teil auch &amp;#039;&amp;#039;Slesvig Fjord)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;z. B. in: Adolph Frederik Bergsøe: &amp;#039;&amp;#039;Den danske stats statistik&amp;#039;&amp;#039;, Kjøbenhavn 1844, S. 156&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein schmaler [[Meeresarm]] der [[Ostsee]] in [[Schleswig-Holstein]], der die beiden schleswigschen Landschaften [[Angeln (Halbinsel)|Angeln]] und [[Schwansen]] trennt. Als Teil der dänisch-schleswig-holsteinischen [[Förde]]nküste wird sie als eine langgestreckt ins Land ragende Bucht oftmals als Förde angesprochen, auch wenn ihre amtliche Klassifikation aufgrund ihrer gewässerökologischen Eigenschaften die eines [[Bodden]]gewässers ist.&amp;lt;ref&amp;gt;https://geodienste.bfn.de/meerthes/en/concepts/_00001491.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Örtlichkeit und räumliche Ausdehnung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mündung Schlei.jpg|mini|Mündung der Schlei in die Ostsee, links der Leuchtturm von Schleimünde]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutsche Welle - Daily Drone - Maasholm, Schleimündung.webm|mini|Video: Drohnenflug über die Schleimündung]]&lt;br /&gt;
Die Schlei erstreckt sich mit einer Länge von 42&amp;amp;nbsp;km von [[Schleimünde]] über [[Kappeln]] und [[Arnis]] bis zur Stadt [[Schleswig]] durch das [[Schleswig-Holsteinisches Hügelland|Schleswig-Holsteinische Hügelland]] und trennt dabei die Landschaften [[Angeln (Halbinsel)|Angeln]] und [[Schwansen]]. Sie hat eine durchschnittliche Breite von 1,3&amp;amp;nbsp;km und eine durchschnittliche Tiefe von 3&amp;amp;nbsp;m. Daraus errechnet sich eine Wasserfläche von 54,6&amp;amp;nbsp;km² und ein Volumen von 163,8 Millionen m³.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am breitesten ist die Schlei zwischen [[Kosel#Missunde|Missunde]] und Schleswig, dort befinden sich die beliebten [[Segeln|Segel-]] und [[Rudern|Ruderreviere]] [[Große Breite]] (bis zu 4,2&amp;amp;nbsp;km breit) und &amp;#039;&amp;#039;Kleine Breite&amp;#039;&amp;#039; (bis zu 2,1&amp;amp;nbsp;km breit), die durch die &amp;#039;&amp;#039;[[Stexwig]]er Enge&amp;#039;&amp;#039; (280&amp;amp;nbsp;m breit) getrennt sind. Weitere Breiten sind die östlich der Enge von Missunde befindliche &amp;#039;&amp;#039;Büstorfer Breite&amp;#039;&amp;#039; und die vor Schleimünde gelegene &amp;#039;&amp;#039;Maasholmer Breite&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Masholm Bredning&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Burgsee (Schleswig)|Burgsee]] (mit [[Schloss Gottorf]] auf der Schlossinsel) war einst der am weitesten landeinwärts gelegene Teil der Schlei, wurde aber 1582 von [[Adolf I. (Schleswig-Holstein-Gottorf)|Herzog Adolf&amp;amp;nbsp;I.]] durch den heute auf rund 28 Meter verbreiterten und knapp 100 Meter langen Gottorfer Damm von der Schlei abgetrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Schleswig liegt die 1,8 Hektar große [[Möweninsel]], etwas weiter östlich in der Großen Breite die unter Naturschutz stehende Insel [[Hestholm]]. Weitere Inseln in der Schlei sind [[Kieholm]] und [[Flintholm (Schlei)|Flintholm]]; die heutige [[Halbinsel]] [[Lotseninsel]] liegt bei Schleimünde. An der Schlei befinden sich viele naturbelassene Buchten. Links und rechts haben sich seeähnliche Erweiterungen, sogenannte [[Noor]]e, gebildet, die mit der Schlei in Verbindung stehen (siehe auch [[Ornumer Noor]], [[Haddebyer Noor]], [[Holmer Noor]] und [[Selker Noor]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptzufluss der Schlei für [[Süßwasser]] ist die [[Loiter Au|Füsinger Au]] (vorher auch [[Loiter Au]]), die bei [[Schaalby|Winningmay]] in die Schlei mündet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;borg&amp;quot; /&amp;gt; Kleinere Zuflüsse sind [[Grimsau]], sowie Mühlenbach (Schleswig) und [[Mühlenbach (Grimsau)|Mühlenbach]] (Kappeln).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gewässerchemie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Salzgehalte in der Schlei.png|mini|Salzgehalte entlang des Hauptarms der Schlei von Schleswig bis Schleimünde, sowie in einigen angrenzenden Nooren. Gemessen im März und Juli 2020. Datenquelle: [[PANGAEA]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Aichner, Bernhard, Dubbert, David, Dahlke, Sven, Duggen, Svend, Hansen, Henry, Rittweg, Timo, Schumann, Rhena |Titel=Water isotope values from estuarine systems along the German Baltic Sea coast |Datum=2021 |DOI=10.1594/PANGAEA.937990 |Seiten=4 datasets |Online=https://doi.pangaea.de/10.1594/PANGAEA.937990 |Abruf=2023-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Wasser der äußeren Schlei ist Salzwasser, das der inneren Schlei [[Brackwasser]]. Der [[Salzgehalt]] nimmt von Schleimünde (1,2–2,0 %) bis Schleswig (0,4–0,8 %) immer weiter ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Gocke, Gerhard Rheinheimer, Winfried Schramm |Titel=Hydrographische, chemische und mikrobiologische Untersuchungen im Längsprofil der Schlei. |Sammelwerk=Schriften des Naturwissenschaftlichen Vereins für Schleswig-Holstein |Band=68 |Seiten=31-62 |Online=https://oceanrep.geomar.de/id/eprint/5822/}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard Aichner, Timo Rittweg, Rhena Schumann, Sven Dahlke, Svend Duggen |Titel=Spatial and temporal dynamics of water isotopes in the riverine‐marine mixing zone along the German Baltic Sea coast |Sammelwerk=Hydrological Processes |Band=36 |Nummer=9 |Datum=2022-09 |DOI=10.1002/hyp.14686 |Online=https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/hyp.14686 |Abruf=2022-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er unterliegt jedoch mitunter Schwankungen und ist von der jahreszeitlich wechselnden Abflussmenge der Zuflüsse, sowie im Mündungsgebiet von schwankenden Salzgehalten der Ostsee beeinflusst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlei ist ein [[Eutroph|eutrophes]] Gewässer und weist insbesondere in der boddenartig erweiterten inneren Schlei hohe Nährstoffgehalte, und damit verbunden, in den Sommermonaten eine hohe [[Phytoplankton]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;dichte auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Svend Duggen |url=https://schleiinfozentrum.de/naehrstoff-und-sauerstoffgehalte-in-der-schlei/ |titel=Nährstoff- und Sauerstoffgehalte in der Schlei. |hrsg=Schleiinformations- und Erlebniszentrums, SIEZ |datum=2015 |abruf=2022-10-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geomorphologie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:EisrandlagenNorddeutschland.jpg|mini|Maximale Eisrandlage der Weichsel-Eiszeit in Norddeutschland (rote Linie)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Becken der Schlei entstand während der [[Weichsel-Eiszeit]], vor 115.000 bis 11.000 Jahren, als durch die von [[Skandinavien]] vordrängenden [[Gletscher|Eismassen]] Schmelzwaserflüsse bedingt durch hohen Druck unter dem Eisschild dort durch subglaziale [[Fluvioglaziales Sediment|glazifluviale]] [[Erosion (Geologie)|Erosion]] ein [[Glaziale Rinne|Tunneltal]] schufen, welches sich nach Ansteigen des Meeresspiegels mit Wasser füllte. Zwar kann die Schlei anders als die [[Flensburger Förde|Flensburger]] oder die [[Kieler Förde]], außer im Bereich ihrer Mündung, nicht auf den Gletscherschurf einer Gletscherzunge zurückgeführt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;borg&amp;quot;&amp;gt;Der Naturraum Schlei {{Webarchiv |url=http://www.borgwedel.de/pdf/ziegelei/tafeln_12_k.pdf |text=Beschreibung bei borgwedel.de |wayback=20160304102447 }} (PDF), abgerufen am 29. April 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber eine Einordnung der Schlei als Förde ist dabei dennoch zutreffend, weil bei einer Definition der Förde als einer tief ins Land eingeschnittenen Bucht nicht ausschlaggebend ist, dass deren Becken unbedingt ein landeinwärts gegrabenes Tal einer Gletscherzunge sein muss, sondern hier eine glaziale Rinne eines Schmelzwasserstroms mit eingeschlossen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/foerde/5121&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.gah-vs.de/fileadmin/GaH/F%C3%A4cher/Geo/Beispiel-Handout_Klasse_10-12.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://media.fwu.de/beihefte/46/027/4602759.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.inf.uni-rostock.de/storages/uni-rostock/Alle_MNF/Bio_Oekologie/RMB/RMB_8/RMB-08-Schlungbaum_G_Baudler-005.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Frage der ursprünglichen Genese für die Klassifikation als Förde, sind die aktuellen geomorphologischen Prozesse und gewässerökologischen Eigenschaften der Schlei ausschlaggebend, da sie mit ihren zahlreichen [[Noor]]en, der [[Große Breite|Großen]] und der [[Kleine Breite|Kleinen Breite]], dem Nehrungshaken im Bereich der [[Schleimünde|Schleimündung]] und dem vom Mündungsbereich bis in die inneren Schleigewässer abnehmenden und dort teilweise sehr niedrigen Salzgehalt (s. Abschnitt [[Schlei#Gewässerchemie|Gewässerchemie]]) aktuell viel mehr den Charakter eines Boddengewässers aufweist, so auch die amtliche Klassifikation des [[Bundesamt für Naturschutz|BfN]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://geodienste.bfn.de/meerthes/en/concepts/_00001491.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keinesfalls kann die Schlei jedoch den im deutschen Sprachraum geltenden Konventionen gemäß als [[Fjord]] gelten, wie im [[Tourismusmarketing]] mitunter zu lesen ist&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ostseefjordschlei.de/ Ostseefjord Schlei GmbH]&amp;lt;/ref&amp;gt;, Fjorde sind im Deutschen als durch Gletscher geformte [[Trogtal|Trogtäler]] im Gebirge definiert. Aufgrund der lediglich niedrigen Seitenflanken kann sie [[Geomorphologie|geomorphologisch]] auch nicht als fjordähnlich bezeichnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Liedtke: &amp;#039;&amp;#039;Die nordischen Vereisungen in Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; Forschungen zur Deutschen Landeskunde 204, 1981.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;K.-D. Schmidtke: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung Schleswig-Holsteins.&amp;#039;&amp;#039; Neumünster 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Dänische Sprache|Dänischen]] bzw. im [[Südjütisch]]en steht das Wort &amp;#039;&amp;#039;Fjord&amp;#039;&amp;#039; jedoch gleichermaßen für eine „Förde“ wie auch für einen „Fjord“. Beide Worte sind [[Etymologie|etymologisch]] miteinander verwandt und konnten im Germanischen ebenso eine Flussmündung, Meereszunge oder einen Fjord im engeren Sinne bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lebewelt ===&lt;br /&gt;
Eine biologische Besonderheit ist der [[Coregonus|Schleischnäpel]], ein Fisch, der mit [[Forelle]] und [[Maräne]] verwandt ist. Die letzten Schleifischer haben im [[Holm (Schleswig)|Holm]] in Schleswig ihre jahrhundertealte Tradition bewahrt, während andere Standorte wie [[Kappeln]], [[Arnis]], Missunde und [[Thumby|Sieseby]] ihre Bedeutung eingebüßt haben. Bis vor rund hundert Jahren war die Fischerei an der Schlei ein wichtiger Gewerbszweig. Vor allem [[Atlantischer Hering|Hering]], [[Europäischer Aal|Aal]], [[Flussbarsch|Barsch]], [[Brachse|Brassen]] und andere [[Weißfische]] wurden hier gefangen. Bis heute gibt es (wenige) Berufsfischer auf der Schlei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Oktober 2008 ist die Region um die Schlei als [[Naturpark Schlei]] anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Großes Bild|SchleiPanorama.jpg|1000|Schlei vom [[Holm (Schleswig)|Schleswiger Holm]] aus gesehen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Leuchtturm Schleimünde 2015.JPG|mini|hochkant|Der [[Leuchtturm]] von [[Schleimünde]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlei ist ein beliebtes Segelrevier. Die teilweise touristisch geprägte Schleiregion ist ein wichtiges Naherholungsgebiet für die nahe Landeshauptstadt [[Kiel]] und die Großstadt [[Hamburg]], insbesondere seit dem Bau der Autobahn [[Bundesautobahn 7|A&amp;amp;nbsp;7]]. Seit 2007 verbindet der Themenradweg [[Wikinger-Friesen-Weg]] auf zwei Teilstrecken nördlich und südlich der Schlei kulturelle und geschichtlich bedeutsame Punkte. Der Weg folgt dabei dem früheren Handelsweg der dänischen Wikinger über Schlei, Treene und Eider bis an die Nordsee. Am Ausgang der Schlei zur offenen [[Ostsee]] liegt die unbewohnte [[Schleimünde|Lotseninsel Schleimünde]] mit einem kleinen Nothafen für Yachten, der Kneipe &amp;#039;&amp;#039;[[Giftbude]]&amp;#039;&amp;#039; und einem [[Leuchtturm]] an der Spitze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur besseren touristischen Vermarktung wird die Schlei teilweise auch als „Ostsee[[fjord]]“ bzw. „Ostseefjord Schlei“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Briefe des Amts Süderbrarup enthalten im Briefkopf und im Stempel den Slogan „Amt Süderbrarup – Feriengebiet am Ostseefjord Schlei“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Überblick ==&lt;br /&gt;
=== Name ===&lt;br /&gt;
Die Schlei wird Ende des 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts („ad Sliam lacum“) erstmals schriftlich erwähnt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Greule-DGNB|472|Schlei, die}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei sich der Name &amp;#039;&amp;#039;Schlei&amp;#039;&amp;#039; (altdänisch &amp;#039;&amp;#039;Slæ&amp;#039;&amp;#039;, altsächsisch &amp;#039;&amp;#039;Slia&amp;#039;&amp;#039;) in der Bedeutung „schlammiges Gewässer“ oder „Gewässer mit schleimigen Wasserpflanzen“ ursprünglich wohl nur auf das innere Schleibecken der beiden Breiten ([[Große Breite|Große]] und [[Kleine Breite]], dänisch &amp;#039;&amp;#039;Lille&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Store Bredning&amp;#039;&amp;#039;) bezog.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Laur: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;, Zweite Auflage, Neumünster 1992, S.&amp;amp;nbsp;575&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglich ist, dass der heutige Landschaftsname Angeln früher die Schlei bezeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Laur: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;. Zweite Auflage, Neumünster 1992, S.&amp;amp;nbsp;127.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalterlicher Handelsweg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schleswig Braun-Hogenberg.jpg|mini|Darstellung der Schlei um 1600]]&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] hatte die Schlei große Bedeutung als Handelsweg im Ostseeraum. Der Landweg von Schleswig zur [[Treene]], einem Nebenfluss der [[Eider]], betrug nur 16 Kilometer. An dieser Stelle bestand also eine günstige Stelle zum Warenaustausch zwischen [[Nordsee|Nord-]] und [[Ostsee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits [[Adam von Bremen]] bezeichnete um 1075 rückblickend [[Haithabu]], die 1066 zerstörte [[Wikinger]]siedlung vor Schleswig, als Meereshafen (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;portus maritimus&amp;#039;&amp;#039;), von dem aus Schiffe bis Schweden und bis Griechenland geschickt worden seien. Anschließend übernahm das auf dem gegenüberliegenden Ufer befindliche Schleswig diese Rolle, ohne aber Haithabus Bedeutung zu erreichen. Als die Schiffe gegen Ende des 14. Jahrhunderts größer wurden (z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Hansekogge]]), war die Schlei zudem zu flach, und Schleswig zu weit von der offenen Ostsee entfernt. Dadurch verlor die Schlei allmählich ihre Bedeutung als Schiffshandelsweg. Schleswig verlor seinen Status als Handelsmetropole damit endgültig an [[Lübeck]] und [[Flensburg]], blieb aber Bischofssitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch heute wird die Schlei zwischen [[Schleimünde]] und [[Kappeln]] aber gelegentlich noch als Transportweg für die gewerbliche Schifffahrt genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulturhistorische Stätten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Nord-Ostsee-Kanal der Wikinger.webm|mini|Video: Die Nord-Ostsee-Verbindung der Wikinger]]&lt;br /&gt;
Im Umfeld der Schlei befinden sich zahlreiche kulturhistorische und archäologische Stätten. Zu nennen sind unter anderem die Wikingersiedlungen [[Haithabu]] und [[Wikingersiedlung von Füsing|Füsing]]. Auch der Ort [[Kosel]] (historisch &amp;#039;&amp;#039;Koslev&amp;#039;&amp;#039;) geht auf eine wikingerzeitliche Siedlung zurück. Im unmittelbaren Umfeld Haithabus wurden mehrere [[Runenstein]]e gefunden, die [[Runensteine von Haithabu]]. Im Hauptort Schleswig sind unter anderem das frühneuzeitliche [[Schloss Gottorf]] und das mittelalterliche [[St.-Johannis-Kloster vor Schleswig|St.-Johannis-Kloster]] zu nennen. In Sichtweite des Schlosses siedelten sich ab dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert Wirtschaftseinrichtungen des Hofes an, wodurch der Grundstein für den heutigen Schleswiger Stadtteil [[Friedrichsberg (Schleswig)|Friedrichsberg]] gelegt war. Östlich der Stadt und unweit von Füsing befand sich an der Südspitze der Halbinsel Reesholm das [[Schlei-Seesperrwerk]], ein Bestandteil des [[Danewerk]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://haithabu-danewerk.de/sperrwerk/ |titel=Sperrwerk |sprache=de-DE |abruf=2025-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die wikingerzeitlichen Stätten Haithabu und die Anlagen des Danewerks sind seit 2018 als [[UNESCO-Weltkulturerbe]] anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://whc.unesco.org/en/list/1553|titel=Archaeological Border complex of Hedeby and the Danevirke|hrsg=UNESCO |zugriff=2022-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere wikingerzeitliche und frühmittelalterliche Stätten sind die ehemalige Burg auf der [[Möweninsel]] vor Schleswig und die inzwischen abgetragenen Burganlagen bei [[Kosel|Bohnert]] ([[Königsburg (Schlei)|Königsburg]]) und gegenüber von [[Arnis]] ([[Schwonsburg]]). Nahe bei der Schwonsburg befand sich auch das frühere Dorf Rinkenis. Vor [[Schleimünde]] befand sich im ausgehenden Mittelalter das Dorf Mynnaesby bzw. Mindesby und die dortige Burganlage Oldenburg/Gammelborg. Im Jahr 2000 wurden vor der Ortschaft [[Rabenkirchen-Faulück|Karschau]] die [[Wrack von Karschau|Reste eines Frachtseglers]] aus dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entdeckt, die die Rolle der Schlei als Fernhandelsweg im frühen und hohen Mittelalter bestätigen. In Missunde am Südufer der Schlei befindet sich ein [[Großsteingrab]] aus der Jungsteinzeit, das [[Ganggrab von Missunde]]. Prägend für die Landschaft beiderseits der Schlei sind heute die vielen romanischen [[Kirche (Bauwerk)|Kirchen]] wie zum Beispiel in [[Ulsnis]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Claus von Carnap-Bornheim, Martin Segschneider |Titel=Die Schleiregion. Land – Wasser – Geschichte |Reihe=Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland |BandReihe=49 |Verlag=Theiss |Datum=2012 |ISBN=978-3-8062-2702-4 |Seiten=218}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gutslandschaft ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der [[Neuzeit]] wurde die [[Gutsherr]]schaft die vorherrschende Wirtschaftsform im südlich der Schlei befindlichen Schwansen, wovon bis heute zahlreiche Güter in dieser Region zeugen. Anders als in Schwansen blieben die Bauern in großen Teilen Angelns als freie Bauern von Gutsherrschaft und [[Leibeigenschaft]] ausgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.geschichte-s-h.de/vonabisz/leibeigenschaft.htm |text=Gesellschaft für schleswig-holsteinische Geschichte: &amp;#039;&amp;#039;Leibeigenschaft&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20141128184241}} und {{Webarchiv |url=http://www.geschichte-s-h.de/vonabisz/gut.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Gut&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20090522165546}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den größeren Gütern zählen unter anderem die adligen Güter [[Stiftung Louisenlund|Louisenlund]] und [[Rabel|Buckhagen]], das Gut Saxtorf bei [[Rieseby]] und das ehemalige Gut Gereby mit dem [[Herrenhaus Carlsburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/expeditionen_ins_tierreich/Schleswig-Holsteins-schoenste-Foerde-Die-Schlei,sendung64300.html Schleswig Holsteins schönste Förde – Die Schlei]&amp;#039;&amp;#039; aus der Naturfilmreihe &amp;#039;&amp;#039;[[Expeditionen ins Tierreich]]&amp;#039;&amp;#039;. Erstausstrahlung am 19. Juli 2017&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www1.wdr.de/fernsehen/wunderschoen/sendungen/schlei-ostsee-100.html Auf der Schlei bis an die Ostsee]&amp;#039;&amp;#039; aus der Filmreihe &amp;#039;&amp;#039;[[Wunderschön!]]&amp;#039;&amp;#039;. Erstausstrahlung am 4. Oktober 2020⁠&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Robert Guderian]], Günter Gunkel: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Umweltveränderungen und Ökotoxikologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 3a. Springer, 2000, ISBN 3-540-66187-5, S.&amp;amp;nbsp;65&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Hans Heinrich Kolbeck: &amp;#039;&amp;#039;Die Schlei: Grüner Arm der Ostsee von Schleswig bis zur Mündung.&amp;#039;&amp;#039; Schöning, 2009, ISBN 3-89917-288-4.&lt;br /&gt;
* Hans-Wilhelm Langholz: &amp;#039;&amp;#039;Die Schlei: eine norddeutsche Fördenlandschaft.&amp;#039;&amp;#039; Möller, 1987, ISBN 3-87550-072-5.&lt;br /&gt;
* Uwe Muuß, Marcus Petersen, Dietrich König: &amp;#039;&amp;#039;Die Binnengewässer Schleswig-Holsteins.&amp;#039;&amp;#039; 162 S., zahlr. Abb., Wachholtz, Neumünster 1973, ISBN 3-529-05302-3.&lt;br /&gt;
* Roland Pump: &amp;#039;&amp;#039;Die Schlei: Der lange Arm der Ostsee.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2018, ISBN 978-3-89876-414-8.&lt;br /&gt;
* Asmus Peter Weiland: &amp;#039;&amp;#039;Die Schlei: Wandel und Wirklichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Möller, 1982, ISBN 3-87550-036-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
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* {{Spk-digital|Schlei AND (Schleswig OR Ostsee)|NAME=Schlei|SBB=1}}&lt;br /&gt;
* [http://www.missunde.hhm.de/schlei.htm Geschichte und Geographie der Schlei]&lt;br /&gt;
* [http://www.yachtsportmuseum.de/themen/reviere/schlei-1961.htm Der längste deutsche Ostseefjord: Die Schlei (1961)] Yachtsportmuseum digital&lt;br /&gt;
* [https://schleiinfozentrum.de Schlei Infozentrum | Informationen zum Lebensraum Schlei]&lt;br /&gt;
* [https://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/Leben/Ein-fotografischer-Streifzug-durch-die-Schlei-Region-article24269056.html Unbekanntes Paradies. Ein fotografischer Streifzug durch die Schlei-Region] n-tv Bilderserie&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Windharp</name></author>
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