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	<title>Schirk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T21:51:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schirk&amp;diff=50630&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Schirk im Koran */ Klammern helfen nicht</title>
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		<updated>2026-03-31T06:37:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schirk im Koran: &lt;/span&gt; Klammern helfen nicht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schirk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|شرك&amp;amp;lrm;|DMG=širk|de=Beigesellung}}) ist ein Begriff, der im [[Islam]] für [[Götzendienst]], [[Polytheismus]], [[Abgott|Abgötterei]], [[Bilderverehrung|Idolatrie]] oder Ähnliches verwendet wird. Er kommt von der Wurzel &amp;#039;&amp;#039;š-r-k&amp;#039;&amp;#039;, die die Grundbedeutung „teilnehmen“, „Anteil haben“ trägt. Gegenbegriff ist &amp;#039;&amp;#039;[[Tauhīd]]&amp;#039;&amp;#039; ({{ar|توحيد&amp;amp;lrm;}} tauḥīd) – „[[Monotheismus]]“ – abgeleitet von der Wurzel &amp;#039;&amp;#039;w-ḥ-d&amp;#039;&amp;#039; ({{ar|وحد&amp;amp;lrm;}}): „einzig oder allein sein“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schirk im Koran ==&lt;br /&gt;
Im [[Koran]] werden &amp;#039;&amp;#039;Schirk&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Muschrikun&amp;#039;&amp;#039; (d.&amp;amp;nbsp;h. die &amp;#039;&amp;#039;Beigeseller&amp;#039;&amp;#039;) in den sogenannten mekkanischen Versen und in den medinensischen Versen angesprochen. Die älteste Erwähnung in Sure 68,41 (&amp;#039;&amp;#039;„Oder haben sie etwa Teilhaber? Sie sollen doch ihre Teilhaber herbeibringen, so sie die Wahrheit sagen.“&amp;#039;&amp;#039;) fällt in die letzte Zeit der frühmekkanischen Periode und daher in etwa mit der Ausbildung eines geregelten Gemeindelebens zusammen. Die traditionellen islamischen Autoritäten assoziieren die verbalen Auseinandersetzungen in den jeweiligen Suren mit dem Polytheismus und seinen Anhängern. In den späteren, medinensischen Versen vor allem auf Strafen der [[Heidentum|Heiden]] im Jenseits hingewiesen. &amp;#039;&amp;#039;Schirk&amp;#039;&amp;#039; ist die schlimmste Form von [[Unglaube]], welche, sollte sie vor dem Tod nicht bereut werden, nicht vergeben wird. In Sure 4, Vers 48 (siehe auch Sure 4, Vers 116) wird dies deutlich zum Ausdruck gebracht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Gott vergibt nicht, daß man ihm (andere Götter) beigesellt. Was darunter liegt, vergibt er, wenn er will. Wenn einer Gott (andere Götter) beigesellt, hat er eine gewaltige [[Sünde]] ausgeheckt.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Koran 4:48, Übersetzung [[Rudi Paret]]&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Rudi Paret]] |Titel=Der Koran |Auflage=12. |Verlag=Kohlhammer |Ort=Stuttgart |Datum=2014 |ISBN=978-3-17-026978-1 |Seiten=65}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der endgültige Bruch mit den Heiden erfolgt in [[Sure 9]], Vers 28, denn sie begingen Beigesellung in der Heiligen Moschee ([[al-Masdschid al-Harām]]), indem sie dort andere Götter, Steine oder Glücksbringer anbeteten:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://muslimwelt.wordpress.com/2008/01/13/die-bedeutung-der-koranverse-928-986-855/ |titel=Die Bedeutung der Koranverse (9:28; 98:6; 8:55) |werk=Muslimwelt |datum=2008-01-13 |abruf=2019-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ihr Gläubigen! Die Heiden sind unrein. Daher sollen sie der heiligen Kultstätte nach dem jetzigen Jahr nicht nahekommen. Und wenn ihr fürchtet zu verarmen: Gott wird euch durch seine Huld reich machen, wenn er will. Gott weiß Bescheid und ist weise.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Koran 9:28, Übersetzung [[Rudi Paret]]&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Rudi Paret]] |Titel=Der Koran |Auflage=12. |Verlag=Kohlhammer |Ort=Stuttgart |Datum=2014 |ISBN=978-3-17-026978-1 |Seiten=134}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen verstand man nach islamischer Auffassung zur Zeit [[Mohammed]]s unter &amp;#039;&amp;#039;Schirk&amp;#039;&amp;#039; den [[Altarabische Gottheiten|vorislamischen Kult]] auf der [[Arabische Halbinsel|Arabischen Halbinsel]], der sich in der Anbetung von Steinen, Bäumen und anderen Natureinscheinungen manifestierte. Der islamischen Überlieferung nach sollen in der [[Kaaba]] in Mekka rund 360 Götterbilder (&amp;#039;&amp;#039;sanam&amp;#039;&amp;#039; / Plural &amp;#039;&amp;#039;asnām&amp;#039;&amp;#039;) um den Hauptgötzen [[Hubal]] aufgestellt gewesen sein, die in den Tagen der Eroberung Mekkas durch die Muslime vernichtet wurden. Über den Kult der vorislamischen Araber in und um Mekka informiert ein kleines Buch, das erst 1924 bekannt geworden ist, das sog. &amp;#039;&amp;#039;Götzenbuch&amp;#039;&amp;#039; des [[Ibn al-Kalbī]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schirk in der Rechtsliteratur ==&lt;br /&gt;
In der islamischen Rechtsliteratur tritt an die Stelle von &amp;#039;&amp;#039;Muschrik&amp;#039;&amp;#039; – „Polytheist“, „Heide“ – der umfassende Begriff [[Kāfir]] – „Ungläubige“. In der islamischen [[Theologie]] wird die christliche [[Trinitätslehre]] als &amp;#039;&amp;#039;Schirk&amp;#039;&amp;#039; abgelehnt und die Christen aus diesem Grunde nicht selten als &amp;#039;&amp;#039;muschrik&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Dies bezieht sich auf Sure 5,72, die sagt, dass „ungläubig ist“ (&amp;#039;&amp;#039;kafara&amp;#039;&amp;#039;), wer sagt, dass „Gott Christus, der Sohn der Maria“ ist, und dann gewarnt wird, dass nicht ins Paradies kommt, „wer Gott [andere] beigesellt“ (&amp;#039;&amp;#039;man yušriku bi-llāh&amp;#039;&amp;#039;).[https://tanzil.net/#5:72] Auch der folgende Vers 5,73 wird traditionell so verstanden, dass an die christliche [[Trinität]] zu glauben als Unglaube bezeichnet wird (so z.&amp;amp;nbsp;B. [[at-Tabari]][https://muflihun.com/5/72-73?tafid=8167] und [[Tafsir al-Dschalalain|al-Mahalli und as-Suyuti]][https://www.altafsir.com/Tafasir.asp?tMadhNo=1&amp;amp;tTafsirNo=74&amp;amp;tSoraNo=5&amp;amp;tAyahNo=73&amp;amp;tDisplay=yes&amp;amp;UserProfile=0&amp;amp;LanguageId=2] in ihren [[Korankommentar]]en).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Interpretationen ==&lt;br /&gt;
Der Islam duldet generell keinen Polytheismus, etwa die Anbetung eines anderen Gottes oder ein Bittgebet (&amp;#039;&amp;#039;[[duʿāʾ]]&amp;#039;&amp;#039;) an diesen. Obwohl es im [[Orthodoxie|orthodoxen]] Islam verboten ist, [[Engel]], [[Dschinn]] oder einen Lokalheiligen um Hilfe zu bitten, wird dies von Seiten der [[Sufismus|Sufis]] (islamische [[Mystiker]]) unter Umständen anders gesehen. Auch im [[Volksislam]] existieren verschiedene Formen der [[Heiligenverehrung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahhabiten]] vertreten seit dem 18. Jahrhundert eine extensive Interpretation des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Schirk&amp;#039;&amp;#039; und lehnten insbesondere die lokale Heiligenverehrung ab. [[Muhammad ibn Abd al-Wahhab]] sah durch die Heiligenverehrung die [[Sunna|Prophetensunna]] und die ursprüngliche Reinheit des Islams verfälscht und verurteilte sie in all ihren Erscheinungsformen als [[Bid&amp;#039;a|Neuerungen]]. Ebenso werden alle Formen der [[Schia]], [[Heiliger#Islam|Heiligenverehrung]] und [[Ziyāra|Wallfahrten zu Gräbern]], sowie im Volksislam angewandte Heilpraktiken bekämpft. Gruppen mit Ähnlichen oder identischen Ansichten sind beispielsweise die [[Deobandis]], [[Ahl-i Hadîth]], [[Kadizadeli]] oder die [[Muhammadiyah]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der islamischen Ethik, bei [[al-Ghazālī]], hat &amp;#039;&amp;#039;Schirk&amp;#039;&amp;#039; eine besondere Bedeutung – Egoismus, Hochmut und die heuchlerische Religionsausübung, um dadurch die Gunst und Bewunderung anderer Menschen zu gewinnen, ist &amp;#039;&amp;#039;Schirk&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gänzlich andere Interpretation des Wortes &amp;#039;&amp;#039;Schirk&amp;#039;&amp;#039; und seiner Abwandlungen wird hingegen durch diverse Primärquellen suggeriert. So bezieht [[Johannes von Damaskus]] wenige Jahrhunderte nach der mutmaßlichen Entstehung des Koran in einer apologetischen Schrift den Vorwurf der &amp;#039;&amp;#039;Beigesellung&amp;#039;&amp;#039; eindeutig auf [[Trinität|trinitarische]] Christen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Moreover, they call us Hetaeriasts, or Associators, because, they say, we introduce an associate with God by declaring Christ to the Son of God and God.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Außerdem nennen sie uns Hetaeriasten oder Beigeseller, weil wir, wie sie sagen, einen Assoziierten mit Gott einführen, indem wir Christus zum Sohn Gottes und zu Gott erklären.&lt;br /&gt;
 |Quelle=The Fathers of the Church, St. John of Damascus, Writings, S. 155&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jr Frederic H. Chase |Titel=The Fathers Of The Church A New Translation Vol 37 |Verlag=Fathers Oe The Church, Inc. |Datum=1958 |Online={{archive.org |fathersofthechur009511mbp  |Blatt=}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Koran.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung von Rudi Paret. Stuttgart 1979, ISBN 3-17-005102-4.&lt;br /&gt;
* M. I. Surty: &amp;#039;&amp;#039;The Qur&amp;#039;anic concept of Al-Shirk.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. London 1990.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Encyclopaedia of Islam. Vol. IX.&amp;#039;&amp;#039; New Edition. Brill, Leiden 1997, S.&amp;amp;nbsp;484–486, ISBN 90-04-10422-4.&lt;br /&gt;
* Ibn al-Kalbî: &amp;#039;&amp;#039;Kitâb al-asnâm. Le livre des idoles.&amp;#039;&amp;#039; Ed. Ahmed Zeki Pacha, Kairo 1924 (Text arabisch).&lt;br /&gt;
* R. Klinke-Rosenberger: &amp;#039;&amp;#039;Das Götzenbuch K. al-Asnâm des b. al-Kalbi.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1941.&lt;br /&gt;
* [[Julius Wellhausen]]: &amp;#039;&amp;#039;Reste arabischen Heidentums.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. de Gruyter, Berlin 1961.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glaube und Dogma (Islam)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polytheismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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