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	<title>Schirin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Shark1989z: HC: Ergänze Kategorie:Figur in Tausendundeine Nacht</title>
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		<updated>2025-12-02T10:36:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Figur_in_Tausendundeine_Nacht&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Figur in Tausendundeine Nacht (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Figur in Tausendundeine Nacht&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[File:Khusraw watches Shirin bathing.jpg|mini|Chosrau II. sieht Schirin. [[Persische Miniaturmalerei]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Khusraw Discovers Shirin Bathing, From Pictorial Cycle of Eight Poetic Subjects, mid 18th century.jpg|miniatur|Schirin wird von Chosrau beim Baden entdeckt (Zeichnung aus dem 18. Jahrhundert im [[Brooklyn Museum|Brooklyn-Museum]]). Kadscharische [[Persische Kaffeehaus-Malerei|Kaffeehaus-Malerei]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Farrukh - Shirin Receives a Ring from Khusraw - Walters W62480A - Full Page.jpg|mini|Chosrau II. gibt Schirin einen Ring. [[Mogulreich|Mogulische]] Miniaturmalerei von Farruch Tschela]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Khusraw at Shirin’s Palace.jpg|mini|Chosrau II. im Schirins Palast ([[Qasr-e Schirin]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schirin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{faS|شیرین|d=Šīrīn}}, [{{IPA|ʃiːˈɾi(ː)n}}]; gestorben [[628]]) war die Lieblingsfrau des [[Sassanidenreich|persischen]] [[Großkönig]]s [[Chosrau II.|Chosrau II]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der persische Großkönig Chosrau II. († 628) musste nach dem Tod seines Vaters [[Hormizd IV.]] im Frühjahr 590 auf [[Byzantinisches Reich|oströmisches]] Territorium fliehen, da der General [[Bahram Tschobin]] nach einem Putsch die Macht an sich gerissen hatte. Auf der Flucht soll er bereits von Schirin begleitet worden sein, die wohl aus [[Chusistan]] stammte und als sagenhafte Schönheit beschrieben wird. Schirin selbst war Christin und gehörte der [[Assyrische Kirche des Ostens|Assyrischen Kirche des Ostens]] an. Chosrau gelang es schließlich mit Unterstützung des oströmischen Kaisers [[Maurikios]], die Herrschaft zurückzugewinnen, wofür Ostrom einige Territorien zugesprochen bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine in einer ostsyrischen Chronik erwähnte christliche Nebenfrau Maria wurde nach dem Ende des Perserreiches in der romantischen Literatur zur Tochter des Kaisers Maurikios und Rivalin Schirins stilisiert. In den literarischen Bearbeitungen des Schirin-Mythos spielt diese angebliche Kaisertochter eine große Rolle. Es ist jedoch auszuschließen, dass der oströmische Kaiser eine Tochter in den Harem des persischen Großkönigs gegeben hat, zumal diese Geschichte keine Bestätigung in den westlichen Quellen findet; Maria wird demnach wahrscheinlich Christin gewesen sein, aber kaum die Tochter des Kaisers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schirin und Chosrau lernten sich bereits in jungen Jahren kennen, wobei über Schirins Herkunft kaum etwas bekannt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Keenan Baca-Winters: &amp;#039;&amp;#039;He Did Not Fear. Xusro Parviz, King of Kings of the Sasanian Empire.&amp;#039;&amp;#039; Piscataway, NJ 2018, S. 207.&amp;lt;/ref&amp;gt; Chosrau war von Schirins Erscheinen und Auftreten offenbar beeindruckt. Die Hochzeit ging auf seinen ausdrücklichen Wunsch zurück und fand, obwohl Schirin Christin war und blieb, durch einen zoroastrischen Priester statt. Die einflussreichen konservativ-zoroastrischen Hofkreise verübelten es jedoch dem König, dass dieser sehr offen zu seiner Liebe zu Schirin stand und ihr sehr viel Freiraum am Hof ließ, wobei sie ihre christliche Religion offen ausübte und die Kirche förderte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Keenan Baca-Winters: &amp;#039;&amp;#039;He Did Not Fear. Xusro Parviz, King of Kings of the Sasanian Empire.&amp;#039;&amp;#039; Piscataway, NJ 2018, S. 208 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Geburt des ersten Kindes von seiner Frau Schirin stiftete Chosrau dem Sergiusheiligtum in [[Resafa]] Weihegeschenke. Der armenische Geschichtsschreiber Pseudo-[[Sebeos]] berichtet, dass sie die Auslieferung der Reliquien des Propheten Daniel an den oströmischen Kaiser Maurikios verhindert hatte. Schirin unterstützte zunächst die ostsyrischen Christen, insbesondere den Patriarchen Sabrischo; nach dessen Tod erreichte sie die Nachfolge ihres Landsmannes Gregor von Phrat. Später wandte sie sich der westsyrischen ([[Monophysitismus|miaphysitischen]]) Kirche zu. Nach dem Sturz des Maurikios begann 603 der Krieg zwischen dem [[Sassanidenreich]] und Byzanz (Ostrom) von neuem (siehe auch &amp;#039;&amp;#039;[[Römisch-Persische Kriege]]&amp;#039;&amp;#039;). Im Mai 614 eroberten die Perser unter dem General [[Schahrbaraz]] [[Jerusalem]]; das angebliche &amp;#039;&amp;#039;[[Heiliges Kreuz|Heilige Kreuz]]&amp;#039;&amp;#039; kam als Siegesbeute nach [[Ktesiphon]], wo es im Palast Schirins aufbewahrt wurde. Das Vorgehen ihres Leibarztes [[Gabriel von Schiggar]], der großen Einfluss auf sie ausübte, gegen die „Kirche des Ostens“ scheint sie gebilligt zu haben. Dabei stand ihr [[Yazdin]], Chosraus „Finanzminister“ und selbst Mitglied der Kirche des Ostens, als Konkurrent gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
628 brach das [[Sassanidenreich]] nach dem Sieg des oströmischen Kaisers [[Herakleios]], der infolge mehrerer Feldzüge die Perser zum Frieden zwang, zusammen. Chosrau II. wurde Ende Februar 628 von seinem Sohn [[Kavadh II.]] ermordet, der zudem Schirins Sohn [[Mardanschah]] (daneben hatte Schirin noch einen Sohn namens &amp;#039;&amp;#039;Saliar&amp;#039;&amp;#039;) – den der Vater als Nachfolger einsetzen wollte – und seine Geschwister ermorden ließ. In den Quellen wird berichtet, wie sich Schirin nach der Ermordung Chosraus an Hofkreise wandte und den Tod des Königs bitterlich beklagte, wobei der romantische Charakter ihrer Beziehung offenbar bewusst betont wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Keenan Baca-Winters: &amp;#039;&amp;#039;He Did Not Fear. Xusro Parviz, King of Kings of the Sasanian Empire.&amp;#039;&amp;#039; Piscataway, NJ 2018, S. 218f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung Chosraus soll Schirin angeblich Selbstmord an seinem Grab begangen haben, nachdem ihr Stiefsohn Siroe (Kavadh II.) sie für seinen Harem gewinnen wollte. Ob diese Darstellung zutreffend ist, kann nicht mit letzter Sicherheit ermittelt werden, da genauere Einzelheiten über ihren Tod nicht bekannt sind. Möglicherweise ist diese Darstellung auch nur legendenhaft ausgeschmückt, da es nicht unmöglich ist, dass Schirin Siroe überlebte, der bereits Ende 628 verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Andenken Schirins wurde bereits vom persischen Dichter Abu Ali Muhamed Balami († 974) aufgegriffen und im persischen [[Nationalepos]] &amp;#039;&amp;#039;[[Schāhnāme]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Abū l-Qāsem-e Ferdousī|Ferdousī]] (um 1020) bewahrt. Um 1200 verfasste der persische Dichter [[Nezāmi]] in das Epos &amp;#039;&amp;#039;[[Chosrau und Schirin]]&amp;#039;&amp;#039;, das zahlreichen persischen, türkischen und indischen Dichtern als Vorbild diente, wie vor allem dem Inder Amir Chosrau Dihlavi († 1325), der den historisch nicht nachweisbaren Baumeister Ferhad zum Sohn des Kaisers von China machte. In den &amp;#039;&amp;#039;Märchen aus [[Tausendundeine Nacht|tausendundeiner Nacht]]&amp;#039;&amp;#039; erzählt Schehrezad in der 390. Nacht die Geschichte von Chosrau, Schirin und dem Fischer. Der [[tschagataisch]]e Dichter [[Mir ʿAli Schir Nawāʾi]] († 1501) machte Ferhad in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Ferhad und Schirin&amp;#039;&amp;#039; zur Hauptfigur. Nach der Wiederentdeckung des Motivs durch den Orientalisten [[Joseph von Hammer-Purgstall]] setzte sich [[Johann Wolfgang von Goethe]] im &amp;#039;&amp;#039;West-Östlichen Divan&amp;#039;&amp;#039; mit dem Mythos auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chosrau II. gründete die Stadt [[Qasr-e Schirin]] (Burg der Schirin) in der Provinz [[Kermānschāh (Provinz)|Kermānschāh]], die er nach Schirin benannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Schirin tritt in der Literatur unter anderem in Geschichten aus Tausendundeiner Nacht auf; so etwa in der Anekdote &amp;#039;&amp;#039;[[Chosrau, Schirin und der Fischer]]&amp;#039;&amp;#039; (ANE 123, → &amp;#039;&amp;#039;[[Tausendundeine Nacht – Liste der Geschichten]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Keenan Baca-Winters: &amp;#039;&amp;#039;He Did Not Fear. Xusro Parviz, King of Kings of the Sasanian Empire.&amp;#039;&amp;#039; Gorgias Press, Piscataway, NJ 2018.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Baum (Historiker)|Wilhelm Baum]]: &amp;#039;&amp;#039;Schirin. Christin – Königin – Liebesmythos. Eine spätantike Frauengestalt – historische Realität und literarische Wirkung.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Kitab, Klagenfurt 2003, ISBN 3-902005-14-9 ([https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-5543 Rezension bei H-Soz-u-Kult (fachwissenschaftlich)])&lt;br /&gt;
* Wilhelm Baum: &amp;#039;&amp;#039;Sirin&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Religion in Geschichte und Gegenwart]]&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 7 (2004), S. 1351.&lt;br /&gt;
* Manfred Hutter: &amp;#039;&amp;#039;Shirin, Nestorianer und Monophysiten. Königliche Kirchenpolitik im späten Sassanidenreich&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Symposion Syriacum&amp;#039;&amp;#039; VII. Rom 1998, S. 373–386.&lt;br /&gt;
* Ewan Short, Eve MacDonald: &amp;#039;&amp;#039;Shirin in Context: Female Agency and the Wives of the Sasanian King Khosrow Parviz.&amp;#039;&amp;#039; In: Kerstin Droß-Krüpe, Sebastian Fink (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Powerful women in the ancient world: perception and (self)presentation. Proceedings of the 8th Melammu Workshop, Kassel, 30 January–1 February 2019&amp;#039;&amp;#039;. Zaphon, Münster 2021 (Melammu workshops and monographs; 4), ISBN 9783963271380, S. 475–498.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123296811}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123296811|LCCN=no2005007114|VIAF=5836938}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persischer Personenname]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Perser der Antike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied der Sassaniden|⚭Schirin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Assyrische Kirche des Ostens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum (Spätantike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 6. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 628]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Figur in Tausendundeine Nacht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schirin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Frau des persischen Großkönigs Chosrau II.&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=628&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Shark1989z</name></author>
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