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	<title>Schimpfwort - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T13:37:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schimpfwort&amp;diff=574119&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KukiHaki: /* Literatur */ ergänzt</title>
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		<updated>2025-12-30T08:44:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schimpfwort&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scheltwort&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (wissenschaftlich auch: &amp;#039;&amp;#039;Maledictum&amp;#039;&amp;#039;, meist im Plural: &amp;#039;&amp;#039;Maledicta&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Wort, das eine Person (seltener: ein Objekt) mit einer (stark) abwertenden Bedeutung ([[Pejorativum|Pejorativ]]) besetzt und sie auf diese Weise [[Ehrdelikt|beleidigt]] oder [[Demütigung|herabsetzt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sprachwissenschaft]]lich gehören Schimpfwörter zu den [[Rhetorische Stilmittel|rhetorischen Stilmitteln]], angewendet in gesprochenen oder geschriebenen Texten. Sie lassen sich konkreten Stilmittelausprägungen wie [[Dysphemismus]], [[Pejorativum#Pejorisierung (Pejoration, Bedeutungsverschlechterung)|Pejoration]], [[Sarkasmus]] oder [[Antiphrasis]] (siehe [[Liste rhetorischer Stilmittel]]) zuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Probleme der Definition ==&lt;br /&gt;
Die Unterdisziplin der [[Sprachwissenschaft]], die sich mit dem [[Schimpfen]] und mit Schimpfwörtern beschäftigt –&amp;amp;nbsp;die [[Malediktologie]]&amp;amp;nbsp;–, ist derzeit noch wenig entwickelt. So bestehen bis heute nur Umschreibungen, aber noch keine unter Linguisten allgemein anerkannte [[Definition]] des Begriffs „Schimpfwort“. Obwohl kaum strittig ist, dass es sich bei Schimpfwörtern mehrheitlich um [[Substantiv]]e und [[Adjektiv]]e handelt, sind Sprachwissenschaftler sich noch nicht einig, welche [[Wortart]]en überhaupt in Frage kommen und ob auch [[Redewendung]]en Schimpfwörter sein können. Wenn Schimpfwörter unter rein [[Wortschatz|lexikalischen]] Gesichtspunkten bzw. nur hinsichtlich ihrer [[Denotation]] betrachtet werden, entziehen sie sich einer Definition, weil viele von ihnen ebenso in beleidigender Weise wie auch in neutraler Weise verwendet werden können (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Schwein&amp;#039;&amp;#039;). Auch ein harmlos neckender oder gar kosender Gebrauch ist denkbar (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Du Äffchen&amp;#039;&amp;#039;). Obwohl viele Wörter regelmäßig die [[Konnotation]] eines Schimpfwortes tragen (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Schwuchtel&amp;#039;&amp;#039;), müssen in anderen Fällen auch [[Parasprache|parasprachliche]] ([[Intonation (Sprachwissenschaft)|Tonfall]]), [[Nonverbale Kommunikation|körpersprachliche]] ([[Mimik]], [[Gestik]]), [[Syntax|syntaktische]] und [[Kontext (Sprachwissenschaft)|kontextuelle]] Momente berücksichtigt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mehlbaum&amp;quot;&amp;gt;Uwe Mehlbaum: &amp;#039;&amp;#039;Maledicta – Schimpfwörter: Wie und warum schimpft der Mensch?&amp;#039;&amp;#039;, 2010 ({{Google Buch |BuchID=9vqKOg6SbcAC |Seite=5 |Land=US}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diesen Schwierigkeiten Rechnung zu tragen, hat [[Reinhold Aman]] eine sehr weit gefasste Definition vorgeschlagen: &amp;#039;&amp;#039;Jedes Wort, das aggressiv verwendet wird, ist ein Schimpfwort.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhold Aman: &amp;#039;&amp;#039;Bayrisch-Österreichisches Schimpfwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Süddeutscher Verlag, München 1972, ISBN 3-7991-5725-5, S. 165&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsabgrenzung ==&lt;br /&gt;
Das Schimpfwort muss von folgenden ähnlichen Worttypen unterschieden werden:&lt;br /&gt;
* Ein [[Vulgarismus (Sprache)|Vulgarismus]] ist derb, ordinär oder obszön und verletzt damit das Schamgefühl. Viele Schimpfwörter sind gleichzeitig Vulgarismen (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Wichser&amp;#039;&amp;#039;); bei anderen Schimpfwörtern fehlt das Moment der Vulgarität (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Pappnase&amp;#039;&amp;#039;). Umgekehrt sind Vulgarismen, die nicht auf eine Beleidigung abzielen, keine Schimpfwörter (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;arschkalt&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Diskriminierung|Diskriminierende]] Schimpfwörter finden sich im deutschen Sprachraum beispielsweise als [[Rassismus|rassistische]], [[Chauvinismus|chauvinistische]], [[Sexismus|sexistische]] und [[Homophobie|homophobe]] Herabwürdigungen, sowie Schimpfwörter, die Menschen wegen ihres [[Glaube (Religion)|Glaube]]ns oder wegen einer [[Behinderung (Sozialrecht)|Behinderung]] diskriminieren. Eine diskriminierende Bezeichnung gegen ethnische Gruppen wird auch [[Ethnophaulismus]] genannt. Schimpfwörter dieser Art gehen oft mit [[Stereotyp]]isierungen von Gruppen einher.&lt;br /&gt;
* Ein [[Fluchwort]] kann zweierlei Funktionen erfüllen: 1.&amp;amp;nbsp;Als Kraftausdruck drückt es nicht so sehr eine Beleidigungsabsicht aus, als vielmehr Ärger, Enttäuschung, Erstaunen oder Überraschung (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Scheiße!&amp;#039;&amp;#039;). 2.&amp;amp;nbsp;Auf eine Person (seltener: ein Objekt) bezogen, bildet es eine [[Fluch|Verwünschung]], drückt also den Wunsch aus, dass jemandem ein Unheil widerfahren soll (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Geh’ zum Teufel!&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Eine [[Blasphemie]] ist das Verhöhnen bestimmter Glaubensinhalte einer Religion. Blasphemische Fluch- und Kraftwörter (Beispiel: [[Italienische Sprache|ital.]] &amp;#039;&amp;#039;porco dio&amp;#039;&amp;#039;, „Gott [ist ein] Schwein“, entspricht etwa den deutschen Interjektionen &amp;#039;&amp;#039;verflucht!&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;verdammt!&amp;#039;&amp;#039;) sind besonders in traditionell katholischen Kulturen verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.falter.at/falter/2007/10/30/kunst-des-schimpfens/ &amp;#039;&amp;#039;Kunst des Schimpfens&amp;#039;&amp;#039;] in: &amp;#039;&amp;#039;[[Falter (Wochenzeitung)|Falter]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abwertende Bedeutungen ==&lt;br /&gt;
=== Verunreinigung, Körperausscheidung und Ekel ===&lt;br /&gt;
Zahlreiche Schimpfwörter verunglimpfen den Beschimpften, indem sie ihn mit Verunreinigung oder den Organen bzw. Produkten der [[Exkretion]] in Verbindung bringen oder als ekelhaft bezeichnen. Im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] werden viele Schimpfwörter aus Wörtern wie &amp;#039;&amp;#039;[[Schmutz]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Dreck&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Abschaum]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Mist]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Scheiße&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Arsch&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;pissen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Ekel]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Erbrechen|kotzen]]&amp;#039;&amp;#039; gebildet (Beispiele: &amp;#039;&amp;#039;[[Arschloch]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Scheißer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mistkerl&amp;#039;&amp;#039;). Die Verwendung solcher Ausdrücke wird als [[Koprolalie]] bezeichnet. Im [[Englische Sprache|Englischen]] entsprechen dem Schimpfwörter wie &amp;#039;&amp;#039;asshole&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;shit bag&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;old fart&amp;#039;&amp;#039; (= „alter Furz“), im [[Französische Sprache|Französischen]] z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;salaud&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;merde&amp;#039;&amp;#039; (Letzteres im Sinne von: &amp;#039;&amp;#039;widerwärtige Person&amp;#039;&amp;#039;). Im [[Italienische Sprache|Italienischen]] wird das Wort &amp;#039;&amp;#039;stronzo&amp;#039;&amp;#039;, das ursprünglich ein festes, zylindrisches Kotstück bezeichnet, im Sinne von „Idiot“ verwendet. Im [[Hochchinesisch|Chinesischen]] werden viele Schimpfwörter aus dem Wort sǐ (死, tot, aasig, stinkend) abgeleitet, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;sǐ pì yǎn&amp;#039;&amp;#039; (死屁眼, sinngemäß: „verfluchtes Arschloch“) oder &amp;#039;&amp;#039;sǐ sānbā&amp;#039;&amp;#039; (死三八, „stinkendes Flittchen“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sexuelle Bedeutungen ===&lt;br /&gt;
Viele Schimpfwörter bringen den Beschimpften mit [[Geschlechtsorgan|Genitalien]] in Verbindung (Beispiele: &amp;#039;&amp;#039;[[Fotze]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sackgesicht&amp;#039;&amp;#039;). Im Italienischen entsprechen dem Ausdrücke wie &amp;#039;&amp;#039;faccia di cazzo&amp;#039;&amp;#039; („Schwanzgesicht“), &amp;#039;&amp;#039;testa di cazzo&amp;#039;&amp;#039; („Schwanzkopf“), &amp;#039;&amp;#039;faccia di culo&amp;#039;&amp;#039; („Arschgesicht“) oder &amp;#039;&amp;#039;coglione&amp;#039;&amp;#039; („Hoden“). Im Chinesischen bedeutet das Schimpfwort &amp;#039;&amp;#039;shǎbī&amp;#039;&amp;#039; (傻屄, dumme Vagina) so viel wie „dumme Person“, &amp;#039;&amp;#039;chòubī&amp;#039;&amp;#039; (臭屄) so viel wie „stinkende Fotze“, und &amp;#039;&amp;#039;zhuāngbī&amp;#039;&amp;#039; (装屄/裝屄, sich als Vagina verstellen) so viel wie „Angeber“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso verbreitet sind Schimpfwörter, die aus sexuellen Handlungen abgeleitet sind (&amp;#039;&amp;#039;[[Wichser]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schwanzlutscher&amp;#039;&amp;#039;). Viele Schimpfwörter bezeichnen Personen als homosexuell (&amp;#039;&amp;#039;[[Schwuchtel]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Homo&amp;#039;&amp;#039;) oder transsexuell (&amp;#039;&amp;#039;Transe&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schwanzfrau&amp;#039;&amp;#039;). Gesellschaftliche Gruppen, die mit solchen Schimpfwörtern stigmatisiert werden, münzen diese Wörter gelegentlich um, bis sie wertneutral sind ([[Geusenwort]]; Beispiele: [[schwul]], engl. [[queer]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pejorativ sind auch Wörter, die den Bezeichneten mit [[Promiskuität]] oder [[Prostitution]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Hure]]&amp;#039;&amp;#039; [heute tendenziell ein [[Geusenwort]]], &amp;#039;&amp;#039;[[Nutte]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Schlampe]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hurenbock&amp;#039;&amp;#039;) in Verbindung bringen. Im Chinesischen gibt es z.&amp;amp;nbsp;B. das Schimpfwort &amp;#039;&amp;#039;chòu biǎozi&amp;#039;&amp;#039; (臭婊子, stinkende Hure). Frauen mit wechselnden Sexualpartnern werden als &amp;#039;&amp;#039;húli jīng&amp;#039;&amp;#039; (狐狸精, Fuchs-Geist, Füchsin), &amp;#039;&amp;#039;sānbā&amp;#039;&amp;#039; (三八, wörtlich: 3-8 = 8. März = [[Internationaler Frauentag]], sinngemäß: Dummkopf, Großmaul, Schlampe), &amp;#039;&amp;#039;gōng gòng qì chē&amp;#039;&amp;#039; (公共汽车/公共汽車, wörtlich: „öffentlicher Bus“), &amp;#039;&amp;#039;biǎozi&amp;#039;&amp;#039; (婊子, Hure) oder &amp;#039;&amp;#039;jiàn nǚ rén&amp;#039;&amp;#039; (贱女人, billige Frau, Flittchen) beschimpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Schimpfwörter bringen den Bezeichneten mit passiv erlittenem [[Ehebruch]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Hahnrei]]&amp;#039;&amp;#039;) oder mit einer [[Unehelichkeit|unehelichen Geburt]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Bastard]]&amp;#039;&amp;#039;) in Verbindung. Im Chinesischen ist u.&amp;amp;nbsp;a. das Schimpfwort &amp;#039;&amp;#039;wángbā&amp;#039;&amp;#039; (王八, Bastard) verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Spanische Sprache|Spanischen]] wird wie im Italienischen „vor allem auf die Familie, die [[Männlichkeit|Virilität]] im Besonderen und die Sexualität im Allgemeinen gezielt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.sueddeutsche.de/,tt6m1/kultur/artikel/962/178418/ |wayback=20090419065446 |text=&amp;#039;&amp;#039;Du Sohn wegen eines geplatzten Kondoms&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Abgesehen von &amp;#039;&amp;#039;hijo de puta&amp;#039;&amp;#039; („[[Hurensohn]]“), gibt es besonders in [[Mexiko]] zahlreiche Ableitungen und Kombinationen des Verbs &amp;#039;&amp;#039;chingar&amp;#039;&amp;#039;, das neben anderen Bedeutungen auch die von „ficken“ hat, etwa: &amp;#039;&amp;#039;chinga tu madre&amp;#039;&amp;#039; („Fick deine Mutter“) oder &amp;#039;&amp;#039;hijo de la chingada&amp;#039;&amp;#039; („Sohn der Gefickten“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tiernamen ===&lt;br /&gt;
Wenn der Bezeichnete mit einem (eventuell auch erfundenen) Tiernamen belegt wird ([[Tiermetapher]]), so wird ihm damit nicht nur das [[Mensch]]sein bzw. die [[Menschenwürde]] abgesprochen ([[Entmenschlichung]]), sondern auch die abwertenden Bedeutungen des betreffenden Tieres zugeschrieben. Die pejorativen Bedeutungen, mit denen einzelne Tierarten belegt werden, sind kulturell bestimmt:&lt;br /&gt;
* Das [[Hausschwein]] gilt im Deutschen als unreines Tier. Daraus ergeben sich Schimpfworte wie &amp;#039;&amp;#039;Schwein&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Rübenschwein]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Drecksau&amp;#039;&amp;#039; oder milder: &amp;#039;&amp;#039;Ferkel&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Während die [[Hausziege]] im Deutschen als widerspenstiges, eigensinniges Tier betrachtet wird (&amp;#039;&amp;#039;Zicke&amp;#039;&amp;#039;), entspricht das spanische Schimpfwort &amp;#039;&amp;#039;cabrón&amp;#039;&amp;#039; („Ziegenbock“) etwa dem deutschen Ausdruck „Arschloch“.&lt;br /&gt;
* Der [[Haushund]] steht im Deutschen für Niedrigkeit (&amp;#039;&amp;#039;Hund&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Hundsfott (Schimpfwort)|Hundsfott]]&amp;#039;&amp;#039;). Entsprechende chinesische Schimpfwörter sind &amp;#039;&amp;#039;gǒuzǎizi&amp;#039;&amp;#039; (狗崽子/狗仔子, Hundesohn) und &amp;#039;&amp;#039;gǒu niáng yǎng de&amp;#039;&amp;#039; (狗娘养的/狗娘養的, Sohn einer Hündin).&lt;br /&gt;
* Der [[Hausesel|Esel]] gilt als dumm, einfältig, störrisch, unbeholfen, ungeschickt und faul. Man bezeichnet damit abwertend Personen, die (aus Unvermögen, Menschen oder Umstände richtig einzuschätzen), töricht handeln. Als &amp;#039;&amp;#039;Eselei&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man entsprechend eine dumme Handlung, die absichtlich begangen wird und unerwünschte Konsequenzen hat.&lt;br /&gt;
* Im Chinesischen gibt es das Schimpfwort &amp;#039;&amp;#039;yín chóng&amp;#039;&amp;#039; (淫蟲, lüsterner [[Würmer|Wurm]]) für Bordellbesucher bzw. Männer, die gern Sex mit Frauen haben; der Ausdruck ist sehr viel milder als entsprechende Bezeichnungen für promiske Frauen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
* Schädlichkeit, Lästigkeit: &amp;#039;&amp;#039;Zecke&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Dummheit: &amp;#039;&amp;#039;Esel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schaf&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kamel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere sprachliche Herleitungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- siehe Diskussionsseite {{Belege fehlen}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schimpfwörter werden abgeleitet aus Begriffen, die&amp;amp;nbsp;…&lt;br /&gt;
* das andere Geschlecht herabsetzen ([[Thusnelda#Tussi|Tussi]], [[Bitch]], [[Macho]], [[Softie]]&amp;amp;nbsp;…).&lt;br /&gt;
* körperliche Merkmale bezeichnen&amp;lt;ref name=&amp;quot;scheffler&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gabriele Scheffler |Titel=Schimpfwörter im Themenvorrat einer Gesellschaft |Verlag=Tectum Verlag |Datum=2000 |ISBN=3-8288-8172-6 |Seiten=133 |Online={{Google Buch |BuchID=aIz1pP65LQUC |Seite=133}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (&amp;#039;&amp;#039;Fettsack, Pickelgesicht, Ohrwaschlkaktus&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;…).&lt;br /&gt;
* der Gegenseite körperliche oder geistige Mängel zuschreiben (&amp;#039;&amp;#039;[[Krüppel]], [[Down-Syndrom|Mongo]], [[Spast (Schimpfwort)|Spast]], [[Wahnsinn|Irrer]], [[Missgeburt]], [[Idiot]], [[Kretinismus|Kretin]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;…). Bei solcher Verwendung wird in der Regel außer Acht gelassen, dass die von der Krankheit Betroffenen dabei [[Diskriminierung#Diskriminierungstheorie (Soziologie)|diskriminiert]] werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.tom-koenigs.de/veroeffentlichungen/erste-beitraege-zu-einem-programm-fuer-die-17wp-im-menschenrechtsausschuss.html |titel=Erste Beiträge zu einem Programm für die 17.WP im Menschenrechtsausschuss - Tom Koenigs MdB |werk=tom-koenigs.de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131016055641/http://www.tom-koenigs.de/veroeffentlichungen/erste-beitraege-zu-einem-programm-fuer-die-17wp-im-menschenrechtsausschuss.html |archiv-datum=2013-10-16 |abruf=2015-01-29 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* der betroffenen Person eine negativ konnotierte Eigenschaft zuschreiben (z.&amp;amp;nbsp;B. Langsamkeit bei &amp;#039;&amp;#039;Lahmarsch&amp;#039;&amp;#039; oder [[Trantüte]])&lt;br /&gt;
* der Gegenseite pauschal Unfähigkeit oder Schwäche zuschreiben&amp;lt;ref name=&amp;quot;scheffler&amp;quot; /&amp;gt; (&amp;#039;&amp;#039;Versager, Loser, [[Taugenichts]], [[Pechvogel]], [[Opfer (Schimpfwort)|Opfer]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;…).&lt;br /&gt;
* die zu beleidigende Person [[Ironie|ironisch]] aufwerten (&amp;#039;&amp;#039;[[Besserwisser]], Blitzmerker, Schnelldenker&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;…).&lt;br /&gt;
* [[Rassismus|rassistisch]] sind ([[Nigger]], Japse, [[Kanake (Umgangssprache)|Kanake]], [[Judensau]], [[Kaffer]],&amp;amp;nbsp;…).&lt;br /&gt;
* [[Chauvinismus|chauvinistisch]] andere [[Ethnie]]n oder soziale Kategorien herabsetzen (&amp;#039;&amp;#039;Kraut- oder Kartoffelfresser, Ösi, [[Ossi und Wessi|Ossi]], [[Besserwessi]], [[Piefke]], Polack, Spaghettifresser&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;…); vgl. [[Ethnophaulismus]].&lt;br /&gt;
* eine andere konfessionelle Gruppe bezeichnen (&amp;#039;&amp;#039;[[Marranen]], [[Quäkertum|Quäker]], [[Pietcong]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;…).&lt;br /&gt;
* Wortneuschöpfungen sind, meistens Wortverbindungen (häufig &amp;#039;&amp;#039;Scheiß-&amp;#039;&amp;#039; mit beliebigem Zusatzwort, aber auch kreativere wie &amp;#039;&amp;#039;[[Warmduscher]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Turnbeutelvergesser&amp;#039;&amp;#039; oder [[Loriot]]s &amp;#039;&amp;#039;Jodelschnepfe&amp;#039;&amp;#039; aus dem Sketch &amp;#039;&amp;#039;[[Kosakenzipfel]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* als Vornamen mit einer Abwertung oder Problematik assoziiert werden können (&amp;#039;&amp;#039;[[Horst (Vorname)|Horst]], [[Jacqueline|Schaklin]], [[Detlef]], [[Hubert]], [[Herbert]], [[Adolf]], [[Jesus Christus|Jesus]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;…).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schimpfwörter in anderen Sprachen ==&lt;br /&gt;
In vielen anderen Sprachen überwiegen Schimpfwörter aus der sexuellen Sphäre (beispielsweise engl. &amp;#039;&amp;#039;fuck&amp;#039;&amp;#039;, ital. &amp;#039;&amp;#039;[[cazzo]]&amp;#039;&amp;#039;, span. &amp;#039;&amp;#039;chingado&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;coño&amp;#039;&amp;#039;, poln. &amp;#039;&amp;#039;kurwa&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;chuj&amp;#039;&amp;#039;), die in der Regel als weniger anstößig empfunden werden als im Deutschen. Dagegen werden fäkalsprachliche Worte, die im Deutschen „gängiger“ sind und als weniger „schlimm“ empfunden werden, vor allem im romanischen und angelsächsischen Kulturkreis als ausgesprochen grob und schwer beleidigend aufgefasst. [[Schweden|Schwedische]] Schimpfwörter beziehen sich oft auf die [[Hölle]] (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[helvete]]&amp;#039;&amp;#039;) und den [[Teufel]] (&amp;#039;&amp;#039;fan&amp;#039;&amp;#039;), auf [[Gesäß]] (&amp;#039;&amp;#039;arsle&amp;#039;&amp;#039;) und [[Kot|Fäkalien]] (&amp;#039;&amp;#039;skit&amp;#039;&amp;#039;). Unterscheidend für [[Niederländische Sprache|niederländische]] Schimpfwörter ist die häufige Verwendung von [[Krankheit]]en als Beschimpfung. Im Niederländischen ständig als Schimpfwort benutzte Krankheiten sind u.&amp;amp;nbsp;a. „kanker“ ([[Krebs (Medizin)|Krebs]]), „tering“ ([[Tuberkulose]]) und „klere“ ([[Cholera]]), wobei diese Krankheiten oft in einer Zusammensetzung mit „-lijer“ (Leidende) angetroffen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;U. Grafberger: &amp;#039;&amp;#039;Holland für die Hosentasche: Was Reiseführer verschweigen&amp;#039;&amp;#039;, S. Fischer Verlag, 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der im [[Italienische Sprache|Italienischen]] früher häufiger verwendete politisch unkorrekte Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;scemo di guerra&amp;#039;&amp;#039; („Kriegsidiot“) bezieht sich auf einen psychisch Kriegsversehrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anwendung des [[Internet]]s in weiten Kreisen der Bevölkerung führt auch zu einer Verbreitung einschlägiger [[Englische Sprache|englischsprachiger]] Schimpfwörter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psychologie des Schimpfwortgebrauchs ==&lt;br /&gt;
Der individuelle und regionale Schimpfwortgebrauch ist eine Erkenntnisquelle für Psychologen, da Schimpfwörter häufig mit Trieben und Tabus verknüpft sind. Sie geben daher Aufschluss über individuelle und kollektive Charakteristika. Der Schimpfwortgebrauch kann nach dem Freud’schen psychosexuellen Phasenmodell systematisiert werden. Schimpfen mit analem Vokabular wird in diesem Zusammenhang mit starkem Ordnungs- und Reinlichkeitssinn in Verbindung gebracht (stark verbreitet in Deutschland, Österreich, Schweiz, Japan), während ödipale Beschimpfungen (z.&amp;amp;nbsp;B. motherfucker) häufig mit hoher nach außen getragener Sexualmoral bzw. patriarchalen Strukturen in Verbindung gebracht wird (z.&amp;amp;nbsp;B. USA, Türkei, Serbien, Kroatien, Griechenland). Auf derselben Ebene schwingen Beschimpfungen, die mit promiskem weiblichen Verhalten zu tun haben (Schlampe, Hure, Nutte, Hurensohn), die auf ein hohes Mutterideal schließen lassen (besonders ausgeprägt in der Schweiz und Italien). Eine Besonderheit sind Flüche in Italien, die sich auf Gott beziehen (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;porco dio&amp;#039;&amp;#039; = Schweinsgott oder &amp;#039;&amp;#039;porca madonna&amp;#039;&amp;#039; = Schweinsmadonna), die auf ein hohes Religiositätsideal in der Gesellschaft schließen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schimpfwörter als Abwehrreaktion ===&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen wird der Gebrauch von Schimpfwörtern als ein &amp;#039;&amp;#039;Angriffsakt&amp;#039;&amp;#039; durch abwertende oder beleidigende Worte verstanden. In einer erweiterten Bedeutung betrachtet beispielsweise Sigmund Freud (in &amp;lt;ref&amp;gt;Sigmund Freud &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke&amp;#039;&amp;#039; Band 2 [https://books.google.de/books?id=pp8PDgAAQBAJ] &amp;#039;&amp;#039;Ueber den psychischen Mechanismus hysterischer Phänomene&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) das Schimpfen und die Verwendung von Schimpfwörtern &amp;#039;&amp;#039;auch&amp;#039;&amp;#039; als einen &amp;#039;&amp;#039;Reaktionsmechanismus&amp;#039;&amp;#039;, um eine durch einen psychischen Eindruck entstandene Erregung (‚Trauma‘) abzubauen: Jedes Individuum versucht (um seine Gesundheit zu erhalten), gesteigerte Erregungen durch eine der Erregung mehr oder minder adäquate Reaktion zu verkleinern. Ein Schimpfwort kann hierbei der „Ersatz für die Tat“ sein, z.&amp;amp;nbsp;B. für andere, körperliche Reaktionen. Bei gänzlich unterbliebener Reaktion behält das Trauma seinen ursprünglichen Affekt. Ohne Abbau des Reizzuwachses kann das betreffende Ereignis zu einem psychischen Trauma werden. Der gesunde psychische Mechanismus hat allerdings auch andere Mittel, den Affekt abzubauen, die ‚assoziative Verarbeitung‘, d.&amp;amp;nbsp;h. in sich kontrastierende Vorstellungen (etwa von der eigenen Würde oder von der Würdelosigkeit des Beleidigers) wachzurufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl im Angriffsmodus als auch zum Frustabbau ist also „Schimpfen die verbale Reaktion auf eine Frustration ...“ (Wilfried Seibicke in &amp;lt;ref&amp;gt;Volker Faust &amp;#039;&amp;#039;PSYCHOHYGIENE Zur Psychologie des Alltags&amp;#039;&amp;#039; [http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychohygiene/pdf/Internet3-Schimpfen.pdf] &amp;#039;&amp;#039;Und warum wird geschimpft?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schimpfwörter als Erziehungsmittel ===&lt;br /&gt;
Als Erziehungsmittel scheint das Schimpfwort gänzlich ungeeignet zu sein. Verhalten des Kindes/Jugendlichen, das vom Erziehenden mit Schimpfwörtern verfolgt wird, wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht abgebaut, wie es vermutlich beabsichtigt ist. Eher tendiert das monierte Verhalten dazu, interessanter zu werden, was die Häufigkeit (bzw. Attraktivität) meist noch steigert. Damit verschärft sich die Problematik – ganz abgesehen von der Verschlechterung des Erzieher-Kind-Verhältnisses, das für gelingende Erziehungsprozesse gut sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historisches, Soziales, Rechtliches ==&lt;br /&gt;
Beim Schimpfen kann man fast jedes Wort als Schimpfwort verwenden, doch sind dies dann keine Schimpfwörter im linguistischen Sinn. „Gehobene“ soziale Schichten vermeiden Schimpfwörter. „So etwas sagt man nicht.“ Deshalb gibt es in gehobenem Sprachgebrauch erheblich weniger Schimpfwörter als in der Vulgärsprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gebrauch von Schimpfwörtern unterscheidet sich stark nach Alter, Gesellschaftsschicht und [[Gender|Geschlecht]], auch gibt es [[Trend (Soziologie)|Modetrends]]. Begriffe, die ursprünglich keine Schimpfwörter waren, können sich zu solchen entwickeln ([[Pejoration]]), wie &amp;#039;&amp;#039;[[Zigeuner]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Dirne]],&amp;#039;&amp;#039; andererseits können Schimpfwörter sich zurückentwickeln, wenn Beschimpfte das Wort positiv umdeuten ([[Geusenwort]]; Beispiele &amp;#039;&amp;#039;[[Krüppel]] oder schwul&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ich bin schwul – und das ist auch gut so!&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Klaus Wowereit]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im juristischen Sinn handelt es sich je nach dem Zusammenhang, in welchem ein Schimpfwort gebraucht wird, um eine [[Beleidigung (Deutschland)|Beleidigung]] (§§&amp;amp;nbsp;185-189 [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]] Beleidigung, Verleumdung, üble Nachrede). Systematisches Beschimpfen kann als [[Diffamierung]] geahndet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Strafverfahren ist es allerdings oft schwierig zu entscheiden, welche konkreten Wörter als beleidigend anzusehen sind. So wurde ein Mann zu einer Geldstrafe von 20 [[Tagessatz|Tagessätzen]] verurteilt, nachdem er Polizisten als „Fisch“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.polizisten-beleidigt-fisch-als-beleidigung-fuer-polizisten-kostet-300-euro.5a8bc0a6-84bf-460a-831f-a3262e79f4ea.html „Fisch“ als Beleidigung für Polizisten kostet 300 Euro] in Stuttgarter Nachrichten vom 20. März 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet hatte; das Verfahren gegen einen Rentner, welcher einen Taxifahrer als „Rucksack“ bezeichnet haben soll, wurde aber eingestellt,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nordbayern.de/region/pegnitz/ungeklarter-streit-zwischen-taxi-fahrern-1.120467 Ungeklärter Streit zwischen Taxi-Fahrern] in Nordbayern vom 25. August 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; da die Richterin dieses Wort nicht als Beleidigung ansah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Schimpfwort]]&lt;br /&gt;
* [[Pejorativsuffix]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alexander Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Beleidigung&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Gert Ueding]] (Hrsg.): [[Historisches Wörterbuch der Rhetorik]]. Darmstadt: WBG 1992ff., Bd. 10 (2011), Sp. 116–128.&lt;br /&gt;
* Theodor Constantin: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Schimpfwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Haude &amp;amp; Spenersche Verlagsbuchhandlung, Berlin 1980, ISBN 3-7759-0236-8&lt;br /&gt;
* Oksana Havryliv: &amp;#039;&amp;#039;Pejorative Lexik.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt u.&amp;amp;nbsp;a. 2003, ISBN 3-631-50804-2. (Das Buch behandelt Schimpfwörter und den Sprechakt der Beschimpfung. Datengrundlage ist die moderne deutschsprachige, vor allem die österreichische Literatur.)&lt;br /&gt;
* Oksana Havryliv: &amp;#039;&amp;#039;Nur ein Depp würde dieses Buch nicht kaufen. Wirklich ALLES über das Schimpfen, Beschimpfen, Fluchen und Verwünschen&amp;#039;&amp;#039;. Komplett-Media, München 2023, ISBN 978-3-8312-0612-4.&lt;br /&gt;
* [[Lann Hornscheidt|Antje Hornscheidt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schimpfwörter – Beschimpfungen – Pejorisierungen: Wie in Sprache Macht und Identitäten verhandelt werden.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2011. ISBN 978-3-86099-684-3&lt;br /&gt;
* Herbert Pfeiffer: &amp;#039;&amp;#039;Das große Schimpfwörterbuch: Über 10000 Schimpf-, Spott- und Neckwörter zur Bezeichnung von Personen.&amp;#039;&amp;#039; Eichborn, Frankfurt 1996, ISBN 3-8218-3444-7 (Enthält ein Nachwort von Wilfried Seibicke zum Thema „Schimpfen“, „Schimpfwörter“ sowie eine ausführliche Bibliographie.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Scheltwort}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4052500-4}}&lt;br /&gt;
* [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=File:Deutsches_Schimpfwörterbuch_oder_die_Schimpfwörter_der_Deutschen.pdf&amp;amp;page=52 Deutsches Schimpfwörterbuch, oder die Schimpfwörter der Deutschen] (anonym veröffentlichtes Schimpfwortlexikon von 1839; auch {{Google Buch | BuchID=0WgRJBs-caIC | Seite=3 | Linktext=bei Google Books | KeinText=1}})&lt;br /&gt;
* [http://www.insult.wiki/ InsultWiki] (urheberrechtsfreie Sammlung von Schimpfwörtern)&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Office of Communications|OfCom]]|url=https://www.ofcom.org.uk/__data/assets/pdf_file/0020/225335/offensive-language-quick-reference-guide.pdf |titel=Public attitudes towards offensive language on TV and Radio: Quick Reference Guide |titelerg=[[Ipsos|Ipsos MORI]] research for Ofcom |hrsg=[[Office of Communications|OfCom]] |datum=2021 |format=pdf |sprache=en |abruf=2023-12-31 |kommentar=Zusammenstellung potentieller Schimpfwörter durch die britische Medienaufsichtsbehörde, 38 Seiten }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4052500-4|LCCN=sh85067666}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[ar:كلمات نابية]]&lt;br /&gt;
[[es:Palabrota]]&lt;br /&gt;
[[nl:Vloek (godslastering)]]&lt;br /&gt;
[[pt:Palavras de baixo calão]]&lt;br /&gt;
[[ru:Ненормативная лексика]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KukiHaki</name></author>
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