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	<title>Schimpfen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T09:34:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schimpfen&amp;diff=594581&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dk1909: Weblink aus Fließtext entfernt</title>
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		<updated>2025-10-13T12:22:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weblink aus Fließtext entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen|2=Der ganze Artikel}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Drill sergeant screams.jpg|mini|Schimpfender Ausbilder beim Militär]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schimpfen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der Umgangssprache ein häufiges [[Sozialverhalten]] bei Menschen, das auf [[Ärger]] zurückgeht oder ihn vorgibt. In der [[Verhaltensbiologie]] bezeichnet „Schimpfen“ eine Form des [[Drohverhalten]]s. Das Wort Schimpfen bedeutet auch „etwas als etwas bezeichnen“ und wird meist abwertend verwendet. Beispielsweise bedeutet „Paul schimpft sich einen Meister“, dass Paul sich lediglich als einen Meister bezeichnet, aber keiner sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schimpf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Verunglimpfung (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beschimpfung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), die jemandem anhängt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dwds.de/wb/schimpfen &amp;#039;&amp;#039;schimpfen&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;dwds.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Ursprüngliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelhochdeutsch]]en bedeutet schimpfen so viel wie „scherzen, spielen, spotten über“ (Lexer, Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, Band II, S. 745) und wird noch nicht in der abwertenden Art und Weise gebraucht, wie es heute der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/schimpfen &amp;#039;&amp;#039;schimpfen&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;duden.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein vrouwe sol niht vrevelîch&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
schimphen, daჳ stât vröuwelîch.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
welsch. gast 397&amp;lt;br /&amp;gt;„Eine Dame darf nicht in anzüglicher Art scherzen; so gehört es sich für ein damenhaftes Benehmen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
swer schimpfen wil, der schimpfe also,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
daჳ sîn gesellen mit im sîn frô.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
renner 5501;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Wer spaßen will, der tue das so, dass mit ihm auch sein Kamerad froh sein kann“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff in der Umgangssprache ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Umgangssprache]] bezeichnet der Begriff eine lautstarke Aktivität von Menschen, die vor allem bei [[Ärger|Verärgerung]] auftritt oder diese vorgibt. Anders als bei Tieren ist das Schimpfen von Menschen nicht immer drohend, denn es kann sich auch auf unbelebte Vorgänge, Ideen oder Gedanken richten und ist nicht auf die Anwesenheit von anderen Personen angewiesen. Eine verärgerte Person kann auch dann vor sich hin schimpfen, wenn niemand da ist, auf den es sich richtet. Langatmiges, schwer unterbrechbares Schimpfen wird auch als „Schimpf[[tirade]]“ oder „-[[kanonade]]“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schimpfen kann [[Aggression|aggressiv]], aber auch eine Rückzugsstrategie sein ([[Joachim Ringelnatz]]: &amp;#039;&amp;#039;Und so flohn die Zwei voreinander mit drohenden Reden.&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nähere Bestimmungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschimpfung kann je nach Kultur ritualisierte oder normierte Züge annehmen, wie bei den traditionellen Tänzen der {{lang|mi|[[Māori]]}}, die auf symbolisiertes Beschimpfen beschränkt bleiben und heute keine körperliche Auseinandersetzung mehr vorbereiten (vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[joking relationship]]&amp;#039;&amp;#039;). Aus der europäischen Antike ist ein [[brauch]]tümliches wechselseitiges Beschimpfen überliefert, das einem [[Duell|Zweikampf]] vorausging, so bereits zwischen den [[Held]]en in [[Homer]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stärker noch als heute hat in [[Schamgesellschaften]] die Tatsache, als „beschimpft“ zu gelten, die Bedeutung eines [[Ehre|Ehrverlustes]]. Daher auch in der mittelalterlichen deutschen Rechtssprache die Formel, jemanden „mit Schimpf und [[Schande]] aus der Stadt zu jagen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht selten geht Schimpfen mit dem strafrechtlichen Tatbestand der [[Beleidigung (Deutschland)|Beleidigung]] einher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen schimpfen oft drohend, meist vor oder nach körperlichen Auseinandersetzungen oder [[Streit]]igkeiten. Dies ist auch heute oft aufzufinden, z. B. in der Vorbereitungszeit vor Boxkämpfen. Diese Beschimpfungen werden als [[Usance]] im Geschäftsleben angesehen und als dazugehörig empfunden. Wechselseitiges Beschimpfen ist auch in modernen Kriegen üblich (vgl. dazu [[Propaganda]]). Im [[Erster Golfkrieg|Ersten Golfkrieg]], der ein Stellungskrieg war, kam es mehrfach über Wochen zu Schimpftiraden beider Seiten mit Lautsprechern und Funkgeräten. Auch Partisanenkriege gehen typischerweise mit ausgiebigen Beschimpfungen per Funk einher. Neben der einschüchternden Wirkung hat dieses Verhalten auch den Zweck, die eigenen Verbündeten zu ermutigen. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war es z. B. auf Seiten der russischen Alliierten üblich, Munition, die im Hinterland produziert wurde, mit beschimpfenden Schriftzügen zu versehen, die nur von den kämpfenden Soldaten der eigenen Armee gelesen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtet sich das Schimpfen nicht auf eine Person, sondern auf einen Vorgang, eine Idee oder eine Vorstellung, so ist es meistens ohne direkt herausfordernden oder drohenden Inhalt. (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Er schimpfte noch stundenlang vor sich hin.&amp;#039;&amp;#039;) Der Betreffende ist mit seiner Situation unzufrieden, und sein Schimpfen erfüllt dann eine psychische Entlastungsfunktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff in der Verhaltensbiologie ==&lt;br /&gt;
Im übertragenen Sinn wird &amp;#039;&amp;#039;schimpfen&amp;#039;&amp;#039; auch in der [[Verhaltensbiologie]] benutzt, und zwar als jene Form des [[Drohverhalten]]s, die insbesondere bei Vögeln mit lautstarken Äußerungen einhergeht, jedoch nicht mit kämpferischen Auseinandersetzungen verbunden ist. Es ist zielgerichtet, meist gegen einen Gegner oder eine gegnerische Gruppe. Als [[Proximate und ultimate Ursachen von Verhalten|biologische Funktion]] des Schimpfens gilt, dass durch [[lärm]]ende Demonstration die eigene Stärke deutlich gemacht wird. Als Steigerung des &amp;#039;&amp;#039;Schimpfens&amp;#039;&amp;#039; kann das [[Hassen]] bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schimpfen in der Pädagogik ==&lt;br /&gt;
Tadel, Rüge und Verweis geraten im pädagogischen Alltag oft zu Schelten und zum Gebrauch von Schimpfwörtern, die das Kind in seiner Würde herabsetzen. In der strikten Ablehnung dieser Verfahrensweise sind sich alle großen Pädagogen einig. Der Pietist August Hermann Francke verurteilte die Beschimpfung als unchristliche Handlung mit zweifelhaften Wirkungen. Joachim Heinrich Campe nannte sie „verwerflich“ und der Berliner Theologe und Pädagoge Friedrich Schleiermacher schrieb kurz und bündig: „Beschimpfung ist unsittlich“.&lt;br /&gt;
Gleichwohl sah die erzieherische Praxis bis in die jüngste Vergangenheit oft anders aus. Die pädagogischen Lehrbücher des 20. Jahrhunderts widmeten diesem Problem noch ausführliche – negative – Anmerkungen. Offensichtlich versuchte man dadurch Tendenzen zu begegnen, die im Erziehungsalltag noch stark verbreitet waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Koch (Erziehungswissenschaftler)|Friedrich Koch]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Wilde Kind. Die Geschichte einer gescheiterten Dressur.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1997, ISBN 978-3-434-50410-8, S. 63 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionen des Schimpfens ==&lt;br /&gt;
Der britische Psychologe [[Richard Stephens]] ([[Keele University]]) fragte sich, warum viele Frauen im Kreißsaal schreien und/oder fluchen. Er ersann folgendes Experiment:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
67 studentische Freiwillige mussten ihre Hand möglichst lange in eiskaltes Wasser halten – ein verbreiteter Schmerztest. Je länger die Probanden den langsam steigenden Schmerzpegel aushalten, umso geringer ist ihre Empfindlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Variante des Versuchs durften die Studenten schmutzige Schimpfwörter ausstoßen, die sie zuvor aufgelistet hatten. Im Kontrolldurchgang waren nur Begriffe erlaubt, die einen Tisch beschreiben. Das Ergebnis war klar: Wer kräftig fluchen durfte, hielt die Prozedur knapp zwei Minuten lang aus, im Kontrollversuch waren es 75 Sekunden. Das subjektive Schmerzempfinden war beim Fluchen ebenfalls niedriger, und die Herzfrequenz stieg an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stephens’ Erklärung: Das Fluchen versetzt den Körper in einen Alarmzustand, eine sogenannte Fight-or-flight-Reaktion. In diesem Zustand schüttet die Nebennierenrinde das Stresshormon [[Cortisol]] aus; dieses senkt die Schmerzempfindlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches dürfte beim Schreien passieren – so sind zum Beispiel Kampfschreie in allen Kulturen verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer im Alltag oft Kraftausdrücke benutzt, bei dem stumpft die Wirkung deutlich ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/2011/21/Stimmts-Schmerz Zeit-Artikel]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Malediktologie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Redensart ==&lt;br /&gt;
* Der als misstönend empfundene Gesang der [[Rohrammer]] hat Anlass zu der [[Redensart]] „Er schimpft wie ein [[Rohrspatz]]“ gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schimpfwort]]&lt;br /&gt;
* [[Schimpfbereich]]&lt;br /&gt;
* [[Fluchen]]&lt;br /&gt;
* [[Vulgärsprache]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mündliche Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verhaltensbiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dk1909</name></author>
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