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	<title>Schiltal - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schiltal&amp;diff=2638858&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chemnitzer Eisenbahner am 18. Februar 2026 um 20:54 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Valea Jiului.jpg|mini|Lage des Schiltals]]&lt;br /&gt;
[[Datei:3 iulie 07 (4).JPEG|mini|Die Bergarbeiterstadt Uricani]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schiltal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RoS|Valea Jiului}}) ist eine rumänische [[Bergbau]]region im Südwesten [[Siebenbürgen]]s. Das Tal war lange Zeit das wichtigste [[Kohle]]abbaugebiet in Rumänien. Die Entwicklung der Region ist auf das Engste mit der [[Industrialisierung]] des Landes verbunden. Die Bergarbeiter des Schiltals und ihre Gewerkschaften griffen mehrmals in die Innenpolitik des Landes ein, zuletzt durch die [[Mineriaden]] in den 1990er Jahren. Durch die langjährige Ausbeutung der ertragreichsten [[Lagerstätte]]n ging die Produktivität des Kohlebergbaus stark zurück und zahlreiche [[Bergwerk]]e wurden geschlossen, was zu starken sozialen Umwälzungen und Arbeitslosigkeit führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geographisch wird nur der Oberlauf des [[Jiu (Fluss)|Schil]] (rum.: &amp;#039;&amp;#039;Jiu&amp;#039;&amp;#039;) als Schiltal bezeichnet, bevor dieser aus den [[Südkarpaten]] heraustritt und südlich in die Ebenen der [[Kleine Walachei|Kleinen Walachei]] (&amp;#039;&amp;#039;Oltenia&amp;#039;&amp;#039;) fließt. Im Quellgebiet entspringen die beiden Hauptflüsse des Schiltals, der [[Jiul de Vest|Westliche Schil]] (&amp;#039;&amp;#039;Jiul de Vest&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Jiu Românesc&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Jiul de Est|Östliche Schil]] (&amp;#039;&amp;#039;Jiul de Est&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Jiul Unguresc&amp;#039;&amp;#039;), die sich südlich der Stadt [[Petroșani]] vereinen. Politisch gehört das Schiltal zum [[Kreis Hunedoara]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Old Border Checkpoint.jpg|mini|Grenzübergang zwischen Rumänien und [[Österreich-Ungarn]] an der Jiu-Schlucht (etwa 1914)]]&lt;br /&gt;
Das Schiltal war seit [[Daker|dakischer]] Zeit besiedelt. Als die [[Römer]] die Macht über [[Dakien]] übernahmen, beachteten sie das Schiltal nur am Rande. Bekannt ist, dass die Römer in geringem Maße Gold aus dem Schil wuschen. In der Zeit der [[Völkerwanderung]] diente das Schiltal als Rückzugsgebiet für dakoromanische Bevölkerungsteile. Es wird angenommen, dass sich die kleine Volksgruppe der Momarlanen &amp;#039;&amp;#039;(Momârlani)&amp;#039;&amp;#039; hier niederließ, und in dieser Isolierung angeblich besonders ursprüngliche dakische Traditionen bewahrte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://studiietnoistorice.wordpress.com/analize-si-cercetari/momarlanii-si-obiceiurile-lor-interviu-cu-petre-fagas/ Momârlani și obiceiurile lor – intervie cu Petre Făgaș].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Revista româna de studii etnoistorice.&amp;#039;&amp;#039; 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem [[Mittelalter]] ist wenig bekannt, die ältesten urkundlich erwähnten Ortschaften sind [[Aninoasa]] (1442), [[Vulcan (Hunedoara)|Vulcan]] (1462) und [[Petrila]] (1493), während [[Petroșani]], gegründet von Siedlern aus [[Petros (Hunedoara)|Petros]], erst 1640, [[Lupeni]] erst 1770 und [[Uricani]] erst 1818 erstmals erwähnt werden. In dieser Zeit wurde das Tal mehrmals von osmanischen Truppen ([[Akıncı]]) auf ihrem Weg nach Siebenbürgen durchquert und geplündert, zuletzt 1788 im [[Russisch-Österreichischer Türkenkrieg (1787–1792)|russisch-österreichischen Türkenkrieg (1787–1792)]]. Bis ins frühe 19. Jahrhundert war das Schiltal wegen seiner isolierten, von Gebirgen umgebenen Lage weitgehend unbesiedelt. Lediglich einige Hirten aus dem Wallenthal und dem [[Strei (Fluss)|Strelltal]] nutzten die ergiebigen Weideflächen und [[Alm (Bergweide)|Almen]] als Sommerweiden für ihre Herden. Diese Hirten errichteten auch erste neuzeitliche Siedlungen, die später die Kerne der urbanen Entwicklung bildeten. Noch 1818 lebten lediglich 2.550 Personen im Schiltal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Exploatarea miniera Aninoasa.JPG|mini|upright|Kohlebergwerk in Aninoasa]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lupeni 1977.jpg|mini|[[Nicolae Ceaușescu|Ceaușescu]] besucht ein Kohlebergwerk in Lupeni, 1977]]&lt;br /&gt;
Anfang des 19. Jahrhunderts fanden [[Geologe]]n die reichen [[Steinkohle]]lagerstätten im Schiltal und 1840 wurde in Petrila das erste Bergwerk von der Firma Brüder Karel und Hoffmann eröffnet. Damals gehörte das [[Fürstentum Siebenbürgen]] und damit das Schiltal zur [[Habsburgermonarchie]]. Die ersten Bergleute wurden aus allen Teilen der Monarchie angeworben, darunter Polen aus Schlesien, Tschechen aus dem böhmischen Teil des Erzgebirges, Slowaken und deutschsprachige [[Zipser]], Österreicher, [[Buchenlanddeutsche]], Kroaten, Ungarn und rumänische Bergleute aus den [[Apuseni-Gebirge|Siebenbürgischen Westkarpaten]] und aus [[Baia Mare]] in der [[Maramuresch]]. In kurzer Zeit wurden zahlreiche Bergwerke errichtet, allein in [[Petroșani|Petroschen]] wurden im Jahr 1845 25 Kohlezechen eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[ungarische Revolution 1848/1849]] unterbrach die Entwicklung der Region kurzfristig, danach führte die fortschreitende Industrialisierung der Habsburgermonarchie zu einem steigenden Kohlebedarf. Nach dem [[Österreichisch-Ungarischer Ausgleich|österreichisch-ungarischen Ausgleich]] von 1867 kamen Siebenbürgen und das Schiltal unter ungarische Verwaltung und am 25. August 1869 wurde mit dem Bau einer Eisenbahn begonnen, die den Hauptort des Tals, Petroschen, über [[Simeria]] mit dem ungarischen Schienennetz verbinden sollte. Bei den Bauarbeiten wurde ein Silberschatz aus 200 antiken Münzen gefunden, darunter Münzen [[Philipp II. (Makedonien)|Philipps II. von Makedonien]]. 1870 wurde die [[Bahnstrecke Simeria–Petroșani|Eisenbahnstrecke Simeria–Petroschen]] eingeweiht und die Kohle des Schiltals konnte nun zu den industriellen Zentren der Monarchie transportiert werden. Dennoch verlief die Entwicklung langsam und das gesamte Schiltal hatte zu Beginn der 1880er Jahre nur etwa 6.000 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;Birgitta Gabriela Hannover Moser: &amp;#039;&amp;#039;Siebenbürgen. Rund um Kronstadt, Schäßburg und Hermannstadt.&amp;#039;&amp;#039; Trescher, Berlin 2011, ISBN 978-3-89794-157-1, [http://books.google.at/books?id=yvb8ksEOBB8C&amp;amp;pg=PA226#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false S. 226].&amp;lt;/ref&amp;gt; 1870 wurde von der Bergwerksgesellschaft in Petroschen eine deutschsprachige Schule für die Bergarbeiterkinder eröffnet, zwei Jahre später folgte eine staatliche ungarische Schule. 1873 gab es im Tal aufgrund der schlechten sanitären Zustände eine [[Cholera]]epidemie, daraufhin kamen 50 [[Franziskaner (OFM)|Franziskaner]] aus [[München]], um die Kranken zu pflegen. 1890 bis 1892 wurde die [[Bahnstrecke Petroșani–Lupeni|Eisenbahnlinie ins westliche Schiltal bis nach Lupeni]] verlängert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde die Region 1919 an das [[Königreich Rumänien]] angeschlossen. Im August 1929 kam es im Schiltal zu Protesten der Bergleute, die die national-konservative Regierung unter [[Iuliu Maniu]] gewaltsam unterdrückte. Am 5. August 1929 wurden in Lupeni 36 Arbeiter getötet und 56 verletzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Norbert Mappes-Niediek]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/1999/05/199905.rumaenien_neu_.xml Chaos oder neue Ideen – Rumäniens Gewerkschaften entscheiden über das Schicksal des Landes].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zuge der [[Weltwirtschaftskrise]] verschlechterte sich die Lage weiter. Der rumänische Stahlbedarf ging zwischen 1929 und 1932 um 41 % zurück und damit auch der Bedarf an Kohle. Im Februar 1933 kam es deshalb erneut zu Arbeitskämpfen, großen Streiks und blutigen Ausschreitungen im Schiltal.&amp;lt;ref&amp;gt;Damien Roustel: &amp;#039;&amp;#039;[https://archive.today/2012.09.04-121625/http://www.monde-diplomatique.de/pm/1999/02/12/.mondeText.artikel,a0417.idx,0 Revolte der Bergleute – Ein Pyrrhussieg in Rumänien].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Le Monde diplomatique]]&amp;#039;&amp;#039;, 12. Februar 1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1934 musste die Hälfte der Kohlebergwerke schließen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Mariana Hausleitner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rumänisierung der Bukowina. Die Durchsetzung des nationalstaatlichen Anspruchs Grossrumäniens 1918–1944&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Südosteuropäische Arbeiten.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 111). Oldenbourg, München 2001, ISBN 3-486-56585-0, S.&amp;amp;nbsp;222. (Zugleich: Berlin, Freie Universität, Habilitations-Schrift, 1999).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 wurden die bis dahin in Privatbesitz befindlichen Kohlezechen nach der Machtübernahme der Kommunisten unter Ministerpräsident [[Petru Groza]] verstaatlicht und in den Komplex der sowjetisch-rumänischen SovRom-Betriebe eingegliedert. In Urceni wurde ab 1947 Steinkohle für die [[Kokerei]] und damit für die Stahlindustrie gefördert. 1949 wurde im Schiltal eine [[Montanistik|Montanuniversität]] errichtet und die Industrialisierung des Landes massiv vorangetrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Victor Frigura: &amp;#039;&amp;#039;Die Aufbereitung der Steinkohle im rumänischen Schiltal&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Glückauf – Berg- und Hüttenmännische Zeitschrift|Glückauf]], Band 104 (1968), S. 1210–1222&lt;br /&gt;
* Rares Munteanu: &amp;#039;&amp;#039;Maßnahmen für die Verbesserung des sozialen, ökonomischen und Umweltzustands der Bergbauregion Schiltal&amp;#039;&amp;#039;. In: Rekultivierung im Bergbau. Freiberger Forschungsforum, 61. Berg- und Hüttenmännischer Tag 2010. Freiberger Forschungshefte, Freiberg 2010, S. 227–232&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Toter Link | date= 2019-10-05| url=http://jv.icatalyst.org/ |text=Das Shiltal (Valea Jiului) Portal }}&lt;br /&gt;
* [https://dr-barth.lima-city.de/teil_3/rum_1.htm Historische Bilder: &amp;#039;&amp;#039;Bergbau in Rumänien 1912&amp;#039;&amp;#039; (Sammlung Bernd Nasner)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate | NS=45.44408 | EW=23.38181 | type=landmark | region=RO-HD}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Rumänien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau (Rumänien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Siebenbürgen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kreis Hunedoara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chemnitzer Eisenbahner</name></author>
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