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	<title>Schillig - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schillig&amp;diff=318057&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2025-12-22T14:43:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Schillig&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Gemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Wangerland&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 53/42/06/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 08/01/24/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-NI&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 2&amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 2&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 5&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 113&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2011-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wilhelmshaven.de/PDF/Statistik/S/s-r-3-2012.pdf?m=1502439856&amp;amp; |titel=Gemeinde Wangerland – Statistik Report 3-2012 |seiten=6 |format=PDF; 5.4 MB |abruf=2023-05-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 26434&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 04426&lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Niedersachsen&lt;br /&gt;
| Bild                   = 2012-05-28 Fotoflug Cuxhaven Wilhelmshaven DSCF9603.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Luftbild von Schillig (2012)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[File:Wangerland Gemarkungen.jpg|thumb|upright=1.3|Schilling im Nordosten der [[Gemarkung]] (ehemaligen Gemeinde) [[Minsen]], Gemeinde [[Wangerland]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schillig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Bädertourismus|Badeort]] in der Gemeinde [[Wangerland]] im niedersächsischen [[Landkreis Friesland]]. Er liegt an der äußersten Nordost-Spitze der [[Ostfriesische Halbinsel|Ostfriesischen Halbinsel]] und der früheren Gemeinde (heute [[Gemarkung]]) [[Minsen]], jedoch im [[Landkreis Friesland|Oldenburger]] Teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schillig Strand Kite.jpg|mini|links|Strand mit [[Kitesurfen|Kitesurfern]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort liegt etwa 20 Kilometer nördlich von [[Wilhelmshaven]], zwei Kilometer nördlich von Horumersiel und vier Kilometer östlich von [[Minsen]]. Vorgelagert sind die Inseln [[Wangerooge]], [[Mellum]] und [[Minsener Oog]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturschutzgebiete ===&lt;br /&gt;
Nordwestlich von Schillig befindet sich das [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] [[Wiesenbatterie Schillig]], das seit dem 7.&amp;amp;nbsp;August 1982 unter Naturschutz steht. Bei dem Naturschutzgebiet handelt es sich um eine ehemalige Verteidigungsanlage, die bereits vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gebaut und 1945 größtenteils gesprengt wurde. Als bewaldeter Bereich hat das Gebiet in der ansonsten weitgehend baumlosen Marsch besondere Bedeutung für die Vogelwelt.&lt;br /&gt;
{{Anker|Schillig-Reede}}&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bunker Wiesenbatterie.jpg|mini|Bunker der [[Forts Schillig#Wiesenbatterie|Wiesenbatterie Schillig]] bei Schillig mit 1,5 Meter starken [[Beton]]decken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe von Schillig wurde bereits in den Jahren 1876/1877 ein erster 23&amp;amp;nbsp;Meter hoher [[Leuchtturm]] errichtet, der später durch ein auffällig gelbes Modell ersetzt wurde. Er stand an der später strategisch wichtigen Einfahrt in die [[Innenjade|Jade]] nach Wilhelmshaven. Daher war Schillig schon zu Zeiten der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] militärischer Vorposten des am Westufer des [[Jadebusen]] liegenden Wilhelmshavens, einem [[Reichskriegshafen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Schillig-[[Reede]] waren während des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieges]] 1870/71 ([[Napoléon III.|Napoleonschanze]]) sowie des [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] Teile der [[Geschichte der Deutschen Marine|Marine]] stationiert. In der Nacht vom 29. auf den 30.&amp;amp;nbsp;Oktober 1918 begann auf einigen dort auf Reede liegenden Schiffen der kaiserlichen Flotte die Meuterei, die wenige Tage später zum [[Kieler Matrosenaufstand]], zur [[Novemberrevolution]] und zur [[Ausrufung der Republik in Deutschland]] führen sollte. In der Zeit der militärischen Nutzung gab es sogar eine Bahnlinie von [[Jever]] nach Schillig, welche aber ausschließlich von der [[Marine]] betrieben wurde. Zum Schutz der direkt an Schillig vorbeiführenden Jadefahrrinne entstanden schon Ende des 19./Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts östlich des Ortes [[Forts Schillig|etliche Küstenforts]] der [[Artillerie|Marineartillerie]]. Dies waren zwischen Schillig und Minsen die &amp;#039;&amp;#039;[[Forts Schillig#Wiesenbatterie|Wiesenbatterie]]&amp;#039;&amp;#039; Schillig und die &amp;#039;&amp;#039;[[Forts Schillig#Deichbatterie|Deichbatterie]]&amp;#039;&amp;#039;. Beide [[Fort]]s hatten die Ausmaße von etwa 100 bis 500 Meter und verfügten über Wassergraben und [[Kasematte]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Kanonenstellung war die &amp;#039;&amp;#039;[[Forts Schillig#Wattbatterie|Wattbatterie]]&amp;#039;&amp;#039;, die auf einer deichartigen Erhöhung stand, auf der sich heute neben dem Campingplatz ein Restaurant befindet. Außerdem gab es in Schillig eine &amp;#039;&amp;#039;Kaiserliche Marine-Nachrichtenstelle&amp;#039;&amp;#039;, die den optischen Signalverkehr mit den vor Schillig-Reede liegenden Kriegsschiffen abwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg mussten die beiden militärischen Anlagen [[Entmilitarisierte Zone|demilitarisiert]] werden, wurden aber im Rahmen der [[Aufrüstung der Wehrmacht|deutschen Wiederaufrüstung]] ab 1935 reaktiviert. Im Zweiten Weltkrieg gehörten die Marineartilleriestellungen gemeinsam mit den umfangreichen militärischen Anlagen auf der vorgelagerten Insel Wangerooge dem [[Küstenschutz]]. Zum Einsatz kamen die weitreichenden Kanonen in Schillig nur in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs, als sie zur Feindbekämpfung landeinwärts schossen. Des Weiteren waren in den Stellungen [[Flak]]geschütze untergebracht, die zu einem Ring von Flakanlagen rund um Wilhelmshaven gehörten. Im Gegensatz zu Wangerooge wurden die [[Bunker (Bauwerk)|Bunker]]- und Kanonenstellungen auf dem [[Landfläche|Festland]] weder von See noch aus der Luft angegriffen, nach dem Krieg jedoch ebenfalls gesprengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1962 liegt im Wattenmeer das bei Niedrigwasser sichtbare  &amp;#039;&amp;#039;[[Schiffswrack vor Schillig]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Namensentwicklung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schillig Muschel.jpg|mini|Muschel-Skulptur am Ortseingang]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name leitet sich vom Begriff &amp;#039;&amp;#039;Schill&amp;#039;&amp;#039; (wie Schale, wortverwandt mit dem engl. shell) für [[Muscheln]] ab. Die ausgedehnten Vorkommen lagerten Meeresströmung und Brandung hier ab. Früher wurden sie für die Herstellung von [[Kalkwerk|Kalk abgebaut]]. Auf die besondere Bedeutung von Muscheln weist am zentralen Platz am Ortseingang eine weiße Muschel-Skulptur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sturmfluten ===&lt;br /&gt;
Durch seine exponierte Lage in der nordöstlichen Ecke der ostfriesischen Halbinsel war Schillig bei [[Sturmflut]]en immer besonders gefährdet. Seit dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gingen dadurch in Richtung Horumersiel mehrere [[Deich]]e und Ländereien verloren, die später wieder zurückgewonnen wurden. Die [[Weihnachtsflut 1717]] riss in den Seedeich zwischen Schillig und Horumersiel einen [[Kolk]] von 82 Meter Breite und sieben Meter Tiefe, der heute in die Kuranlagen einbezogen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2012 03 St Marien Schillig 7.JPG|mini|Die katholische Kirche St. Marien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Einwohner von Schillig ist [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherisch]]. Die 1977 erbaute St.-Nikolai-Kirche gehört zur Kirchengemeinde [[Minsen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.kirche-am-meer.de/kirchengemeinden/friesland/minsen |titel=Ev.-luth. Kirchengemeinde Minsen |werk=kirche-am-meer.de |abruf=2023-06-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.wangerland.de/poi/st-severinus-und-jacobus-kirche-minsen |titel=Wangerland &amp;gt; St. Severinus und Jacobus Kirche Minsen |werk=wangerland.de |abruf=2023-06-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Februar 2012 wurde in Schillig die neue [[römisch-katholisch]]e [[St. Marien (Schillig)|St.-Marien-Kirche]] geweiht. Sie ersetzt die Vorgängerkirche von 1967, die inzwischen baufällig war und abgerissen wurde. Die neue Kirche dient den rund 800 Katholiken in der Gemeinde Wangerland und der Touristenseelsorge in dem Urlaubsort.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.domradio.de/nachrichten/2012-02-03/im-protestantischen-kuestenland-wird-eine-katholische-kirche-eingeweiht Gotteshaus mit Meerblick]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Fremdenverkehr ===&lt;br /&gt;
Der Badebetrieb begann bereits 1856, nachdem eine [[Sturmflut]] den Urlaubsort auf Wangerooge zerstört hatte. Damals fanden die Badegäste Unterkunft beim [[Leuchtfeuerwärter]] und den umliegenden Häusern. 1939 waren es bereits etwa 750 Feriengäste. Ab den 1950er Jahren wurden die Anlagen für Ferien und Freizeit ausgebaut. Dazu gehört der [[Strand Schillig]] als künstlich angelegter Badestrand. 1954 entstand der [[Campingplatz]], der heute einer der größten in Europa ist. Neben einzelnen alten Bauerngehöften gibt es jetzt vorwiegend Ferienwohnungen und -häuser sowie Appartements. Zur unbewohnten Insel [[Minsener Oog]] finden im Sommer regelmäßig [[Wattwanderung]]en statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;5&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Schillig Leuchtturm.jpg|Der 42 Meter hohe ehemalige Leuchtturm&lt;br /&gt;
Datei:Schillig Militär.jpg|Karte der früheren Militär- und Bahnanlagen&lt;br /&gt;
Datei:Strand von Schillig.20080511.jpg|[[Strand Schillig]], im Hintergrund Hafenanlagen von Wilhelmshaven&lt;br /&gt;
Datei:Strand Schillig.jpg|Niedrigwasser am Strand mit [[Watt (Küste)|Watt]], dahinter [[Innenjade|Jade]]-Fahrrinne nach Wilhelmshaven&lt;br /&gt;
Datei:Wrack eines 1962 vor Schillig gestrandeten Schiffs.jpg|Wrack eines 1962 vor Schillig gestrandeten Schiffs&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1935 und 1939 fuhren Sonderzüge im Urlaubsverkehr [[Deutsche Marinebahnen#Marinebahn Hohenkirchen–Schillig|über die Marinebahn]]; diese Strecke wurde 1949 demontiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig ist Schillig durch zwei Buslinien der [[Weser-Ems Bus]] mit Wilhelmshaven sowie mit Jever verbunden. In den Sommer- und Herbstferien verkehrt zusätzlich eine Urlauberbuslinie, die über verschiedene Streckenabschnitte der beiden anderen Linien nach Jever verkehrt. Viele Fahrten, besonders in den Schulferien, verkehren jedoch nur [[ÖPNV-Sonderformen#Anruflinienbus, Rufbus, Taxibus|auf Voranmeldung]]. Schillig liegt im Tarifgebiet des [[Verkehrsverbund Ems-Jade|Verkehrsverbundes Ems-Jade]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ostfriesische Inseln]]&lt;br /&gt;
* [[Luftangriff auf Wangerooge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.horumersiel-schillig.de/ Website Horumersiel-Schillig]&lt;br /&gt;
* [http://www.geschichtsatlas.de/~gc18/schillig.htm Schillig im Geschichtsatlas Niedersachsen]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsche-leuchtfeuer.de/nordsee/schillig-oberfeuer.html Leuchtturm Schillig (Oberfeuer)]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsche-leuchtfeuer.de/nordsee/schillig-unterfeuer.html Leuchtturm Schillig (Unterfeuer)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Wangerland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4698941-9|VIAF=246972930}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Friesland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Wangerland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seebad in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilbad]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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