<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Schildknappe</id>
	<title>Schildknappe - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Schildknappe"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schildknappe&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T23:24:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schildknappe&amp;diff=360914&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jossiphon: /* Neuzeit */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schildknappe&amp;diff=360914&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-05T16:21:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Neuzeit&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Codex Manesse 149v Wolfram von Eschenbach.jpg|mini|[[Wolfram von Eschenbach]] und sein Knappe ([[Codex Manesse]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DavidI&amp;amp;squire.jpg|mini|Der schottische König [[David I. (Schottland)|David I.]] schlägt einen Knappen zum Ritter.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schildknappe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knappe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Page&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) hieß im [[Mittelalter]] ein [[Ritter|ritterbürtiger]] junger Mann (Edelknabe), der bei einem Ritter das Waffenhandwerk erlernte und Hilfsdienste verrichtete. Weil er seinem Herrn häufig den [[Schild (Waffe)|Schild]] nachtrug, wurde er auch „Schildträger“ ([[spätlatein]]isch {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;scutarius, scutiger, scutifer&amp;#039;&amp;#039;}}) oder „Waffen-(Wappen-)Träger“ ({{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;armiger&amp;#039;&amp;#039;}}) genannt. Auch die Bezeichnung [[Edelknecht]] wurde verwendet, die einen vollwertigen niederadeligen Reiterkrieger ohne Ritterwürde bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Schildknappen begannen ihre Lehrzeit meist mit dem 7. Lebensjahr als Page, um als Diener erste Erfahrungen im höfischen Umgang und dem Adelszeremoniell zu sammeln. Mit 14 Jahren wurden sie feierlich vom Priester vor dem Altar zu „Knappen“ erhoben; dazu erhielten sie ein geweihtes [[Schwert|Kurzschwert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausbildung fokussierte nun verstärkt das Erlernen des Waffenhandwerks. Der Knappe musste seinem Herrn beim Anlegen der Rüstung behilflich sein, die Waffen instand halten und die Pferdepflege überwachen. Auf Kriegszügen und zu [[Turnier]]en hatte er ihn zu begleiten, ihm die Waffen zu reichen und in jeder Beziehung für ihn zu sorgen. Ausgerüstet mit eigenem Schild, [[Eisenhut (Helm)|Eisenhut]], [[Kurzschwert]], [[Streitkolben]] oder [[Streitaxt]], durfte er mitunter selbst am Turnier (insbesondere am Massenkampf, dem [[Buhurt]]) teilnehmen. Nur mit [[Langschwert]] und [[Lanze]], den den Rittern vorbehaltenen Waffen, durfte er nicht kämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Turnieren und [[Schlacht]]en hatte der Knappe seinen Herrn zu unterstützen. Beim Turnier führte ein Knappe dem Ritter das Streitross nach, ein anderer trug Helm, Lanze und Schild (davon ihr französischer Name Ecuyer, Schildträger, Schildknecht, Schildknappe). Im Gefecht hielt der Knappe sich hinter seinem Herrn, um ihm Hilfe zu leisten, wenn er verwundet wurde, ihm ein anderes Pferd oder eine andere Lanze zu reichen oder die gemachten Gefangenen in Verwahrung zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte der Knappe das 21. Lebensjahr erreicht und sich durch Mut und Treue ausgezeichnet, so empfing er gegebenenfalls die [[Schwertleite]] beziehungsweise den [[Ritterschlag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Knappen, die aus persönlichen oder wirtschaftlichen Gründen nicht für den Ritterschlag in Frage kamen, dienten im Spätmittelalter als erwachsene und vollständig ausgerüstete [[Edelknecht]]e in den Truppen und versuchten, ein ritterähnliches Leben zu führen. Diese Gesellschaftsschicht wurde in der frühen Neuzeit in der Regel nicht mehr als Adel anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuzeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2007-0130, Berlin-Lichterfelde, Pagenkorps.jpg|mini|Pagenkorps der [[Preußische Hauptkadettenanstalt|Preußischen Hauptkadettenanstalt]], 1900]]&lt;br /&gt;
Spätestens seit dem 17. Jahrhundert hatte sich das Schildknappentum infolge der Fortschritte im Militärwesen und des allgemeinen gesellschaftlichen Wandels überlebt (eine [[Parodie]] findet sich in der Figur des „Sancho Pansa“ im Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Don Quijote]]&amp;#039;&amp;#039; (ca. 1605) von [[Miguel de Cervantes]]) und der Schildknappe wurde zum „Pagen“ oder „Kammerbuben“ – ein junger Adeliger, der kleinere Dienstleistungen unter Aufsicht des [[Kammerherr]]n in der Umgebung eines [[Fürst]]en verrichtete. Die Pagen wurden bei [[Hofstaat|Hofe]] erzogen und später [[Offizier]]e oder selber Kammerherren. Als im Laufe des 18. Jahrhunderts die Ausbildung des männlichen adeligen Nachwuchses vollständig an [[Internat]]e wie [[Kadettenanstalt]]en und [[Ritterakademie]]n überging, stellten diese ausgewählte Zöglinge der Jahrgangsstufen [[Jahrgangsstufe#Vom Sextaner zum Primaner|Oberprima]] und [[Selekta]] als Pagen bei speziellen Tagesanlässen zu Hofdiensten ab. Als besondere Auszeichnung galt der zeitweilige Dienst je zweier Kadetten als „Leib-Pagen“ des Kaisers und der Kaiserin.&amp;lt;ref&amp;gt;Berliner Kadetten als [https://books.google.de/books?id=sqmL6rHm9k0C&amp;amp;pg=PA258&amp;amp;lpg=PA258&amp;amp;dq=Geschichte+der+Freiherrn+von+Senden+Leib-Page+Kaiserin&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=HIrgt_fom2&amp;amp;sig=EFzuAoSaQNmaM4yW77a70LzB_FI&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjVteCNqOXJAhWBkiwKHcOnC8EQ6AEIHTAA#v=onepage&amp;amp;q=Geschichte%20der%20Freiherrn%20von%20Senden%20Leib-Page%20Kaiserin&amp;amp;f=false Leib-Pagen des Kaiserpaars]. In: [[Friedrich von Senden]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Freiherrn von Senden und Freiherrn Schuler von Senden&amp;#039;&amp;#039;. Pro Business (Hergestellt on demand)², Berlin 2010, ISBN 978-3-86805-628-0, S. 258 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einrichtung hielt sich in Deutschland, was die Kadettenausbildung betraf, bis zur [[Novemberrevolution]] von 1918.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Französische Sprache|Französischen]], der [[Verkehrssprache|Lingua franca]] an deutschen Adelshöfen, wurde der Schildknappe als &amp;#039;&amp;#039;damoiseau&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Das Wort wird von dem in dieser Form nicht schriftlich überlieferten lateinischen Wort &amp;#039;&amp;#039;domnicellus&amp;#039;&amp;#039; (im Sinne von junger adliger Herr) hergeleitet und taucht später schriftlich erstmals in seiner altfranzösischen Form, &amp;#039;&amp;#039;damoisel,&amp;#039;&amp;#039; auf, etymologisch verwandt mit &amp;#039;&amp;#039;damoiselle&amp;#039;&amp;#039; (junge adlige Dame). Es nahm im 18. Jahrhundert, in Deutschland wie in Frankreich, die Bedeutung eines Schimpfwortes für Schöntuer, Jungfernknechte und [[Modenarr|Geck]]en an.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Damoiseau Damoiseau]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Meyers Konversations-Lexikon]]. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 4, S. 442; in der [[Meyers Konversations-Lexikon#6. Auflage (1902–1908/1920)|6. Auflage]], Band 4 (1903), S. 442 „Schöntuer“ statt „Jungfernknecht“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rudolf Kilian Weigand: &amp;#039;&amp;#039;Halbritter und Schildknechte. Zur Kategorisierung und Illustrierung sozialer Randgruppen im ›Renner‹ Hugos von Trimberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Präsenz des Mittelalters in seinen Handschriften.&amp;#039;&amp;#039; Ergebnisse der Berliner Tagung in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, 6. – 8. April 2000, hg. von H.-J. Schiewer und K. Stackmann, Tübingen, 2002, S. 83–105.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.kruenitz1.uni-trier.de/ Artikel] zum Stichwort „Page“ in der Enzyklopädie von [[Johann Georg Krünitz]] (erschienen von 1773-1858)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4799274-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rittertum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann (Bezeichnung)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jossiphon</name></author>
	</entry>
</feed>