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	<title>Schilderhebung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T15:34:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schilderhebung&amp;diff=291945&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Janjonas: /* Einleitung */ entweder oder</title>
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		<updated>2025-12-11T06:09:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; entweder oder&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schilderhebung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war einerseits der Rechtsakt [[Germanen|germanischer]] und [[Kelten|keltischer]] Stämme bei Wahl ihres Anführers auf dem [[Thing]] insbesondere zu Kriegszeiten. Andererseits wurde der Begriff Schilderhebung auch im Sinne von „Aufbruch zum Kampf“ verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Pierer’s Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 179 [http://www.zeno.org/nid/20010844627 online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schilderhebung im Sinne von Krönung ==&lt;br /&gt;
Sie war bei den Goten und fränkischen Königen der [[Merowinger]] bis zum Anfang der [[Karolinger]] üblich, bis sie bei Pippin III. durch die [[Salbung]] ergänzt und dann durch [[Thronsetzung]] und [[Krönung]] abgelöst wurde. Ob es bei den Franken wirklich eine Alternative zum Sohn des vorangegangenen Königs gab, ist fraglich. Es ist kein Fall bekannt, in dem ein anderer Kandidat erkoren wurde. Die Entwicklung mündete bei den Westgoten in der Konkurrenz von Wahlkönigtum und Erbmonarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Überlieferte Schilderhebungen (Auswahl):&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kaiser [[Julian (Kaiser)|Julian]] 360 in [[Lutetia]] (heute Paris); mit einem [[Torques]] gekrönt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://la.wikisource.org/wiki/Res_Gestae_Libri_XXXI/Liber_XX |titel=Res Gestae Libri XXXI/Liber XX - Wikisource |sprache=la |abruf=2025-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Odoaker]] 476 (Skire)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roger C. Blockley |Titel=The fragmentary classicising historians of the later Roman Empire. Eunapius, Olympiodorus, Priscus and Malchus |Band=2 Bände |Auflage= |Verlag=Cairns |Ort=Liverpool |Datum=1981 |ISBN=0-905205-07-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Witichis]] 536 (Ostgote) in [[Ravenna]], nach [[Cassiodor]]: „more maioreum scuto supposito“ (nach dem Brauch der Vorfahren auf den Schild gesetzt)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Cassiodor]]: &amp;#039;&amp;#039;Variae&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Sigibert I.]] (Merowinger) 575 in Vitry ([[Artois]]), nach [[Gregor von Tours]]: „inpositumque super clypeum“ (und wurde auf den Schild gesetzt)&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:la:Historiarum Francorum libri X - Liber IV#51. De obitu Sigiberthi regis.|Fränkische Geschichte, Buch IV, Kap. 51 (De obitu Sigiberthi regis)]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Gundowald]] (Merowinger) Dezember 584 in Brive-la-Gaillarde ([[Limousin]]), nach [[Gregor von Tours]]: „ibique parmae superpositus“ (und dort auf den Schild gestellt)&amp;lt;ref&amp;gt;Fränkische Geschichte, Buch VII, Kap. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Pippin III.]] 751 in [[Soissons]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Schilderhebung bei den Goten und Westgermanen üblich gewesen sein soll, wird allein daraus geschlossen, dass die spätantiken, römischen Geschichtsschreiber die Schilderhebung bei den Germanen als Sitte ihrer Vorfahren (&amp;#039;&amp;#039;mos maiorum&amp;#039;&amp;#039;) oder ihres Stamms (&amp;#039;&amp;#039;mos gentis&amp;#039;&amp;#039;) beschreiben:&lt;br /&gt;
* Cassiodor (siehe oben beim Goten Witichis)&lt;br /&gt;
* [[Tacitus]] (über die westgermanischen [[Bataver]]): „impositusque scuto more gentis et sustinentium umeris vibratus dux deligitur“ (und der Sitte ihres Stamms entsprechend wurde er [sc. Brinno] auf einen Schild gesetzt und auf die Schultern gehoben zu ihrem Anführer gewählt)&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;[[Historiae (Tacitus)|Historiae]]&amp;#039;&amp;#039; 4,15 ([[s:la:Historiae (Tacitus) - Liber IV#XV|online]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen steht Gregor von Tours und seine Schilderung der Schilderhebung Sigiberts. Er erwähnt nicht, dass es sich um alte Sitte handelt. Die frühe Forschung, zuvorderst Johannes August Wohlfahrt in seiner Dissertation&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=m-8FQ4NQFGgC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false De inauguratione principum super clypae, 1770]&amp;lt;/ref&amp;gt; schloss daraus, dass Gregor und seinen Lesern die Sitte als traditionell bekannt war. Aber auch Gregor war kein Germane, sondern stammte aus einer [[gallo-römisch]]en Senatorenfamilie in der Auvergne. Zudem ergibt sich die Frage, ob Cassiodor die Sitte nicht von Tacitus bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Redewendung: Jemand oder etwas auf den Schild heben ===&lt;br /&gt;
Die Wendung „auf den Schild heben“ ist von den allerfrühesten Belegen an und durch alle Epochen hindurch dem Deutschen unbekannt. Sie tritt erst im 19. Jahrhundert auf, zum Beispiel in [[August von Platen-Hallermünde]]s Drama &amp;#039;&amp;#039;Der romantische Ödipus&amp;#039;&amp;#039; von 1829. Diesen ersten Belegen gehen die Publikationen über die altgermanische Sitte der Schilderhebung wie die oben erwähnte von Wohlfahrt unmittelbar voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schilderhebung im Sinne von Aufbruch zum Kampf ==&lt;br /&gt;
Insbesondere Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff Schilderhebung in diesem Sinne verwendet – insbesondere im Zusammenhang mit Volkserhebungen. So wird z. B. in der Literatur über die [[Badische Revolution]] 1848/49 von den drei Schilderhebungen gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;z. B. Karl Heinzen: &amp;#039;&amp;#039;Die Schilderhebung der Deutschen Republikaner im April 1848&amp;#039;&amp;#039;. Straßburg 1848&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber auch das 1848 anonym in Stuttgart erschienene Buch &amp;#039;&amp;#039;Geheim Geschichte Der Schilderhebung Italiens Gegen Oesterreich (1848)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=SYE5AAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false online in der Google-Buchsuche]&amp;lt;/ref&amp;gt; verwendet diesen Begriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jules Verne]] verwendete den Begriff auch in diesem Sinne.&amp;lt;ref&amp;gt;Jules Verne: Martin Paz. In: Der Chancellor. Bekannte und unbekannte Welten. Abenteuerliche Reisen von Julius Verne, Band XXI, Wien, Pest, Leipzig 1877, S. 238 [http://www.zeno.org/nid/20005848164]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Matthias Hardt: &amp;#039;&amp;#039;Schilderhebung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039; (RGA), 2. Auflage, Bd. 27, 2004, ISBN 3-11-018116-9, S. 106f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Rechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte des Mittelalters (Frankreich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Janjonas</name></author>
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