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	<title>Schiffschul - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schiffschul 20081.JPG|mini|Gebäude, in dem die Schiffschul heute untergebracht ist]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schiffschul 311.JPG|mini|Gebetsraum der Wiener Schiffschul heute]]&lt;br /&gt;
Die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schiffschul&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Vereinssynagoge an der Großen Schiffgasse 8 im 2. [[Wiener Gemeindebezirke|Wiener Gemeindebezirk]] [[Leopoldstadt]]. Die [[Synagoge]] wird von der [[Orthodoxes Judentum|orthodoxen]] Gemeinschaft verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Synagoge ist in einem [[Zinshaus]] integriert und von außen als solche deshalb nicht erkennbar. Früher stand das Bethaus im Hof der Häuser Große Schiffgasse 8 und 10. Sie wurde während der [[Novemberpogrome 1938]] zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Synagoge wurde in den Jahren 1858 bis 1864 errichtet. Es war ein einschiffiger, nahezu quadratischer Kuppelbau mit stilistischen Anleihen aus der byzantinischen Baukunst. Die feierliche Einweihung der 750 Sitzplätze (500 für Männer, 250 für Frauen) zählenden Synagoge erfolgte am 16. September 1864. Erster Rabbiner war Salomon (Binjomin Schlomo Salman) Spitzer, der ab 1853 für die im Entstehen befindliche Gemeinde tätig war. Zur [[Israelitische Kultusgemeinde Wien|Israelitischen Kultusgemeinde in Wien]] bestand stets ein gespanntes Verhältnis. 1872 legte Spitzer, dem ursprünglich sogar der Posten als Oberrabbiner der IKG-Wien angeboten worden wäre, sofern er von der traditionellen Orthodoxie Abstand nehme, alle Funktionen in der IKG zurück. Die Bitte um Erlaubnis zur Gründung einer eigenen (orthodoxen) Kultusgemeinde wurde 1874 seitens des zuständigen Ministeriums abgelehnt. Ab 1897 wurde die Schiffschul vom Verein „Adass Jisroel“ (Gemeinde Israels), der aus der Gemeinde heraus gegründet wurde, betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als de facto autonom verwaltete [[Kehilla]] beherbergte die Schiffschul verschiedene Einrichtungen, wie etwa die 1854 gegründet Wiener [[Talmud]]-[[Thora]]-Schule oder das von Spitzer gegründete „Beth Hamidrasch Tora Ez Chaim“. Zur Gemeinde zählte auch das Grundstück Nestroygasse 11, wo der Schulverein „Jesod Hatora“ tätig war und Kindergarten, Grundschule, [[Cheder]] und [[Jeschiwa]]h untergebracht waren. An die Gemeinde angebunden waren weiters eine [[Mazzen|Mazzotbäckerei]], Schwarz-, Weiß- und Zuckerbäckereien, zehn Fleischverschleißstellen und zwei Selchereien. Weiters wurde die „Volks- und Mittelstandsküche Einheit“ betrieben sowie ein „Krankenverein“ mit eigener Küche im [[AKH Wien|AKH]] zur Versorgung jüdischer Patienten mit koscherem Essen in den Spitälern. Ferner zählte auch der Verein „Tomech Ewjomim“ zur Versorgung Armer und Kranker an Schabbabot und Feiertagen zur Gemeinde sowie einige weitere Initiativen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Anschluss (Österreich)|Anschluss]] im März 1938, insbesondere aber nach dem [[Novemberpogrome 1938|Novemberpogrom]], bei dem die Schiffschul vollständig niedergebrannt wurde, emigrierte ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung. Ein Teil der orthodoxen Gemeinde konstituierte sich im Emigrationsziel [[Williamsburg (Brooklyn)|Williamsburg]], [[New York City|New York]] im Jahr 1941 neu und ist bis heute als &amp;#039;&amp;#039;Vienner Community&amp;#039;&amp;#039; aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgleich wurden die Trägervereine der Synagoge und der Gemeinde, Adass Jisroel und Agudas Israel, aufgelöst. Die Schiffschul selbst, also die von ihr übrig gebliebenen Nebengebäude, wurde 1938 [[Arisierung|„arisiert“]] und während des Krieges zur Uniformherstellung genutzt. Doch bereits 1945 versammelten sich die ersten, wenigen Rückkehrer rund um Rabbi Alter Simche, der unmittelbar nach Kriegsende in der Malzgasse 7 eine Betstube eingerichtet hatte, wieder in der ehemaligen Schiffschul. Nachdem Wien als Transitort für zahlreiche [[Displaced Person]]s diente, erhielt die Gemeinde Unterstützung von den Besatzungsmächten, vor allem von der US-amerikanischen, um den Orthodoxen unter ihnen eine vorübergehende Anlaufstelle bieten zu können. Nach einigen Schwierigkeiten wurden schließlich auch Adass Jisroel (als dessen Vereinspräsident Alter Simche gewählt wurde) und Agudas Israel als Rechtsnachfolger anerkannt (womit man sich gegen die IKG, die sich als alleiniger Nachfolger aller jüdischen Einrichtungen betrachtete, durchsetzte). 1955 wurden schließlich auch die Liegenschaften [[Restitution (Österreich)|restituiert]] – mit Ausnahme der Liegenschaft in der Nestroygasse 11, die nach einer einseitigen Interpretation des Arisierungsaktes seitens des Bundesministers [[Peter Krauland|Krauland]] der ursprünglich „arisierenden“ Partei zugesprochen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rabbi Simche 1949, im Alter von 93 Jahren, folgte Rabbi Josef Israel Segelbaum aus [[Makov]] nach. Sein Sohn führte als Rabbiner auch die „Exil“-Schiffschul in New York. Segelbaum folgte 1952 Rabbiner Jechiel Mechel Neumann aus [[Serencz]] nach, der jedoch 1956 in die USA emigrierte. Ihm folgte der Neupester Rabbiner [[Eliezer Weiser]] nach, der bis zu seinem Tod im Amt blieb. Von 1960 bis 1970 war auch der Wolozer Rabbiner Jehoschua Lerner an der Schiffschul tätig. Gegenwärtiger Rabbiner von Adass Jisroel/Agudas Israel ist David L. Grünfeld, der aber nichts mit der Schiffschul zu tun hat. Rabbiner des im Haus untergebrachten Betverein Agudas Jeschurun ist Michoel&amp;lt;!--sic--&amp;gt; Pressburger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1955 ist auf Basis eines Abkommens mit [[Machsike Hadass]] deren Talmud-Thora-Schule in der Schiffschul untergebracht, bis die Schule in die jetzige Adresse Malzgasse zog, das Beth Hamidrasch „Tora Ez Chaim“ wurde wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 kamen einige jüdisch-iranische Flüchtlinge zur Gemeinde hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 2000 ist auch der Betverein Khal Chassidim unter Oberrabbiner [[Avraham Yona Schwartz]] in der Schiffschul untergebracht. Auch eine [[Mikwe]] wurde bald darauf eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem nach wie vor leer stehenden Grundstück der einstigen Synagoge, Große Schiffgasse 8–10, ist seit vielen Jahren ein neues Gemeindezentrum geplant, konnte jedoch bislang nicht verwirklicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michaela Feurstein, Gerhard Milchram: &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Wien&amp;#039;&amp;#039;. 2. überarbeitete Auflage.  Mandelbaum Verlag, Wien 2007, ISBN 978-3-85476-225-6 (&amp;#039;&amp;#039;Mandelbaum city guide&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Pierre Genée: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Synagogen 1825–1938&amp;#039;&amp;#039;. Löcker, Wien 1987, ISBN 3-85409-113-3, S. 47–52.&lt;br /&gt;
* [[Bob Martens]], Herbert Peter: &amp;#039;&amp;#039;Die zerstörten Synagogen Wiens. Virtuelle Stadtspaziergänge&amp;#039;&amp;#039;. Mandelbaum Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-85476-313-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://david.juden.at/kulturzeitschrift/57-60/57-schiffschul.htm DAVID | Die Wiener Schiffschul]&lt;br /&gt;
* [http://david.juden.at/kulturzeitschrift/57-60/59-Andacht.htm DAVID | Jüdische Andachtsstätten in Wien vor dem Jahre 1938]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Sakralbauten in der Leopoldstadt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=48/12/58.5/N|EW=16/22/32.4/E |type=landmark |region=AT-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leopoldstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synagoge in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synagogenbau in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Synagogenbau in Europa|Wien, Schiffschul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1850er Jahren|Wien Schiffschul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:In der Reichspogromnacht 1938 zerstörte Synagoge|Wien Schiffschul]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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