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	<title>Schiffsbohrwurm - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schiffsbohrwurm&amp;diff=125711&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gert Voigt: /* Fortpflanzung und Lebensweise */</title>
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		<updated>2026-03-21T16:17:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Fortpflanzung und Lebensweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Zu Informationen über den Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Schiffsbohrwurm&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Teredo navalis&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Teredo&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = Teredo (Gattung)&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Teredininae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Schiffsbohrmuscheln&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Teredinidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Pholadoidea&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Myida&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = shipworm.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Schiffsbohrwurm (&amp;#039;&amp;#039;Teredo navalis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Teredo navalis - Herklots1859.jpg|mini|Stark reduziertes und modifiziertes Gehäuse des Schiffsbohrwurms. Das lange Gebilde in der Mitte ist die Apophyse. Oben Innenansicht der rechten, unten Außenansicht der linken Schalenklappe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schiffsbohrwurm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Teredo navalis&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schiffsbohrmuschel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist trotz seines Namens kein [[Würmer|Wurm]], sondern eine [[Muscheln|Muschel]]-[[Art (Biologie)|Art]] aus der Familie der [[Schiffsbohrmuscheln]] (Teredinidae). Sein Körper ist stark verlängert und wurmartig gestreckt. Das sehr kleine [[Muscheln|Gehäuse]] (im Verhältnis zur Länge) bedeckt nur noch den vordersten Teil des [[Muscheln|Weichkörpers]] und wird zum Bohren in Holz genutzt. Der Schiffsbohrwurm ist relativ [[Salinität|salinitätstolerant]] (7 bis 39 [[Salinität|PSU]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borges2014&amp;quot; /&amp;gt;) und übersteht sogar kurze Phasen von [[Süßwasser]]bedeckung unversehrt, indem er seine Bohrröhre mit den akzessorischen Kalkplättchen („Paletten“) verschließt. Er erträgt auch große Temperaturschwankungen (0 bis 30&amp;amp;nbsp;°C&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borges2014&amp;quot; /&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
Neben den vorherrschenden Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Schiffsbohrwurm&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schiffsbohrmuschel&amp;#039;&amp;#039; werden auch die Bezeichnungen bzw. Kurzformen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schiffswurm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schödler1872&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kieler Nachrichten&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Holzbohrwurm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schödler1872&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Holzbohrmuschel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schödler1872&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB-Abschlussbericht&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pfahlbohrmuschel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiedler&amp;quot; /&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pfahlwurm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot; /&amp;gt; verwendet. Auch die mehrdeutige Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Bohrmuschel]]&amp;#039;&amp;#039; ist gebräuchlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flensburger Tageblatt&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiedler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Das gleichklappige [[Muschelschale|Gehäuse]] ist im Großen und Ganzen halbkugelig. Es bedeckt aber nur noch den vordersten Teil des [[Muscheln|Weichkörpers]]. Der lang gestreckte, weniger als einen Zentimeter im Durchmesser erreichende Weichkörper wird bis zu 50&amp;amp;nbsp;cm lang, bleibt jedoch meistens kleiner (20 bis 30&amp;amp;nbsp;cm). Das Gehäuse wird nur etwa einen Zentimeter lang und einen Zentimeter hoch. Es ist im Umriss dreigegliedert: in einen kleinen, dreieckigen vorderen Teil, einen großen, hoch- und schiefeiförmigen und geblähten mittleren Teil und einen wieder etwas kleineren, halbrunden hinteren Teil (Auriculum). Der kleine, dreieckige vordere Teil setzt oben am mittleren Teil an, abgesetzt durch einen Knick. Der vordere Teil ist mit randparallel verlaufenden, auch etwas geschwungenen Rippen versehen, die mit stachel- oder dornartigen Fortsätzen besetzt sind. Im dorsalen Bereich des vorderen Gehäuseteils sitzt der Wirbel. Der mittlere Teil ist meist nur schwach mit randparallelen Anwachsstreifen ornamentiert, ebenso der hintere Gehäuseteil. Von den Wirbeln verläuft eine schmale Längsgrube fast senkrecht zur Gehäuselängsachse über den mittleren Gehäuseteil zum Ventralrand. Das halbkugelige Auriculum (hinterer Gehäuseteil) sitzt schräg nach oben auf dem mittleren Gehäuseteil, überragt aber den [[Muscheln|Wirbel]] nicht. Es ist kein [[Wirbel (Umbo)|Ligament]] vorhanden, ebenso fehlen [[Muschelschale|Schlosszähne]] und auch akzessorische Schalenplatten. Die [[Muscheln|Fußmuskeln]] sitzen auf Fortsätzen: der hintere, große [[Muschelschale|Schließmuskel]] setzt im Auriculum an, der vordere, kleine Schließmuskel inseriert vor den Wirbeln. Die beiden Klappen sind mit zwei Gelenkköpfen am Dorsal- und Ventralrand verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Aragonit|aragonitische]] Schale ist weiß und besteht aus drei Schichten: einer äußeren prismatischen, einer mittleren mit Kreuzlamellen und einer inneren Schicht, bestehend aus komplexen Kreuzlamellen. Das [[Periostrakum]] ist hellbraun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zum zweiklappigen Gehäuse der Muschel am Vorderende sondert der [[Muscheln|Mantel]] des länglichen Körpers des Schiffsbohrwurms eine [[Muschelschale|Kalkröhre]] von etwa 1&amp;amp;nbsp;cm Durchmesser ab, die dem Schiffsbohrwurm als Wohnröhre dient; es ist eine Auskleidung des vom Tier geschaffenen Bohrganges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weichkörper geht hinten, an der Mündung des Bohrloches, in zwei lange, einziehbare [[Sipho (Organ)|Siphonen]] über. Sie dienen der [[Muscheln|Atmung]], dem Einstrudeln von [[Plankton]] als Nahrung und der Ausscheidung der [[Stoffwechsel]]produkte, aber auch dem Einstrudeln der [[Spermium|Samenzellen]] und zum Ausstrudeln der [[Larve]]n. An der Basis der Siphonen sitzen zwei Kalkplatten („Paletten“), die aus einem Blatt und einem Stiel bestehen. Der Stiel ist zum Bohrloch hin orientiert. Werden die Siphonen in das Bohrloch zurückgezogen, verschließen die beiden Platten konusartig die Bohrlochöffnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tarets Palettes.JPG|mini|Paletten von drei Schiffsbohrmuscheln: A. &amp;#039;&amp;#039;[[Lyrodus pedicellatus]]&amp;#039;&amp;#039;; B. &amp;#039;&amp;#039;Teredo navalis&amp;#039;&amp;#039; C. &amp;#039;&amp;#039;[[Nototeredo norvagica]]&amp;#039;&amp;#039;. Deutlich sichtbar in diesem Durchlichtbild sind die nicht verkalkten Spitzen, die in schwach verkalkte Bereiche übergehen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paletten sind bis etwa 6&amp;amp;nbsp;mm lang, davon entfallen zwei Drittel der Länge auf das Blatt, ein Drittel auf den Stiel. Die Breite beträgt ebenfalls etwa ein Drittel der (Gesamt-)Länge. Das Blatt ist leicht gewölbt, mit der konkaven Seite zum Sipho hin. Diese Seite wird auch als Innenseite, die gewölbte Seite entsprechend als Außenseite bezeichnet. Der obere Rand ist jeweils außen zu Spitzen ausgezogen. Allerdings ist der vordere Rand meist unverkalkt und besteht aus organischem [[Periostracum]], sodass Exemplaren mit abgeriebenem Rand oder wenn nach Tod des Tieres das organische Periostracum zersetzt wird, die seitlichen Spitzen fast fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Der Schiffsbohrwurm lebt weltweit in warmen bis [[Gemäßigte Zone|gemäßigten Zonen]]. Das ursprüngliche [[Verbreitungsgebiet]] lässt sich nicht mehr rekonstruieren, da die Art durch den früheren Schiffsverkehr mit [[Holzboot|Holzschiffen]] weltweit verschleppt ist. Er lebt in flachen bis flachsten Gewässern überall dort, wo geeignetes Holz im Wasser vorkommt: so in den Wänden von Holzschiffen, in hölzernen [[Brücke]]n, [[Hafen]]- und Steganlagen, hölzernen [[Buhne]]n und [[Dalbe]]n, sowie in [[Treibholz]] und im Wasser liegenden Baumstämmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Kennzeichnend für den Schiffsbohrwurm ist seine vergleichsweise hohe Toleranz gegenüber Schwankungen von [[Salinität|Salzgehalt]] und [[Temperatur]]. Er erträgt [[Brackwasser]] bis hinunter zu einem Salzgehalt von etwa 7 ‰ (ältere Arbeiten nennen 9 ‰) und Temperaturen bis hinunter zum Gefrierpunkt (0&amp;amp;nbsp;°C).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borges2014&amp;quot; /&amp;gt; So hat er entlang der deutschen [[Ostsee]]küste nach einer langen unauffälligen Periode seit 1993 mehrere Massenvorkommen erreicht. Inzwischen scheint in der Ostsee sogar eine Anpassung an noch niedrigere Salzgehalte (eben die genannten 7 ‰) passiert zu sein, denn die Art wurde nun schon in der östlichen Ostsee gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borges2014&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnröhre ist zum Wasser hin, nachdem er die [[Sipho (Organ)|Siphonen]] am Körperhinterende zurückgezogen hat, über zwei kleine spatelförmige Kalkplatten („Paletten“) verschließbar, so dass das Tier auch eine mehrere Wochen dauernde Schiffsfahrt im Süßwasser überstehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei stärkerem Befall kann der Schiffsbohrwurm erheblichen Schaden an [[Brücke]]n, Hafen- und Steganlagen, [[Deich]]en und [[Schiff|Holzschiffen]] anrichten, sofern sie am offenen Meer liegen. Der Befall des Holzes durch den Schiffsbohrwurm ist von außen kaum zu sehen, da die Öffnung zum Wasser vergleichsweise klein ist und die beiden kleinen Atem-Siphonen den von außen einzig sichtbaren Hinweis geben. Der Schaden wird oft erst beim Abbrechen ersichtlich. Heute wird das Holz zum Schutz gegen den Schiffsbohrwurm imprägniert oder mit Deckschichten aus [[Metalle|Metall]] oder [[Kunststoff]]en versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Teredo navalis.jpg|mini|zentriert|500px|Körper eines Teredo navalis (links) und Schadbild eines [[Dalbe|Duckdalbens]] (rechts)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung und Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schiffsbohrwurm bohrt.png|mini|Schiffsbohrwurm bohrt sich in ein Stück Holz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzschaedlinge-30.jpg|mini|Schadbild an einem Buhnenpfahl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schiffsbohrwurm ist ein [[Dichogamie#Proterandrie|protandrischer Zwitter]], der mehrmals das Geschlecht wechseln kann. Wenn die Tiere nach nur 60 Tagen [[Geschlechtsreife|geschlechtsreif]] werden, sind sie zuerst Männchen. Nach einigen Wochen und weiterer Größen- und Gewichtszunahme wechselt das Geschlecht zum Weibchen. Der Schiffsbohrwurm kann dann in einem Jahr 1 bis 5 Millionen [[Ei]]er produzieren. Die Eier werden dabei im [[Muscheln|Kiemenbereich]] zurückgehalten und dort durch eingestrudelten Fremdsamen befruchtet. Anscheinend wird auch Samen aus der männlichen Phase gespeichert, sodass auch [[Autogamie|Selbstbefruchtung]] vorkommen kann. Die ersten 14&amp;amp;nbsp;Tage der Entwicklung verbringt die [[Larve]] im Kiemenraum. Anschließend wird sie als [[Veliger|Veliger-Larve]] mit einem kleinen D-förmigen Gehäuse ausgestoßen und schwimmt ein bis drei Wochen frei im Wasser. Danach setzt sie sich mithilfe eines [[Byssus]]fadens an einem Stück Holz fest, wo sie mit Hilfe der beiden Schalenklappen zu bohren beginnt. Die kleinen, stark klaffenden Muschelschalen dienen ausschließlich diesem Zweck. Innerhalb von ca. 60 Tagen wächst die Larve zu einem erwachsenen geschlechtsreifen [[Weichtier|Tier]] heran und bohrt sich dabei immer weiter in das Holz. Aus der nur wenige Millimeter großen Öffnung zum Wasser ragen nur die zwei kleinen [[Sipho (Organ)|Atem-Siphone]] heraus. Sie können durch zwei spezielle Kalkplättchen [[Hermetischer Verschluss|hermetisch]] abgeschlossen werden. Die Bohrröhre wird mit einer Kalkschicht ausgekleidet und dient als Wohnhöhle, in der der Schiffsbohrwurm den Rest seines Lebens verbringt. Das Tier⁹ kann zwei bis drei Jahre alt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiedler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schiffsbohrwurm ernährt sich, indem er die [[Zellulose]]bestandteile des [[Raspel|abgeraspelten]] Holzes mit den [[Enzym]]en [[Cellulase]] und [[Glucosidase]] zu knapp 80 % in [[Zucker]] umwandelt. Diese Enzyme werden von [[Symbiose|symbiotischen Bakterien]] im Darm geliefert. Daneben filtert er aus dem Atemwasser [[Plankton]] als Nahrungsergänzung heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Schädigungen durch Schiffbohrwürmer waren bereits der [[Antike|antiken Welt]] bekannt. Anfangs wurden die Schiffsrümpfe mit einer zusätzlichen Beplankung als eine Art Opferholz ausgerüstet. Die Ägypter hatten ihre Schiffe mit einem schützenden Anstrich versehen, die Chinesen bauten [[Doppelhüllenschiff|Doppelhüllenboote]] mit einer Zwischenlage aus Ziegenleder, die sich dem Zugriff der Bohrwürmer widersetzte. Die [[Römisches Reich|Römer]] versuchten im Unterwasserbereich ihrer [[Galeere]]n Metallbleche anzubauen, später entdeckten sie die giftige Wirkung metallhaltiger ([[Zinn]], [[Kupfer]]) Anstriche. Dass die Bohrwürmer auch vor den Schiffen der Flotte von [[Christoph Kolumbus]] nicht Halt machten, kann man aus seinen [[Logbuch|Logbüchern]] entnehmen, wo er schildert, wie seine gesamte Schiffsflotte aus damals noch unbekannten Gründen mehr oder weniger unter den Füßen der Mannschaft auseinanderfiel. Auf seinen vier Reisen verlor [[Christoph Kolumbus|Kolumbus]] insgesamt neun Schiffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiedler&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briggs&amp;quot; /&amp;gt; 1731 hatte der Schiffsbohrwurm in den [[Republik der Sieben Vereinigten Provinzen|Niederlanden]] die hölzernen Deichtore zerfressen, worauf sie bei einer [[Sturmflut]] brachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiedler&amp;quot; /&amp;gt; Von 1919 bis 1921 richtete er in der [[San Francisco|San-Francisco]]-Bay an hölzernen [[Kai (Uferbauwerk)|Kaianlagen]] Schäden im Wert von über 900 Millionen [[US-Dollar]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoppe&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Die Art wurde schon 1758 von [[Carl von Linné]] beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Linnaeus1758&amp;quot; /&amp;gt; Er glaubte jedoch noch, dass es sich bei der Art um einen Wurm handelt. &amp;#039;&amp;#039;Teredo navalis&amp;#039;&amp;#039; ist die Typusart der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Teredo&amp;#039;&amp;#039; Linnaeus, 1758.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MolluscaBase&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ruth D. Turner: &amp;#039;&amp;#039;A Survey and Illustrated Catalogue of the Teredinidae&amp;#039;&amp;#039;. Harvard University, Cambridge 1966 &amp;lt;!-- ohne ISBN --&amp;gt; ([http://www.biodiversitylibrary.org/bibliography/67017#/summary biodiversitylibrary.org])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Borges2014&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Luísa M. S. Borges, Lucas M. Merckelbach, Íris Sampaio, Simon M. Cragg: [http://www.frontiersinzoology.com/content/11/1/13 &amp;#039;&amp;#039;Diversity, environmental requirements, and biogeography of bivalve wood-borers (Teredinidae) in European coastal waters.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Frontiers in Zoology&amp;#039;&amp;#039;, 2014, 11, 13, 13 S.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Briggs&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
D.E.G. Briggs, P.R. Crowther (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Palaeobiology II&amp;#039;&amp;#039;. Blackwell Science, Oxford 2007 (Kapitel: Bioerosion, S. 273–277).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB-Abschlussbericht&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.dbu.de/projekt_26280/01_db_2409.html&lt;br /&gt;
 |titel=Entwicklung eines Verfahrens zum Schutz von Holzkonstruktionen im Wasserbau gegen die Pfahlbohrmuschel Teredo navalis&lt;br /&gt;
 |werk=dbu.de&lt;br /&gt;
 |hrsg=&lt;br /&gt;
 |datum=&lt;br /&gt;
 |offline=&lt;br /&gt;
 |abruf=2017-04-21}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiedler&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://www.holzfragen.de/seiten/bohrmuschel.html&lt;br /&gt;
 |titel=Maritime Holzzerstörer, Pfahl- oder Schiffsbohrwurm (Teredo navalis)&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-05-10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flensburger Tageblatt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://www.shz.de/lokales/flensburger-tageblatt/bohrmuschel-zerstoert-den-steg-der-luettfischer-id151693.html &amp;#039;&amp;#039;Bohrmuschel zerstört den Steg der Lüttfischer&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Flensburger Tageblatt&amp;#039;&amp;#039;, 19. April 2012; abgerufen am 10. Juli 2017&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoppe&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kai Hoppe: {{Webarchiv |url=http://www.crm-online.de/crm_mambo_deutsch/content/view/154/61/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Der Schiffsbohrwurm Teredo navalis&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20050908070021}} crm-online.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kieler Nachrichten&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://web.archive.org/web/20170422032723/http://www.kn-online.de/News/Nachrichten-aus-Rendsburg/Millionenschaeden-durch-Teredo-navalis&lt;br /&gt;
 |titel=Schiffsbohrwurm nagt an Hafenanlagen - Versuch soll Befallsdichte aufzeigen – Millionenschäden durch Teredo navalis – KN - Kieler Nachrichten&lt;br /&gt;
 |datum=2017-04-22&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-05-10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Linnaeus1758&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Carl von Linné: &amp;#039;&amp;#039;Systema naturae per regna tria naturae, secundum classes, ordines, genera, species, cum characteribus, differentiis, synonymis, locis. Tomus II. Editio decima, reformata.&amp;#039;&amp;#039; S. 1–824. Salvius, Holmia/Stockholm 1758, S. 651 ([http://www.biodiversitylibrary.org/item/10277#page/673/mode/1up biodiversitylibrary.org]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Meyers-1905 |Lemma=Bohrmuscheln |Band=3 |Seite=166 |SeiteBis=167 |zenoID=20006348610}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;MolluscaBase&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=http://molluscabase.org/aphia.php?p=taxdetails&amp;amp;id=253&lt;br /&gt;
 |titel=Molluscabase - Teredinidae Rafinesque, 1815&lt;br /&gt;
 |sprache=en&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-05-10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schödler1872&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Friedrich Schödler: &amp;#039;&amp;#039;Brehm’s Illustrirtes Thierleben. Volks- und Schulausgabe&amp;#039;&amp;#039;. 3. Band: &amp;#039;&amp;#039;Niedere Thiere&amp;#039;&amp;#039;.Verlag des Bibliographischen Instituts, Hildburghausen 1872, S. 840 ([https://books.google.de/books?id=7upUcglAvkEC&amp;amp;pg=PA840 Google Books])&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Tim Schröder&lt;br /&gt;
 |url=https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/schiffsbohrwuermer-die-termiten-der-meere-a-560115.html&lt;br /&gt;
 |titel=Schiffsbohrwürmer: Die Termiten der Meere&lt;br /&gt;
 |werk=[[Spiegel Online]]&lt;br /&gt;
 |datum=2008-06-23&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-05-10}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4179578-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffsbohrmuscheln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schifffahrt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzschädling]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gert Voigt</name></author>
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