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	<title>Schiffsartillerie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Uliraush: /* Gegenwart */ Zumwalt im Dienst, AGS dort aber nicht montiert.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Gegenwart: &lt;/span&gt; Zumwalt im Dienst, AGS dort aber nicht montiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Uss iowa bb-61 pr.jpg|mini|hochkant=1.6|Die &amp;#039;&amp;#039;[[Iowa (Schiff, 1943)|Iowa]]&amp;#039;&amp;#039; feuert eine 2/3-[[Breitseite]] (Juli 1984)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schiffsartillerie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Artillerie]], die an Bord von [[Kriegsschiff]]en eingesetzt wird. Sie zählt zur [[Marineartillerie]]. Lange Zeit bestand die Schiffsartillerie aus [[Vorderlader]]-[[Glattrohrkanone]]n. Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde das moderne Schiffsgeschütz, der [[Granate]]n verschießende [[Zug (Waffe)|gezogene]] [[Hinterlader]], entwickelt. Im und nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die Schiffsartillerie aufgrund der Entwicklung immer leistungsfähigerer [[Kampfflugzeug]]e und dem Aufkommen der [[Lenkflugkörper]] an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung der Schiffsartillerie ==&lt;br /&gt;
=== Vorläufer der Artillerie ===&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Altertums verwendete man [[Rammsporn]]e an Schiffsrümpfen, um feindliche Schiffe anzugreifen. Nachdem die Schiffe mit der Zeit größer und schwerfälliger wurden und der Rammsporn an Bedeutung verlor, begann man die Schiffe mit [[Katapult|Schleudereinrichtungen]] auszustatten, so dass Steinkugeln und Pfeilgeschosse in Richtung Feind ausgebracht werden konnten. Die Byzantiner entwickelten als besondere Angriffswaffe das sogenannte [[Griechisches Feuer|Griechische Feuer]], das eine brennende Flüssigkeit mittels eines gebündelten Strahls über eine bestimmte Distanz spritzte. Sogenannte Feuerlanzen wurden seit deren erster Entwicklung im 11. Jahrhundert auf [[China|chinesischen]] Kriegsschiffen eingesetzt. Damals bestanden diese [[Handfeuerwaffe]]n zunächst noch aus [[Bambus]]rohr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Waffen wurden Seeschlachten hauptsächlich ähnlich den Landschlachten ausgefochten, d.&amp;amp;nbsp;h. im [[Infanterie|infanteristischen]] Kampf Mann gegen Mann, wobei die Schiffe als schwimmende Kampfplattformen dienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schiffsartillerie der Segelschiffzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mary Rose Guns ForeBronzeCulverin RearWroughtIronCannon.png|mini|links|Zwei unterschiedliche Geschütztypen nach Funden vom Wrack der [[Mary Rose]] gebaut, im Vordergrund ein gegossener Vorderlader auf Radlafette, im Hintergrund eine geschmiedete Stabringkanone als Vorderlader in Kastenbettung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfindung des [[Schwarzpulver]]s revolutionierte die Schiffsbewaffnung und zog eine Änderung der Seekriegsführung nach sich. Der Kampf wurde mehr und mehr auf die Entfernung ausgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Europa]] waren Kanonen seit dem [[14. Jahrhundert]] auf Schiffen üblich. Es handelte sich hauptsächlich um Waffen kleinen Kalibers, zum Teil [[Hinterlader]] sowie auch kleinere [[Kolubrine]]n, die mehr zum Einsatz gegen die Mannschaften als gegen die Schiffsrümpfe gedacht waren (‚man-killers‘). Die erste bekannte Verwendung von Schiffsgeschützen fand im Jahr 1340 in der [[Seeschlacht von Sluis]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Howard: &amp;#039;&amp;#039;Segel-Kriegsschiffe 1400–1860.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bernard &amp;amp; Graefe Verlag, Koblenz 1989, ISBN 3-7637-5239-0, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; So gab es zu diesem Zeitpunkt [[Galeere]]n, die mit einem Geschütz am Bug (Jagdkanonen) ausgestattet waren; diese Schiffe waren aber nach wie vor für einen Nahkampf durch [[Enterung]] vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten im 15. Jahrhundert vorkommenden schwereren Schwarzpulvergeschütze waren [[Bombarde (Geschütz)|Bombarden]], die im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte variiert und unterschiedlichen Funktionen angepasst wurden. So wuchs das Kaliber der Kanonen im 15. Jahrhundert derart an, dass sie auch wirksam gegen die hölzernen Bordwände des Gegners eingesetzt werden konnten (‚ship-smashers‘).&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Howard: &amp;#039;&amp;#039;Segel-Kriegsschiffe 1400–1860.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bernard &amp;amp; Graefe Verlag, Koblenz 1989, ISBN 3-7637-5239-0, S. 72f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem ging man mehr und mehr zu Vorderladern über, die aus einem Stück aus [[Bronze]] und später Eisen gegossen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1500 ging man dazu über, Geschützpforten auf Segelschiffen entlang des Schiffsrumpfs zu installieren, da die Kanonen wegen ihres höheren Gewichtes nicht mehr hoch in den Aufbauten platziert werden konnten. Sie feuerten über sogenannte [[Stückpforte]]n in der [[Breitseite]]. Anfangs waren die Geschützpforten dabei noch direkt übereinander angeordnet (so beispielsweise bei der Galeone [[Henry Grâce à Dieu|Great Harry]] von 1514) – erst in der Weiterentwicklung der Schiffstypen fand man heraus, dass die sogenannte Schachbrettanordnung der Pforten strukturelle und taktische Vorteile bot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Victory Steuerbord.jpg|mini|links|Die ‚Schachbrettanordnung‘ der Stückpforten auf der &amp;#039;&amp;#039;[[Victory (Schiff, 1778)|Victory]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts hatte sich der Standardtyp des Kriegsschiffes etabliert. Ab diesem Zeitpunkt war das Waffensystem Segelkriegsschiff den Galeeren (vgl. hierzu die &amp;#039;&amp;#039;[[Candia (Schiff, 1530)|Candia]]&amp;#039;&amp;#039; in der [[Seeschlacht von Prevesa]], die sich über einen ganzen Tag gegen mehrere Angriffswellen feindlicher Galeeren erwehren konnte) überlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rapert (Lafette) 0250.JPG|mini|Lafette oder Rapert aus dem 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gunloading.jpg|mini|Skizzen von [[Willem van de Velde der Ältere|Willem van de Velde dem Älteren]] zum Laden von Geschützen von außenbords]]&lt;br /&gt;
Bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts war die Entwicklung der Vorderlader-Glattrohrartillerie weitgehend abgeschlossen. Die [[Linienschiff#Segellinienschiffe|Linienschiffe]] trugen die Mehrzahl der Geschütze auf zwei oder drei durchgehenden Batteriedecks mit den schwersten Geschützen auf dem untersten Deck. Mitte des 17. Jahrhunderts waren dies, nach englischen Inventarien, die sogenannten Cannons, Demi-cannons und Culverines, die 42, 32 bzw. 18 [[Avoirdupois pound|Pounds]] (19, 14,5 bzw. 8,2&amp;amp;nbsp;[[Kilogramm|kg]]) schwere Eisenkugeln verschossen. Auf dem Oberdeck standen leichtere Kanonen. Hinterlader existierten nur noch als kleine Kaliber oder als veraltete Stücke.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Howard: &amp;#039;&amp;#039;Segel-Kriegsschiffe 1400–1860.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bernard &amp;amp; Graefe Verlag, Koblenz 1989, ISBN 3-7637-5239-0, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschützrohre waren wie an Land mit seitlichen [[Schildzapfen]] auf hölzernen [[Lafette|Radlafetten]], auch Raperts genannt, gelagert. Die seitlichen Wände der Lafette waren am hinteren Ende treppenförmig abgestuft. Dort konnte der Kuhfuß zum Lüften des Geschützes eingelegt werden oder ein starkes Querholz zum Ablegen des Rohres in dieser Höhe. Mit Hilfe eines Richtkeils konnte durch Drehen des Rohres um die Schildzapfen deren Erhöhungswinkel verändert werden. Die Schiffslafette hatte meist zwei Achsen mit je zwei breiten kleinen hölzernen Rädern. Die Kanonen rollten beim Abfeuern durch den Rückstoß ins Schiffsinnere und wurde durch das Brooktau aufgefangen. Da bei diesem Rückspringen auch die Mündung den Rand der Stückpforte touchierte, wurde der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Schiffskopf&amp;#039;&amp;#039; entwickelt. Dieser ist eine glatte Verstärkung der Mündung, gegenüber den älteren mit vielen Profilen, Stäben und Kehlen versehenen Mündungsteilen. In dieser eingeholten Position wurde dann das Geschütz nachgeladen. Mit Seitentaljen wurde das Geschütz wieder durch die Stückpforten ausgerannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bei [[Eduard Bobrik]] sind auch die Handlungsabfolgen und [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10059769_00287.html Befehle] zum Laden eines Schiffsgeschützes wiedergegeben&amp;lt;/ref&amp;gt; Sollte zu wenig Zeit oder Besatzung zur Bedienung vorhanden sein, konnte das Brooktau auch in ausgerannter Position straff gezogen werden. Dann rollte das Geschütz nicht rückwärts. Dafür musste dann ein Besatzungsmitglied außenbords klettern, um von dort das Geschütz zu laden. Auf Grund des hohen Gewichts der Kanonen wurden große Mannschaften für die Bedienung benötigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kette+round.jpg|mini|Kettengeschoss und Rundgeschoss]]&lt;br /&gt;
Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts war die Bewaffnung soweit standardisiert, dass auf den durchgehenden Batteriedecks der Segelkriegsschiffe jeweils nur ein Kanonentyp stand.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Howard: &amp;#039;&amp;#039;Segel-Kriegsschiffe 1400–1860.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bernard &amp;amp; Graefe Verlag, Koblenz 1989, ISBN 3-7637-5239-0, S. 207.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jetzt wurden die Kanonen auch international nach dem Kugelgewicht in Pfund, natürlich nach dem jeweils regional gültigen Pfund bezeichnet. Im 18. Jahrhundert teilte die britische Marine Kanonen dementsprechend als 42-, 32-, 24-, 18-, 12-, 9-, 6-, 4- und 3-[[Avoirdupois pound|Pfünder]] sowie 0,5-Pfünder als [[Drehbasse]]n ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Howard: &amp;#039;&amp;#039;Segel-Kriegsschiffe 1400–1860.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bernard &amp;amp; Graefe Verlag, Koblenz 1989, ISBN 3-7637-5239-0, S. 208.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurden alle Kanonen vorwiegend aus Eisen gegossen, Stücke aus Bronze blieben aber noch einige Zeit in Gebrauch.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Howard: &amp;#039;&amp;#039;Segel-Kriegsschiffe 1400–1860.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bernard &amp;amp; Graefe Verlag, Koblenz 1989, ISBN 3-7637-5239-0, S. 210f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden die 42-Pfünder durch 32-Pfünder ersetzt, da erstere auf Grund ihres Gewichtes und der schweren Geschosse zu unhandlich waren. Der 32-Pfünder, der in den unteren Decks der Linienschiffe mit 74 und mehr Kanonen Aufstellung fand, wog immer noch fast drei Tonnen und hatte bis zu 14 Mann Bedienung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:NapoleonWoodenPlanking.jpg|mini|links|Eine von einer Kanonenkugel getroffene Bordwand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Barrengeschoss.jpg|mini|Barrengeschoss]]&lt;br /&gt;
Der wichtigste Munitionstyp war die eiserne [[Kanonenkugel|Vollkugel]], die gleichermaßen gegen Rumpf, [[Takelage]] und Mannschaft eingesetzt werden konnte. Speziell zum Einsatz gegen die Takelage wurden Kettenkugeln (zwei eiserne, mit einer kurzen Kette verbundene Halbkugeln) oder Stangenkugeln (sog. Barren) verschossen (zwei eiserne Kugeln, die durch Stangen verbunden waren). Außerdem wurden auf kurze Entfernungen gegen die gegnerische Besatzung [[Kartätsche (Munition)|Kartätschen]] oder Hagel verwendet, beispielsweise zur Abwehr einer [[Enterung]]. Obwohl die Reichweite der Kanonen bis 2&amp;amp;nbsp;km betrug, waren die Trefferaussichten jenseits einiger hundert Meter äußerst gering. Um 1800 trainierten die meisten Kommandanten der britischen Marine ihre Geschützbedienungen auf möglichst schnelles Feuern und versuchten das Gefecht auf wenige 10 Meter Entfernung zu führen, so dass ein Vorbeischießen praktisch unmöglich war. Die Kombination aus offenem Feuer, offenem Schießpulver und den hölzernen Schiffen mit Tauwerk und Pech bot viele Anlässe, die Schiffe durch Brand oder Explosion zu verlieren. Bei sehr geringen Gefechtsentfernungen bestand für beide Seiten die Gefahr, dass durch das Mündungsfeuer und die Ladepropfen erst der Gegner und dann das eigene Schiff Feuer fangen konnte. Das Zurückspringen der Rohre beim Abschuss war ein weiteres Gefahrenpotential auf den mit Menschen überfüllten Decks. Die Artillerie eines Segelkriegsschiffs war normalerweise in der Lage, auf kurze Entfernungen die Bordwände eines vergleichbaren Gegners zu durchschlagen. Auf Grund der geringen Größe der Kanonen war es aber schwer, einen gleich großen Gegner zu versenken. Die Wirkung der Kanonen richtete sich besonders beim Schießen in den Rumpf gegen die feindliche Bewaffnung und Besatzung, bei denen die Mehrzahl der Verluste durch Holzsplitter entstanden. Durch den Verlust von Masten oder Takelage konnte ein Schiff manöverierunfähig geschossen werden. In vielen Einzelgefechten, also in Kämpfen fern der großen Seeschlachten, war der Kommandant eines Schiffes ohnehin auf relative Vorsicht bedacht, brachte ihm und der eigenen Besatzung doch ein geentertes Schiff samt gefangengenommener Besatzung und Schiffsladung ([[Prisenrecht|Prise]]) unter bestimmten Voraussetzungen eine Menge Prisengeld ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Karronaden ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Karron.jpg|mini|links|Herstellungsgravur einer Karronade von 1807]]&lt;br /&gt;
1774 wurde die nach den &amp;#039;&amp;#039;Carron Iron Company&amp;#039;&amp;#039; benannte [[Karronade]] entwickelt. Ursprünglich für Armeeverwendung entworfen, kam 1779 eine bordverwendungsfähige Version in Gebrauch. Sie wies ein kurzes Rohr und eine vergleichsweise kleine [[Treibladung|Pulvertreibladung]] auf. Dadurch wies das Geschoss eine niedrigere Geschwindigkeit auf und erzielte an den Holzrümpfen eine sehr starke Splitterwirkung. Karronaden waren sehr leicht – die 68-Pfünder-Karronade wog mit 1,8 Tonnen etwa so viel wie ein normaler 12-Pfünder. Damit brauchten sie eine kleinere Mannschaft, konnten hoch im Schiff aufgestellt werden und erlaubten eine schwere Bewaffnung auch auf kleinen Schiffen, die aber nur auf kurze Entfernung eingesetzt werden konnte (vgl. hierzu das letzte Gefecht der amerikanischen Fregatte &amp;#039;&amp;#039;[[Essex (Schiff, 1799)|Essex]]&amp;#039;&amp;#039;). Karronaden waren auf Gleitlafetten montiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:old-granate.jpg|mini|Granate aus dem Segelschiffzeitalter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mörser ====&lt;br /&gt;
Zur Segelschiffszeit waren [[Mörser (Geschütz)|Mörser]] die einzigen Geschütze, die standardmäßig Explosivgeschosse verfeuerten. Sie waren auf speziellen Schiffen, den [[Bombarde (Schiffstyp)|Bombarden]] montiert und nicht für Seegefechte, sondern für den Einsatz gegen Landziele und verankerte Schiffe vorgesehen. Die britische Marine verwendete Mörser der Kaliber 13&amp;amp;nbsp;Zoll und 10&amp;amp;nbsp;Zoll (33&amp;amp;nbsp;cm und 25,4&amp;amp;nbsp;cm).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklungen im 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert machte die Artillerie rasante und umwälzende Entwicklungen durch. Mit den [[Bombenkanone]]n kamen die ersten Kanonen auf, die standardmäßig Explosivgeschosse (= Granaten) verfeuerten. Es kam zu einem Wettlauf zwischen Schiffspanzerungen ([[Panzerschiff|gepanzerte Rümpfe]], Verbesserung der Panzerqualität) und durchschlagkräftigerer Artillerie. Würde ein Seemann der Zeit der [[Spanische Armada|Spanischen Armada]] auf ein Schiff aus Nelsons Zeit versetzt werden, wären die Handgriffe fast dieselben und nur wenig Erklärung notwendig. Auf einem Schiff am Ende des 19. Jahrhunderts würde er sich überhaupt nicht zurechtfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch technische Fortschritte waren insbesondere die folgenden Entwicklungen möglich:&lt;br /&gt;
* Der Übergang zum [[Zug (Waffe)|gezogenen]] Geschütz (um 1860) ermöglichte [[Circular Error Probable|treffgenaueres]] Schießen über eine größere Schussweite. Außerdem konnten aus gezogenen Rohren statt Kugeln [[Langgeschoss]]e verschossen werden. Dadurch stiegen bei gleichem Kaliber das Gewicht des Geschosses (und damit Durchschlagskraft und Trefferwirkung) sowie die [[Schussweite]] (in den USA wurden wegen begrenzter technischer Möglichkeiten aber bis in den [[Sezessionskrieg]] große Glattrohrkanonen ([[Dahlgrenkanone]]n) eingesetzt).&lt;br /&gt;
* Die Entwicklung des Hinterladers vereinfachte den Ladevorgang. Allerdings gab es bis weit ins 19. Jahrhundert erhebliche Probleme bei der Herstellung der [[Verschluss (Waffentechnik)|Verschlüsse]], insbesondere mit der [[Liderung|Gasdichtigkeit]]. Aus diesem Grund verwendete die britische Marine bis etwa 1880 gezogene Vorderladergeschütze bis zu einem Kaliber von 40,6&amp;amp;nbsp;cm. Die Verwendung von Vorderladern erleichterte auch die Aufstellung in geschlossenen Türmen, da der Pulverqualm außerhalb des Turms abzog.&lt;br /&gt;
* Bessere Materialien: zunächst wurde Gusseisen, dann Schmiedeeisen und dann Stahl verwendet. Dies machte größere Geschütze und stärkere [[Treibladung]]en möglich. In einem weiteren Schritt wurden die [[Geschützrohr]]e durch einen oder mehrere Stahlringe oder -blöcke verstärkt ([[Ringkanone|Ring-]] und Mantelringkanonen).&lt;br /&gt;
* Die Einführung langsam abbrennenden Pulvers ab 1880 ermöglichte nochmals größere [[Treibladung]]en. Da der langsamere Abbrand der Treibladung längere Geschützrohre sinnvoll machte, stiegen die [[Kaliberlänge]]n von etwa L/15 auf L/30 bis L/40. Dadurch stiegen [[Schussweite]], [[Durchschlagskraft]] und [[Treffsicherheit]] weiter.&lt;br /&gt;
* Die Qualität der [[Projektil|Geschosse]] wurde verbessert. Um eine bessere [[Panzerbrechende Munition|panzerbrechende Wirkung]] zu erreichen, wurden sie ab 1868 aus [[Hartguss]] ([[Grusonwerk|Grusonwerk AG Buckau]]), dann aus Stahl hergestellt. Außerdem wurde die [[Schwarzpulver]]füllung durch wirkungsvollere Sprengstoffe ergänzt ([[Brisanzgranate]]n).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem stieg generell die Größe der Schiffsgeschütze. Tendenziell wurden weniger und größere Geschütze in Schiffsneubauten eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen Geschütze erforderten eine robustere [[Lafette|Lafettierung]] als zuvor. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden vielfach noch eiserne Rahmenlafetten verwendet. Schleifschienen und Gummipuffer nahmen den Rückstoß auf. Schließlich ermöglichten die [[Rohrwiege]] und die hydraulische [[Rohrrücklauf]]bremse eine effektive Lafettierung auch der größten Geschütze. Als weitere Entwicklung kamen Ende des 19. Jahrhunderts [[Schnellfeuergeschütz]]e (Schnellladekanonen) und [[Maschinenkanone]]n (z.&amp;amp;nbsp;T. als [[Revolverkanone]]n) hinzu. Die Maschinenkanonen mit Kalibern von 37–47&amp;amp;nbsp;mm waren zur Abwehr von Torpedobooten gedacht; sie verschwanden bald wieder wegen ihrer geringen Trefferwirkung. Schnellfeuergeschütze wurden mit Patronenmunition geladen und verfügten über schnell arbeitende Verschlüsse. Anfänglich bei leichten Geschützen verwendet, wurde das Prinzip zur Jahrhundertwende auf Kaliber bis 15,2&amp;amp;nbsp;cm ausgedehnt und [[Kadenz (Waffentechnik)|Feuergeschwindigkeiten]] von 5 Schuss pro Minute bei diesem Kaliber erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Verbesserung der Verschlüsse, der Ladevorrichtungen und der Munitionszufuhr konnte auch bei der Hauptartillerie der [[Linienschiff]]e im 19. Jahrhundert die Feuergeschwindigkeit auf zwei [[Kadenz (Waffentechnik)|Schuss pro Minute]] gesteigert werden. Auch auf diese Geschütze wurde die Bezeichnung Schnellladekanone (= [[Schnellfeuergeschütz]]) übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem [[Spanisch-amerikanischer Krieg|spanisch-amerikanischen Krieg]] 1898 hielt man etwa 1000&amp;amp;nbsp;m für eine ideale Gefechtsentfernung. 1898 wurde in der [[Schlacht in der Bucht von Manila]] und in der [[Seeschlacht vor Santiago de Cuba]] teilweise wirkungsvoll über mehrere Kilometer gefeuert. Die gestiegenen [[Schussweite]]n erforderten die Einführung formalisierter Schießverfahren.&amp;lt;!--- heißt ? optische Messgeräte ? ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die moderne Schiffsartillerie ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Königsberg 5.jpg|mini|Geschütze der &amp;#039;&amp;#039;[[Königsberg (Schiff, 1929)|Königsberg]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Animated gun turret with labels.gif|mini|Funktionsschema eines Hinterladergeschützes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Iowa 16 inch Gun-EN.svg|mini|Aufbau eines Geschützturmes]]&lt;br /&gt;
Um 1900 hatte sich die Entwicklung der Schiffsartillerie stabilisiert. [[Linienschiff#Einheits-Linienschiffe (1890–1905)|Linienschiffe]] und [[Panzerkreuzer]] besaßen normalerweise eine dreigeteilte Artillerie aus Schnellladekanonen (von der Rohrkonstruktion her weiterhin Mantelringrohre):&lt;br /&gt;
* Zwei bis vier (bei Panzerkreuzern gelegentlich auch mehr) Geschütze der Hauptartillerie, normalerweise in [[Geschützturm|Geschütztürmen]] angeordnet. Das Kaliber bei Linienschiffen betrug meist 30,5&amp;amp;nbsp;cm, bei Panzerkreuzern meist 20,3 bis 25,4&amp;amp;nbsp;cm.&lt;br /&gt;
* Eine auf den Schiffsseiten aufgestellte [[Mittelartillerie]] in [[Kasemattendeck|Kasematten]] oder Türmen zur Unterstützung der Hauptartillerie mit einem Kaliber um 15,2&amp;amp;nbsp;cm.&lt;br /&gt;
* Eine auf den verfügbaren Plätzen frei hinter Schilden oder in Kasematten aufgestellte leichte Artillerie zur Abwehr von Torpedobooten mit Kalibern von 37&amp;amp;nbsp;mm bis 8,8&amp;amp;nbsp;cm.&lt;br /&gt;
[[Geschützter Kreuzer|Geschützte Kreuzer]] trugen als Hauptbewaffnung meist Geschütze vom Kaliber 10,2 bis 15,2&amp;amp;nbsp;cm in Einzelaufstellung hinter Schilden oder in Kasematten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Dreadnought]]-Revolution brachte eine Verstärkung der Hauptartillerie und teilweise den Wegfall der Mittelartillerie. Spätestens mit dem Ersten Weltkrieg wurde klar, dass die leichte Artillerie zu leicht zur Abwehr von Torpedobooten war. Teilweise wurde sie durch erste Flugabwehrgeschütze ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ersten Weltkrieg wuchs das Kaliber der Hauptartillerie der Linienschiffe bis 40,6&amp;amp;nbsp;cm, was bis auf zwei Ausnahmen (&amp;#039;&amp;#039;[[Furious (Schiff, 1917)|Furious]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Yamato-Klasse|&amp;#039;&amp;#039;Yamato&amp;#039;&amp;#039;-Klasse]]) bis zum Ende der Ära der schweren Artillerie nicht überschritten wurde. Ab Anfang der 1920er-Jahre verschwanden auf neugebauten [[Schlachtschiff]]en und [[Kreuzer (Schiffstyp)|Kreuzern]] die in Kasematten und außer bei der Flak hinter Einzelschilden aufgestellte Geschütze weitgehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschütze des Ersten Weltkriegs erlaubten bereits Gefechtsentfernungen von 10–20&amp;amp;nbsp;km, was eine entsprechende [[Feuerleitung]] notwendig machte. Die erforderlichen Verfahren und Geräte ([[Feuerleitanlage]], [[Entfernungsmessung|Entfernungsmesser]]) wurden noch vor dem Ersten Weltkrieg entwickelt. Bekannte und gemessene Daten (eigener Kurs, eigene Geschwindigkeit, Richtung des Ziels, Zielentfernung) wurden [[plotten|geplottet]], also mit geschätzten (Kurs und Geschwindigkeit des Ziels) in mechanischen Rechenmaschinen kombiniert und die so ermittelte Ausrichtung an die Geschütze weitergegeben. Zur Korrektur wurde die Lage der Aufschläge beurteilt und in die Schätzung einbezogen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Feuerleitung durch die Verwendung von Radar nochmals entscheidend verbessert. Zur Beobachtung der Trefferlage und zum Schießen über den Horizont führten Schlachtschiffe und Kreuzer ab Mitte der 1920er-Jahre meist [[Bordflugzeug]]e mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde mit der Entwicklung vollautomatischer Geschütze der Kaliber 15,2&amp;amp;nbsp;cm und 20,3&amp;amp;nbsp;cm für Kreuzer (britische [[Tiger-Klasse (1945)|&amp;#039;&amp;#039;Tiger&amp;#039;&amp;#039;-Klasse]], US-amerikanische [[Worcester-Klasse (1947)|&amp;#039;&amp;#039;Worcester&amp;#039;&amp;#039;-Klasse]], [[Des-Moines-Klasse|&amp;#039;&amp;#039;Des-Moines&amp;#039;&amp;#039;-Klasse]]) begonnen, die jedoch auf Grund der Entwicklung von Flugkörpern nicht lange verwendet wurden.&lt;br /&gt;
==== Flak ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bofors firing USS Hornet.jpg|mini|Feuernde 40-mm-Bofors-Zwillings-Geschütze an Bord des Flugzeugträgers &amp;#039;&amp;#039;[[Hornet (Schiff, 1943)|Hornet]]&amp;#039;&amp;#039;, 1945 im Pazifik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ersten Weltkrieg wurden die ersten [[Flugabwehrkanone]]n (kurz &amp;#039;&amp;#039;Flak&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;FlaK&amp;#039;&amp;#039;) auf Schiffen aufgestellt. Ab den 1920er-Jahren erhielten Kriegsschiffe generell Flugabwehrkanonen. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges trugen Schlachtschiffe, [[Flugzeugträger]] und Kreuzer generell schwere Flak (Kaliber 7,5–13&amp;amp;nbsp;cm), [[Maschinenkanone]]n im Kaliber 20–40&amp;amp;nbsp;mm (teilweise auch nur halbautomatisch) sowie [[Maschinengewehr|Flugabwehrmaschinengewehre]]. Die Rolle der schweren Flak wurde teilweise von Mehrzweckgeschützen der [[Mittelartillerie]] übernommen. MGs wurden auf Grund ihrer geringen Wirkung im Krieg teilweise durch das 20-mm-Geschütz von [[Oerlikon-Bührle|Oerlikon]] verdrängt. Bei der schweren und mittleren (37&amp;amp;nbsp;mm, 40&amp;amp;nbsp;mm) Flak zeigte sich, dass die Wirksamkeit entscheidend von der Qualität der Feuerleitung abhing. Gegen Ende des Krieges verfügte die US Navy über eine effektive Radarfeuerleitung für ihre 12,7-cm- und [[40-mm-Bofors-Geschütz|40-mm]]-Flak.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenwart ===&lt;br /&gt;
[[Datei:5-54-Mark-45-firing.jpg|mini|[[Mark-45-Leichtgewichtsgeschütz|Modernes Marinegeschütz Kaliber 127&amp;amp;nbsp;mm]]]]&lt;br /&gt;
Heute werden auf den meisten Kriegsschiffen Kanonen bis zum [[Kaliber 15,5&amp;amp;nbsp;cm]] benutzt, die eine automatische Ladevorrichtung haben und deren Schussweite sich nach der verwendeten [[Munition]]sart richtet. Geschütze dienen der Nahbereichsabwehr von [[Boot]]en, Flugzeugen und Flugkörpern oder zum Küstenbeschuss. Für den letzteren Zweck hat die moderne Schiffsartillerie oft ein zu geringes Kaliber, weshalb auch die US Navy zwei Schlachtschiffe der [[Iowa-Klasse|&amp;#039;&amp;#039;Iowa&amp;#039;&amp;#039;-Klasse]] bis 2006 in Dienst hielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund sich verändernder Einsatzbedingungen (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Asymmetrische Kriegführung]], [[Friedenssicherung]]soperationen, [[Amphibische Kriegsführung]]) gewinnt der Landzielbeschuss als taktische [[Unterstützungsfeuer|Feuerunterstützung]] neue Bedeutung. In Deutschland wurde daher geprüft, inwieweit der Geschützturm der [[Panzerhaubitze 2000]] navalisiert werden konnte (Projekt [[MONARC]]). Nach Einstellung des Projektes wurde indes das Oto Melara [[127/64 Lightweight]] als Schiffsartillerie der neuen Fregatten der [[Baden-Württemberg-Klasse|&amp;#039;&amp;#039;Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;-Klasse (F125)]] gewählt, mit dem die [[Präzisionsgelenkte Munition|präzisionsgelenkte]] [[Vulcano (Munition)|Vulcano-Munition]] verschossen werden kann, die Reichweiten von 70 bis 100&amp;amp;nbsp;km erreichen kann. Das 127/64 Lightweight mit der Vulcano-Munition wird ebenfalls in der Landangriffsversion der italienischen [[FREMM-Fregatten]] verwendet. Ähnliche Ziele verfolgte die US-Army mit der Entwicklung des [[Advanced Gun System]] für die Zerstörer der [[Zumwalt-Klasse|&amp;#039;&amp;#039;Zumwalt&amp;#039;&amp;#039;-Klasse]], das über [[Kaliber 155&amp;amp;nbsp;mm]] und ebenfalls reichweitengesteigerte Präzisionsmunition verfügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Bedeutung der Kanone als Schiffsartillerie ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Kanone und ihre Perfektionierung in Europa hat letztlich entscheidend dazu beigetragen, dass europäische Staaten, wenn auch zahlenmäßig unterlegen, sich gegen Annektierungsversuche anderer Völker und Militärs anderer Kontinente durchsetzen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europäer hatten schnell festgestellt, dass leichte, mobile Geschütze taktische Vorteile bieten, da sie sich unter anderem schnell ausrichten ließen und eine deutlich höhere [[Kadenz (Waffentechnik)|Feuergeschwindigkeit]] erlaubten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cipolla&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Carlo M. Cipolla: &amp;#039;&amp;#039;Segel und Kanonen – Die europäische Expansion zur See.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1990, ISBN 3-8031-3602-4.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerade auf dem Wasser, also auf [[Kriegsschiff]]en, stellte sich schnell heraus, dass ein einzelnes mit leichten Kanonen bestücktes Schiff eine Übermacht erfolgreich bekämpfen konnte, ohne dabei selber über das Maß Schaden zu nehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cipolla&amp;quot; /&amp;gt; Dies war dann auch maßgeblich ein Erfolg Europas, sich zum einen gegen Einflüsse asiatischer Expansionsversuche zu wehren und auf der anderen Seite eigene Expansions- und Kolonialisierungsinteressen durchzusetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cipolla&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1502 stach [[Vasco da Gama]] zu seiner zweiten Fahrt nach Indien in See. Die Schiffe wurden mit der damals modernsten Schiffsartillerie bestückt, da man mit einem bewaffneten Konflikt mit den Arabern rechnete. In indischen Gewässern angekommen, wurde er von etwa 100 Fahrzeugen einer arabisch-indischen Flotte angegriffen. Mit der Artillerie von 15 seiner Schiffe konnte er alle Enterversuche vereiteln. Die Artillerie beflügelte das [[Zeitalter der Entdeckungen]] (= „Zeitalter der europäischen Expansion“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist es offensichtlich, warum es Spanien und Portugal – später dann auch den Niederlanden, Frankreich und England – gelang, auf anderen Kontinenten Fuß zu fassen und entsprechende Einflüsse dort geltend zu machen: Sie bestückten dickbäuchige Handels- und Kriegsschiffe mit einer angemessenen Anzahl an Kanonen und waren so in der Lage, sich Vormachtstellungen in Europa und gleichzeitig ihre Kolonialinteressen zu sichern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cipolla&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Feldschlange]], [[Steinbüchse]], [[Kartaune]], [[Artillerie]], [[Kanonenboot]], [[Kanonenkugel]], [[Balliste]], [[Katapult]]. [[Geschütz]].&lt;br /&gt;
* [[Railgun]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Sigfried Breyer |Titel=Battleships and Battle Cruisers, 1905–1970 |Verlag=Doubleday |Ort=London |Datum=1973 |ISBN=0-385-07247-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=John Brooks |Titel=Dreadnought Gunnery and the Battle of Jutland: The Question of Fire Control |Reihe=Naval Policy and History |BandReihe=32 |Verlag=Routledge |Ort=Abingdon, Oxfordshire |Datum=2005 |ISBN=0-415-40788-5}}&lt;br /&gt;
* Douglas, Buchardi: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlung über die Schiffs-Artillerie.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Carl Schröder&amp;amp;Comp., Kiel 1850.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=John Campbell |Titel=Naval Weapons of World War II |Verlag=Naval Institute Press |Ort=Annapolis, USA |Datum=1985 |ISBN=0-87021-459-4}}&lt;br /&gt;
* Carlo M. Cipolla: &amp;#039;&amp;#039;Segel und Kanonen – Die europäische Expansion zur See.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1999, ISBN 3-8031-3602-4.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Fairfield, A. P. |Titel=Naval Ordnance |Verlag=Lord Baltimore Press |Datum=1921}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=David Frieden |Titel=Principles of Naval Weapons Systems |Verlag=Naval Institute Press |Ort=Annapolis, USA |Datum=1985 |ISBN=0-87021-537-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Norman Friedman |Titel=Naval Firepower: Battleship Guns and Gunnery in the Dreadnought Era |Verlag=Naval Institute Press |Ort=Annapolis, USA |Datum=2008 |ISBN=978-1-59114-555-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Peter Hodges |Titel=The Big Gun: Battleship Main Armament 1860–1945 |Verlag=Naval Institute Press |Ort=Annapolis, USA |Datum=1981 |ISBN=0-87021-917-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Peter Hodges, Norman Friedman |Titel=Destroyer Weapons of World War 2 |Verlag=Conway Maritime Press |Ort=London |Datum=1979 |ISBN=0-87021-929-4}}&lt;br /&gt;
* Ulrich Israel, Jürgen Gebauer: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsschiffe im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Gondrom-Verlag, Bindlach 1989, ISBN 3-8112-0626-5.&lt;br /&gt;
* Ulrich Israel, Jürgen Gebauer: &amp;#039;&amp;#039;Panzerschiffe um 1900.&amp;#039;&amp;#039; Brandenburgisches Verlagshaus, ISBN 3-89488-027-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jane&amp;#039;s Battleships of the 20th Century.&amp;#039;&amp;#039; HarperCollins Publishers, London 1996, ISBN 0-00-470997-7.&lt;br /&gt;
* Klaus Krick: &amp;#039;&amp;#039;Historische Schiffsmodelle selbst gebaut.&amp;#039;&amp;#039; Neckar Verlag, Villingen-Schwenningen 2003, ISBN 3-7883-3136-4.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Brian Lavery |Titel=The Ship of the Line: Design, Construction and Fittings |Band=II |Verlag=Conway Maritime Press |Ort=London, UK |Datum=1986 |ISBN=0-85177-287-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Hans Mehl |Titel=Schiffs- und Küstenartillerie: Marinegeschütze aus 500 Jahren |Auflage=1 |Verlag=E.S. Mittler &amp;amp; Sohn GmbH |Ort=Hamburg |Datum=2001 |ISBN=3-8132-0774-9 |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* Wolfram zu Mondfeld: &amp;#039;&amp;#039;Historische Schiffsmodelle.&amp;#039;&amp;#039; (Sonderausgabe), Orbis Verlag, München 2003, ISBN 3-572-01464-6.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Edwin Olmstead, Wayne E. Stark, Spencer C. Tucker |Titel=The Big Guns: Civil War Siege, Seacoast, and Naval Cannon |Verlag=Museum Restoration Service |Ort=Alexandria Bay, New York |Datum=1997 |ISBN=0-88855-012-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=E. B. Potter |Titel=Sea Power |Verlag=Prentice-Hall |Ort=Englewood Cliffs, New Jersey |Datum=1960 |OCLC=220797839}}&lt;br /&gt;
* Garcia de Resende, Vida e feitos d&amp;#039; el-rey Dom João Segundo, 1545&lt;br /&gt;
* Scott Robertson: &amp;#039;&amp;#039;Basiswissen Schiffsmodellbau.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Technik und Handwerk, Baden-Baden 2004, ISBN 3-88180-733-0.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=J. N. Rodriguez, T. Devezas |Titel=Portugal: o pioneiro da globalização: a Herança das descobertas |Verlag=Centro Atlantico |Ort=Lisbon |Datum=2009 |ISBN=978-989-615-077-8}}&lt;br /&gt;
* Paul Schmalenbach: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der deutschen Schiffsartillerie.&amp;#039;&amp;#039; Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 1968, ISBN 3-7822-0577-4.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Paul Schmalenbach |Titel=Die Geschichte der deutschen Schiffsartillerie |Auflage=3 |Verlag=Koehlers Verlagsgesellschaft |Ort=Herford, Germany |Datum=1993 |ISBN=3-7822-0577-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Philip B. Sharpe |Titel=Complete Guide to Handloading |Auflage=3 |Verlag=Funk and Wagnalls |Ort=New York |Datum=1953 |OCLC=500118405}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Michel Vergé-Franceschi |Titel=Dictionnaire d&amp;#039;Histoire maritime |Verlag=éditions Robert Laffont |Ort=Paris |Datum=2002 |ISBN=2-221-91285-3 |Seiten=1, 508}}&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Walle]], Robert Volk: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung der modernen Schiffsartillerie. Eine technische Voraussetzung für den Navalismus im 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Friedberg 2023. ISBN 978-3-931874-01-8&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=M. J. Whitley |Titel=Cruisers of World War Two |Verlag=Brockhampton Press |Datum=1995 |ISBN=1-86019-874-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Naval artillery|Schiffsartillerie}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4204491-1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://www.navweaps.com/Weapons/index_weapons.htm | titel=&lt;br /&gt;
Naval Weapons of the World | titelerg=From 1880 to Today | autor=Tony DiGiulian | hrsg= | werk=navweaps.com | seiten= | datum=2021 | archiv-url= | archiv-datum= | abruf=2021-01-21 | sprache=en | format= | kommentar=Verzeichnis von Marinegeschützen | zitat= | offline= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4204491-1|LCCN=sh85095399}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffsgeschütz| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffsausrüstung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marineartillerie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uliraush</name></author>
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