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	<title>Schiffbruch mit Tiger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T17:42:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schiffbruch_mit_Tiger&amp;diff=658882&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-06-12T14:25:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur Verfilmung des Buches siehe [[Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schiffbruch mit Tiger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (englischer Originaltitel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Life of Pi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein im Jahr [[Literaturjahr 2001|2001]] erschienener philosophischer [[Roman]] des [[Kanada|kanadischen]] [[Schriftsteller]]s [[Yann Martel]]. Die deutsche Übersetzung von [[Manfred Allié]] und Gabriele Kempf-Allié erschien 2003 im [[S. Fischer Verlag]]. 2002 erhielt Yann Martel für diesen Roman den [[Booker Prize]]. 2012 wurde der Roman vom taiwanischen Regisseur [[Ang Lee]] unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger]]&amp;#039;&amp;#039; verfilmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte handelt von einem jetzt erwachsenen Mann, welcher einem Autor von seiner Jugend erzählt:&lt;br /&gt;
[[Piscine Molitor]] Patel, genannt Pi, ist der Sohn des [[Zoologischer Garten|Zoodirektors]] im indischen [[Puducherry|Pondicherry]]. Er ist bereits ein gläubiger [[Hinduismus|Hindu]], als er das [[Christentum]] kennenlernt und sich taufen lässt. Später nimmt er als dritte Religion noch den [[Islam]] an. Als sein Vater beschließt, aus wirtschaftlichen Gründen nach Kanada auszuwandern, begibt sich die Familie mit dem halben Zoo auf einen japanischen Frachter. Auf offener See geraten sie in einen schweren Sturm. Das Schiff kentert und sinkt. Nur der halbwüchsige Pi, ein [[Zebra]], ein [[Orang-Utan]], eine [[Tüpfelhyäne]] und ein [[Königstiger|bengalischer Tiger]] namens „Richard Parker“ können in einem Rettungsboot dem Untergang ihres Schiffes entkommen. Der nun folgende Überlebenskampf beginnt damit, dass die Hyäne zunächst das gebrochene Bein des Zebras abreißt und frisst. Später verschlingt sie nach und nach auch den Rest des Zebras. Als Nächstes kommt der Orang-Utan an die Reihe. Der Tiger war bis dahin unter einer [[Persenning]] verborgen und hatte sich dort bewegungslos verhalten, da er seekrank war. Nachdem er sich erholt hat, frisst der Tiger die Hyäne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pi rettet sich auf ein Floß, das er aus Rudern und Schwimmwesten gebaut und ans Rettungsboot angehängt hat. Durch ein langes Tau vom Boot getrennt und vor Richard Parker geschützt, beginnt der Junge nun das Raubtier zu zähmen, indem er es mit Fischen füttert, die er von seiner sicheren Insel aus angelt und ins Boot hinüberwirft. Außerdem nutzt er dessen Anfälligkeit für Seekrankheit zu seinem Vorteil, indem er immer dann, wenn das Tier aggressiv zu werden droht, das Boot durch rhythmische Bewegungen so heftig zum Schwanken bringt, dass dem Tiger augenblicklich schlecht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es vergehen Monate. Die beiden werden zu Partnern, immer mehr voneinander abhängig, aber auch immer ausgezehrter und schwächer. Pi wird vorübergehend blind, seine Augen trocknen aus. Da erscheint in einem zweiten Rettungsboot ein französischer Schiffbrüchiger, der gesteht, dass er schon einmal einen Mann und eine Frau umgebracht hat. Als er in Pis Boot hinüberklettert, greift er den geschwächten Pi heimtückisch an, wird aber sofort von dem unter der Persenning lauernden Tiger gepackt und gefressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich stranden Pi und Richard Parker an einer Insel aus [[Algen]], für die beiden eine Art [[Schlaraffenland]], auf der es von [[Erdmännchen]] wimmelt. Der ausgehungerte Tiger frisst sich an den Tierchen satt, Pi ernährt sich außerdem von den süßen Algen, die obendrein reichlich Süßwasser enthalten. Jäh zu Ende ist es mit dem Paradies, als Pi merkt, dass die Algen bei Nacht zu gefährlichen [[Fleischfressende Pflanzen|fleischfressenden Pflanzen]] werden. Er zieht mit dem Rettungsboot weiter, den Tiger nimmt er mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 227 Tagen auf See werden die beiden an der [[Mexiko|mexikanischen]] Küste angetrieben. Richard Parker verschwindet auf Nimmerwiedersehen im nahegelegenen [[Dschungel]], Pi wird ins Krankenhaus gebracht. Dort besuchen ihn zwei Angestellte des japanischen Verkehrsministeriums, um Genaueres über den Untergang des Frachters zu erfahren. Sie nehmen ihm aber seine abenteuerliche Tiergeschichte nicht ab: Weder der Tiger noch der französische Schiffbrüchige oder die fleischfressende Algeninsel seien plausibel. „Wenn Sie nur wahrhaben wollen, was Sie glauben können, wofür leben Sie dann überhaupt?“, entgegnet ihnen Pi. Als sie ihn auffordern, keine Geschichten zu erzählen, sondern das, was wirklich geschehen sei, entgegnet er ihnen, dass letztlich alles, was man berichte, zu einer Geschichte werde. Trotzdem reagiert er auf ihre Bitte und erzählt ihnen eine zweite Variante seiner Odyssee, diesmal ohne Tiere: Auf dem Rettungsboot befinden sich nun neben Pi ein französischer Koch, ein Matrose, der sich beim Sturz ins Rettungsboot ein Bein gebrochen hat, und Pis Mutter. Der Koch amputiert das Bein des Matrosen, um es als Köder für die Fische zu verwenden. Langsam stirbt der Matrose, und der Koch isst das Fleisch des Matrosen. Nachdem der Koch auch Pis Mutter umgebracht hat, wird er bei einem Streit mit Pi schließlich ebenfalls getötet. In der Einsamkeit, die nun beginnt, wendet sich Pi [[Gott]] zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende seiner [[Unzuverlässiges Erzählen|Erzählung]] lässt Pi den Autor entscheiden, welches die wahre und bessere Geschichte sei. Als dieser zugegeben hat, dass er die Wahrheit nicht erkennen könne, die Geschichte mit den Tieren aber wohl doch die bessere sei, antwortet er ihm: „Und genauso ist es mit Gott“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfolg ==&lt;br /&gt;
Das Buch stand eine Woche lang im Jahr 2003 auf dem [[Liste der meistverkauften Belletristikbücher in Deutschland#2001 ff.|Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Von der Kritik wurde der Roman unterschiedlich aufgenommen. [[Ilija Trojanow]] von der &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zürcher Zeitung|Neuen Zürcher Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; sieht in Martels Form, sich mit Religion auseinanderzusetzen, eine leere „postmoderne Remix-Religiosität“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ilija Trojanow: &amp;#039;&amp;#039;Neue Zürcher Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 20. Februar 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Tilman Spreckelsen|Tilmann Spreckelsen]] ([[FAZ]]) schreibt, dass die Beschreibungen in [[Theologie|theologischen]], zoologischen und [[Nautik|nautischen]] Fachtermini bestenfalls zu „bezaubernden Natur- und Tierschilderungen“ werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Tilmann Spreckelsen in: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 22. Februar 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; Ulrich Sonnenschein dagegen attestiert in seiner Rezension der [[Frankfurter Rundschau]] dem Roman eine solide theoretische und philosophische Basis. Der Autor lasse uns „die Wahl, ob wir ihm ohne Referenzzwang einfach in die fantastische Welt der Sprache folgen, ob wir bei der Symbolik bleiben wollen oder den Dingen ihren realen Kern abzutrotzen versuchen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.perlentaucher.de/buch/yann-martel/schiffbruch-mit-tiger.html |titel=Yann Martel: Schiffbruch mit Tiger. Roman - Perlentaucher |abruf=2023-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 2004: [[Deutscher Bücherpreis]] (Kategorie Belletristik)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
In [[Edgar Allan Poe]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Der Bericht des Arthur Gordon Pym]]&amp;#039;&amp;#039;, der ebenfalls von einem Schiffbruch handelt, wird der Hund des Ich-Erzählers „Tiger“ genannt, und einer der vier Überlebenden des Schiffbruchs, der im späteren Verlauf von seinen Leidensgenossen verspeist wird, trägt den Namen „Richard Parker“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein klassischer [[Präzedenzfall]] aus dem britischen Recht ([[R v Dudley and Stephens|„Queen gegen Dudley und Stephens“]]) beinhaltet den Themenkomplex, der hier als Variante ohne Tiere der Geschichte zugrunde gelegt wird. In dem realen Präzedenzfall heißt einer der Beteiligten ebenfalls „Richard Parker“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fleischfressende Insel erinnert an die Gourmetica Insularis aus [[Walter Moers]]’ [[Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alexandra Tischel: &amp;#039;&amp;#039;Affen wie wir. Was die Literatur über unsere nächsten Verwandten erzählt.&amp;#039;&amp;#039; J. B. Metzler, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-476-04598-0, S. 9–20.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.perlentaucher.de/buch/13125.html Rezensionen Perlentaucher]&lt;br /&gt;
* [https://inkultura-online.de/martel.htm Rezensionen inkultura-online]&lt;br /&gt;
* [http://lyrikwelt.de/rezensionen/schiffbruch-r.htm Rezensionen Lyrikwelt]&lt;br /&gt;
* [http://www.literaturzeitschrift.de/reviews/read.php5?search=bla&amp;amp;id_publisher=10000028&amp;amp;page=detail&amp;amp;id=194 Rezensionen Literaturzeitschrift.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=1030251800|LCCN=no2018124084|VIAF=296054836}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanadische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiger in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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