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	<title>Schicksalsglaube - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T05:12:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schicksalsglaube&amp;diff=45277&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Änderungen von 93.240.91.239 (Diskussion) auf die letzte Version von Thoread zurückgesetzt</title>
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		<updated>2024-06-06T10:00:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/93.240.91.239&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/93.240.91.239&quot;&gt;93.240.91.239&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:93.240.91.239&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:93.240.91.239 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Thoread&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Thoread (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Thoread&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schicksalsglaube&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der [[Glaube]] bzw. die Überzeugung, dass ein bestimmter Lebensweg oder bestimmte Ereignisse im Leben eines Menschen mehr oder weniger [[Determinismus|deterministisch]] vorherbestimmt sind. Manche Menschen glauben, dass sie ihr Schicksal selbst beeinflussen können, andere glauben, dass dies nicht möglich ist, wieder andere halten die [[Idee]] des [[Schicksal]]s für falsch und glauben, dass das Leben vom [[Zufall]] und/oder dem [[freier Wille|freien Willen]] abhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig ist der Schicksalsglaube [[Religion|religiös]] eingebettet oder ausgeformt. Die Annahme, das Schicksal des Menschen liege in der Hand [[Gott]]es oder eines übermächtigen göttlichen Wesens und werde von ihm bestimmt oder zumindest geführt, findet man im Glauben an die göttliche [[Vorsehung]], der etwa im [[Islam]] und im [[Christentum]] eine wichtige Rolle spielt. Je nachdem wie viel Entscheidungsspielraum dabei dem [[Freier Wille|freien Willen]] des Menschen gegenüber dem vorbestimmten oder vorgesehenen Schicksal zugestanden wird, gehen diese Vorstellungen recht weit auseinander und reichen von expliziter Ablehnung des Schicksalsbegriffs in vielen christlichen Richtungen über einen schicksalhaften Bestimmungsglauben, wie er beispielsweise im Islam betont wird, bis hin zu der Vorstellung einer [[Prädestination]] des [[Seelenheil]]s, also der Vorherbestimmung des zukünftigen Schicksals eines Menschen nach seinem Tod, wie sie auch in der christlichen [[Theologie]] im Anschluss an [[Augustinus]] beispielsweise von [[Martin Luther]] gelehrt wurde, der damit die Lehre von der Alleinwirksamkeit der göttlichen [[Gnade (Theologie)|Gnade]] und der Unfähigkeit des Menschen verband, sich das Heil durch gute Werke zu verdienen. In ihrer radikalen Ausformung, die dem Menschen jegliche Möglichkeit nimmt, sein Schicksal zu beeinflussen und an seinem Heil mitzuwirken, werden diese Vorstellungen aber ebenso wie ein philosophischer [[Determinismus]] (der die Unbeeinflussbarkeit irdischer Ereignisse einschließlich menschlicher Handlungen durch den Willen postuliert und insoweit dem Schicksalsglauben verwandt ist) sowohl im Christentum als auch im Islam abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Philosophisch ist die Stellung und Bewertung des [[Zufall]]s von Bedeutung, der im Schicksals- und Vorsehungsglauben häufig als göttliche oder schicksalhafte Fügung verstanden oder gedeutet und teils – wie im konsequenten Determinismus – als nicht existent abgelehnt wird („es gibt keine Zufälle“). Im Unterschied zu deterministischen Vorstellungen betont der Schicksalsglaube jedoch die Unausweichlichkeit nur des &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisses&amp;#039;&amp;#039; (der „Bestimmung“) eines Vorgangs oder einer Biografie, billigt dem Individuum jedoch mitunter durchaus die Möglichkeit freier Willensentscheidungen zu, mit denen es den Eintritt des vorbestimmten Ergebnisses freilich nicht beeinflussen, jedenfalls nicht verhindern kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassische Beispiele für dieses paradoxe Moment in der schicksalgläubigen Weltauffassung finden sich in der antiken Sagenwelt, etwa in den Geschichten des [[Ödipus]] oder des [[Odysseus]], deren Protagonisten in ihren Handlungen frei sind und alles unternehmen, um ihrer (durch [[Orakel]] prophezeiten) schicksalhaften Bestimmung zu entgehen, letztlich aber gerade dadurch ihr vorherbestimmtes Schicksal selbst realisieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen schließt der strenge Determinismus die Existenz freier Willensentscheidungen und dadurch bestimmter Handlungen von vornherein aus, insoweit er von einer [[Mechanistisches Weltbild|mechanistischen]] Vorbestimmtheit aller [[Kontingenz (Philosophie)|kontingenten]] Ereignisse – also auch des menschlichen Wollens und Handelns – durch bekannte und unbekannte [[Kausalität|Kausalfaktoren]] ausgeht und dementsprechend weniger am Ergebnis der Bestimmung (dem Schicksal) interessiert ist, sondern daran, die strikte Abhängigkeit aller Phänomene einschließlich aller scheinbar selbstbestimmten Lebensvorgänge von vorgegebenen Ursachen in den Blick zu nehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einig sind sich das schicksalgläubige und das deterministische Weltbild indes in der Betonung der Unausweichlichkeit und Alternativlosigkeit der Realität, was zu einer eher passiven, schicksalergebenen (fatalistischen), bisweilen [[Gleichgültigkeit|gleichgültigen]] oder – auch [[Ethik|ethisch]] – [[Indifferentismus|indifferenten]] Lebenseinstellung führt und das Streben nach Selbstbestimmung und Weltveränderung als Illusion begreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kompatibilismus und Inkompatibilismus]]&lt;br /&gt;
* [[Fatalismus]]&lt;br /&gt;
* [[Kontingenz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionsphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glaube und Dogma]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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