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	<title>Schickeria - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T12:01:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schickeria&amp;diff=252219&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schotterebene: Leicht gestrafft</title>
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		<updated>2026-04-26T13:36:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leicht gestrafft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Schickimicki|Zum Lied siehe [[Schickeria (Lied)]], zum Fernsehkrimi siehe [[Tatort: Schicki-Micki]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Debuetanten auf dem Chrysanthemenball 05.jpg|mini|Zwei Paare in Abendkleidung]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schickeria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Italienische Sprache|Italienisch]] &amp;#039;&amp;#039;sciccheria = Schick, Eleganz&amp;#039;&amp;#039; und [[Jiddisch|jidd]]./jüd.-dt. „schickern“ = „trinken, sich betrinken“ und von deutsch schick) ist eine ursprünglich spöttische Bezeichnung für das Szenepublikum, dessen Party-Eskapaden durch den [[Boulevardjournalismus]] der breiten Öffentlichkeit zugetragen werden. Synonym dazu ist der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schickimicki&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Dieses Wort wird auch adjektivisch und für einzelne Angehörige der „Schickeria“ verwendet. Es ist gebildet nach dem Wischiwaschi-Prinzip wie &amp;#039;&amp;#039;Heckmeck, Krimskrams, Remmidemmi, Kribbeskrabbes&amp;#039;&amp;#039;. Es gibt darüber hinaus verschiedene Begriffsverwendungen oder Verknüpfungen wie „Schickeria-Droge“ (für Kokain) oder „Öko-Schickeria“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Urheberrechtsanspruch für den Begriff „Schickeria“ erhob der Schriftsteller [[Gregor von Rezzori]] und verwies dabei schon als Erklärung auf das Wort „schick“ und den jiddischen Begriff „schickern“ für „sich besaufen“. Erst die Verbindung beider Begriffe bezeichne präzise die gemeinte Sache, wobei darüber hinaus die Schickeria aber auch vom Wichtig-und-schön-sein-wollen lebe, denn Geld allein genügt noch nicht. Die Schickeria „will, sie darf nicht unter sich bleiben, sondern muss die Gesellschaft anderer suchen, nämlich die von noch Höheren, Reicheren, Mächtigeren. Der Schickeria wohnt ein unstillbarer Expansionsdrang inne.“ – so Rezzori 1984 für das Magazin Geo Special.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. dazu Franz Kotteder „Schick, schick, Schickeria“ in Süddeutsche Zeitung vom 17. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die Zugehörigkeit zur Schickeria wird allgemein daran bemessen, ob man zu szenetypischen Partys geladen wird, die von Medien wahrgenommen werden. Dieser Kreis setzt sich aus Begüterten, Künstlern und Personen des öffentlichen Lebens (überwiegend durch Boulevardmedien bekannte Persönlichkeiten) zusammen. In der Schickeria spielen Äußerlichkeiten wie ausgefallene Kleidung (der Chic bzw. Schick), edles Essen, [[Champagner]] und ursprünglich als exaltiert geltendes, aber in den 2010er Jahren schließlich weit verbreitetes Verhalten (insbesondere der beidseitige, angedeutete [[Kuss#Begrüßung und Abschied|Wangenkuss]], was zu dem Begriff der „Bussi-Bussi-Gesellschaft“ führte) eine herausragende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Adabei}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adabei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Standarddeutsch|Hochdeutsch]]: „auch dabei“) ist eine [[österreich]]ische, vor allem in [[Wien]] geläufige Bezeichnung für Personen, die Mitglieder der Schickeria sind, sein wollen oder diese medial kommentieren. Der Begriff geht auf das von [[Vinzenz Chiavacci]] geschriebene Werk &amp;#039;&amp;#039;Seltsame Reisen des Herrn Adabei&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahre 1908 zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Adabei&amp;#039;&amp;#039; ist auch eine bekannte [[Kolumne]] der &amp;#039;&amp;#039;[[Kronen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; über das Geschehen im Leben der Prominenten beziehungsweise in der Schickeria, der Szene und dem Jet-Set. Dahinter standen oder stehen immer prominente Journalisten wie [[Roman Schliesser]], der wegen seines Stils umstrittene [[Michael Jeannée]] und seit 2011 [[Norman Schenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seitenblickegesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird die immer wieder in den Medien präsente Gesellschaftsschicht bezeichnet. Der vorwiegend in Österreich verwendete Begriff leitet sich von der seit 1987 im [[ORF]], der öffentlich-rechtlichen österreichischen Rundfunkanstalt, ausgestrahlten Society-Sendung &amp;#039;&amp;#039;[[Seitenblicke]]&amp;#039;&amp;#039; ab und wird seit spätestens 1992 verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kurt Dieman |Titel=Ich sehe weiss: Aktion Weiss |Verlag=Druckerei Hawelka |Datum=1992 |ISBN= |Seiten=155 |Kommentar=„Der „Homo austriacus“ Marboe hat zwei ausgeprägte Talente: ein künstlerisches und ein politisches. Die „Seitenblickegesellschaft“ ist beiden nicht gerade förderlich.“}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Wortschöpfer gilt [[Erhard Busek]], der den Begriff sicherlich nicht freundlich meinte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Profil |Band=38 |Verlag=Wirtschafts-Trend Zeitschriftenverlag |Ort=Wien |Datum=2007 |Seiten=362}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort wird im [[Österreichisches Wörterbuch|Österreichischen Wörterbuch]] geführt und wurde 2009 auch in den Duden aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Österreichisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 43. Auflage. Österreichischer Bundesverlag Schulbuch GmbH &amp;amp; Co. KG, Wien 2018, ISBN 978-3-209-10546-2, S.&amp;amp;nbsp;637.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.news.at/a/25-jahre-seitenblicke-top-10-promis |titel=Top 10 der meistinterviewten Promis |titelerg=Bereits seit 25 Jahren macht die Sendung Österreicher zu heimischen Stars |werk=news.at |datum=2012-10-16 |abruf=2014-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einerseits auch kritisch verstandenen Begriffe Schickeria, Adabei oder Seitenblickegesellschaft dokumentieren und prägen andererseits ein wichtiges redaktionelles Thema, auf das heute auch elektronische Qualitätsmedien aus kommerziellen Gründen nicht verzichten wollen. Die Leute-Berichterstattung über die Seitenblickegesellschaft ist grundsätzlich aber besonders im Print-Medium ein wichtiger nach eigenen Regeln funktionierender Journalismusbereich und wird laut dem Top-Journalisten [[Norman Schenz]] mit „Wir schreiben längst nicht mehr einfach über ein Event, sondern wir erzählen Geschichten“ charakterisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. „Society-Berichterstattung im Wandel. Wer berichtete denn noch über Promis?“ in Wiener Zeitung vom 28. Juni 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
=== München ===&lt;br /&gt;
Als idealtypisch für eine Schickeria gilt die [[Schwabing]]er Schickiszene im [[München]] der späten 1970er und 1980er Jahre, wie sie in der 1981–1983 von [[Helmut Dietl]] gedrehten [[Fernsehserie]] &amp;#039;&amp;#039;[[Monaco Franze]]&amp;#039;&amp;#039; gezeigt wird. Durch den Gegensatz des Münchner Urgewächses Franz Münchinger ([[Helmut Fischer]]) und seiner Schickeria-affinen Gattin ([[Ruth Maria Kubitschek]]) wurde ein Bild der Münchner Kultur und Schickeria gezeichnet. Die Fernsehserie &amp;#039;&amp;#039;[[Kir Royal (Fernsehserie)|Kir Royal]]&amp;#039;&amp;#039; (1986) und die Komödie &amp;#039;&amp;#039;[[Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief|Rossini]]&amp;#039;&amp;#039; (1997) – beide ebenfalls gedreht von Helmut Dietl – beschäftigten sich ebenso mit dieser Thematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Spider Murphy Gang]] veröffentlichte 1981 ihr Lied &amp;#039;&amp;#039;[[Schickeria (Lied)|Schickeria]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 wurde der Kreis der engeren Münchner Schickeria rund um [[Michael Käfer]], [[Uschi Glas]], [[Roberto Blanco]] oder [[Julia Siegel]] auf 120 Personen geschätzt, wobei im Vergleich zu den Achtzigern die Strahlkraft eingebüßt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;so Franz Kotteder „Schick, schick, Schickeria“ in Süddeutsche Zeitung vom 17. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine 2002 gegründete [[Ultra-Bewegung|Ultrafangruppe]] des [[FC Bayern München]] nennt sich ironisch &amp;#039;&amp;#039;Schickeria München&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-1517417&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/regionales/muenchen/article1517417/Schickeria-Muenchen-gehoert-zur-Ultra-Bewegung.html |titel=Fanclubs: &amp;quot;Schickeria München&amp;quot; gehört zur Ultra-Bewegung |werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] |datum=2008-01-04 |abruf=2020-05-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schickeria-muenchen.org/index.php?id=ueberuns |titel=Schickeria München |abruf=2023-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wiedervereinigung verlor der Begriff „Schickeria“ Relevanz; in [[Berlin]] spricht man eher von „hip“ oder „Szene“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/kultur/article138978447/Nimmt-Helmut-Dietl-die-Schickeria-mit-ins-Grab.html |titel=Ein Mann, ein Wort: Nimmt Helmut Dietl die Schickeria mit ins Grab? - WELT |sprache=de |abruf=2023-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Der österreichische Liedermacher [[Rainhard Fendrich]] beschreibt die Wiener Schickeria in seinem 1981 veröffentlichten Song &amp;#039;&amp;#039;Schickeria&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Steffen Hung |url=https://austriancharts.at/showitem.asp?interpret=Rainhard+Fendrich&amp;amp;titel=Schickeria&amp;amp;cat=s |titel=Rainhard Fendrich - Schickeria |abruf=2023-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Seitenblicke]]&amp;#039;&amp;#039; seit 1987 und &amp;#039;&amp;#039;[[Chili – Society mit Dominic Heinzl|Chili]]&amp;#039;&amp;#039; von 2010 bis 2012 sind bzw. waren Fernsehsendungen des [[ORF]], die täglich über das Geschehen in der österreichischen Adabei-Szene bzw. Schickeria berichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://tv.orf.at/chili/ |text=tv.orf.at – Chili |wayback=20110701061023}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Privatsender [[Puls 4]] zeigt in &amp;#039;&amp;#039;[[PINK!|Pink! Österreichs Starmagazin]]&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls das aktuelle Society-Geschehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.puls4.com/pink |text=Pink! Österreichs Starmagazin auf puls4.com |wayback=20101126095056}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der österreichische Privatsender [[ATV (Fernsehsender)|ATV]] betreibt das Sendeformat &amp;#039;&amp;#039;[[Hi Society]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autor [[Manfred Baumann (Journalist)|Manfred Baumann]] beschreibt und verwendet den Begriff Schickeria in seinem 2010 erschienenen ersten Kriminalroman &amp;#039;&amp;#039;Jedermanntod&amp;#039;&amp;#039;, der in der Festspielstadt [[Salzburg]] zur Zeit der „[[Jedermann bei den Salzburger Festspielen|Jedermann]]&amp;quot;-Aufführungen“ spielt. Unter anderem beleuchtet er die gesellschaftliche Schicht, die nicht nur der Kunst wegen, sondern auch ihrer Selbstdarstellung wegen die Festspielzeit begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Jetset]]&lt;br /&gt;
* [[Cervelatprominenz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thomas Chorherr]]: &amp;#039;&amp;#039;Prominente – Promis – Adabeis. Wie aus der Gesellschaft die Society wurde&amp;#039;&amp;#039;, Molden Verlag, Wien 2011, mit Beiträgen von [[Elisabeth Gürtler]], [[Lotte Tobisch-Labotýn]], [[Erhard Busek]], [[Roman Schliesser]], [[Michael Jeannée]], [[Karl Hohenlohe]], [[Alexander Graf von Schönburg-Glauchau|Alexander von Schönburg]], Anna-Maria Wallner, [[Herbert Lackner (Journalist)|Herbert Lackner]], [[Richard Lugner]], ISBN 978-3-85485-273-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4235431-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4235431-6|LCCN=sh85021618}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensstil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prominenz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schotterebene</name></author>
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