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	<title>Scherengebiss - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T20:29:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Scherengebiss&amp;diff=1123275&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gert Voigt am 16. September 2025 um 10:33 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-16T10:33:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Azawakh K9.jpg|mini|Scherengebiss bei einem [[Azawakh]]]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scherengebiss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man ein [[Gebiss]], bei dem die [[Zahn|Zähne]] nicht vertikal aufeinander zulaufen, sondern knapp aneinander vorbei. Anders als bei [[Schneidezahn|Schneidezähnen]] oder [[Backenzahn|Mahlzähnen]] opponieren die scharfen Flächen der Zähne bei geschlossenem Kiefer nicht aufeinander, sondern liegen wie bei den Schneiden einer geschlossenen [[Schere]] nebeneinander, daher der Name.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung im Tierreich ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gray997.png|mini|Prämolare und Molare]]&lt;br /&gt;
Diese Zahnstellung ist sehr effektiv für das Zerkleinern von fleischlicher Nahrung und Knochen, trotzdem entstand diese Gebissform im Tierreich nur selten. [[Fische]], [[Amphibien]] und [[Reptilien]] haben in der Regel keine Scherengebisse entwickelt, obwohl es vor allem unter den Reptilien viele große beutegreifende und fleischfressende Arten gab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlemperHerold2008&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|author=Holger Schlemper, Isabell Herold, Tilman Simon|title=Praxisleitfaden der Zahn- und Kiefererkrankungen des Pferdes|url=https://books.google.de/books?id=kKeJE5u556AC&amp;amp;pg=PA96&amp;amp;hl=de|date=2008-11-19 |publisher=Georg Thieme Verlag|isbn=978-3-8304-4201-1|pages=96–}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
Bei sich schließendem Kiefer gleiten die scharfen Flächen der Zähne knapp aneinander vorbei und können so von einem Stück Fleisch einen kleinen, scheibenartigen Brocken abtrennen – er wird abgeschert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brechschere ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Brechschere-Hund.jpg|rechts|mini|Reißzähne eines Hundes]]&lt;br /&gt;
Als Besonderheit innerhalb der Scherenstellung des Gebisses sind bei allen Landraubtieren, also auch beispielsweise beim Hund, die 4. [[Prämolar]]en des Oberkiefers und die 1. [[Molar (Zahn)|Molaren]] des Unterkiefers (P4/M1) als so genannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brechschere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ausgebildet, deren gezacktes Profil die Scherwirkung noch unterstützt und die aufgrund ihrer günstigen Hebelwirkung sehr kraftvoll zubeißen können. Sie werden auch [[Zahnformel#Hund|Reißzähne]] genannt (nicht zu verwechseln mit den Eck- oder Fangzähnen, die dem Festhalten, nicht aber dem Zerkleinern von Beutetieren dienen).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz-Viktor Salomon]]: &amp;#039;&amp;#039;Zähne&amp;#039;&amp;#039;. In: Franz-Viktor Salomon u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomie für die Tiermedizin.&amp;#039;&amp;#039; Enke-Verlag, Stuttgart 3. Auflage, 2015, S. 274. ISBN 978-3-8304-1288-5.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorteile ===&lt;br /&gt;
Manche Raubtiere sind dazu in der Lage, durch fortgesetztes Beißen mit geringem Vorschub Fleisch und sogar Knochen zu zerraspeln und so in [[brei]]ige Form zu bringen. Das ermöglicht es ihnen, völlig auf Mahlzähne zu verzichten und doch die Oberfläche der Nahrung stark zu vergrößern. Bei den [[Katzen]] wird dieses Prinzip durch die raue Zunge zusätzlich unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fleischfresser mit Scherengebiss müssen keine größeren Brocken schlucken, was eine effektivere [[Verdauung]], schlankere Verdauungsorgane und eine geringere körperliche Belastung durch den Verdauungsvorgang ermöglicht. Die für Reptilien typische Bereitstellung größerer Mengen von sauren Verdauungssäften sowie ein ausgeprägtes System von Sekretion und Absorption fallen weg. Auch Raubtiere, die sehr viel Fleisch auf einmal zu sich nehmen, verdauen dies vergleichsweise schnell und können auf ausgedehnte Ruhephasen nach dem Fressen verzichten. Die [[Speiseröhre]] ist nicht auf eine starke Ausdehnung ausgelegt, was Einfluss auf die anderen im Halsbereich sitzenden Organe sowie die Stellung vom Kopf zum Rumpf hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vogt2011&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|author=Carsten Vogt|title=Lehrbuch der Zahnheilkunde beim Pferd|url=https://books.google.de/books?id=AEiHg33XL24C&amp;amp;pg=PA141&amp;amp;hl=de|year=2011|publisher=Schattauer Verlag|isbn=978-3-7945-2690-1|pages=141–}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Scherengebiss schließt die Aufnahme pflanzlicher Nahrung nicht aus, ist aber dabei deutlich ineffizienter als ein Gebiss mit Mahlzähnen (vergl. [[Kronenhöhe (Zahn)#Hypsodontie oder Hypselodontie|Hypsodontie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie der Raubtiere]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hundemedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierzahnheilkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gert Voigt</name></author>
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