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	<title>Schenkelgeburt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schenkelgeburt&amp;diff=120849&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T13:15:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hermes with dionis pushkin.jpg|mini|hochkant=1.1| [[Hermes]] hält den geretteten [[Dionysos]] (Kopie einer antiken Statue aus dem griechischen [[Olympia (Griechenland)|Olympia]], [[Puschkin-Museum|Puschkin-Museum Moskau]], 2007)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schenkelgeburt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet einen Vorgang in der [[griechische Mythologie|griechischen Mythologie]], bei dem der [[Zeus|Göttervater Zeus]] den [[Dionysos]] ([[Gott]] des [[Wein]]es und der [[Fruchtbarkeit]]) zur Welt bringt, nachdem er ihn drei Monate lang [[Nähen|eingenäht]] in seinem [[Oberschenkel]] trug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeus, Herrscher des [[Olymp #Mythologie|Götterbergs Olymp]], hatte zuvor Dionysos’ werdende Mutter getötet, seine Geliebte [[Semele (Mythologie) #Mythos|Semele]]. Sie war die Tochter der Göttin der [[Eintracht]] ([[Harmonia]]) und des Königs von [[Theben (Böotien)|Theben]] ([[Kadmos]]). Semele hatte Zeus in seiner wahren Gestalt sehen wollen, um zu prüfen, ob er wirklich er selbst sei. Dazu war sie angestachelt worden von [[Hera]], der eifersüchtigen Gattin (und Schwester) von Zeus. Semele wusste allerdings nicht, dass die eigentliche Erscheinungsform von Zeus der [[Blitz]] ist. Als Zeus sich ihr schließlich in seinem „vollen Glanz“ zeigt, verbrennt Semele, wie von einem Blitz getroffen, und mit ihr auch ihr [[Palast]] in der Stadt Theben. Das Kind in ihrem Leib wird jedoch vom Schutzgott [[Hermes]] gerettet, und Zeus näht sich seinen Sohn in seinen eigenen Oberschenkel ein, um ihn auszutragen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Bibliotheke des Apollodor]]&amp;#039;&amp;#039; 3,4,3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird schließlich Dionysos geboren, von den Römern [[Bacchus]] genannt, der einzige [[Unsterblichkeit|unsterbliche]] Gott von einer menschlichen Mutter. Er ist auch der Gott des [[Tanz]]es, des [[Theater]]s, des [[Rausch]]es, der [[Ekstase]] und des [[Wahnsinn]]s (siehe [[Eleutherai #Dionysos Eleuthereus|Dionysos &amp;#039;&amp;#039;Eleuthereus&amp;#039;&amp;#039;]]), außerdem entdeckte er auf dem [[Nysa (Mythos)|Berg Nysa]] (seinem Geburtsort) den [[Weinanbau]] und dessen [[Kelter]]ung. Dionysos genoss deshalb hohe Verehrung bei den [[Olympische Götter|olympischen Göttern]], bei seinen vielen Anhängern im griechischen und später auch im römischen Kulturraum. Ihm zu Ehren blühte über viele Jahrhunderte ein lebhafter [[Dionysoskult]] mit berühmten Festspielen, den [[Dionysien]] (siehe auch [[Wein #Antike Mythologie|Wein in der antiken Mythologie]]). Aus den ursprünglichen [[kult]]ischen Gesangs-, Tanz- und [[Opfer (Religion)|Opferritualen]] entwickelten sich später die [[griechische Tragödie]] und die [[griechische Komödie]], zunächst in religiösen Zusammenhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Geburts[[mythos]] von Zeus ist seine „Kopfgeburt“ der [[Athene #Familie|Athene]], [[Gründungsmythos|Gründergöttin]] der griechischen [[Athen|Stadt Athen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schenkelgeburt wird dem Weingott entsprechend als [[Mythologem|mythologisches Bild]] für das [[Pflanzenveredelung|Veredeln]] des [[Rebstock|Weinstocks]] gesehen, bei dem ein neuer [[Edelreis|Edelzweig]] mit einem alten Pflanzenstamm zusammengefügt wird ([[Pfropfen (Pflanzen)|Aufpfropfen]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bannert-Aufpfropfen&amp;quot; /&amp;gt; Das Eingenähtwerden von Dionysos entspricht einem seiner [[Übername|Beinamen]]: &amp;#039;&amp;#039;Eiraphiotes&amp;#039;&amp;#039; „der eingenäht wurde“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kerenyi 1975-172&amp;quot; /&amp;gt; beispielsweise in lederne [[Weinschlauch|Weinschläuche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Religionswissenschaftler [[Karl Kerényi]] unterschied 1975 verschiedene mythologische Schichten bei der Schenkelgeburt. Grundlegend sei die [[Symbol #In der Religion|Symbolik]] des Oberschenkels als [[Phallus|männlicher Phallus]], der im Rahmen jährlicher [[Fruchtbarkeitskult]]e zur Verbindung mit dem Weiblichen zu opfern sei: „Die Erfindung einer Geburt aus dem Schenkel […] betonte grausam die ewige, notwendige Selbstopferung der männlichen Lebenskraft an das weibliche Geschlecht: ein Opfer, das dem ganzen Menschengeschlecht galt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kerenyi 1975-172&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ortner 2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Dionysiaka]]&amp;#039;&amp;#039; (spätantike „Geschichten von Dionysos“, siehe 9.&amp;amp;nbsp;Gesang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Heydemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Dionysos’ Geburt und Kindheit.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Halle an der Saale 1885 (ordnet und erläutert viele Kunstdarstellungen der dionysischen Geburtslegende; [http://www.tpsalomonreinach.mom.fr/Reinach/MOM_TP_071577/MOM_TP_071577_0002/PDF/MOM_TP_071577_0002.pdf PDF-Datei; 9,5&amp;amp;nbsp;MB; 59&amp;amp;nbsp;Seiten als Scans] bei &amp;#039;&amp;#039;tpsalomonreinach.mom.fr&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Karl Kerényi]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Schenkelgeburt und das Idol mit der Maske.&amp;#039;&amp;#039; In: Derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Dionysos. Urbild des unzerstörbaren Lebens.&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 1998, ISBN 3-608-91686-5, S.&amp;amp;nbsp;170–179 (erstmals 1975; vertiefende Analyse der mythologischen Schichten der Schenkelgeburt; {{Google Buch| Land=DE| BuchID=f7KiJVXYrYMC| Seite=170| Linktext=Seitenansichten}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Paphos Archaeological Park - House of Aion - Birth of Dionysos|Geburt des Dionysos (Mosaik)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 | zugriff = 2013-11-21&lt;br /&gt;
 | autor   = Aaron J. Atsma&lt;br /&gt;
 | titel   = Birth &amp;amp; Nursing Of Dionysus Baccheus&lt;br /&gt;
 | url     = http://www.theoi.com/Olympios/DionysosMyths.html#Birth&lt;br /&gt;
 | werk    = Theoi Project&lt;br /&gt;
 | hrsg    = Neuseeland&lt;br /&gt;
 | sprache = en&lt;br /&gt;
 |kommentar= viele übersetzte Originalquellen zu Dionysos’ Geburt; 2000–2011&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bannert-Aufpfropfen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 | zugriff = 2013-11-21&lt;br /&gt;
 | autor   = Herbert Bannert&lt;br /&gt;
 | titel   = Valdis Leinieks, The City of Dionysos. A Study of Euripides’ Bakchai. Stuttgart – Leipzig: B. G. Teubner 1996&lt;br /&gt;
 | url     = http://www.oeaw.ac.at/kal/rezensionen/antre05.html&lt;br /&gt;
 | werk    = Kommission für antike Literatur und lateinische Tradition: Rezensionen&lt;br /&gt;
 | hrsg    = [[Österreichische Akademie der Wissenschaften]] (ÖAW), Wien&lt;br /&gt;
 | sprache = deutsch&lt;br /&gt;
 |kommentar= das folgende Zitat ist der einzige Bezug auf die Schenkelgeburt in der sehr fachbezogenen Buchbesprechung&lt;br /&gt;
 | zitat   = Die Deutung der Schenkelgeburt als eines Symbols für das Veredeln des Weinstocks, das Pfropfen eines neuen Reises auf einen alten Stamm mit Hilfe des Winzermessers und des Okulierschnitts, ist eine plausible, weil vordergründig stimmige und unmittelbar verständliche Erklärung. Sie geht auf die Erklärung von Vasenbildern zurück, die [[Karl Kerényi|K. Kerényi]] herangezogen hat. Alle anderen Deutungen sind unbefriedigend (193&amp;amp;nbsp;f.).&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kerenyi 1975-172&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Karl Kerényi]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Schenkelgeburt und das Idol mit der Maske.&amp;#039;&amp;#039; In: Derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Dionysos. Urbild des unzerstörbaren Lebens.&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 1998, ISBN 3-608-91686-5, S.&amp;amp;nbsp;172 (erstmals 1975; {{Google Buch |BuchID=f7KiJVXYrYMC |Seite=172 |Linktext=Seitenansicht |Land=DE}}): „Die Geburt aus dem Schenkel des Vaters wurde an das Beiwort des Dionysos Eiraphiotes angeknüpft und zum Leidtragenden nicht er selbst, sondern Vater Zeus gemacht. &amp;#039;&amp;#039;Eiraphiotes&amp;#039;&amp;#039; bedeutet tatsächlich einen, »der eingenäht wurde«. […] Die Erfindung einer Geburt aus dem Schenkel hatte in Griechenland ihre Funktion: die Verheimlichung dessen, was der Gott als verschwenderische Gabe am eigenen Leib vornahm. Der Mythos betonte grausam die ewige, notwendige Selbstopferung der männlichen Lebenskraft an das weibliche Geschlecht: ein Opfer, das dem ganzen Menschengeschlecht galt.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ortner 2009&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Max Ortner: &amp;#039;&amp;#039;Griechisch-römisches Religionsverständnis und Mysterienkulte als Bausteine der christlichen Religion.&amp;#039;&amp;#039; Universität Wien 2009, S.&amp;amp;nbsp;84 (Doktorarbeit; das folgende Zitat ist im Buch der einzige Bezug auf die Schenkelgeburt; [http://www.readbag.com/othes-univie-ac-at-8093-1-2009-10-02-6501818 online] bei &amp;#039;&amp;#039;readbag.com&amp;#039;&amp;#039;; [http://othes.univie.ac.at/8093/1/2009-10-02_6501818.pdf PDF-Download; 2,4&amp;amp;nbsp;MB]): „Das ungeborene Kind wird sodann im Schenkel des Zeus (als einem männlichen Mutterleib) ausgetragen und ein zweites Mal aus dem Schenkel geboren. […] Die Schenkelwunde des Gottes steht in Beziehung zu Kastration und Tod im Kontext von Initiationen.“ &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe auch die Vorlage von 1977: [[Walter Burkert]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Religion der archaischen und klassischen Epoche.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 2011, S.&amp;amp;nbsp;254–255 (erstmals 1977; das folgende Zitat ist im Buch der einzige Bezug auf die Schenkelgeburt; {{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://de.scribd.com/doc/137485655/Griechische-Religion-der-archaischen-und-klassischen-Epoche |text=online |archivebot=2019-05-12 10:44:22 InternetArchiveBot}} bei &amp;#039;&amp;#039;scribd.com&amp;#039;&amp;#039;): „[…] das ungeborene Kind wird im Schenkel des Zeus als in einem »männlichen Mutterleib« ausgetragen und ein zweites Mal aus dem Schenkel geboren. […] der Schenkel bringt erotische, auch homoerotische Assoziationen. Die Schenkelwunde steht in Beziehung zu Kastration und Tod, offenbar auch im Zusammenhang mit Initiationen. […] Die Geburt des Dionysos, gefeiert im Dithyrambos, seine erste Epiphanie fällt zusammen mit einem »unsagbaren Opfer«, dem in der kultischen Realität das Stieropfer entspricht.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriff aus der griechischen Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geburt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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