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	<title>Schelmuffsky - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schelmuffsky&amp;diff=1363353&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Weltalf: Verknüpfung erstellt</title>
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		<updated>2025-11-05T20:00:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verknüpfung erstellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schelmuffsky - Titelei 1750.jpg|mini|hochkant|Titelei von 1750]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schelmuffsky&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein zweiteiliger Lügenroman des 30-jährigen Theologie-Studenten [[Christian Reuter (Schriftsteller)|Christian Reuter]] von 1696/97. Der vollständige Titel lautet in barocker Manier: &amp;#039;&amp;#039;Schelmuffskys Warhafftige Curiöse und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und Lande. Und zwar die allervollkommenste und accurateste Edition, in hochteutscher Frau Mutter Sprache eigenhändig und sehr artig an den Tag gegeben von E.S.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm&amp;quot;&amp;gt;E.S. = Eustachius Schelmuffsky.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Literaturwissenschaftler [[Georg Ellinger]] bezeichnete das Werk, das in der Tradition der [[Schelmenroman]]e steht, als „die genialste humoristische Erzählung des siebzehnten Jahrhunderts“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die ehrliche Frau nebst Harleqvins Hochzeit- und Kindbetterinschmaus. Der ehrlichen Frau Schlampampe Krankheit und Tod. Lustspiele von Christian Reuter 1695, 1696. Herausgegeben von Georg Ellinger.&amp;#039;&amp;#039; Max Niemeyer, Halle a/Saale 1890, S. III. ([https://www.google.de/books/edition/Die_ehrliche_Frau/wv5M3IT0LBsC?gbpv=1 Google Books])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schelmuffsky - Frontispiz 1696.jpg|mini|„Der Tebel hole mer.“ (Frontispiz der Ausgabe von 1696)]]&lt;br /&gt;
Grundmotivation für den Roman waren Rachegefühle des Verfassers Christian Reuter gegenüber der wohlhabenden Familie Müller aus [[Leipzig]]. Der Bauernsohn Reuter hatte sich zum Wintersemester 1688 für ein Studium an der [[Universität Leipzig|Leipziger Universität]] immatrikuliert. Ab 1694 wohnte Reuter zusammen mit dem Pommern Johannes Grel, der schon sieben Jahre studierte, im Gasthaus „Zum Rothen Löwen“, das an der Ecke von Grimmaischer und Reichsstraße lag. Die beiden Studenten blieben schließlich für ein halbes Jahr die Miete schuldig und wurden von der Hauswirtin Anna Rosine Müller vor die Tür gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Jäckel]]: Einleitung zu &amp;#039;&amp;#039;Christian Reuters Werke in einem Band&amp;#039;&amp;#039;, Aufbau-Verlag, Berlin / Weimar 1980, S. IX-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reuter rächte sich mit einer [[Pasquill|pasquillantischen]] Schrift, seinem ersten Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Die Ehrliche Frau zu Plißine&amp;#039;&amp;#039;, in dem er die Wirtin Anna Rosine Müller als „Frau Schlampampe“ karikierte und auch Schelmuffsky bereits auftaucht. Die Figur des Schelmuffsky orientierte sich an Eustachius, dem ältesten Sohn der Wirtin. Typisch sind seine ständig wiederholten Redewendungen „O Sapperment“ und „der Tebel hol mer“. Die Witwe Müller, die sich und ihresgleichen als lächerliche Figuren dargestellt erkannte, wandte sich am 15. August 1696 in einer Klage an den [[August der Starke|Kurfürsten]].&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Zarncke: &amp;#039;&amp;#039;Christian Reuter, der Verfasser des Schelmuffsky. Seine Leben und seine Werke&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1884, S. 510.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zeit seiner Festsetzung im [[Karzer]] nutzte Reuter produktiv für eine Überarbeitung des ersten Teils und die Ausformulierung eines zweiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Hauptperson und [[Typologisches Modell der Erzählsituationen#Ich-Erzählsituation|Ich-Erzähler]] des Romans ist ein gewisser Schelmuffsky, von dem wir keinen Vornamen erfahren. Von sich selbst sagt der „allezeit reisefertige“ Schelmuffsky: „Teutschland ist mein Vaterland, in Schelmerode bin ich geboren“. Auch wenn für die thüringische Gemeinde [[Birkenfelde]] eine [[Wüstung]] namens Schelmerode bezeugt ist, handelt es sich hierbei um einen fiktiven Ort, die Betonung liegt auf [[Schelm]]. Sein Lieblingsgetränk ist „Klebebier“, das so heißt, „weil es so Maltz-reich wäre, dass es einen gantz zwischen die Finger klebete und schmeckte auch wie lauter Zucker so süß.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Roman beginnt mit einer vorangestellten Widmung an den „[[Mogulreich|Hoch-Gebohrnen grossen Mogol]]“ von Agra, bei dem er angeblich 14 Tage verweilen durfte. Zum Dank dafür möchte er dem Mogul eine in Schweineleder gebundene Fassung seines Reiseberichts anstelle von leicht verderblichem Klebebier zukommen lassen. Darauf folgt eine Mitteilung an den „Curiösen Leser“, in der er prahlt, wie weltgewandt und weitgereist er im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann beginnt das erste von zirka 20 Kapiteln mit ungewöhnlicher Zählung, denn auf das zweite folgt das sechste und auf das dritte das neunte Kapitel. Da es Schelmuffsky im Haushalt seiner Mutter zu eng wird, lässt er sich Geld geben, um auf Reisen zu gehen. Seine angebliche Weltreise führt ihn zuerst nach [[Hamburg]], das bei ihm wie Leipzig am Fluss [[Weiße Elster|Elster]] liegt. Hier steigt er in einem Gasthaus ab, wo er auf noble Gesellschaft trifft und sich eine Dame namens Charmante sofort in ihn verliebt. Dann macht sich Schelmuffsky auf in die Stadt [[Bezirk Altona|Altona]], „welches drey starcke Teutsche Meilen von Hamburg liegt.“ Von dort segelt er schnell weiter nach Schweden, wo er in [[Stockholm]] an Land geht und in einem Wirtshaus absteigt. Wieder sind die Herren von ihm begeistert und die Damen entzückt. Es kommt zu einem [[Duell]], und nach kaum vier Wochen erscheint auch Charmante in Stockholm. Auf der Überfahrt nach Holland wird das Schiff bei einem Sturm an die Klippen bei der Insel [[Bornholm]] geworfen und zerschellt: „O Sapperment! was war da von den Leuten ein Gelamentire in den Wasser!“ Die arme Charmante ertrinkt, aber Schelmuffsky kann sich auf ein Brett retten und treibt weiter nach [[Amsterdam]], an den Ufer-Garten des Bürgermeisters. Schelmuffsky wird zu einer Hochzeit eingeladen, betrinkt sich über die Maßen und speit „der Tebel hohlmer der Braut den Busen gantz voll“. Von dort geht es nach Indien, dem weitest entfernten Punkt der Reise. Dort wird er von dem großen Mogul von Agra empfangen. Da Schelmuffsky ihm die Finanzen in Ordnung bringt, möchte ihn der Mogul zum Reichskanzler ernennen, doch Schelmuffsky lehnt großzügig ab. Über Spanien und [[Saint-Malo|St. Malo]], wo er in Gefangenschaft gerät, und über London und Hamburg kehrt er nach Hause zurück. Wieder in Schelmerode angekommen, ist ihm inzwischen alles so fremd geworden, dass er nach drei Tagen Suche sein Haus nicht wiederfindet, und auch die Muttersprache hat er verlernt. Laut seiner Zeitrechnung ist er insgesamt elf Jahre unterwegs gewesen, aber nach einem Einwurf seines Vetters, der nun bei der Mutter wohnt, waren es kaum 14 Tage: „Ich habe mir von unterschiedlichen Leuten erzählen lassen, dass mein Vetter Schelmuffsky nicht weiter als eine halbe Meile von seiner Geburts-Stadt kommen wäre und alles mit einander mit liederlicher Compagnie im Toback und Branntwein versoffen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Reise führt Schelmuffsky in die Stadt [[Venedig]]: „Sie liegt auff&amp;lt;!--sic--&amp;gt; einem großen hohen Stein-Felsen und ist mit einen vortrefflichen Wall umgeben.“ An einer [[Lotto|Lotto-Bude]] auf dem „[[Markusplatz|Sanct Marx-Platz]]“ gewinnt er mit der Losnummer 11 eine Bartbürste im Wert von 6 Pfennig und mit der Nummer 098372641509 ein Reitpferd im Wert von 500 Reichstalern. Als ihm das Pferd davonläuft, verfolgt er es bis vor die Stadt [[Padua]] („sie liegt eine halbe Stunde von Rom“). In [[Rom]] schließlich küsst er dem „auff einen Groß-Vater Stuhle“ schlafenden Papst „die stinkenden Füße“. Danach geht es über Polen wieder „nach Teutschland zu.“ Ein am Schluss angekündigter dritter Teil der gefährlichen Reise zu Wasser und zu Lande ist nicht erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung ==&lt;br /&gt;
Christoph Stoll und Sven Hanuschek sehen &amp;#039;&amp;#039;Schelmuffsky&amp;#039;&amp;#039; in ihrem Artikel in [[Kindlers Literatur Lexikon]] als ein Werk an der Schwelle zwischen [[Barock]] und [[Aufklärung]], das eine Satire auf die Trivialliteratur seiner Zeit und auf das damalige Ideal des modisch-höfischen Mannes von Welt darstelle. Die Komik des Romans entstehe durch die stets misslungene Galanterie und die rüpelhafte Grobheit der Hauptfigur sowie durch deren Sprache, die hohle Phrasen, unverstandene Fremdwörter und Obszönitäten kombiniere. Reuter habe mit &amp;#039;&amp;#039;Schelmuffsky&amp;#039;&amp;#039; den ersten deutschsprachigen Roman mit einem [[Unzuverlässiges Erzählen|unzuverlässigen Ich-Erzähler]] geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christoph Stoll, Sven Hanuschek |Hrsg=H. L. Arnold |Titel=Reuter, Christian: Schelmuffsky Curiose und Sehr gefährliche Reißebeschreibung zu Wasser und Land |Sammelwerk=[[Kindlers Literatur Lexikon]] (KLL) |Verlag=J. B. Metzler |Ort=Stuttgart |Datum=2020 |DOI=10.1007/978-3-476-05728-0_19010-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Der Komponist Andreas Heinrich Schultzen (1681–1742) komponierte die &amp;#039;&amp;#039;Schelmuffsky-Sonate&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;A.H. Schultzen: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.youtube.com/watch?v=e6zSUOotfvk Schelmuffsky-Sonate]&amp;#039;&amp;#039; (Orchesterfassung der Sonate f. Soloinstrument + B.c.), Orchester: Köthener Schlossconsortium, Leitung/Solo-Violine: Manfred Apitz, auf [[YouTube]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Georg Christoph Lichtenberg]], der ein seltenes Exemplar besaß, machte [[Gottfried August Bürger]] mit dem &amp;#039;&amp;#039;Schelmuffsky&amp;#039;&amp;#039; bekannt, der die maßlosen Übertreibungen als Vorlage für seine Bearbeitung von &amp;#039;&amp;#039;[[Wunderbare Reisen zu Wasser und Lande|Münchhausens Wunderbaren Reisen zu Wasser und Lande]]&amp;#039;&amp;#039; nutzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Burkhardt Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Ein Rattenmann auf Kavalierstour.&amp;#039;&amp;#039; In: Poetica vol. 48(3/4), S. 329.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heidelberger Romantiker um [[Clemens Brentano]] entdeckten den Roman ab 1804 und gerieten regelrecht ins „Schelmuffskysieren“, das heißt, sie verwendeten mündlich und auch brieflich Redewendungen aus dem Roman. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Koblenzer Mitschüler [[Johann Joseph Görres]] verfasste Brentano eine Erzählung mit dem parodistischen Titel: &amp;#039;&amp;#039;Entweder wunderbare Geschichte von BOGS dem Uhrmacher, wie er zwar das menschliche Leben längst verlassen, nun aber doch, nach vielen musikalischen Leiden zu Wasser und zu Lande, in die bürgerliche Schützengesellschaft aufgenommen zu werden Hoffnung hat, oder die über die Ufer der badischen Wochenschrift als Beilage ausgetretene Konzert-Anzeige. Nebst des Herrn BOGS wohlgetroffenem Bildnisse und einem medizinischen Gutachten über dessen Gehirnzustand.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch |BuchID=6nNKAAAAcAAJ |Linktext=Entweder wunderbare Geschichte von Bogs, dem Uhrmacher ... oder die über die Ufer der Badischen Wochenschrift als Beilage ausgetretene. Konzert-Anzeige}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders [[Wilhelm Grimm]] unterhielt ab 1809 gern Gesellschaften im Schelmuffsky-Stil und verwendete auch in seinen Briefen Anspielungen und Formulierungen aus dem Buche. In einem Brief an die Familie des Pfarrers Mannel in Allendorf schrieb Wilhelm Grimm: „Ich will mich, der Tebel hohl mer, recht dankbar dafür auch erweisen … oder ich will dem Herrn Pfarrer ein Fässchen Klebebier zuschicken, worauf man, wenn man einen [[Nösel|Nössel]] getrunken, flugs predigen kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Rölleke: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.deepdyve.com/lp/de-gruyter/christian-reuters-barockroman-schelmuffsky-und-die-kinder-und-hausm-0D9b0zkNGT Christian Reuters Barockroman Schelmuffsky und die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm.]&amp;#039;&amp;#039; In: Fabula, vol. 46 (2005), Heft 3/4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Anregung der [[Gebrüder Grimm]] wurde 1817 der erste vollständige Neudruck herausgegeben, nachdem [[Achim von Arnim]] mit diesem Plan gescheitert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heinrich Heine]] schrieb in Paris die [[Parodie]] &amp;#039;&amp;#039;Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski&amp;#039;&amp;#039;, die 14 Kapitel umfasste und Fragment geblieben ist. Durch deren Lektüre wurde [[Richard Wagner]], der damals noch freundschaftlich mit Heine verkehrte, erstmals auf die Sage vom &amp;#039;&amp;#039;[[Der fliegende Holländer|Fliegenden Holländer]]&amp;#039;&amp;#039; aufmerksam.&amp;lt;ref&amp;gt;Burkhardt Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Ein Rattenmann auf Kavalierstour&amp;#039;&amp;#039;, in: Poetica vol. 48(3/4), S. 330.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Die Fabel von dem Fliegenden Holländer&amp;#039;&amp;#039; wird im VII. Kapitel wiedergegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Heine: &amp;#039;&amp;#039;Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski&amp;#039;&amp;#039;, [https://www.projekt-gutenberg.org/heine/schnabel/schnab71.html Kapitel VII]. In: [[Projekt Gutenberg-DE]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Reuters Geburtsort [[Kütten]] gibt es heute eine Schelmuffsky-Straße ebenso wie den Kräuterschnaps „Schelmuffskys Reise-Elixier“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1970er Jahren beendete die „Schelmuffsky-Troffi“, eine fünf Kilometer lange Radstrecke rund um den Petersberg in [[Halle (Saale)]], die alljährliche Petersberg-Rallye.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/boheme/katalog_zentren/halle/index.html Wie die Pop-Art nach Halle kam: Wasja und Moritz Götze als künstlerisches Familiendoppel und vitale Protagonisten der Stadt-Bohème]&amp;#039;&amp;#039;, DHM: Boheme und Diktatur in der DDR. Gruppen, Konflikte, Qvartiere. 1970 bis 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Schelmuffsky&amp;#039;&amp;#039; liefert eine der Herkunftstheorien des Begriffs [[Zeitungsente#Lugende|Zeitungsente]] (in der Variante &amp;#039;&amp;#039;Lüg-Ente&amp;#039;&amp;#039;):&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|oll|11|09|1849|1|Zur Naturgeschichte der Zeitungsente}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Kam ich denn wieder zu meinem Herrn und war etwan ein paar Stunden über der Zeit aussen gewesen, so wuste ich allemal so eine artige Lügente ihn vorzubringen, daß er mir sein lebetage nichts sagte.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Druck von 1696, S. 18&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch |BuchID=uf8-pbIH2C0C |Seite=18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Buchcover Schelmuffsky.jpg|mini|hochkant|Nachdruck der Originalausgabe]]&lt;br /&gt;
Der erste Teil erschien 1696 und 1697 in zwei Fassungen, der zweite Teil folgte 1697. Im Jahr 1750 wurde das Buch neu aufgelegt, diese Ausgabe geriet jedoch bald auf den päpstlichen [[Index Librorum Prohibitorum|Index]], obwohl die groteske Szene der [[Audienz|Papstaudienz]] schon früher der [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] zum Opfer gefallen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schelmuffskys Warhafftige Curiöse und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und Lande. 1. Theil/ Und zwar die allervollkommenste und accurateste Edition, in hochteutscher Frau Mutter Sprache eigenhändig und sehr artig an den Tag gegeben von E.&amp;amp;nbsp;S. Gedruckt zu Schelmerode/ Im Jahr 1696.&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.google.de/books/edition/Schelmuffskys_Warhafftige_Curi%C3%B6se_und_s/uf8-pbIH2C0C Google Books])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schelmuffskys Warhafftige Curiöse und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und Lande. 1697.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schelmuffskys wahrhaftige, curiöse und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und Lande in Zweyen Theilen, curiösen Liebhabern vor Augen geleget und mit Zweyen Lust= und Trauer=Spielen versehen. Franckfurth und Leipzig, 1750.&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.google.de/books/edition/Schelmuffsky_s_wahrhaftige_curi%C3%B6se_und/tF1VAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=0 Google Books])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schelmuffskys Wahrhafftige, curiöse und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und Lande. Erster Theil. Gedruckt zu Schelmerode in diesem Jahr.&amp;#039;&amp;#039; Haxthausen 1817. ([https://books.google.de/books?id=1KM7AAAAcAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_navlinks_s Google Books])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schelmuffsky: Wahrhaftige, kuriöse und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und Lande.&amp;#039;&amp;#039; Zinnen-Verlag, München 1944.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schelmuffskys Wahrhaftige kuriöse und sehr gefährliche Reisebeschreibung zu Wasser und Lande.&amp;#039;&amp;#039; Aufbau Verlag, Berlin 1955.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersetzungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Englisch:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{Literatur |Autor=Christian Reuter |Titel=Schelmuffsky |Reihe=University of North Carolina studies in the Germanic languages and literatures |NummerReihe=33 |Verlag=University of North Carolina Press |Ort=Chapel Hill |Datum=1962 |Originalsprache=de |Übersetzer=Wayne Wonderley}} [https://www.jstor.org/stable/10.5149/9781469658636_reuter Open Access]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Italienisch:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{Literatur |Autor=Christian Reuter |Hrsg=Emilio Bonfatti |Titel=Schelmuffsky |Verlag=Ariele |Ort=Milano |Datum=1998 |ISBN=88-86480-31-8 |Originalsprache=de |Übersetzer=L.&amp;amp;nbsp;Rizzato}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Polnisch:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{Literatur |Autor=Christian Reuter |Titel=Schelmuffsky. Przedziwnych i bardzo niebezpiecznych podróży lądem i wodą opisanie |Verlag=Śląsk |Ort=Katowice |Datum=1963 |Originalsprache=de |Übersetzer=Feliks Konopka |OCLC=749922568}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Russisch:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{Literatur |Autor=Christian Reuter |Hrsg=M.&amp;amp;nbsp;E. Grabar-Passek |Titel=Шельмуфский |Verlag=Nauka |Ort=Moskau |Datum=1972 |Übersetzer=Grigoriĭ Slobodkin |OCLC=30327613}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gunter E. Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Kapriolen eines Taugenichts. Zur Funktion des Pikarischen in Christian Reuters „Schelmuffsky“.&amp;#039;&amp;#039; In: Chloe 5, 1987, S. 127–149.&lt;br /&gt;
* Klaus-Detlef Müller: &amp;#039;&amp;#039;[https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/46665/pdf/Mueller_Einfallslosigkeit.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y Einfallslosigkeit als Erzählprinzip. Zu Christian Reuters Schelmuffsky.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichtlichkeit und Gegenwart. Festschrift für Hans Dietrich Irmscher zum 65. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, Köln Weimar Wien 1994, S. 1–12.&lt;br /&gt;
* [[Simone Trieder]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Schelm aus Kütten. Betrachtungen zu Christian Reuter und über den komischen Halbgott Schelmuffsky. Gefährliche Reisebeschreibung.&amp;#039;&amp;#039; Hasen-Edition, Halle (Saale) 2005, ISBN 3-939468-00-2.&lt;br /&gt;
* Helen Walden: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.jstor.org/stable/400408 Christian Reuter: Is He a Barock Poet, or Not?]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;The German Quarterly&amp;#039;&amp;#039;, März 1936, Vol. 9, Nr. 2, S. 71–77.&lt;br /&gt;
* [[Burkhardt Wolf]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.jstor.org/stable/26600440 Ein Rattenmann auf Kavalierstour: Phantastische Aufklärung in Christian Reuters ‘Schelmuffsky.’]&amp;#039;&amp;#039; Poetica, vol. 48, Nr. 3/4, Brill, 2016, S. 305–31.&lt;br /&gt;
* Friedrich Zarncke: &amp;#039;&amp;#039;Christian Reuter, der Verfasser des Schelmuffsky. Sein Leben und sein Werk.&amp;#039;&amp;#039; S. Hirzel, Leipzig 1884. ([https://books.google.de/books?id=5lzPAAAAMAAJ Google Books])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Studentes]]&amp;#039;&amp;#039;, eine Studentenkomödie von 1545&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Der abenteuerliche Simplicissimus]]&amp;#039;&amp;#039;, ein Schelmenroman von 1669&lt;br /&gt;
* [[Studentenroman]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{PGIA|25285|Christian Reuter}}&lt;br /&gt;
* [https://www.projekt-gutenberg.org/reuterc/schelmuf/schelmuf.html Schelmuffsky] im [[Projekt Gutenberg-DE]]&lt;br /&gt;
* [https://www.projekt-gutenberg.org/heine/schnabel/schnabel.html Schnabelewopski] im Projekt Gutenberg-DE&lt;br /&gt;
* [[Olaf Velte]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.fr.de/kultur/wahres-schandmaul-11319337.html Christian Reuter: Ein wahres Schandmaul]&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Frankfurter Rundschau]] vom 5. Mai 2012&lt;br /&gt;
* Benedikt Erenz: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.zeit.de/online/2008/02/vergessene-autoren-01 Vergessene Autoren (1): Das große Schwätzbrevier]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;ZEIT online&amp;#039;&amp;#039; vom 3. Januar 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarische Figur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Barock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schelmenroman]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentengeschichte (Frühe Neuzeit)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Weltalf</name></author>
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