<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Schelm</id>
	<title>Schelm - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Schelm"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schelm&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-27T08:38:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schelm&amp;diff=85134&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dbmei: Weitere Quelle hinzugefügt.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schelm&amp;diff=85134&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-25T17:39:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weitere Quelle hinzugefügt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schelm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist heutzutage eine Bezeichnung für einen [[Witzbold]] oder Spaßvogel, der auf scherzhafte Art das unmöglich Scheinende zu vollbringen vorgibt und daraus seinen Vorteil zieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ursprüngliche Bedeutung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:De Esslingische Chronik Dreytwein 129 (Ausschnitt).jpg|mini|hochkant=1.8|Mertte aus Erfurt und Hans Miller aus Pressburg, zwei Schelme. Notizen eines Esslinger [[Kürschner]]meisters (16. Jh.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;scelmo, scalmo&amp;#039;&amp;#039; bedeutete Pest, Seuche, auch Aas, Kadaver oder toter Körper und davon ausgehend, als Schimpfwort, Schuft oder Betrüger.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Erarbeitet unter der Leitung von [[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]]. Deutscher Taschenbuch Verlag, 1997 (und weitere Auflagen), s.&amp;amp;nbsp;v. &amp;#039;&amp;#039;Schelm&amp;#039;&amp;#039; ([https://www.dwds.de/wb/Schelm online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Schelm |titel=Schelm |zugriff=2012-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.blog1.institut1.de/ein-loser-schelm/ |titel=Ein loser Schelm |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100102231647/http://www.blog1.institut1.de/ein-loser-schelm/ |archiv-datum=2010-01-02 |zugriff=2012-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm&amp;#039;&amp;#039;, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/25, s.&amp;amp;nbsp;v. &amp;#039;&amp;#039;Schelm&amp;#039;&amp;#039; ([https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&amp;amp;lemid=S06638 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Schelm&amp;#039;&amp;#039; war im [[Hochmittelalter]] des 12. und 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ein ritterlicher Beiname und bedeutete &amp;#039;&amp;#039;Todbringer&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Beiname deutete wohl auf die Kampfeigenschaften des [[Ritter]]s hin. Im [[Spätmittelalter]] wurde die ursprüngliche Bedeutung des Wortes &amp;#039;&amp;#039;Schelm&amp;#039;&amp;#039; mit der Tätigkeit des [[Scharfrichter]]s verbunden und dadurch auch zur Bezeichnung dieser Berufsgruppe. Schelme gehörten zu einer sozialen Randgruppe: Sie waren Angehörige eines zwar unentbehrlichen, aber verachteten Berufsstandes. Als solche lebten Schelme in einem zweideutigen Verhältnis mit einer auf sie angewiesenen, aber sie gleichzeitig ächtenden „besseren Gesellschaft“. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Schelm&amp;#039;&amp;#039; gegenüber anderen wurde deshalb als schwere Beleidigung angesehen und war noch im 17. Jahrhundert als Verbal[[injurie]] strafbar. In der deutschen Übersetzung der Devise des britischen [[Hosenbandorden]]s – „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“, im [[Anglonormannische Sprache|anglonormannischen]] Original &amp;#039;&amp;#039;[[Honi soit qui mal y pense]]&amp;#039;&amp;#039; – ist das Wort &amp;#039;&amp;#039;Schelm&amp;#039;&amp;#039; im Sinne von „Schuft“ oder „schändlich“ und nicht in der heutigen Bedeutung als Spaßvogel zu verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bastian Sick]]: &amp;#039;&amp;#039;Wie gut ist Ihr Deutsch? Der große Test.&amp;#039;&amp;#039; Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, 2011, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl ursprünglich Scharfrichter, wurde der [[Sage]] nach der „[[Schelme von Bergen|Schelm von Bergen]]“ bei Frankfurt in den [[Adel]]s&amp;amp;shy;stand erhoben und trug diesen Namen mit Stolz. [[Heinrich Heine]] und [[Karl Simrock]] haben diese Sage unterschiedlich in Gedichten festgehalten. Die Sage ist jedoch eine Erfindung der [[Romantik]] und gibt nicht die tatsächliche Geschichte des Rittergeschlechts der Schelme von Bergen wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Schelmenroman ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schelmenroman}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa 1550 kam das Genre Schelmenroman auf. Der Begriff „Schelmenroman“ verbreitete sich aber erst im 18. Jahrhundert, als das Wort Schelm seine negative [[Konnotation]] verloren hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Roman schildert – meist episodenhaft – aus der Perspektive seines Helden, wie sich dieser in einer Reihe von Abenteuern durchs Leben schlägt. Der Schelm stammt aus einer Unterschicht; er ist deshalb ungebildet, aber „bauernschlau“. Er durchläuft gesellschaftliche Schichten und wird zu deren Spiegel. Der Held hat keinen Einfluss auf die Geschehnisse um ihn herum, schafft es aber immer wieder, sich aus brenzligen Situationen zu retten. Werke ab 1800 sind teilweise heute noch bekannt und haben dazu beigetragen, den Begriff „Schelm“ und den Begriffsinhalt bis heute zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungswandel seit dem 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Abweichend vom ursprünglichen Bedeutungsinhalt wird das Wort &amp;#039;&amp;#039;Schelm&amp;#039;&amp;#039; heute nur noch im Sinn von &amp;#039;&amp;#039;[[Schalk]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Schäker&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Dieser Wandel vollzog sich jedoch erst im 19. Jahrhundert. Ein Anklang an die frühere Bedeutung findet sich noch im [[adjektiv]]ischen Gebrauch des Wortes. Wenn eine Person &amp;#039;&amp;#039;schelmisch&amp;#039;&amp;#039; lächelt, so ist das ein vielsagend [[Koketterie|kokettes]] Lächeln, hinter dem sich etwas Verschwörerisches oder Verführerisches verbergen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche [[Komiker]] und Schauspieler [[Heinz Erhardt]] (1909–1979) verwendete den Ausdruck häufig in einer für ihn typischen Redewendung bei seinen Bühnenauftritten, nachdem er etwas falsch oder sinnverdrehend ausgesprochen hatte: „Was bin ich heute wieder für ein Schelm!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Trickster]]&lt;br /&gt;
* [[Narrenliteratur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Alverdes: &amp;#039;&amp;#039;List gegen List. Von Schelmen und Narren aus aller Welt.&amp;#039;&amp;#039; Ehrenwirth, München 1963.&lt;br /&gt;
* Dieter Arendt: &amp;#039;&amp;#039;Der Schelm als Widerspruch und Selbstkritik des Bürgertums. Vorarbeiten zu einer literatur-soziologischen Analyse der Schelmenliteratur.&amp;#039;&amp;#039; Klett Verlag, Stuttgart 1978 (Literaturwissenschaft – Gesellschaftswissenschaft; Materialien und Untersuchungen zur Literatursoziologie), ISBN 978-3-12-391700-4.&lt;br /&gt;
* Matthias Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Der Schelmenroman.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 1994, ISBN 978-3-476-10282-9.&lt;br /&gt;
* Helmut Heidenreich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pikarische Welt. Schriften zum europäischen Schelmenroman.&amp;#039;&amp;#039; Bibliographie, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1969.&lt;br /&gt;
* Michael Nerlich: &amp;#039;&amp;#039;Kunst, Politik und Schelmerei. Die Rückkehr des Künstlers und des Intellektuellen in die Gesellschaft des 20. Jhs. dargestellt an Werken v. Charles de Coster, Romain Rolland, André Gide, Heinrich Mann und Thomas Mann.&amp;#039;&amp;#039; Athenäum Verlag, Frankfurt am Main / Bonn 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4077069-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Humor)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Figur (Karneval)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Recht)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dbmei</name></author>
	</entry>
</feed>