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	<title>Schellenberg (Adelsgeschlecht) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schellenberg_(Adelsgeschlecht)&amp;diff=1103231&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-08-01T15:06:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schellenberg-ZW.PNG|mini|hochkant=0.9|Wappen derer von Schellenberg, Zürcher Wappenrolle von 1340]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schellenberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Herren von Schellenberg&amp;#039;&amp;#039;) ist der Name eines alten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adelsgeschlechts&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; mit Ursprung in [[Herrschaft Schellenberg|Schellenberg]] (heutiges [[Liechtenstein]]), das in den [[Ritterstand]] sowie später in den [[Freiherrenstand]] aufgenommen wurde und Anfang des 19. Jahrhunderts erlosch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht zu verwechseln mit einem gleichnamigen sächsischen Uradelsgeschlecht aus [[Schellenberg (Leubsdorf)]] mit Stammsitz auf [[Jagdschloss Augustusburg#Vorgeschichte|Burg Schellenberg]] und auch nicht mit den westfälischen Freiherren [[Vietinghoff (Adelsgeschlecht)|von Vittinghoff genannt Schell zu Schellenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familiengeschichte und Denkmäler ==&lt;br /&gt;
Die Schellenbergs wurden in Quellen aus den Jahren 1137 bis 1157 als Vasallen des [[Otto von Freising]] erstmals erwähnt. Sie hatten ihren Stammsitz im oberen Isartal, dienten den [[Staufer]]n ebenso wie [[Rudolf I. (HRR)|Rudolf von Habsburg]] und gewannen damit politischen Einfluss und Reichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Stauferzeit ließen sich die Herren von Schellenberg auf dem [[Eschnerberg]] (bei [[Feldkirch]]) im heutigen Gebiet Liechtensteins nieder. Hier erbauten sie in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts die Burg [[Ruine Neu-Schellenberg|Neu-Schellenberg]] und einige Jahrzehnte später die Burg [[Ruine Alt-Schellenberg|Alt-Schellenberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alfred Goop |Titel=Die Obere Burg Schellenberg |Sammelwerk=Schellenberg – meine Gemeinde |Nummer=Ausgabe 2010/3 |Verlag=Gemeinde Schellenberg |Datum=2010-12 |Seiten=36 |Online=[http://europa.gmgnet.li/gemeindeschellenberg/gemeindebulletin/pdf/2010_12/all_2010_12.pdf#page=36 online] |Format=PDF |KBytes=4594 |Abruf=2017-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist wahrscheinlich, dass die Stauferkönige die Schellenberg hier ansässig machten, um die Reichsstraße nach Italien zu sichern. Diesen Besitz im heutigen Fürstentum [[Liechtenstein]] verkauften die Herren von Schellenberg 1317 an die [[Werdenberg (Adelsgeschlecht)|Grafen von Werdenberg-Heiligenberg]]. Dennoch trägt der Berg bei [[Eschen (Liechtenstein)|Eschen]] bis heute ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit war das Geschlecht vor allem im [[Allgäu]], in der [[Baar (Landschaft)|Baar]] und im [[Hegau]] begütert. Einzelne Vertreter des Hauses finden sich in Diensten der Äbte von [[Fürstabtei St. Gallen|St. Gallen]] und [[Fürstäbtliche Residenz|Kempten]]. Weibliche Familienangehörige waren Mitglieder des [[Kanonissenstift Lindau|Klosters Lindau]]. Als [[Reichsritterschaft|reichsritterliches]] Geschlecht gehörten die Schellenberg dem [[Ritterkanton Hegau-Allgäu-Bodensee]] im Schwäbischen Ritterkreis an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1280 bis 1374 waren die Schellenberger im Besitz von [[Wasserburg (Bodensee)|Wasserburg am Bodensee]], das sie mit einer festen Mauer und einem Turm versahen. Wohl Ende des 13. Jahrhunderts erlangten sie als Reichslehen Burg und Herrschaft [[Burgruine Rothenfels|Rothenfels]] bei [[Immenstadt im Allgäu|Immenstadt]], die sie 1332 an das Haus [[Montfort-Tettnang]] verkauften. Um 1300 beerbte Marquard von Schellenberg, der auch mit der Reichsstadt [[Lindau (Bodensee)|Lindau]] in Fehde lag, die Herren von [[Kißlegg]] ([[Burg Alt-Kisslegg]]) und begründete eine eigene Linie und Herrschaft um den Marktort. 1560 bis 1570 erbaute Hans Ulrich von Schellenberg (1518–1606) dort ein hochgiebliges Schloss, das heutige „[[Altes Schloss Kißlegg|Alte Schloss]]“ oder „Wolfegger Schloss“. Mehrfach waren die Herren von Schellenberg-Kißlegg Vögte der [[Reichslandvogtei Oberschwaben]]. 1637 wurde Hans Christoph von Schellenberg zu Kißlegg von Kaiser [[Ferdinand II. (HRR)|Ferdinand II.]] in den erblichen Freiherrenstand erhoben. Bereits 1381 wurde die Herrschaft Kißlegg unter zwei Schellenberger Linien geteilt. Der eine Teil war seit 1525 im Besitz verschiedener Familien (Freiberg, Baumgarten, Trauchburger Nebenlinie des Hauses [[Haus Waldburg|Waldburg]]) und kam letztlich 1793 an die [[Bad Wurzach|Wurzacher]] Linie des Hauses Waldburg. Dessen [[Waldburg-Wolfegg|Wolfegger]] Zweig erbte 1708 den anderen Teil der Herrschaft Kißlegg durch Heirat der letzten Schellenberger Freiin zu Kißlegg, Maria Anna (1681–1754). 1383 wurde Ritter Bertold von Schellenberg Besitzer von Schloss, Stadt und Dorf [[Hüfingen]] bei Donaueschingen in der Baar. Auch die Hüfinger Linie errang später den Freiherrentitel. 1620 wurde Hüfingen an das Geschlecht der [[Fürstenhaus Fürstenberg|Fürstenberg]] verkauft. Seit dem späten Mittelalter war eine Linie der Schellenberg in [[Bräunlingen]] bei Donaueschingen ansässig und – neben [[Habsburg|Österreich]] und Fürstenberg – auch Mitbesitzer der Stadt. Das dortige „Schloss Schellenberg“ brannte 1917 ab. 1557 bis 1609 gehörte den Schellenberg Schloss (von ihnen wiederhergestellt und trotz zweier Brände als „Schellenberg-Bau“ bis heute erhalten) und Herrschaft [[Gottmadingen|Randegg]] im heutigen [[Landkreis Konstanz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Linie Schellenberg-Kißlegg starb 1708 aus. Der vermutlich letzte Angehörige des Geschlechts, Joseph Anton von Schellenberg(-Hüfingen), starb 1812 völlig verarmt in Hüfingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Die Herren von Schellenberg waren vermutlich stammverwandt mit den [[Thumb von Neuburg|Herren von Neuburg]]; ursprünglich führten sie ein ähnliches Wappen. Das von Schwarz und Gold dreimal geteilte Wappen der Herren von Schellenberg wurde im Jahr 1340 in die [[Zürcher Wappenrolle]] eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Wappenbilder ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Schellenberg Scheibler34ps.jpg|Wappen der Herren von Schellenberg, [[Scheiblersches Wappenbuch]], älterer Teil, zw. 1450 u. 1480&lt;br /&gt;
Datei:Thumb von Neuburg Scheibler254ps.jpg|Wappen der Thumb von Neuburg, Scheiblersches Wappenbuch, älterer Teil, zw. 1450 u. 1480&lt;br /&gt;
Datei:Wappen schellenberg.png|Wappen der Ritter von Schellenberg&lt;br /&gt;
Datei:Siebmacher110-Schellenberg.jpg|[[Gemehrtes Wappen]] derer von Schellenberg, [[Johann Siebmacher|Siebmachers]] Wappenbuch von 1609 &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Vertreter ==&lt;br /&gt;
* Ritter Ulrich von Schellenberg zu Kißlegg (1478–1549), Doctor beider Rechte, [[Ritter vom güldenen Sporn|Eques auratus]], Feldhauptmann und Kriegsrat der Kaiser [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] und [[Karl V. (HRR)|Karl V.]]&lt;br /&gt;
* Junker [[Hans von Schellenberg]], Herr zu Hüfingen, Staufen und Randegg, genannt &amp;#039;&amp;#039;der Gelehrte&amp;#039;&amp;#039; (1551–1609); Stadtherr von Hüfingen, Obermann der hegauischen Ritterschaft und kaiserlicher Gesandter, gehörte zu den einflussreichen Männern der Baar und des Bodenseeraums; auf [[Schloss Randegg]] trug er eine umfangreiche Bibliothek zusammen, zu der auch die berühmte [[Codex Manesse|Manessische Liederhandschrift]] gehört haben soll; sein gleichnamiger Grossvater baute nach 1523 das &amp;#039;&amp;#039;obere Schloss&amp;#039;&amp;#039; in Hüfingen wieder auf und soll auch die [[Burg Staufen (Hegau)|Burg Staufen]] wieder instand gesetzt haben.&lt;br /&gt;
* [[Alwig X. von Sulz]] und sein Sohn [[Rudolf V. von Sulz]], Grafen von [[Vaduz]] und Schellenberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Burgen ==&lt;br /&gt;
Heute sind noch diverse Ruinen und Burgen sichtbar:&lt;br /&gt;
* Burgruinen in [[Schellenberg]] (Liechtenstein)&lt;br /&gt;
* Hinang (Hugnang) in Sonthofen-Altstädten&lt;br /&gt;
* [[Burgruine Rothenfels]] bei Immenstadt&lt;br /&gt;
* [[Burg Neuenburg (Durach)|Neuenburg]] (Neusulzberg, Neu-Durach) in [[Durach]]&lt;br /&gt;
* [[Burgruine Sulzberg]] in [[Sulzberg (Oberallgäu)|Sulzberg]]&lt;br /&gt;
* Schloss [[Wasserburg (Bodensee)|Wasserburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eugen Balzer: &amp;#039;&amp;#039;Die Herren von Schellenberg in der Baar,&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Vereins für Geschichte und Naturgeschichte der Baar und der angrenzenden Landesteile in Donaueschingen,&amp;#039;&amp;#039; Heft 11, Tübingen 1904, S. 1–148.&lt;br /&gt;
* [[Paul Beck]]: &amp;#039;&amp;#039;Schwäbische Biographien. 24. Hans Ulrich v. Schellenberg, Heerführer aus Kißlegg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Diözesanarchiv von Schwaben&amp;#039;&amp;#039;, 18. Jg., S. 145 f.&lt;br /&gt;
* Johann Baptist Büchel: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Herren von Schellenberg,&amp;#039;&amp;#039; Teil 1–3, in: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 7–9, Vaduz 1907–1909.&lt;br /&gt;
* Johann Baptist Büchel: Regesten zur Geschichte der Herren von Schellenberg, Folge 1–5, in: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1 und 3–6, Vaduz 1901 und 1903–1906.&lt;br /&gt;
* Michael Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer historisch-statistischen Beschreibung Kißleggs samt seiner Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; Erweiterter Nachdruck der Ausgabe Kißlegg 1864. Herausgegeben von Thomas Weiland. Kißlegg im Allgäu 1994 (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte Kißleggs.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2).&lt;br /&gt;
* Max Miller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart (Kröner) 1954 (= &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 6), Artikel Bräuningen, Hüfingen, Kißlegg, Randegg.&lt;br /&gt;
* Sibylle Rettner: &amp;#039;&amp;#039;Hans der Gelehrte von Schellenberg.&amp;#039;&amp;#039; Kommentierte Neuauflage der Dissertation von [[Paul Revellio]]. Hüfingen 2004 (= &amp;#039;&amp;#039;Kulturhistorische Reihe der Stadt Hüfingen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Schellenberg (Adelsgeschlecht)}}&lt;br /&gt;
* {{HLFL|Titel=Schellenberg, von|Autor=[[Karl Heinz Burmeister]]}}&lt;br /&gt;
* {{Monasterium |typ=bild |pfad=AT-DOZA/Ahnentafeln/DOZA-Ahnenproben_Ri-0341-Nr.1577_r.jpg |titel=Ahnentafeln (1365-1937) Nr. 1577 |kommentar=Ahnenprobe des Johann Friederich von Schellenberg Freiherr von Kieselegg}} &lt;br /&gt;
* {{Monasterium |typ=bild |pfad=AT-DOZA/Ahnentafeln/DOZA-Ahnenproben_Ri-0341-Nr.1576_r.jpg |titel=Ahnentafeln (1365-1937) Nr. 1576 |kommentar=Ahnenprobe des Heinrich Christoph von Schellenberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128985461|LCCN=sh/95/7896|VIAF=23206756}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schellenberg (Adelsgeschlecht)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwäbisches Adelsgeschlecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liechtensteiner Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberschwaben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hegau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
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